SV Hundsangen e.V. 1926

20.10.2017, 06:24, Alter: 271 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 11. Spieltag

Von: rhein zeitung

                                        

SG Hundsangen/Obererbach – TuS Montabaur (Sonntag, 15 Uhr).

„Im Derby ist immer Brisanz drin“, sagt Hundsangens Spielertrainer Martin Scherer vor dem Vergleich mit dem TuS Montabaur, auf den er sich freut. „Spielstarke Mannschaften liegen uns besser“, erläutert er. Gegen Montabaur sah seine Mannschaft in der Vergangenheit häufig gut aus, daran will man anknüpfen. Wer gegen Vereine aus dem hinteren Tabellenteil nicht punkte, müsse das eben gegen solche aus dem Vorderfeld tun. Meist seien die Leistungen besser als die Ergebnisse gewesen. Scherer selbst kann nach einer Reise wieder mitwirken. Erkrankt ist Sebastian Schneider und verletzt Niklas Noll. Lukas Litzinger plagt sich nach wie vor mit einer Schulterverletzung.

Auch Montabaurs Trainer Sven Baldus freut sich auf das Derby, nicht zuletzt, weil es Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet nach dem 1:3 gegen Emmerichenhain. Fehlpässe und schlechtes Umschaltspiel hätten zur Niederlage geführt. „Da muss sich jeder an die eigene Nase packen.“ Die Heimschwäche der Hundsangener, die nur einen Sieg auf eigenem Platz feierten, spielt für Baldus keine Rolle. Nach den Gesprächen über das Negativ-Erlebnis kann er darauf bauen, dass sein Kader weitgehend komplett die nächsten Aufgaben angeht. Allerdings ist Takayuki Omi beruflich in Japan unterwegs. Max Acquah hat leichte Oberschenkelprobleme, auf ihn setzt Baldus besonders: „Er ist für unser Spiel Gold wert.“

 

VfB Wissen – SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod (Sonntag, 14.30 Uhr).

Nach dem Pokalerfolg gegen den Tabellenführer SG Emmerichenhain muss Wissens Trainer Walter Reitz seine Elf auf die SG Ahrbach einstimmen. Vor dem Aufsteiger äußert er großen Respekt: „Ich bin überrascht von den Ahrbachern in einem wirklich positiven Sinn. Die sind eine echte Bereicherung.“ Die Wissener sind zudem gewarnt, weil sie schon gegen Aufsteiger Wallmenroth daheim nur unentschieden spielten. „Ich befürchte, dass das mit Ahrbach genauso eng wird“, sagt Reitz. Doch drei Siege in Serie dürften dem VfB Auftrieb geben. Sebastian Land ist wieder fit, am Sonntag aber dienstlich verhindert. Alexander Rosin fällt bis zum Jahresende aus. Ansonsten dürfte das Aufgebot des Tabellenzweiten dem gleichen, das jüngst in Kamp-Bornhofen antrat.

Wegen einer Familienfeier, die weit entfernt von der Heimat steigt, wird Ahrbachs Trainer Peter Olbrich am Sonntag von Marco Mai und Roland Linz beim Coaching ersetzt. Auch bei der Vertretungslösung ist sich Olbrich sicher: „Wir werden alles in die Waagschale werfen.“ Mit 20 Punkten auf dem Konto darf der Aufsteiger befreit auftreten – „ich sehe uns nicht unter Druck.“ Der Kader sei nicht völlig komplett, aber in seiner Besetzung stabil, berichtet Olbrich. „Wir jammern nicht“, betont er, es werde eine „intakte Truppe“ auflaufen. Trotz des guten Zwischenstandes seiner Mannschaft dämpft der Trainer die Erwartungen: „Wir spielen beim Tabellenzweiten mit der besten Abwehr in der Bezirksliga.“ Nach Wissen mit 8 hat Ahrbach mit 13 Gegentreffern übrigens die zweitbeste Defensive.

SG Müschenbach/Hachenburg – SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen

Einer „gefühlten Niederlage“ kam für die SG Müschenbach das Unentschieden in Westerburg nach eigener 2:0-Führung gleich. Für Trainer Volker Heun war das ein Gegner von „unserer Kragenweite“, jetzt folgt der nächste Vergleich mit einem Team auf vermeintlicher Augenhöhe, doch die SG Elbert hat bislang sechs Zähler mehr gesammelt als die Müschenbacher. Heun schmerzen daher nicht nur die verlorenen Punkte von Westerburg, sondern noch mehr die Niederlagen in Hamm und Osterspai. Gegen Elbert sieht er seine Elf vor einem „Sechs-Punkte-Spiel“ – Anschluss an den Gegner oder langfristig hinter ihm stehen heißen die Optionen. Die personellen Voraussetzungen bei den Gastgebern sind nicht ideal, aber „solche Probleme haben alle“, so Heun.

Auch Elberts Trainer Michael Diel erwartet eine enge Begegnung. Er fordert eine andere Einstellung von seinen Leuten. „Da kann jeder mehr, da müssen wir schnellstens wieder hin“, fasst er seine Eindrücke von der 0:2-Heimniederlage gegen Wallmenroth zusammen. „Egal, wer auf dem Platz ist: Jeder ist in der Lage, sich läuferisch und kämpferisch einzubringen.“ Einstellen müssten sich die Spieler auch darauf, dass sie inzwischen von ihren Gegnern härter angegangen werden. „Wir spielen gegen den Abstieg“, warnt er trotz 15 Punkten, solch ein Puffer könne rasch schwinden. Dazu kommen die bisher mäßigen Erfahrungen mit Partien in Müschenbach. „Da haben wir meistens nicht gut ausgesehen“, direkt nach dem Aufstieg setzte es gar ein 0:6-Debakel.

SG Weitefeld-Langenbach – FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen

Vom Rheinlandpokal-Hit vor 1000 Zuschauern gegen die TuS Koblenz muss sich die SG Weitefeld nun zum Bezirksliga-Alltag mit einer Partie gegen die FSV Osterspai umorientieren. „Wir hätten es im Pokal gerne etwas spannender gemacht“, gesteht Trainer Jörg Mockenhaupt. Doch etwas offeneres Geschehen gegen Ende und der „Ehrentreffer“ zum 1:6 versöhnten. Gegen Osterspai bestreitet seine Mannschaft ihr letztes Spiel des Jahres in Friedewald. Trotz schon drei Heimpleiten ist sie favorisiert und soll für einen Dreier sorgen. Dabei kehrt Maik Oliver Seibel nach verbüßter Sperre zurück. Fehlen wird hingegen Fabian Lohmar mit einem Muskelfaserriss. Der Einsatz von Nikolai Mudersbach ist fraglich. Vor allem die Abschlussschwäche soll behoben werden.

Osterspais Trainer Nico Helbach rechnet damit, dass sich die Weitefelder entsprechend ihrer Spielstärke noch in der Tabelle verbessern. Seine Elf hat keine guten Erinnerungen an die Gastspiele dort. „Das beste Ergebnis war ein 0:3“, im Vorjahr ging die FSV gar mit 0:8 unter. Dennoch fordert Helbach: „Wir müssen versuchen, auch gegen die Starken zu punkten. Andere machen vor, dass es geht. Wir dürfen uns nicht zu sehr verstecken“, erklärt er. Keine Ausrede soll außerdem die personelle Situation darstellen. Nicolas Nouvortne wird am Sonntag fehlen, ihn könnte Rückkehrer Till Hunsänger im defensiven Mittelfeld ablösen. Martin Paasch fällt aus, hinter anderen Spielernamen stehen Fragezeichen. Christoph Heymann und Max Kirchner sollten wieder zur Verfügung stehen.

VfL Hamm – SG Westerburg/Gemünden (Sonntag, 15 Uhr).

Tabellenletzter und jüngst 0:8 verloren: Beim VfL Hamm ist die Fußballwelt schon im Oktober novembergrau. Dass die Leistungen enttäuschend waren, verhehlt Trainer Philipp Höhner nicht, „man hat gesehen, dass bei manchem die Qualität nicht reicht“. Kurzfristige Verletzungen und Auswechslungen waren ein weiteres Handicap in Wirges. Die Reaktionen im Training mit 15 Teilnehmern hat Höhner hingegen gefallen. „Die Jungs sind sich der Situation bewusst, die Hoffnung ist noch da“, berichtet er. Gegen Westerburg können Daniel Krieger, Mert Zeycan und Robin Nachtigal vermutlich wieder auflaufen. Bei Fabian Molzberger und Andreas Müller ist dies ungewiss. Kampf und Leidenschaft seien wichtig, „spielerisch kann keiner Wunderdinge erwarten“.

Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev passt das 0:8 des VfL Hamm nicht, denn jetzt sei mit einem besonders motivierten Gegner zu rechnen. „Mit weniger als 100 Prozent Einsatz werden wir keine Chance haben“, warnt er vor der Begegnung. Wobei sich seine Mannschaft nicht verstecken muss, denn sie ist seit sechs Wochen unbezwungen in der Liga und holte gegen Müschenbach ein 0:2 auf. „Wir sind selbstbewusster geworden“, bestätigt Kaltchev. Seine junge Mannschaft befinde sich noch in einem Lernprozess, da gehe nicht alles von heute auf morgen. „Aber wir sind auf einem guten Weg“, betont er und versichert hundertprozentiges Vertrauen für die Spieler auf dem Platz. Lediglich Justin Keeler und Marvin Binge sind verletzt. Alle anderen sind „an Bord“ mit dem Ziel, den ersten Auswärtssieg zu holen.

SG Emmerichenhain/Niederroßbach – Spvgg EGC Wirges  

Erster gegen Dritter. Am Reiz dieser Konstellation ändert auch das Pokal-Aus der SG Emmerichenhain am Mittwoch nichts. „Da hat der Glücklichere und nicht der Bessere gewonnen“, meint Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic. Am Sonntag will er mit seiner Mannschaft wieder die Oberhand behalten im Spiel gegen die EGC Wirges: „Wir müssen uns vor keinem verstecken.“ Das gelte übrigens unabhängig vom Untergrund, sei es Naturrasen, Kunstrasen oder eben wie in Niederroßbach Asche. Dort will die SG unbedingt erneut drei Punkte holen. Um dies zu erreichen, soll das Team an die ersten 60 Minuten des Pokalspiels anknüpfen und seine Chancen besser verwerten. Personell ist die Lage gleich geblieben, es gibt zumindest keine neuen Verletzungssorgen.

„Dieses Spitzenspiel haben wir uns erarbeitet und verdient“, sagt EGC-Trainer Nikolai Foroutan. „Es werden Kleinigkeiten entscheiden.“ Wichtig sei es, Fehler zu vermeiden gegen kompakte und eingespielte Emmerichenhainer. „Wir fahren selbstbewusst nach Niederroßbach und wollen oben dranbleiben“, beteuert er. Den dortigen Platz müsse man annehmen, wie er ist. Die Wirgeser bereiten sich übrigens selbst im Training auf einem Hartplatz vor. Nur Max Meuer ist auf Seiten der Gäste leicht angeschlagen, alle anderen Spieler könnten mitwirken. Foroutan ist sowohl mit der Trainingsbeteiligung als auch mit der körperlichen Verfassung der Mannschaft zufrieden. Auf Laufbereitschaft und Zweikampfstärke werde es ankommen beim Gipfeltreffen, ist er überzeugt, zumal die Emmerichenhainer alle ihre Heimspiele bisher gewannen.

 

TuS Burgschwalbach – VfL Bad Ems

Einige Zuschauer dürfen sich am Samstag beim Kreisderby zwischen dem TuS Burgschwalbach und dem VfL Bad Ems auf jeweils zwei Freigetränke freuen. Voraussetzung dafür ist, dass sie Augenzeugen beim 0:6 der Burgschwalbacher bei der SG Ellingen waren. Auf diese Weise wollen sich die Spieler bei ihren Anhängern für die Leistung dort entschuldigen, berichtet Trainer Torsten Baier, der das Wort „Schande“ gebraucht.

„Die Einstellung ist die Hauptsache“, hebt er hervor. Dass sich die bessert, hofft er nach einem halbstündigen Gespräch vor dem Training. „Jeder müsste gemerkt haben, dass es nur mit Halbgas nicht geht in der Bezirksliga. Ich hoffe, die Mannschaft zeigt ein anderes Gesicht“, sagt der Coach. Leistungsbedingt werde sich die Aufstellung verändern. Zuversicht gibt, dass der lange verletzte Julian Kohl nach seiner Einwechslung gut spielte und Maximilian Janz zumindest auf der Bank sitzt.

Überschaubar sind die personellen Neuigkeiten beim VfL Bad Ems. Trainer Kay Ludwig setzt darauf, dass der junge Vater Marvin Rixen einsatzbereit ist und Christian Richter ebenfalls wieder zur Verfügung steht. Ansonsten will er den Bezirksliga-Kader erneut mit Leuten aus der zweiten Mannschaft aufstocken. Für alle gilt: „Die Jungs freuen sich auf das Spiel“, zumal der VfL zuletzt recht erfolgreich war.

Ludwig will an der bewährten Vierer-Kette und der Besetzung im defensiven Mittelfeld festhalten. „Ein Tor schießt du vorne immer“, erklärt der Übungsleiter weiterhin. Zugleich ist er sich bewusst, dass sein Team „definitiv ein schwieriges Spiel“ erwartet: „Burgschwalbach will jetzt sicherlich auch die Wende schaffen“. Der Gegner sei nicht zu unterschätzen: Es gelte, Leute wie Julian Ohlemacher auszuschalten.

 

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