SV Hundsangen e.V. 1926

02.11.2017, 17:55, Alter: 76 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 13. Spieltag

Von: rhein zeitung

                                               

 

SG Hundsangen/Obererbach - SG Westerburg/Gemünden  



Zwei Mannschaften mit „breiter Brust“ stehen sich gegenüber, wenn am Sonntag die Partie zwischen der SG Hundsangen und der SG Westerburg angepfiffen wird. Die Gastgeber haben gerade der EGC Wirges einen Punkt abgetrotzt mit mutiger Spielweise und frühem Anlaufen. Spielertrainer Martin Scherer hebt vor allem die Leistung hervor, die Marcel Hürter dabei erbracht hat.
Gegen Westerburg werden zudem Sebastian Schneider und Daniel Hannappel in den Kader zurückkehren, sodass lediglich Niklas Noll noch ausfällt. „Personell kann ich fast aus dem Vollen schöpfen“, freut sich Scherer, der allerdings zugleich daran erinnert, dass Hundsangen bislang nicht mit Heimstärke geglänzt hat. Doch wenn man 80 Prozent der Leistung aus Wirges bestätige, stünden die Chancen nicht schlecht.
„Für mich persönlich ist das ein Spiel bei Freunden“, sagt Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev vor dem Auftritt seiner Elf in Hundsangen. Sportlich werde es allerdings sehr schwer, denn der Gegner sei hoch einzustufen. „Die Tabelle lügt. Die Hundsangener stehen nicht da, wo sie hingehören“, erklärt er. Aber das 5:2 über Emmerichenhain gibt den seit langem ungeschlagenen Gästen Auftrieb.
Justin Keeler und Marvin Binge fehlen den Westerburgern nach wie vor. Ansonsten steht jedoch der komplette Kader parat. Die junge Mannschaft sei selbstbewusst geworden aufgrund der jüngsten Erfolge. Trotzdem sei das Ziel zunächst, Abstand zu den Abstiegsrängen zu gewinnen. Großen Wert legt Kaltchev auf die Ausbildung junger Talente aus unteren Klassen, dafür wird dreimal pro Woche trainiert.



 
SG Emmerichenhain/Niederroßbach - SG Elbert/Welschneudorf 


Zehn Gegentreffer in den vergangenen beiden Partien geben Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic zu denken vor dem Spiel gegen die SG Elbert am heutigen Freitagabend. Dabei habe sein Team nicht durchweg schlecht gespielt. Aber es gab „viele individuelle Fehler, die ich so von meiner Mannschaft nicht kenne“, und dies hänge nicht allein mit der Abwehr zusammen. Kampf und Leidenschaft seien in der jetzigen Situation gefordert und nicht das schöne Fußballspielen, erklärt Mujakic. „Es ist an der Zeit, dass wir wieder in die Spur kommen“, ein Heimspiel gegen Elbert sollte dabei eine machbare Aufgabe sein. Trotzdem verdiene der Gegner Respekt für seine fußballerische Entwicklung. Nach wie vor herrschen Verletzungssorgen, Florian Kolb kehrt immerhin zurück.
„Das wird Emmerichenhain nicht noch einmal passieren“, vermutet Elberts Trainer Michael Diel, der den Kontrahenten bei dessen 2:5 in Westerburg beobachtet hat und ahnt: „Das sind für uns keine guten Voraussetzungen.“ Trotzdem darf seine Mannschaft ohne Druck zum Tabellenvierten fahren und „gucken, was dabei herausspringt“. Zwei Siege zuletzt geben guten Grund zur Zuversicht.
Das 5:0 gegen den Tabellenletzten Hamm bezeichnet Diel als „seriös und nicht überheblich“ herausgespielt. Recht gute Darbietungen in der Vorsaison gegen die SG Emmerichenhain sorgen außerdem für Hoffnung, wenngleich die personelle Lage nicht komfortabel ist. Im Hamm-Spiel saßen nur drei Spieler auf der Ersatzbank. In Person von Patrick Henschel stand ein neuer Mann im Tor und „hat das richtig gut gemacht“, wie Diel den erfahrenen Schlussmann lobt.
 



FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen - TuS Montabaur


„Wir haben uns wieder viel vorgenommen – und es hat wieder nicht geklappt“, blickt Osterspais Trainer Nico Helbach auf das 0:3 bei der SG Ahrbach zurück. So gleiche sich die Lage Woche für Woche. Nach einer Niederlagenserie „wird es höchste Zeit, dass wir punkten, um nicht den Anschluss zu verlieren“, allerdings reist ausgerechnet jetzt das Spitzenteam TuS Montabaur an.
„Wir müssen kompakter stehen. Wir machen es den Gegnern zu leicht, Tore zu schießen“, erläutert Helbach. Diese Kernforderung zu realisieren, wird nicht einfacher, wenn kurzfristig Leistungsträger ausfallen. So hatte es jüngst Torjäger Adrian Knop erwischt. Im Tor droht Stefan Schwarz länger zu fehlen, Daniel Voß ist ebenfalls verletzt, in Ahrbach stand Moritz Köhl zwischen den Pfosten. „Am Torwart lag es nicht“, sagt Helbach.
Wenn Wirges und Wissen sich Punkte nehmen im direkten Vergleich, dann hat der Dritte TuS Montabaur beste Aussichten, den Platz an der Sonne zu ergattern. Nötig ist dafür ein Erfolg bei der FSV Osterspai. Konzentriert, leidenschaftlich und laufbereit zu bleiben, sind laut Trainer Sven Baldus die Bedingungen, um weitere Punkte zu holen. „Ich glaube an die Qualität der Mannschaft“, hebt er hervor. Fabio Scumaci und Arthur Henich stehen ihm wieder zur Verfügung. Überhaupt ist Baldus zufrieden damit, wie seine Mannschaft verletzungsbedingte Ausfälle kompensiert hat. Da zeige sich, wie wichtig ein breiter Kader sei. Osterspai bleibe gleichwohl gerade als Heim-Elf „ein sehr unangenehmer Gegner“. Der kleine Rasenplatz in Kamp-Bornhofen bietet wenig Räume, darauf will Baldus das Training ausrichten.



 
VfB Wissen - Spvgg EGC Wirges  


„Von unserer Seite war das kein Spitzenspiel. Wir haben leider einen ganz schlechten Tag erwischt“, sagt Wissens Trainer Walter Reitz über die jüngste Niederlage in Montabaur. Nun lauert bereits der nächste Vergleich unter Top-Mannschaften. Diesmal ist die EGC Wirges der Gegner – Zweiter gegen Erster, mehr Gipfel-Charakter geht nicht. Es trifft die beste Abwehr der Bezirksliga beim VfB auf die beste Offensive bei der EGC.
Reitz hat die Wirgeser zweimal beobachtet. „Das ist spielerisch die stärkste Mannschaft in der Klasse“, lobt er. Unerklärlich ist ihm, wie der Absteiger aus der Rheinlandliga gegen Hundsangen nur 1:1 spielen konnte. Die Einheimischen sollen diszipliniert auftreten und den zuletzt vermissten Teamgeist wieder zeigen. Personell ist beim VfB Wissen alles wie zuletzt gehabt, teilt Walter Reitz mit.
Zum „absoluten Top-Favoriten der Liga“ erklärt der Wirgeser Trainer Nikolai Foroutan die Wissener. Eventuell wäre er damit zufrieden, auch nur einen Punkt zu holen an der Sieg. Sogar mit dem Unentschieden gegen kämpferisch sehr überzeugende Hundsangener kann er letztlich leben; es sei zu spüren gewesen, dass der Erfolg bei der SG Emmerichenhain davor Substanz gekostet habe.
„Wir müssen Energie auftanken und die Köpfe frei kriegen“, erklärt Foroutan. Hinter dem Einsatz einiger angeschlagener Spieler stehen noch Fragezeichen. Die Wissener hat er noch eine Halbzeit lang in Montabaur beobachtet und war angetan, wie gut sie auf dem Feld gruppiert sind. Entscheidend werde im Topspiel wohl sein, wer die jeweiligen Schwächen und Fehler des anderen ausnutze. Zweikampfverhalten, Konzentration und Laufbereitschaft seien gefordert.



 
SG Weitefeld-Langenbach - SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod


Erstmals in dieser Saison tritt die SG Weitefeld in Langenbach auf Kunstrasen an. Trainer Jörg Mockenhaupt glaubt nicht, dass die Umstellung sehr groß sein wird, zumal die Mannschaft bereits auf diesem Untergrund trainiert hat. Ebenso erwartet er nicht, dass das freie Wochenende nach der Spielabsage in Burgschwalbach den Rhythmus stört. Einige Spieler haben nun in der zweiten Mannschaft weitere Praxis gesammelt. „Personell haben wir im Moment keine Probleme“, berichtet Mockenhaupt. Manchen Akteur muss er gar „vertrösten“, weil kein Platz in der Startelf für ihn frei ist. Den Gegner SG Ahrbach kennt der Coach noch nicht besonders gut, aber „die Zahlen sprechen für sich“. Mit einem Sieg könnte Weitefeld zum Aufsteiger aufschließen.
„Jetzt kommen Bonusspiele für uns“, sagt Ahrbachs Trainer Peter Olbrich vor den Begegnungen mit Spitzenteams in den nächsten Wochen, die oft Derby-Charakter besitzen. Den Vorjahreszweiten SG Weitefeld hat er vor der Saison selbst zu den Meisterschaftsfavoriten gezählt. Dass die SG Ahrbach nun in der Tabelle vor dem Gegner rangiert, spricht für die hervorragende Form des Aufsteigers. „Wir fahren ohne Druck dorthin“, betont Olbrich. In Langenbach soll sein Team etwas anders agieren als jüngst beim 3:0 zu Hause gegen Osterspai, grundlegend wandeln soll sich der Spielstil jedoch nicht. „Die Euphorie ist noch da“, freut sich der Coach; der Anspruch, oben anzugreifen, existiere allerdings nicht. Verletzungssorgen herrschen um die beiden wichtigen Offensivkräfte Steffen Wittelsberger und Niklas Wörsdörfer.



 
SG Wallmenroth/Scheuerfeld – TuS Burgschwalbach  


Vor Wochen haben sich Spieler und Verantwortliche bei der SG Wallmenroth das Ziel gesetzt, bis Weihnachten 24 Punkte zu sammeln, berichtet der Trainer Stefan Häßler. Nach dem 6:0 in Bad Ems sind es schon 23 Zähler, und fünf Spiele sollen in diesem Jahr noch ausgetragen werden. Die Ausgangssituation ist also exzellent für den heimstarken Aufsteiger.
„Die Tuchfühlung nach oben verschafft eine gewisse Spannung“, schildert Häßler. Gleichzeitig hält er die Lage für ein bisschen gefährlich, denn ein Gegner wie der Vorletzte aus Burgschwalbach dürfe nicht unterschätzt werden. „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen“, mahnt Häßler, dem Nikolai Heidrich und Alex Eberhard wieder zur Verfügung stehen. Hinter dem Einsatz von Michael Leis steht hingegen ein Fragezeichen.
Ausgeruht fahren die Gäste nach Wallmenroth. Der Mitaufsteiger von der Aar pausierte jüngst, weil sein Heimspiel gegen Weitefeld nach Sturmschäden abgesagt wurde. Das Blechdach des Grillstandes wurde zerstört, erzählt Trainer Torsten Baier. Vor allem herrschte aber auf den Parkplätzen Gefahr für Zuschauer. Jetzt setzt er darauf, dass die Spieler nach der Pause besonders große Lust auf Fußball spüren.
Wichtig sei es, die Null zu halten, „dann können wir mit Glück etwas mitnehmen“. Baier ist bewusst, dass seine Mannschaft wohl nie als Favorit in ein Bezirksliga-Spiel geht. Aus der Rolle des Außenseiters, der Leidenschaft und Willen zeigt, soll aber der Klassenverbleib gesichert werden. 16 Leute bilden aktuell das Burgschwalbacher Aufgebot. Janosch Lauter könnte in drei Wochen wieder ins Training einsteigen.

 

 

 

 

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[ Letzte Änderung: 17. Januar 2018 ]