SV Hundsangen e.V. 1926

24.11.2016, 16:06, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 15.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

SG Hundsangen/Obererbach - FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen

 

Besonders selbstbewusst dürften weder die SG Hundsangen noch die FSV Osterspai in diese Partie gehen. Den Einheimischen gelang erst ein Saisonsieg auf eigenem Platz, die Gäste sind auswärts gar völlig punktlos. "Blöde Gegentore" nach individuellen Fehlern ärgern SG-Spielertrainer Martin Schlimm zunehmend. "Ich bin eigentlich gekommen, um die Zahl der Gegentreffer zu reduzieren", erklärt er. Beim 2:2 gegen Aufsteiger Birlenbach ging dies jüngst wieder daneben. "Wir spielen klar auf Sieg", betont Schlimm dennoch vor dem zweiten Heimspiel in Folge auf weichem Boden. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Marco Poppe und Janik Hannappel, Niklas Noll fehlt bis zur Winterpause wegen eines Muskelfaserrisses.


Die auswärtsschwachen Osterspaier haben im Monat November kein Heimspiel. In Ellingen und Montabaur präsentierte sich die Elf jedoch trotz der Niederlagen in der Defensive verbessert. Trainer Nico Helbach führt die Misserfolge in der Fremde auch darauf zurück, dass der Spielplan auswärts außer dem SV Nauort durchweg Gegner aus der oberen Tabellenhälfte bescherte. Beim 0:2 in Montabaur war zwischenzeitlich der Ausgleich greifbar, das lasse auf den ersten Auswärtspunkt hoffen. Eine starke Leistung bot Stefan Schwarz als Torwart, der seine Bezirksliga-Premiere feierte. Ob er wieder zwischen den Pfosten steht oder der zuvor erkrankte Daniel Voß, sei ebenso offen wie die Frage, ob Bej Ali Simbargov mitwirkt. Ansonsten ändert sich wenig im FSV-Kader.

 

 

 

TuS Montabaur - SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen

 

Beide Mannschaften haben eine gute Hinrunde hinter sich. Montabaurs Trainer Benedikt Lauer erwartet daher ein gutes Fußballspiel unter Stadion-Flutlicht. Dass seine Elf die Favoritenrolle innehat, stört ihn nicht, zugleich warnt er: "Elbert darf man auf keinen Fall unterschätzen. Wir müssen alle Kräfte mobilisieren, die wir in unseren Körpern haben", fordert er und erwartet, dass beim Derby auf tiefem Boden Lauf- und Zweikampfstärke noch mehr als sonst die Basis bilden müssen, um anschließend den Ball laufen lassen und fußballerische Stärken ausspielen zu können. Hervorragend ist nach wie vor die personelle Lage beim Tabellenführer. 18 Feldspieler und zwei Torleute begrüßte Lauer jüngst zum Training, nur der Einsatz von Sven Baldus erscheint fraglich.


Bei der SG Elbert werden hingegen Marcel Müller und Matthias Stera definitiv fehlen, dazu gibt es Langzeitverletzte, berichtet Trainer Michael Diel. Doch er will die Situation so annehmen, wie sie ist. Zuletzt hat seine Mannschaft bewiesen, dass sie gegen Konkurrenten aus dem Premium-Segment der Bezirksliga mithalten kann - nur zu Punkten reichte es nicht, was auch an frühen Gegentoren lag. "Wir nehmen in Montabaur gerne was mit", blickt Diel voraus. Der Gegner sei stärker, räumt der Gäste-Trainer ein. Kompensieren sollen das seine Akteure mit Laufbereitschaft und entschlossenem "Dagegenhalten". Ausgeruht sollten seine Leute sein, sie hatten zuletzt spielfrei. Mit bislang 17 Punkten ist er zufrieden. Das solle jetzt in der Rückrunde bestätigt werden.

 

 

SG Westerburg/Gemünden - SV Fortuna Nauort

 

In der Tabelle trennen nur vier Punkte die SG Westerburg vom Tabellenletzten SV Fortuna Nauort. Die jüngsten Eindrücke sprechen allerdings für die Gastgeber, die mit einem 3:0 in Bad Ems eine lange Durststrecke beendeten, während die Nauorter zuletzt zwei herbe Niederlagen kassierten mit 3:16 Toren insgesamt. "Ich bin zuversichtlich aufgrund der Einstellung und Leistung vom Sonntag", betont Westerburgs Trainer Oliver Meuer. Allerdings hat seine Elf daheim noch kein Spiel gewonnen. "Es geht für beide Mannschaften um alles. Wer die besseren Nerven hat, wird gewinnen." Zu Meuers Personalsorgen zählt, dass Tim Niedermowe ein letztes Mal rot-gesperrt aussetzen muss.


"Das Selbstvertrauen ist völlig am Boden", berichtet Nauorts Trainer Olaf Klee, "blöder kann es im Moment nicht laufen." Vorher habe eine positive Grundstimmung in der Mannschaft geherrscht und man habe viel geredet. Frühe Gegentreffer machten dann aber auf dem Platz rasch alle Vorsätze zunichte. Zuletzt ist Klee sogar selbst noch einmal aufgelaufen aufgrund kurzfristiger Absagen. In Westerburg möchte der Trainer möglichst keinen weiteren Einsatz leisten. Allerdings "wird die Personalsituation eher schlimmer als besser"; Bänderriss, Nasenbeinbruch und Beruf sind Stichworte dazu. Elf Spieler fehlen im Vergleich zum Saisonstart, hat Klee ausgerechnet. Wegen des Berufs oder weil er aus anderweitigen Gründen aufgehört hat, steht dem Aufsteiger mancher Akteur gar nicht mehr zur Verfügung.

 

 

 

VfL Bad Ems - SG Emmerichenhain/Niederroßbach

 

Die Bad Emser Hoffnungen, gegen das Spitzenteam aus Emmerichenhain bestehen zu können, ruhen zu einem guten Teil auf dem kleinen Kunstrasen auf der Silberau. "Das kann für uns ein Riesenvorteil sein", erklärt VfL-Trainer Kay Ludwig, der darauf setzt, den Spielfluss des Gegners auf dem ungewohnt kleinen Feld ausbremsen zu können. Das bedeutet aber nicht, dass die Kreisstädter vorrangig auf die Defensive setzen wollen, im Gegenteil: Ludwig plant eine bewusst offensive Ausrichtung mit entsprechender Aufstellung. Wenn die SG irgendwo zu packen sei, dann in ihrer Abwehr. Dass die Bad Emser seit Mitte Oktober kein Tor geschossen haben, nage an der Mannschaft. Angespannt bleibt die personelle Lage. Vernatius Emeka wird wohl wieder dabei sein, Kay Tups wird womöglich aktiviert. Im Winter sollen junge Neuzugänge kommen.


Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic ist sich bewusst, dass der Gegner mit dem Wechsel auf den kleinen Kunstrasen seinem Team Probleme bereiten will. Deshalb habe er auf verengtem Raum auf einem Kleinfeld trainieren lassen. "Wir wollen drei Punkte holen", kündigt er an, zumal er im Gegensatz zu den Gastgebern keinerlei Ausfälle zu beklagen hat: "Wir haben alle Mann an Bord. Bad Ems wird eine harte Nuss", vermutet Mujakic. "In der nächsten Zeit werden wir die Gejagten sein", ahnt er bereits, dass die Motivation der Gegner hoch sein wird. "Da müssen wir durch", findet der Trainer, der einen Rückstand seiner Mannschaft vermeiden will, um die Herausforderungen nicht noch zu vergrößern. Am Mittwoch, 19.30 Uhr, tritt Emmerichenhain dann schon wieder zum Nachholspiel bei der SG Weitefeld in Langenbach an.

 

 

 

SG Ellingen - SG Weitefeld-Langenbach

 

Mit dem 1:1 in Linz war Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt unter dem Strich zufrieden. Nun folgt die nächste Fahrt in den Kreis Neuwied, und wieder könnte der Coach "mit einem Punkt leben" nach dem Aufeinandertreffen mit dem Vorjahreszweiten SG Ellingen. Mockenhaupt erkennt die "gleiche Kragenweite" in Ellingen, Linz und Weitefeld selbst. Dabei sind die Rahmenbedingungen für sein Team weiterhin gut. "Personell haben wir keine Probleme, alle sind da", was sich auch auswirkt, wenn frische Leute von der Bank ins Spiel kommen, ohne dass ein Qualitätsverlust spürbar wird. "Wir können immer noch was nachlegen, ich hoffe, dass es bis zur Winterpause so bleibt."

 

 

 

VfB Linz - SG Müschenbach/Hachenburg

 

Eine weitere schwere Aufgabe hat die SG Müschenbach vor sich, nach Emmerichenhain ist nun der VfB Linz Gegner in einem Auswärtsspiel. Volker Heuns Mannschaft verliert gegen die Spitzenteams stets nur knapp, kommt aber bisher nicht zu Zählern. Auch insgesamt ist er mit der Hinrunde nicht zufrieden: "Wir liegen fünf bis sechs Punkte hinter den Erwartungen." Auch nach dem 0:1 in Emmerichenhain macht er seinen Leuten keine Vorwürfe. Stattdessen hofft Heun auf dem Linzer Kaiserberg auf einen Punkt, wenngleich er den Gegner als sehr spiel- und heimstark einstuft. Doch Müschenbach kann aus gesicherter Mittelfeldposition agieren, die Platzherren dürfen nicht patzen, um den Anschluss nach ganz oben nicht zu verlieren: "Der absolute Druck des Gewinnen-Müssens liegt bei Linz", so Heun.


 

VfB Wissen - SG Birlenbach/Balduinstein

 

Zwei Siege hintereinander dürften wie eine Erlösung für Spieler, Trainer und Verantwortliche des VfB Wissen wirken. Zumal die Erfolge des Ex-Regionalligisten überzeugend ausfielen mit insgesamt 10:2 Treffern. Nun reist der Aufsteiger SG Birlenbach an, eine weitere lösbare Aufgabe scheint also vor der Elf von Trainer Dennis Reder zu liegen. Das Hinspiel gewann der VfB souverän mit 6:1, was die Tabellenführung am ersten Spieltag einbrachte. Es bestanden Hoffnungen auf einen erfreulicheren Saisonverlauf, die sich dann nicht bewahrheiteten, was auch aus einer großen Verletzungsmisere resultierte. Der Spielplan beschert nun wie zum Ausgleich bis zur Winterpause Partien gegen Mannschaften, die in der Tabelle schlechter stehen als Wissen. Zwei Mal hat die SG Birlenbach zuletzt nicht verloren, die Unentschieden gegen besser platzierte Vereine sorgen für Auftrieb. "Jeder einzelne lässt den Kopf nicht mehr so tief nach unten hängen", schildert Spielertrainer Wladimir Stumpf. Das hebt nicht nur auf emotionaler Ebene die Stimmung, sondern wirkt sich auch auf dem Platz aus: Es wächst der Mut, in die Offensive zu gehen. Deshalb wollen Wladimir Stumpf und Trainer-Gefährte Bernd Moos nicht allein auf eine gut stehende Defensive achten. Das Konzept der Birlenbacher, mehr Engagement in der Offensive zu zeigen, kann das Übungsleiter-Duo mit fast komplettem Kader angehen, lediglich André Klein muss womöglich pausieren, weil er umgeknickt ist. Auf noch etwas weist Stumpf hin: Ein Ausflug auf eine Kartbahn hat offenbar allen gutgetan, denn er ging den beiden jüngsten Teilerfolgen voraus.

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[ Letzte Änderung: 17. Januar 2018 ]