SV Hundsangen e.V. 1926

12.04.2017, 20:11, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 25.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

 

 

 

Fußball satt steht über die Ostertage in der Bezirksliga Ost auf dem Programm. Insgesamt neun Begegnungen werden von Donnerstag bis Montag ausgetragen, folglich müssen einige Mannschaften zweimal ran. Letzteres gilt allerdings nicht für die vier Auf- und drei Abstiegskandidaten.

 


TuS Montabaur – SG Hundsangen/ Obererbach (Do., 20 Uhr; Hinspiel 3:2)

 

„Wir müssen uns gegen Hundsangen in allen Bereichen steigern“, stellt Montabaurs Trainer Benedikt Lauer klar. Zugleich will er das knappe 2:1 gegen Bad Ems nicht generell abwerten. „Wir haben nicht nur den Ball durch die Luft getreten“, und besonders im zweiten Durchgang „kann man den Jungs den Willen nicht absprechen. Der Druck wird immer größer“ ist dem Coach im Titelrennen bewusst, „das wird zu einer Kopfsache.“ Der Gegner aus Hundsangen könne dagegen frei aufspielen. Sven Baldus und Torwart Marcel Kemper, die gegen Bad Ems früh ausgewechselt werden mussten, fehlen nun verletzt. Zurückkehren kann Arthur Henich nach einer verbüßten Sperre.


„Das ist unsere vorletzte Chance, einen der Großen zu schlagen“, sagt Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm, wobei er Wissen mit zu den Kapazitäten der Liga zählt. Entsprechend offensiv will die SG in der Partie mit ein wenig Derby-Charakter auftreten. „Wir werden uns nicht hinten reinstellen“, verspricht Schlimm, wenngleich das Tore schießen nicht mehr so gut klappt wie im alten Jahr. Dafür haben die Hundsangener an Souveränität in der Defensive gewonnen. Die will Schlimm bei unveränderter personeller Situation nutzen. Beim TuS Montabaur erkennt er „noch mehr Potenzial als in der Hinrunde“.


 

SG Hundsangen/Obererbach – VfL Hamm

(Montag, 14.30 Uhr, in Hundsangen; Hinspiel 2:1)

 

Nach dem TuS Montabaur ist der VfL Hamm der Gegner der SG Hund-sangen am langen Osterwochenende. Spielertrainer Martin Schlimm will zwischendrin eine Übungseinheit ansetzen, aber lediglich zur „aktiven Regeneration“, damit sich die Muskulatur der Spieler halbwegs erholt. Seiner Mannschaft räumt er gegen Hamm gute Chancen ein, doch man müsse auf gefährliche Leute wie Michael Weyer und Michael Trautmann achten. „Vollgas – nicht abwarten“, gibt er als Richtlinie aus. „Das können wir nicht“, sagt er über eine verhaltene Spielweise, „dafür sind wir zu grün hinter den Ohren.“


Noch strapaziöser ist das Feiertagsprogramm für den VfL Hamm. Zwei Spiele in drei Tagen sind äußerst selten, findet Hamms Trainer Philipp Höhner, der klare Prioritäten setzt für das anstrengende Sportwochenende. „Der Fokus liegt auf dem Samstag“, erklärt er. Sollte beim VfL Bad Ems auf der Insel Silberau ein Erfolg gelingen, kann er recht entspannt nach Hundsangen fahren und unbefangen auflaufen. Die SG habe eine gute Mannschaft, die jedoch etwas unbeständig und deswegen schwierig einzuschätzen sei.


 

SG Müschenbach/Hachenburg – FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen

(Do., 19.30 Uhr, Stadion Hachenburg; Hinspiel 1:1)


Platz sechs bis neun hatte Müschenbachs Trainer Volker Heun als Saisonziel ausgegeben, und noch ist seine Elf im Soll. Doch eine Steigerung müsse her: „Mit der Leistung wie im Spiel in Birlenbach verliert man neun von zehn Spielen in der Bezirksliga“, warnt der Übungsleiter trotz des 3:2-Sieges. 75 bis 80 Prozent Einsatz genügten nicht in den Zweikämpfen. Überhaupt vermisst er verlässliche Leistungen seiner Mannschaft im neuen Jahr, was nichts mit personellen Problemen zu tun habe. Nur mit dem Spiel gegen Wissen war er zufrieden. Nun geht es gegen die formstarke FSV Osterspai, vor der der erfahrene SG-Trainer „alle Hüte zieht“.

In der Tat haben die Osterspaier in diesem Jahr lediglich in Westerburg verloren, hingegen viermal gesiegt und zuletzt dem Spitzenteam aus Weitefeld ein verdientes Unentschieden abgetrotzt. 30 Punkte möchte Trainer Nico Helbach am Saisonende gesammelt haben. Die SG Müschenbach ist jetzt der letzte Gegner aus den eigenen Tabellenregion, ehe die FSV gegen die Großen der Bezirksliga auflaufen muss. „Selbstvertrauen sollten wir uns gegen Weitefeld geholt haben“, meint Helbach. Die größer gewordene Stabilität in der Verteidigung ist für ihn der Schlüssel zum Erfolg, „damit fällt auch das Spiel nach vorne einen Tick leichter“.

 


VfB Wissen – SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen (Do., 20 Uhr; Hinspiel 5:0).

 

Es war heiß und es gab zwei Trinkpausen im Hinspiel, das der VfB Wissen mit 5:0 gewann. „Damals hatten wir eine ganz andere Mannschaft und spielten in Bestbesetzung“, erläutert VfB-Trainer Dennis Reder. Auch aktuell gilt es Ausfälle zu verkraften, zu planen sei da nur kurzfristig. Alexander Rosin und Philipp Bedranowsky fehlen wohl aus beruflichen Gründen. Außerdem wollen die Wissener Rücksicht auf die Belange ihrer zweiten Mannschaft nehmen, A-Junioren werden zumindest auf der Bank sitzen. „Konzentration und die Bereitschaft, einen Schritt mehr zu machen, werden entscheidend sein.“

„Da hatten wir sicherlich keinen guten Tag erwischt und zu diesem Zeitpunkt keine Chance“, sagt SG-Trainer Michael Diel über das Hinspiel. Heute ist er „froh, wie die Saison gelaufen ist“, denn die Elberter präsentieren sich als Tabellennachbarn der Wissener. Trotzdem werden die Spiele für die Unterwesterwälder nicht einfacher: „Wir pfeifen personell auf dem letzten Loch“, gesteht Michael Diel. Alexander Stera zum Beispiel ist noch rotgesperrt, und am Feiertagswochenende wird der kleine Kader besonders strapaziert, weil Elbert zwei Begegnungen austragen muss.

 


VfB Linz – SV Fortuna Nauort (Do., 20 Uhr; Hinspiel 1:1).

 

Der Erste erwartet den Vorletzten – da ist die Favoritenrolle eindeutig vergeben. Zuletzt hat der SV Nauort gegen Emmerichenhain als anderem Spitzenteam mit 0:4 verloren, doch daran will Spielertrainer Jürgen Ebert trotzdem anknüpfen. „Das war das beste Spiel von uns, seit ich hier Trainer bin“, sieht er positive Ansätze. In Linz soll diese Leistung bestätigt werden, nach dem Ergebnis stelle sich erst die zweite Frage. „Wir müssen vorne mal ein Tor machen, hinten weniger zulassen und das nötige Glück haben.“ Allerdings ist Stephan Weber noch gesperrt, und Vangeli Kamtsikis fällt mit einem Kapselanriss bis zum Saisonende aus.

 


SG Emmerichenhain/Niederroßbach – SG Birlenbach/Balduinstein

(Do., 20 Uhr, in Niederroßbach; Hinspiel 1:1).

 

„Wer am wenigsten liegenlässt, wird Meister“, sagt Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic voraus und sieht den VfB Linz ein wenig im Vorteil. Sein Team hat beim 4:0 in Nauort „kein tolles Spiel, aber zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“ und kann jetzt gegen Birlenbach, das nächste Kellerkind, mit etwas weniger Druck aufspielen. Eines ist Mujakic bewusst: „Gegen uns spielt keiner offensiven Fußball.“ Daher erwartet er erneut einen Gegner, der zuerst auf Verteidigung und dann auf Konter setzt. Deshalb müsse man als Favorit stets konzentriert sein. Im Endspurt um den Aufstieg stimmen bei der SG Emmerichenhain nach wie vor die Rahmenbedingungen. Dennis Besirovic ist rotgesperrt, doch „das müsste der einzige Ausfall sein“.

Birlenbachs Spielertrainer Waldimir Stumpf bestätigt Mujakics Einschätzung: „Tief stehen und so lange es geht die Null halten“, das ist die Taktik im Vergleich der ungleichen Aufsteiger. Viel müsse gegen den Ball gearbeitet werden, verlangt Stumpf, um schließlich einige Konter einleiten zu können. „Hart, aber nicht unfair“ aufzutreten, gehört weiterhin zum Konzept der Birlenbacher. Am Wochenende hat das Team der Trainer Wladimir Stumpf und Bernd Moos unglücklich mit 2:3 gegen Müschenbach verloren. Seither ist Andre Klein angeschlagen. Dennis Grontzki steht hingegen nach einer Verletzungspause wieder zur Verfügung und soll mit seiner Erfahrung der Defensive Stabilität verleihen. Ein wenig Hoffnung kann das 1:1 aus dem Hinspiel spenden.

 


SG Ellingen – SG Westerburg/ Gemünden

(Do., 20 Uhr, in Straßenhaus; Hinspiel 0:0).

 

Auf ihren bislang 23 Punkten will sich die SG Westerburg nicht ausruhen. „Wir sehen noch den Bedarf, solange wir rein rechnerisch unten reinrutschen können“, sagt Trainer Oliver Meuer. Ansonsten könne es eine „böse Überraschung“ geben, obwohl die Elf zuletzt überzeugt hat. „Da kann ich nur den Hut vor ziehen, die Moral ist intakt“, lobt Meuer seine Mannschaft. Beim jüngsten 1:3 gegen Linz sei mehr drin gewesen, doch es habe die Option gefehlt, frische Leute von der Bank in die Offensive zu schicken. Gegen Ellingen fehlen weiterhin wichtige Akteure wie Manuel Jung oder David Gläser. Wenngleich der Gegner jenseits von Gut und Böse rangiere, werde er nichts verschenken, meint Meuer.

 


SG Weitefeld-Langenbach – SG Elbert/ Welschneudorf/Stahlhofen

(Samstag, 17.30 Uhr, in Langenbach; Hinspiel 0:4).


Eine Reaktion erwartet Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt am Samstag von seiner Mannschaft. Das 1:1 bei gut kämpfenden Außenseitern in Osterspai hat der Coach als „ein bisschen lethargisch“ empfunden: „Das war ein lauer Sommerkick von uns.“ Laufbereitschaft und Kampfgeist fordert er daher von seinen Leuten ein. Zumal es gegen Elbert etwas gutzumachen gilt nach dem 0:4 im Hinspiel. „Das sind schon ein paar Argumente“, fasst Mockenhaupt zusammen, der Personalprobleme zu verkraften hat. Jan-Erik Schneider ist nach einer Roten Karte gesperrt. Steffen Kempf, Julian Aguilar und Mario Weisang sind im Moment noch erkrankt.

Ein Vorteil für die Gastgeber könnte sein, dass die Elberter am Donnerstagabend schon in Wissen spielen mussten und ihnen keine 44 Stunden zur Regeneration blieben. „Darüber mache ich mir keinen Kopf“, versichert jedoch Gäste-Trainer Michael Diel. Der Spielstand werde letztlich entscheidend sein, „ob am Ende die Beine noch wollen. Die Weitefelder müssen unbedingt gewinnen, wir können aus einer guten Defensive heraus spielen“, erklärt Diel.

 

 

 

VfL Bad Ems – VfL Hamm (Sa., 15.30 Uhr; Hinspiel: 1:3).

 

„Wir müssen unbedingt punkten“, macht der Bad Emser Trainer Kay Ludwig vor der Partie gegen den VfL Hamm deutlich. In den vergangenen Wochen habe seine Elf öfter Lob geerntet. Der Aufwärtstrend soll jetzt verstärkt in Zähler gegen den Abstieg umgesetzt werden.

„Im Spielerischen sieht man, dass die defensivere Taktik funktioniert. Die Jungs setzen das hervorragend um“, erklärt Ludwig. Nicht mithelfen kann allerdings Christian Richter, der erst in Montabaur ein Tor schoss und dann mit einem Bänderriss vom Feld musste. „Es wird langsam eng in der Offensive“, sagt der Trainer. Zufrieden ist er mit den A-Junioren, die neulich im Kader standen.

„Noch ist rechnerisch alles möglich“, sagt Hamms Trainer Philipp Höhner auf die Frage, wie viele Gedanken er sich noch über den Abstiegskampf mache. Seine Mannschaft hat mit 24 Punkten und ausgeglichenem Torverhältnis einigen Abstand zur kritischen Zone, doch in Sicherheit wiegen will man sich lieber nicht. Mit einem Punkt würde Hamm die Bad Emser zumindest auf Distanz halten.

„Besser wäre natürlich ein Sieg“, sagt Höhner. Gegen Elbert war der möglich, doch es fiel nicht der zweite Treffer, sodass es ein 1:1 wurde. „Aber das Selbstvertrauen ist da, wir haben fünf Spiele hintereinander nicht verloren“, ruft der Trainer in Erinnerung. In Bad Ems muss er mit berufsbedingten Ausfällen rechnen, im Gegenzug kann er mit A-Jugendlichen planen.

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[ Letzte Änderung: 18. Dezember 2018 ]