SV Hundsangen e.V. 1926

21.04.2017, 06:35, Alter: 275 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 26.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

 

SG Hundsangen/Obererbach – VfL Bad Ems

 

Nach einem Unentschieden und einer Heimniederlage ist die Stimmung schlecht bei Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm. Hohe Ballbesitzquote und Überzahl, aber eine miserable Chancenverwertung: „So machen wir uns die ganze Saison in wenigen Spielen kaputt“, schimpft er. Gegen Bad Ems müsse ein klarer Sieg her. Mehr Laufbereitschaft verlangt Schlimm und den Willen jedes Einzelnen, Verantwortung zu übernehmen. Dazu soll die Konzentration beim Abschluss wachsen. „Wir haben 17 Vogelnester aus den Bäumen geschossen“, erzählt der Trainer vom Spiel gegen Hamm, „der Naturschutzbund springt uns schon auf der Nase herum.“

 

„Hundsangen ist ein unberechenbarer Gegner“, erklärt der Bad Emser Spielertrainer Kay Ludwig, der den Kontrahenten mehrfach beobachtet hat. Grundsätzlich rechnet er die SG nicht zu den leichten, aber zu den schlagbaren Gegnern. „Ich glaube, man kann sie ein bisschen da hinkriegen, wo man sie braucht“, denn Punkte hat der VfL noch bitter nötig im Kampf gegen den Abstieg. „Jeder Punkt, den wir mitnehmen, ist für uns ein Gewinn“, betont Ludwig. Wichtig werde es sein, gleich zu Beginn den Hundsangenern die Lust am Spiel zu nehmen.

 

 

SV Fortuna Nauort – SG Ellingen

 

Punkte sind nicht das primäre Ziel gegen die Spitzenteams, sondern anständige Leistungen, betont Nauorts Spielertrainer Jürgen Ebert. Doch am Sonntag gegen Ellingen erscheinen Zähler leichter zu ergattern zu sein als zuvor in Linz, zumal Ebert beim Gegner einen kleinen Negativtrend erkennt. Andererseits sei sein Gegenüber Thomas Kahler ein Trainer, der bei jedem Tabellenstand engagiert zu Werke gehe. Mit dem Einsatz der eigenen Leute beim 1:4 in Linz war Ebert „absolut zufrieden. Die Spieler wissen, worum es geht“. Allerdings ist der Kader des SV Fortuna sehr schmal. Alle Neuzugänge des vergangenen Sommers stehen inzwischen nicht mehr zur Verfügung, erklärt der Trainer. Letztmals gesperrt ist am Sonntag Stephan Weber.

 

 

VfB Wissen – TuS Montabaur

 

 Längst rangiert der VfB Wissen jenseits von Gut und Böse. Die Partie gegen den TuS Montabaur bietet der Elf von Trainer Dennis Reder nun die Gelegenheit, den stets zahlreichen heimischen Fans zu beweisen, dass man mit den Großen der Liga mithalten kann. Schlecht sind aber wieder mal die personellen Voraussetzungen, zuletzt nahmen nur drei Torleute und fünf Feldspieler am Training teil. „Daraus etwas zu basteln, ist eine Herausforderung“, meint Reder. Rüdiger Schulz rückt wohl für Dennis Ferfort in die Startelf.

„Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir da gewinnen“, stellt der Montabaurer Trainer Benedikt Lauer vor der Fahrt an die Sieg klar. Gegen den ehemaligen Aufstiegsaspiranten werde es nicht leicht, einen Dreier zu holen. „Das Potenzial ist enorm“, sagt Lauer über den Gegner. Dennoch steht für ihn fest: „Wir müssen das Spiel in die Hand nehmen – etwas anderes können wir auch gar nicht.“ Meister werde, wer „am wenigsten liegenlässt“ in Begegnungen mit Vereinen aus Mittelfeld und Abstiegszone. Durch das 0:0 gegen Hundsangen ist der TuS ins Hintertreffen geraten. „Wir haben es nicht in der eigenen Hand und müssen unsere Hausaufgaben machen“, sagt Lauer. Nicht mithelfen können dabei die angeschlagenen Sven Baldus und Max Acquah.

 

 

SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen – SG Müschenbach/Hachenburg

 

„Ein bisschen platt“, so berichtet Elberts Trainer Michael Diel, sind seine Leute nach der Doppelbelastung an den Osterfeiertagen. Angeschlagene Spieler gibt es außerdem. Marcel Müller wird definitiv am Sonntag fehlen, Marius Höber könnte wieder in die Startelf rücken. Ein dünn besetzter Kader ist aber „nichts Neues für uns“, betont Diel. Er erwartet gegen Müschenbach eine Partie „auf Augenhöhe. Beide Mannschaften können Fußball spielen und bereits für die nächste Saison planen.“ Die SG Elbert will sich jedoch auch für das alte Spieljahr noch einige Ziele setzen, und da noch Matches gegen Spitzenteams bevorstehen, „können wir die Meisterschaft entscheiden“, erklärt Diel.

Volker Heun, der als Trainer auch in der nächsten Saison im Verein bleibt, möchte mit seinen Müschenbachern die sechstplatzierte SG Elbert noch überholen. „Wenn wir da verlieren, ist das aber nicht mehr zu schaffen“, mahnt er und bescheinigt dem Gegner, dass er sich spielerisch weiterentwickelt hat: „Die Ergebnisse in der Rückrunde sprechen für sich“, lobt er voller Anerkennung. Die SG Müschenbach darf ihrerseits selbstbewusst sein nach fünf Spielen ohne Niederlage. Heun erkennt trotzdem „spielerisch viel Luft nach oben“. Unnötige Gegentore und Foulelfmeter, provoziert durch schwaches Zweikampfverhalten, ärgern ihn ebenfalls. „Nach vorne haben wir zu wenig Durchschlagskraft“, analysiert er weiterhin. Dass gegen schlechter platzierte Teams nie verloren wurde, sichert aber den Mittelfeldrang.

 

 

FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen – SG Emmerichenhain/Niederroßbach

 

Die FSV Osterspai spielt eine starke Rückrunde und hat sich im Mittelfeld etabliert. Trainer Nico Helbach hat als neue Zielvorgabe ausgegeben, auf 30 Zähler zu kommen. Nun soll allerdings gegen einen Aufstiegsfavoriten gepunktet werden – Helbach zählt Emmerichenhain neben Linz zu den ersten Anwärtern.

Die Offensive mit David Quandel, Mario Pavelic und Keigo Matsuda imponiert vor allem bei den Gästen. Im Hinspiel siegte Emmerichenhain mit 7:1, doch „zu Hause waren wir immer konkurrenzfähig“, sagt Helbach, Linz und Weitefeld kamen nur zu einem 1:1.

Die SG Emmerichenhain kommt als Tabellenzweiter nach Osterspai nach dem 1:0-Sieg im Nachholspiel bei der SG Ellingen am Mittwoch. Der war „hochverdient“, beteuert Trainer Nihad Mujakic, auch wenn das goldene Tor erst spät fiel: „Es gibt doch einen Fußballgott.“ Zudem gab es keine kurzfristigen Ausfälle beim Aufsteiger, lediglich Denis Besirovic wird wegen einer Sperre fehlen. „Viele haben Angst vor dem Hartplatz in Osterspai“, schildert Mujakic, „doch wir sind auch eine Hartplatz-Mannschaft“. Viermal hat seine Elf zuletzt zu Null gespielt, trotzdem liegt der Fokus genauso auf der Offensive. „Wer Meister werden will, der muss in Osterspai gewinnen“, ist sich Mujakic bewusst.

 

 

VfL Hamm – SG Weitefeld-Langenbach

 

Von den jüngsten neun Spielen hat der VfL Hamm nur eines verloren. Trainer Philipp Höhner hat zur guten Bilanz kürzlich das Siegtor in Hundsangen beigetragen und gerade sein Engagement als Coach um ein Jahr verlängert. Recht sorgenfrei kann der Verein also seine Aufgaben angehen. Zudem kehren gegen die SG Weitefeld Michael Weyer und Simon Langemann in die Mannschaft zurück. Gute Voraussetzungen also, um neuerlich zu überraschen. „Wir freuen uns auf die Spiele gegen die Spitzenteams und wollen dem einen oder anderen ein Bein stellen“, berichtet Höhner.

„Spiele gegen Hamm verliefen immer eng, so wie das 2:2 in der Hinrunde“, erklärt Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt. Immerhin sei die Lage personell wieder etwas entspannter. Die SG ist die einzige Mannschaft aus der Führungsgruppe, die noch zwei direkte Vergleiche mit Aufstiegskonkurrenten vor sich hat. Das kann ein Vorteil sein: Siegt Weitefeld jetzt durchgängig, ist der erste Platz sicher. „Das ist kein unangenehmer Druck“, beteuert Mockenhaupt, denn schließlich geht es um den Aufstieg und nicht gegen den Abstieg. Die SG Weitefeld gehörte noch nie der Rheinlandliga an, entsprechend groß ist die Sehnsucht, mal Meister zu werden. Das beste Torverhältnis der Liga – gemeinsam mit Emmerichenhain – und nur eine Saison-Niederlage untermauern die Weitefelder Ambitionen. Doch erst einmal lauert der VfL Hamm, der laut Mockenhaupt „nichts zu verlieren hat“.

 

Vereinsportal ]  [ Impressum ]  [ Kontakt ]   © 2018 SV Hundsangen
[ Letzte Änderung: 21. Januar 2018 ]