SV Hundsangen e.V. 1926

27.04.2017, 16:48, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 27.Spieltag

Von: rhein zeitung

 


Während sich an der Tabellenspitze das Quartett mit dem VfB Linz, der SG Weitefeld, der SG Emmerichenhain und dem TuS Montabaur einen packenden Kampf um den Aufsteig liefert, geht es für die Mehrzahl der Mannschaften in der Bezirksliga Ost nur noch darum, die Saison anständig ausklingen zu lassen. Doch gerade dieser Umstand macht die verbleibenden Spieltage unberechenbar.

 


SG Hundsangen/Obererbach – VfB Wissen (So., 15 Uhr, Hinspiel 2:2)

 

„Die Stimmung ist im Keller“, bekennt Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm. Das gelte für ihn selbst wie für den gesamten Verein und das Umfeld. Zwar hat die SG nichts zu befürchten und steht deutlich besser da als vor Jahresfrist. Doch die Darbietungen der jüngsten Wochen bereiten argen Verdruss.

„Gegen Wissen wird es nicht einfacher“, ahnt Schlimm. Es fehlten die „Grundtugenden“: Lauf- und Kampfbereitschaft. „Ich bin enttäuscht von der Mannschaft“, sagt er, denn die ältesten Spieler müssen am meisten laufen. Am Sonntag weilt der Trainer nun im Ausland, Daniel Hannappel vertritt ihn als Coach. Zudem fehlen beispielsweise der junge Jonas Höhn und der verletzte Janik Hannappel. Aber vielleicht gebe es gerade jetzt eine „Trotzreaktion“.


Auch beim VfB Wissen ist „die Stimmung ein bisschen geknickt“, sagt Dennis Reder, nachdem der Mannschaft bekannt gegeben wurde, dass er als Trainer aufhört und Walter Reitz sein Nachfolger wird. Es habe viel Zuspruch gegeben, „dass ich mir keine Vorwürfe machen soll“. Das habe gut getan, bestätigt Reder, der die ganze Saison Personalsorgen hatte, die auch in den letzten Spielen andauern.

So musste bei Alexander Rosin nach einem Einsatz in der Reserve-Mannschaft, die im Abstiegskampf der Kreisliga B?2 Westerwald/Sieg gestärkt werden soll, eine Wunde genäht werden. Am Dienstag fiel sogar das Training wegen Spielermangels aus. Die unerwartete Spielpause am vergangenen Wochenende kam da gar nicht ungelegen, wenngleich in Wissen noch Verwunderung herrscht über das Zustandekommen auf Montabaurer Seite.

 

 

 

 


SG Emmerichenhain/Niederroßbach - SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen

 

Ein frühes Tor wünscht sich Trainer Nihad Mujakic einmal für die SG Emmerichenhain. Oft betreibe seine Mannschaft einen hohen Aufwand, agiere dann jedoch in der Offensive zu fahrlässig oder treffe falsche Entscheidungen. Das hat jüngst in Osterspai Punkte gekostet. Außerdem habe man es verstärkt mit Gegnern zu tun, die alleine aufs Verteidigen und Zerstören setzten. „Das ist legitim, keine Frage“, sagt Mujakic, der im Kampf um den Aufstieg den Druck auf die Konkurrenz hochhalten will, zugleich aber daran erinnert, dass sein Team erst aufgestiegen ist: „Viele vergessen, wo wir herkommen.“ Verzichten muss er im Freitagabendspiel auf den urlaubenden Michael Sehner.

Die „körperliche und geistige Frische“ hat bei der SG Elbert gefehlt, als sie 0:4 gegen Müschenbach verlor. „Da kam eines zum anderen“, berichtet Trainer Michael Diel, der Verständnis dafür hat, dass sich nach einem „harten Jahr“ ein gewisser Verschleiß bemerkbar macht. „Jetzt kommen die einfachen Spiele“, meint er weiterhin, weil die Elberter gegen Spitzenteams antreten und wenig verkehrt machen können. „Die ganze Liga guckt auf diese Spiele gegen Emmerichenhain und Linz“, ist sich Diel bewusst. Deshalb sollen seine Leute „mit viel Leidenschaft gegen den Ball arbeiten“ und die hochklassige Offensive der Emmerichenhainer um David Quandel, Mario Pavelic und Keigo Matsuda in den Griff kriegen. „Wir werden nicht mit fünf Mann stürmen, das gibt der Kader auch gar nicht her“, kündigt er weiterhin an.

 


TuS Montabaur – SG Westerburg/Gemünden (Fr., 20 Uhr, Hinspiel 3:0)

 

Das medizinische Bulletin steht beim Montabaurer Ausblick auf das heutige Abendspiel gegen Westerburg im Vordergrund. „Wir hätten gerne gespielt“, sagt Trainer Benedikt Lauer über das zuvor abgesagte Spiel in Wissen, das wahrscheinlich am Mittwoch, 10. Mai, nachgeholt werde. Am Ende lagen nach seinen Worten neun Atteste vor.

Keine klassischen Sportverletzungen, sondern Grippe-, Magen- und Virus-Erkrankungen führten demnach zur Absage. Neun Feldspieler waren am Montag wieder im Training und zehn am Mittwoch, berichtet Lauer. Heute könne auf jeden aufgelaufen werden, und „wir wollen alles reinhauen, was geht“. 15 Punkte kann der TuS noch ergattern, man will zur Stelle sein, wenn die besser Platzierten schwächeln sollten.

Die SG Westerburg hatte am vergangenen Wochenende ebenfalls spielfrei, was aber langfristig bekannt war und dem Rückzug der Wirgeser Reserve geschuldet ist. Wie Trainer Oliver Meuer erzählt, wurde die Pause zur Regeneration genutzt nach strapaziösen Wochen. Die SG muss bis zum Saisonende mit 13 Feldspielern auskommen, da heißt es flexibel zu sein und die Kräfte im Endspurt zu bündeln.

Wegen des Klassenverbleibs macht sich Meuer keine Gedanken mehr. Er rechnet mit zwei Absteigern, Nauort und Birlenbach können Westerburg nicht mehr einholen. Dennoch soll die Saison nicht einfach nur auslaufen. „Wir wollen zumindest unseren Platz verteidigen und vor Bad Ems bleiben“, erklärt der Trainer. Damit dies gelingt, sollen seine Spieler an die vor der Pause gezeigten Leistungen anknüpfen.

 


SG Müschenbach/Hachenburg – VfL Hamm (So., 14.30 Uhr, in Hachenburg, Hinspiel 2:2)

 

Nach dem 1:1 am Mittwoch gegen Ellingen rangiert die SG Müschenbach auf einem einstelligen Tabellenplatz – und dort soll sie auch bis zum Saisonende verbleiben, wünscht sich Trainer Volker Heun. Auf die Leistung seiner Mannschaft im Nachholspiel kann er ebenso aufbauen wie auf die Partien zuvor. „Das war leistungsgerecht“, berichtet der Coach. Und selbst wenn es nur um „ein paar Plätze in der Statistik“ geht, will er die weiteren Aufgaben konzentriert angehen. Die Begegnung am Sonntag bietet die Gelegenheit, den VfL Hamm nachhaltig zu distanzieren, aber der Gegner sei „immer unangenehm zu spielen“. Hamms Torjäger Michael Weyer und Michael Trautmann zählt Heun zu den überdurchschnittlichen Spielern der Bezirksliga.

„Wir fahren entspannt nach Müschenbach“, beteuert VfL-Trainer Philipp Höhner. „Einfach Spaß haben und die Gegner ein bisschen ärgern“, lautet die Devise beim VfL zum Ausklang einer guten Saison. Das knappe 0:1 gegen die Spitzenmannschaft aus Weitefeld trübt da die Laune nicht. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, fasst er die Eindrücke der umkämpften 90 Minuten zusammen. Die SG Müschenbach rechnet Höhner zu den „Gegnern auf Augenhöhe“. Man will „hinfahren, um zu gewinnen“, ehe Vergleiche mit den beiden führenden Mannschaften aus Emmerichenhain und Linz lauern. „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit der personellen Situation“, erläutert Höhner weiter. Die Ausfälle, die zu verkraften waren, habe die Mannschaft meist gut kompensiert.

 


VfL Bad Ems – SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen (So., 14.30 Uhr, Hinspiel 0:4)

 

„Big Points“, so formuliert es Spielertrainer Kay Ludwig, hat der VfL Bad Ems jüngst in Hundsangen eingefahren. Das war wichtig im Kampf gegen den Abstieg, zumal jetzt die Begegnungen mit zwei hochwertig einzuschätzenden Teams anstehen: erst mit der SG Weitefeld, dann mit dem VfB Wissen. Die SG bewertet Ludwig als eine Mannschaft, die mit einem gut bestückten Kader und Spielstärke in die Kategorie des Tabellenführers Linz einzuordnen sei. „Wir rechnen uns erst mal nicht zu viel aus, ein Punkt wäre schön“, äußert er sich bescheiden. „Bollwerk“ und „Nadelstiche“ sind die Oberbegriffe zum Konzept für den Sonntag. Zu ersetzen ist allerdings das Mittelfeldtalent Jan Zimmermann wegen eines Außenbandrisses. Elia Brustolon fehlt vielleicht berufsbedingt.

Als entspannt schildert Jörg Mockenhaupt die personelle Lage bei der SG Weitefeld. Dem Trainer bieten sich sogar noch einige Möglichkeiten zu variieren, denn auf der Bank „sitzen viele, die gerne von Anfang an spielen würden“. Zufrieden ist er gleichfalls mit dem körperlichen Zustand seiner Leute. „In Hamm war das in der Schlussphase zu sehen: Fitness hat sich da ausgezahlt“, erklärt Mockenhaupt.

Keine schlechten Voraussetzungen also für den Aufstiegskampf. Unter anderem Druck steht Bad Ems im Tabellenkeller. „Mal gucken, wer das besser macht“, sagt Mockenhaupt. Spiele wie gegen Hamm und Bad Ems müsse man von der Einstellung her annehmen. Wieder soll seine Elf das Geschehen selbst in die Hand nehmen, das sei die glücklichere Taktik: „Da hat man nicht so viel Grund, sich selbst etwas vorzuwerfen.“


 

VfB Linz – FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen (Fr., 20 Uhr, Hinspiel: 1:1)

 

„Das schwerste Spiel der Saison“ erwartet Osterspais Trainer Nico Helbach heute Abend auf dem Linzer Kaiserberg. Schließlich reist seine Mannschaft zum Spitzenreiter, der zudem auf dem eigenen Kunstrasen als enorm heimstark gilt. Doch die FSV-Akteure dürfen selbstbewusst sein: Seit Wochen spielen sie stark und in der Hinrunde glückte ein 1:1 gegen Linz. In der Vorsaison holte man gar auf dem Kaiserberg ein 0:0.

Dagegen halten, wenig zulassen, an die Heim-Leistungen anknüpfen – das sind die Punkte die Helbach nennt, damit seine Elf beim Favoriten besteht. Thomas Lemlers Kopfblessuren aus dem Spiel gegen Emmerichenhain mussten jedoch genäht werden, sodass er heute ausfällt. Es fehlen nun ein wenig die Optionen im Mittelfeld, zumal Matthias Gittler und Till Hunsänger verhindert sind. Immerhin waren Josip Topic und Lars Zielinski unlängst wieder in der Reserve aktiv.


 

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth – SG Birlenbach/Balduinstein

 

Im zähen Kampf gegen den Abstieg schwinden dem amtierenden Kreismeister aus der Diezer Kante zunehmend die Spieltage dahin. „Es müsste mal was Zählbares für uns herauskommen“, ist sich Wladimir Stumpf, der Spielertrainer des Tabellenletzten, im Klaren. Es wird Zeit für den ersten Sieg im Jahr 2017. Gelingen kann er womöglich bei der SG Ellingen, für die es „um nichts mehr geht“.

„Den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen und ihm den Spaß am Fußball nehmen“, fordert Stumpf einerseits. Dazu sollen seine Nebenleute diszipliniert agieren und sich keinen Platzverweis leisten wie zuletzt gegen Linz. „Wach sein“, sich „keine Tore selbst schießen“, sei außerdem wichtig. Zum Kader des vergangenen Wochenendes stößt auch wieder Martin Geißler nach seinem Urlaub.

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[ Letzte Änderung: 13. Dezember 2018 ]