SV Hundsangen e.V. 1926

11.05.2017, 18:58, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 29.Spieltag

Von: rhein zeitung

SG Hundsangen/Obererbach – SV Fortuna Nauort

 

„Wir haben personell nichts mehr zu bieten“, berichtet Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm. Am Mittwoch hatte er noch keine elf Leute für den Sonntag beisammen. „Die Reserve hat selbst eine wichtige Begegnung vor sich.“ Dabei soll das letzte Heimspiel für die SG ein besonderer Tag werden: David Leonardi und Janik Hannappel gehen in „Fußballrente“ und sollen würdig verabschiedet werden. Am Ende einer mäßigen Rückrunde fühlt Schlimm jedoch einigen Frust: „Ich habe das Gefühl, dass wir uns zurückentwickeln.“ Eklatante Abschlussschwäche und mangelnder Kampfgeist bereiten ihm Sorgen.

Wieder mal hat der SV Fortuna Nauort jüngst nur knapp verloren gegen eine weitaus besser platzierte Mannschaft, 1:2 hieß es gegen Montabaur. „Da hätten wir durchaus Punkte holen können“, meint Spielertrainer Jürgen Ebert aufgrund der starken Schlussphase. Somit ist für den Aufsteiger der sofortige Wiederabstieg besiegelt. Mit der Einstellung seiner Mannschaft ist Ebert zufrieden, obwohl sie 2017 noch nicht gesiegt hat. Engagement war auch gegen Montabaur zu sehen, wenngleich die nötige Durchschlagskraft fehlte. In Hundsangen will der SV in diesem Stil weitermachen und sich mit ordentlichem Fußball verabschieden. Ebert wird die Nauorter verlassen und künftig die U17-Juniorinnen des SC Bad Neuenahr trainieren.

 

TuS Montabaur – SG Birlenbach/ Balduinstein

 

Vor seinem letzten Heimspiel als Trainer des TuS Montabaur rückt Benedikt Lauer nicht von alten Vorgaben ab: „Wir wollen noch so viele Punkte wie möglich holen“ am Ende einer durchwachsenen Rückrunde mit genauso vielen Siegen wie Niederlagen. In der Hinrunde verlor der TuS nur einmal. Gegen Birlenbach sei ein Dreier eingeplant. „Die Jungs wollen das durchziehen.“ Personell und taktisch möchte Lauer nichts Neues mehr ausprobieren. „Von Anfang an Gas geben“, lautet die Devise, damit eine insgesamt gute Saison ein versöhnliches Ende nimmt.

„Wir sind abgestiegen“, ist sich Birlenbachs Spielertrainer Wladimir Stumpf im Klaren. Die Gedanken seien schon bei der Planung für die A-Klasse. Marcel Hannappel wechsele zum VfL Altendiez, Jan Ebertshäuser komme von dort zur SG. Im aktuellen Kader ist lediglich Moritz Detrois verletzt, alle anderen stehen den Trainern Stumpf und Bernd Moos zur Verfügung. „Wir haben was gutzumachen“, betont Stumpf vor dem Gastspiel in Montabaur. Nach dem 0:13 bei der SG Ellingen wurden den mitgereisten Anhängern übrigens die Spritkosten aus der Mannschaftskasse ersetzt.

 

SG Ellingen – SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen  

 

Für die SG Elbert endet die Saison bereits am Sonntag, weil am letzten Spieltag eigentlich die Wirgeser Reserve der Gegner gewesen wäre. Der Abstand auf die Abstiegsränge beträgt annähernd 20 Punkte, die Elberter haben ein sehr starkes zweites Jahr in der Bezirksliga bestritten. Trainer Michael Diel hebt hervor, dass die Mannschaft auch in den jüngsten Wochen, als es für sie um nichts mehr ging, beherzt aufgetreten ist: „Wir haben den Mannschaften an der Spitze das Leben so schwer wie möglich gemacht.“ Um den einstelligen Tabellenplatz zu sichern, muss bei der SG Ellingen noch mal gepunktet werden trotz anhaltender personeller Sorgen. Vier externe Zugänge und sechs A-Junioren verstärken den Kader in der neuen Saison.

 

SG Emmerichenhain/Niederroßbach – SG Weitefeld-Langenbach

 

„Wir haben es nicht in der Hand“, ist sich Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic vor dem wichtigen Verfolger-Duell gegen die SG Weitefeld bewusst. Die Ausgangslage ist für seine Mannschaft seit Wochen gleich: Die eigenen Partien gewinnen und auf einen Linzer Ausrutscher hoffen. Trotzdem will Mujakic nicht ständig schauen, was der Tabellenführer gerade macht. „Wir müssen auf uns gucken“, erklärt er. Und da ist eine gute Stimmung zu registrieren, nachdem die schwierige Auswärtsaufgabe in Hamm gemeistert wurde. „Andererseits haben wir diesen Erfolg teuer bezahlt“, denn André Sarholz hat sich verletzt und fällt aus. Außerdem steht hinter dem Einsatz von Torjäger David Quandel ein Fragezeichen, angeschlagen ist ebenso Florian Kolb. Auch der zweite Platz wäre für Mujakic übrigens ein schönes Resultat, bewahren will er die „weiße Weste“ in den Heimspielen.

„Wir geben noch nicht auf“, beteuert Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt, der sich allerdings darauf verlassen muss, dass die Konkurrenz im Meisterschaftskampf „noch die Flatter kriegt“. Für seine Mannschaft zählt in Niederroßbach nur ein Sieg, selbst wenn der Gegner auf eigenem Geläuf bisher ungeschlagen ist. Das gibt das Ziel vor. „Wir wollen das Maximale noch rausholen“, steckt Mockenhaupt nicht auf. Immerhin geht er ohne wesentliche personelle Sorgen in das wichtige Spiel. Die SG Emmerichenhain hat er in Hamm beobachtet. Keigo Matsuda und Mario Pavelic haben ihn wieder beeindruckt beim Kontrahenten. Trotzdem soll am Sonntag gegen 17 Uhr noch ein Fünkchen Hoffnung glimmen. Denn je nachdem erwartet Weitefeld am letzten Spieltag den VfB Linz zum ganz großen Finale der Saison. „Aber auch die Plätze zwei bis vier sind wichtig, wenn es mit dem Titel nicht klappt. Denn der letzte Eindruck bleibt hängen.“

 

VfL Bad Ems – SG Müschenbach

 

„Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben“, sagt der Bad Emser Spielertrainer Kay Ludwig. Sogar bei der Spvgg Burgbrohl haben sich die Kreisstädter nach deren Plänen erkundigt, um alle Eventualitäten auszuschließen. Ludwig rechnet (neben Wirges II) mit zwei Absteigern aus der Bezirksliga. Der VfL kann definitiv nicht mehr auf die beiden letzten Plätze zurückfallen. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, so Ludwig. Die zwei ausstehenden Spiele betrachtet er als Vorbereitung für die nächste Saison und will A-Junioren und den jungen Steven Burdziak einsetzen.

„Wir wollen das noch vernünftig über die Bühne bringen“, sagt der Müschenbacher Trainer Volker Heun. Zuletzt beim 1:4 bei der SG Weitefeld wurde seine Elf nach seiner Einschätzung unter Wert geschlagen. Auch Heun denkt bereits ans nächste Spieljahr und möchte mit positiven Eindrücken in die Sommerpause gehen. Doch auch in dieser Saison sind noch Ziele gesteckt. Dass Müschenbach noch den erhofften sechsten Platz in der Tabelle erreicht, ist für Heun inzwischen „eher unrealistisch“. Mit dem Sprung vom neunten auf den siebten oder achten Rang könnte es aber noch klappen. Von der Bad Emser Spielstärke ist er beeindruckt, wenn man sie in Relation zur Tabellenregion sehe. VfL-Keeper Marvin Rixen hält er für einen der besten Torleute der Liga.

 

VfB Wissen – SG Westerburg/Gemünden

 

Für sein letztes Heimspiel als Trainer des VfB Wissen wünscht sich Dennis Reder einen angenehmen und erfolgreichen Abschied. „Wir haben uns etwas vorgenommen“, berichtet er vor der Begegnung mit der SG Westerburg. „Wir wollen gemeinsam das Maximale erreichen“, so der Coach des Fünften der Bezirksliga. „Wir gehen nicht im Bösen auseinander“, erzählt Reder weiterhin, „die Jungs sind mir ans Herz gewachsen, und ich denke, umgekehrt ist es genauso“. Eine Konstante in der Saison sind allerdings die Personalprobleme, die sich auch beim Ausklang nicht mehr beheben lassen. Zuletzt haben oft Akteure der Reserve ausgeholfen. Reder will keine angeschlagenen Spieler einsetzen: „Die Gesundheit ist definitiv wichtiger.“

Oliver Meuer steht ebenfalls kurz vor seinem Ausstand als Trainer, und dies nach neun Jahren als Trainer der SG Westerburg. Seine Elf und er können die vor ihnen liegende Aufgabe entspannt angehen, denn die letzten Abstiegssorgen haben sich nach dem 3:1 über die SG Hundsangen verflüchtigt: „Wir haben den Deckel draufgemacht.“ Neben den Trainerwechseln haben Westerburg und Wissen die Verletzten-Misere gemeinsam. Aktuell habe die sich bei der SG wieder verschärft, denn Marvin Binge und Tamas Major haben sich erneut Blessuren zugezogen und Anton Ebers fehlt am Sonntag berufsbedingt. Es seien aber noch genügend Leute da, sodass er sich nicht selbst auf die Bank setzen müsse, sagt Meuer. Zudem hat die Geschlossenheit trotz widriger Bedingungen in der Rückrunde zu einem Aufschwung geführt.

 

VfB Linz - VfL Hamm

 

 

„Wir sind rechnerisch durch“, freut sich Hamms Spielertrainer Philipp Höhner vor der Fahrt zum Spitzenreiter nach Linz über den endgültig gesicherten Klassenverbleib. „Für uns wäre es am schönsten, wenn es einen offenen Schlagabtausch gibt“, blickt er voraus. „Einigeln“ wie zuletzt gegen Emmerichenhain soll sich sein Team nicht. Nick Madronte kann am Kaiserberg nicht mitwirken. Ansonsten ist das VfL-Aufgebot komplett. Zudem reifen die Planungen für die kommende Saison. Höhner ist sehr froh darüber, dass dem Verein der junge Simon Langemann erhalten bleibt, „obwohl er weitere Angebote hatte“. Torjäger Michael Weyer verlässt Hamm hingegen in Richtung des nordrhein-westfälischen Schönenbach, wo Slobodan Kresovic Trainer ist. „Meine Mannschaft hat als einziges Team in dem Dreikampf alles selbst in der Hand“, freut sich der Linzer Trainer Paul Becker. Doch eins stellt er dabei klar: „Wir müssen am Sonntag unsere Hausaufgaben gegen Hamm erledigen. Das wird verdammt schwer.“

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