SV Hundsangen e.V. 1926

19.05.2017, 06:35, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 30.Spieltag

Von: rhein zeitung

SG Birlenbach/Balduinstein - SG Hundsangen/Obererbach

 

Letzter Platz – abgesehen von der abgemeldeten Wirgeser Reserve – und über 100 Gegentore. Die Bilanz der SG Birlenbach mag manchen Anhänger der Elf der Trainer Wladimir Stumpf und Bernd Moos deprimieren. „Trotzdem wollen wir das Spieljahr 16/17 positiv beenden“, beteuert Stumpf. Ein Sieg wäre der erste des Jahres.

Die letzte Gelegenheit, die Bilanz zu verbessern, besteht am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Hundsangen. Gegen die glückte in der Hinrunde immerhin ein Punktgewinn. Nicht nur die zahlreichen Gegentreffer sind für Stumpf ein Grund für die schwache Rückrunde. „Ein Mann war nicht zu ersetzen“, erklärt er. Gemeint ist Angreifer Matthias Arnolds, der sich Anfang März einen Kreuzbandriss zuzog.

Theoretisch kann die SG Hundsangen noch Sechster werden, der siebte Rang ist ihr definitiv nicht mehr zu nehmen. „Natürlich wollen wir gewinnen“, sagt daher Spielertrainer Martin Schlimm. „Allerdings habe ich bis jetzt nur zehn Leute zusammen“, berichtet er. Dieses Dilemma ist nicht ganz neu in den jüngsten Wochen. Da die Reserve noch aufsteigen kann, besitzt sie beim Personal Priorität.

Trotz dieser Umstände hoffen die Hundsangener auf einen schönen Abschluss der Saison, zumal sie einige Leistungsträger verlassen. Das gilt vor allem für den Angriff, wo der beste Schütze Chihuri Nogi künftig nicht mehr zur Verfügung steht. Kelvin Lima sei wohl wegen Problemen mit Arbeitsrecht und Aufenthaltsgenehmigung nicht zu halten. „Wir suchen noch einen Offensiven“, damit Sebastian Schneider nicht alleine in der Spitze steht. Fünf Neuzugänge aus der Region seien hingegen bereits sicher.

 

SG Westerburg/Gemünden - VfL Bad Ems

 

 „Wir haben die Kurve bekommen und in der Rückrunde gezeigt, was wir können“, bilanziert Oliver Meuer das letzte von neun Spieljahren als Trainer der SG Westerburg. Fünfter sind die Westerwälder in der Rückrunden-Tabelle. Eine Durststrecke im alten Jahr verhinderte eine bessere Gesamtplatzierung.

„Für uns als Verein ist das ein solides Ergebnis“, sagt Meuer. Längst planen die Westerburger für die neue Saison, ohne endgültige Nachrichten zu verkünden. Ihren Abschied nehmen am Sonntag ebenfalls Christian Hartmann, der Spielertrainer in Wilsenroth wird, und des Trainers Bruder David Meuer, der pausieren will. Eigentlich wollte die SG schon samstags spielen, doch der Gegner aus Bad Ems habe nicht zugestimmt, was Meuer als enttäuschend bezeichnet. „Für den Samstag hätten wir keine elf Leute zusammengekriegt“, erklärt der Bad Emser Spielertrainer Kay Ludwig die Ablehnung des Westerburger Wunsches. Er selbst fehlt am Wochenende; Etienne Kecskemeti, der spielende Co-Trainer aus dem defensiven Mittelfeld, trägt die Verantwortung für die Mannschaft im letzten Spiel der Saison. Es sollen bisher selten eingesetzte Akteure mitwirken können.

Für die neue Saison möchte der VfL noch drei junge Spieler an sich binden, einer davon ist ein Torwart, berichtet Kay Ludwig: „Dann wäre unsere Kaderplanung abgeschlossen.“ Vorerst sind die Gedanken jedoch auf die Sommerpause gerichtet, die bitternötig sei. „Im Training ist die Luft echt raus, die Saison war sehr kräftezehrend“, schildert Ludwig. Es gelte daher auch, in Gemünden „nicht unter die Räder zu kommen“.

 

SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen - VfB Linz

 

„Enttäuschung war im ersten Moment schon da“, berichtet Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt, nachdem seine Elf nun definitiv nicht mehr aufsteigen kann. Mittlerweile sei die Stimmung aber wieder gut, die Sache werde „relativ nüchtern“ gesehen, nachdem die Chancen zuletzt ohnehin gering waren. Noch nicht entschieden ist, welche Endplatzierung Weitefeld erreicht: Zweiter, Dritter oder Vierter. „Wir wollen das Bestmögliche rausholen, der letzte Eindruck bleibt hängen“, erklärt Mockenhaupt vor dem Vergleich mit dem Meister aus Linz.

Er hofft auf ein gutes Spiel, viele Tore – im Vorjahr gab es gegen den VfB ein 3:3 zum Ausklang – sowie zahlreiche Zuschauer. Die Kulisse soll auch einen schönen Rahmen für die Verabschiedung von Julian Aquilar bilden. Der langjährige Leistungsträger beendet seine Laufbahn.

 

FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen - TuS Montabaur

 

Ausgerechnet am spielfreien Wochenende hat die FSV Osterspai einige markante Ziele erreicht. Es steht jetzt fest, dass die Kombinierten nicht mehr vom VfL Bad Ems eingeholt werden können. Damit sind letzte theoretische Abstiegssorgen beseitigt, und die Osterspaier haben den Status als Nummer eins im Rhein-Lahn-Kreis sicher. 30 Punkte zu sammeln ist eine andere Zielmarke, die Trainer Nico Helbach nie aufgegeben hat. Mit einem Sieg über Montabaur wäre auch dies geschafft, doch die Aufgabe wird schwierig. Helbach hofft, dass er dieselbe Startelf wie zuletzt aufbieten kann. Stabilität herrscht generell am Rhein: Nico Helbach und sein Assistent Sebastian Weinand machen in ihren Funktionen weiter, aktuell zeichnen sich weder Zu- noch Abgänge ab.

Der dritte Platz ist wiederum ein Ziel, das der TuS Montabaur noch im Auge hat, selbst wenn das nicht mehr alleine in den Händen der Kreisstädter liegt. Trainer Benedikt Lauer beendet zugleich mit der Partie in Osterspai sein Trainerengagement beim TuS, das drei Jahre währte, zuvor war er bereits mal als Spielertrainer in Montabaur tätig. Ebenfalls den Verein verlassen wird der Co-Trainer Dietmar Batsch. „Ich glaube, es wäre mehr möglich gewesen“, bilanziert Lauer seine vorerst letzte Saison in der Bezirksliga Ost. Maßgebliche Entscheidungen im Kampf um die Meisterschaft fielen im April, allerdings „war das nicht unser Monat“, denn es herrschte keine Konstanz mehr. Über die vergangenen drei Jahre hinweg erkennt Lauer jedoch „eine sehr gute Entwicklung in der Mannschaft und im Verein“.

 

SV Fortuna Nauort - VfB Wissen

 

Alle Rechnungen über einen irgendwie denkbaren Nichtabstieg der beiden Letzten aus der Bezirksliga stoßen beim SV Fortuna Nauort auf taube Ohren. „Damit beschäftigt sich bei uns kein Mensch“, bestätigt der scheidende Spielertrainer Jürgen Ebert. Sich ordentlich zu verabschieden, das bleibt die einzige Vorgabe für die Mannschaft. Nach Wochen mit knappen, respektablen Ergebnissen hat Ebert beim 0:5 in Hundsangen erstmals gespürt, dass „die Luft raus“ war. Gegen den VfB Wissen gelte es, sich nochmals zu motivieren. „Es ging schon bei der Übernahme des Trainerpostens durch mich nicht mehr unbedingt um den Klassenerhalt“, erläutert Ebert. Zu diesem Zeitpunkt waren die Begegnungen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte nämlich schon vorüber.

Der fünfte Tabellenplatz ist gebucht für den VfB Wissen. Daran können weder ein Kantersieg noch eine hohe Niederlage etwas ändern. In Hin- und Rückrunde sammelte die Elf von Trainer Dennis Reder, der jetzt den Verein verlässt, übrigens bisher jeweils 22 Punkte. Das Spiel beim Auf- und wieder Absteiger in Nauort bietet also die Gelegenheit, einen Aufwärtstrend in der Saisonbilanz zu verankern. Außerdem kann der VfB mit einem Dreier in der Auswärtswertung ein Gleichgewicht schaffen, dort stehen fünf Siegen bislang sechs Niederlagen entgegen. Dass es außer um diese inoffiziellen Statistiken seit Wochen um nichts mehr geht, ist zu einem Teil einer anhaltenden Verletztenmisere geschuldet. Die Vorbereitung auf die nächste Saison leitet der erfahrene Coach Walter Reitz.

 

SG Müschenbach/Hachenburg - SG Emmerichenhain/Niederroßbach

 

Einen einstelligen Tabellenplatz hat die SG Müschenbach nunmehr sicher, der aktuell achte Platz soll verteidigt werden. Das sind die bescheidenen Ziele von Trainer Volker Heun vor dem letzten Saisonspiel gegen die SG Emmerichenhain. Zu viele Unentschieden haben ein noch besseres Abschneiden verhindert. Zu oft wurden Vorsprünge vergeben. In jüngster Zeit wirkte sich aus, dass etliche Studenten nicht mehr regelmäßig trainieren konnten. Für die neue Saison bleibe der Großteil des Kaders zusammen, berichtet Heun. Sechs Neuzugänge sollen für mehr Optionen sorgen. Vor allem werde sich das Aufgebot deutlich verjüngen, denn viele Neue stammten aus den Jahrgängen 1997 und 1998. Der Älteste sei künftig wohl Tim Zeiler mit 27 Jahren.

Nach einem 2:2 gegen die SG Weitefeld muss die SG Emmerichenhain ihre Aufstiegshoffnungen aufgeben. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen“, fordert Trainer Nihad Mujakic, der mit dem Aufsteiger bald in ein zweites Bezirksliga-Jahr geht. Wieder mal blieben zu viele Chancen ungenutzt. „Ich mache der Mannschaft aber ein Riesen-Kompliment für diese Saison“, betont der Trainer.

Laut Mujakic droht kein Weltuntergang wegen des verpassten Titels, die Vizemeisterschaft soll nun gesichert werden. „Pech und Unvermögen“ hätten sich in einer entscheidenden Phase geballt. Elf Alu-Treffer in acht Spielen hat der Coach zuletzt notiert. In der neuen Saison wird ihm übrigens der Leistungsträger Mario Pavelic fehlen, der aus privaten und sportlichen Gründen zurück zum SC Berod-Wahlrod wechsele.

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[ Letzte Änderung: 25. September 2018 ]