SV Hundsangen e.V. 1926

21.09.2017, 20:22, Alter: 304 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 7.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                         

 

Nach sechs Spieltagen formiert sich in der Fußball-Bezirksliga Ost eine Vierer-Spitzengruppe, in der Namen zu finden sind, die man dort erwarten konnte. Doch gleich dahinter hält mit Elbert sowie den Aufsteigern Ahrbach und Wallmenroth ein überraschend starkes Trio Anschluss, auch Weitefeld ist als Achter noch dran. Eine These, die dazu passt und nach ein paar Wochen immer öfter zu hören ist: Die Klasse ist in dieser Saison ausgeglichener denn je und daher unberechenbar.

 

SG Weitefeld-Langenbach - SG Hundsangen/Obererbach
(So., 15 Uhr, in Friedewald). 

Bevor sich der Blick auf die SG Hundsangen richtet, hat die SG Weitefeld einige Verluste aus der vorangegangenen Partie in Elbert zu verkraften. Verletzt hat sich dort Mario Weisang, dessen Risswunde am Oberschenkel genäht werden musste, berichtet sein Trainer Jörg Mockenhaupt. Dazu kommen die Platzverweise gegen Maik Oliver Seibel und Tormann Sören Trippler, die Dauer ihrer Sperren steht noch nicht fest. „Normal haben wir mehr Auswahl“, fasst Mockenhaupt zusammen, bei nunmehr sieben Ausfällen, „wird es auch für uns eng“. Das müsse die Mannschaft mit Einsatzbereitschaft und Kampfgeist kompensieren, an der Spielweise will der Trainer nichts verändern.


Hundsangen hat sich am Dienstag aus dem Rheinlandpokal verabschiedet mit einem 2:4 gegen Emmerichenhain. „Wir waren besser und kassieren die Tore“, wundert sich Spielertrainer Martin Scherer. An den Leistungen seiner Mannschaft hat er nicht viel auszusetzen – außer wenn den Gegenspielern bei deren Treffern zu viel Raum gelassen wird oder es mit der Chancenverwertung hapert. Allein die positiven Resultate stellen sich nicht ein. „Wir haben einfach kein Glück“, folgert Scherer, was zugleich für die Verletzungsplage gilt. Tobias Kegel (Schulter), Lukas Faulhaber (Sprunggelenk), Marcel Hürter (Verdacht auf Bänderriss) und Martin Scherer selbst füllen das Lazarett. Niklas Steinebach urlaubt, Lukas Litzinger und Niklas Noll fehlen bereits seit längerer Zeit.
 

 

SG Müschenbach/Hachenburg - SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod

„Ich halte nichts von Schwarz-Weiß-Malerei“, bekräftigt Volker Heun, der Trainer der SG Müschenbach. Über aktuelle personelle Probleme will er nicht klagen. „Wir haben einen Umbruch und Qualität verloren“, sagt er insgesamt über seinen Kader, der bislang erst fünf Punkte gesammelt hat. Weh tun da die Niederlagen gegen Hamm und Osterspai. Dabei hat Heun sein Team kürzlich am Rhein gar nicht so schlecht gesehen, was die spielerische Reife anbelangt. „Wenn wir unsere Chancen nutzen, wären wir im Soll“, fasst er zusammen. Insgesamt hält er die Bezirksliga für sehr ausgeglichen. „Oft ist das Ergebnis von Kleinigkeiten abhängig, und vieles spielt sich im Kopf ab“, erklärt er vor dem Spiel gegen Ahrbach.
Es läuft gut beim Aufsteiger SG Ahrbach, am positiven Gesamtbild ändert das Pokal-Aus unter der Woche gegen Mülheim-Kärlich nichts. „Wir hätten natürlich nichts dagegen, wenn es so weitergeht, doch wir bleiben realistisch“, erklärt der Trainer Peter Olbrich. Das Ziel sei nach wie vor der Klassenverbleib. Es gelte, die positive Stimmung aus den letzten Spielen zu transportieren. Daraus könnte das Selbstbewusstsein erwachsen, um Spiele gegen etablierte Bezirksliga-Teams wie Müschenbach zu gewinnen. Zum Personal will Olbrich nicht zu viel verraten und schon gar nicht wegen Ausfällen hadern. „Wir werden eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bringen“, verspricht er, zumal ihm der Angreifer Steffen Wittelsberger wieder zur Verfügung steht.

 

SG Emmerichenhain/Niederroßbach - VfB Wissen

Zwei Spitzenteams, die zudem jüngst im Pokal erfolgreich waren und im Achtelfinale in Wissen aufeinandertreffen, stehen sich auf dem Hartplatz in Niederroßbach gegenüber. „Wir sind zurück in der Spur“, freut sich Nihad Mujakic, der Trainer der SG Emmerichenhain. „Doch die schwerste Hürde kommt jetzt mit Wissen“, ist er sich bewusst. Die heimstarke SG will die Partie offensiv angehen: „Wir spielen Fußball, um zu gewinnen.“ Was den Kader anbetrifft, so plagt sich Torwart Fillippos Papadopoulos mit einer Oberschenkelverletzung herum, Fabian Goebel fehlt berufsbedingt. Neuzugang Dominik Schwertel hat Emmerichenhain wieder verlassen. „Menschlich ein super Typ“, erklärt Mujakic, aber sportlich habe es nicht gereicht.

Wissens Trainer Walter Reitz hat Emmerichenhain gegen Wallmenroth beobachtet. „Ich bin beeindruckt, für mich ist das der Favorit Nummer eins“, schildert er seine Eindrücke. „Da passt eigentlich alles zusammen“; robust und spielstark sei der Gegner und besitze in Person von David Quandel den überragenden Stürmer der Bezirksliga. Die Meisterschaftsfrage werde nur über die SG entschieden. Spitzenreiter Wissen muss sich natürlich auch nicht verstecken und trainiert zur Vorbereitung auf einem Hartplatz. Personell gibt es Sorgen, weil nach den langfristigen Verletzungen der Leistungsträger Alexander Rosin und Sebastian Land auch noch eine Grippewelle umgeht und Hüseyin Samurkas und Till Niedergesäß zum Aussetzen zwingt. „Es wird ganz schwierig für uns, aber wir fahren hin“, verspricht Reitz.

 

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth - SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen

Die SG Elbert ist glänzend in die Saison gestartet – ganz im Gegenteil zur SG Ellingen, bei der sie jetzt antritt. Doch Elberts Trainer Michael Diel hält das Tabellenbild für zweitrangig und will sich nicht täuschen lassen. „Wir müssen uns jeden Sonntag aufs Neue strecken“, mahnt er. Zwar sei der Zwischenstand absolut zufriedenstellend. Aber gegen die Ellinger mit ihren Qualitäten müsse wieder konsequent gegen den Ball gearbeitet werden. Bei eigenem Ballbesitz gelte es, mutiger aufzutreten – da hätte jüngst gegen Weitefeld einiges besser sein dürfen. Nicht der Kugel nachjagen darf Marius Höber wegen einer Rotsperre, deren Länge noch nicht bekannt ist. Ansonsten gebe es keine neuen Nachrichten zum Personal.
„Wir wollen den Aufwärtstrend so schnell wie möglich einleiten. Doch die Liga ist so ausgeglichen wie lange nicht mehr. Es gibt keine leichten Spiele mehr“, zeigt Ellingens Trainer Thomas Kahler großen Respekt vor den Gästen. Elbert verfüge über eine solide Ordnung und eine gute Balance zwischen Abwehr und Angriff, erkennt der frühere Oberligaspieler an. „Sie spielen ein 4-3-3-System und sind auch auswärts sehr gefährlich“, sagt Kahler, der erneut auf fünf Leistungsträger verzichten muss. „Doch wir wollen nicht klagen. Die vielen verletzten Spieler tun weh. Doch mit solchen personellen Problemen kämpfen auch andere Teams“, hofft Kahler auf den zweiten Saisonsieg.

 

SG Wallmenroth/Scheuerfeld -TuS Montabaur

Drei Heimsiege zum Auftakt hat die SG Wallmenroth verbucht. Das nährt die Hoffnung auf „Bonuspunkte“ gegen das Spitzenteam aus Montabaur. SG-Trainer Stefan Häßler bescheinigt dem Gegner „überragende Qualität“ und sieht ihn auf einem Niveau mit Wirges und Wissen: „Da geht nur etwas über 120 Prozent Kampf, Einstellung und Leidenschaft.“ Die Wallmenrother wiederum sind durch die Niederlage bei der SG Ahrbach „auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt“, berichtet Häßler, wenngleich die Leistung beim Mitaufsteiger nicht schlecht gewesen sei – der erste Fehler wurde bestraft. „Wir müssen lernen, mit Rückschlägen umzugehen“, erklärt er und freut sich, dass Sascha Mertens und Tim Lück wieder im Kader stehen. „Auf der Kippe“ bewege sich Niko Heidrich wegen Sprunggelenksproblemen.

Eine deutliche Leistungssteigerung hat Montabaurs Trainer Sven Baldus beim klaren Heimsieg über Burgschwalbach bei seiner Mannschaft registriert. „Da waren wesentlich mehr Elan und Leidenschaft zu sehen, nur die Chancenverwertung ist noch zu verbessern.“ So viele Torgelegenheiten wie zuletzt werde es nicht in jeder weiteren Begegnung geben. Die Ausgangslage beim TuS ist jedoch insgesamt sehr komfortabel. Am Sonntag fehlen Tobias Schulz, der sich im Urlaub befindet, sowie Takayuki Omi. Ansonsten sind alle Akteure einsatzbereit, und auch mit den Einwechselspielern war Baldus zuletzt sehr zufrieden. Zugleich warnt er vor der SG Wallmenroth, die er nicht als „typischen Aufsteiger“ einstuft: „Die werden noch dem ein oder anderen von oben ein Bein stellen.“

 

Während der VfL Bad Ems und die FSV Osterspai am Sonntag auf Gegner ihrer Kragenweite treffen, steht die TuS Burgschwalbach gegen den langjährigen Oberligisten Spvgg Wirges vor einer hohen Hürde.

 

VfL Bad Ems – SG Westerburg/Gemünden (So., 14.30 Uhr). 

 

„Wir werden alles in die Waagschale werfen“, verspricht der Bad Emser Übungsleiter Kay Ludwig vor der Begegnung mit der SG Westerburg und nimmt sich selbst in die Pflicht: Er wird vom Trainer zum Spielertrainer. Der eigene Einsatz in der Abwehrreihe empfiehlt sich auch, weil dort Stefan Fuselbach für den Rest der Hinserie ausfällt.
Ähnlich lange wird die Verletzungspause für Jan Zimmermann dauern. Noch nicht geklärt ist, ob Darius Werner mitwirken kann. Doch es gibt ebenso gute personelle Nachrichten von der Silberau, denn Julian Bär ist aus dem Urlaub zurück. Powerplay und frühes Angreifen kündigt Ludwig vor der Partie gegen die punktgleichen Westerburger an. Es soll auf jeden Fall ein Sieg her. Das vorausgegangene 2:7 in Wirges will Ludwig hingegen „nicht so eng sehen“, da die gewünschte Verlegung nicht zustande kam.

„Der Pokal ist nur ein Zubrot“, findet Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev, das respektable 0:1 gegen den Oberligisten FV Engers vom Mittwoch dürfte er daher leicht verschmerzen können. So gilt die Konzentration nun alleine der Bezirksliga und der Begegnung beim VfL Bad Ems, wo Kaltchev ein schwieriges, aber machbares Spiel erwartet. „Wir haben Selbstvertrauen getankt“, denn schließlich gab es gegen Ellingen den ersten Saisonsieg.


Die Bad Emser hat er in der vergangenen Saison zweimal beobachtet. Vieles hänge beim Gegner von der Tagesform ab, doch „wir müssen auf jeden Fall 100 Prozent geben, wenn wir da etwas mitnehmen wollen“. Letztmals müssen die Westerburger beim Auswärtsspiel auf ihren gesperrten Kapitän Matthias Wengenroth verzichten. Tim Barke ist wieder ins Training eingestiegen.

  

TuS Burgschwalbach – Spvgg EGC Wirges (So., 14.30 Uhr). 

 

„Wir werden zum ersten Mal relativ defensiv spielen und versuchen, nicht unter die Räder zu kommen“, kündigt Burgschwalbachs Trainer Torsten Baier an. Die Hoffnung, ausgerechnet gegen die EGC Wirges die ersten Heimpunkte zu ergattern, ist nicht besonders groß angesichts der personellen Schwierigkeiten des Aufsteigers. Zwölf gesunde Spieler, davon zwei aus der A-Jugend, hat Baier jüngst im Training um sich versammelt.
Zum Verletzungspech gesellt sich fortan die halbjährige Abwesenheit von Vincenz Gotthardt und Kiran Berger, die gemeinsam ein halbes Jahr in Australien verbringen wollen. „Jammern nutzt nichts“, betont ihr Trainer, der womöglich verstärkt junge Akteure einsetzt, die unbefangen auftreten sollen.

„Ein unbekannter und vor allem ein unbequemer Gegner“ ist die TuS Burgschwalbach für den Wirgeser Trainer Nikolai Foroutan, dem die Bilanz der Einheimischen aus ihrer Aufstiegssaison imponiert. Dass seiner Elf die Favoritenrolle zufällt nach drei Auswärtssiegen, spiele da keine Rolle. „Es gilt auf der Hut zu sein“, fordert Foroutan, „wir müssen kompakt stehen und konzentriert in die Partie gehen“.


Gleichwohl hat seine Mannschaft allen Grund, aufgrund der jüngsten Resultate selbstbewusst an die untere Aar zu reisen. „Wir wollen den Schwung mitnehmen“, bestätigt Foroutan. Zumal die Westerwälder anders als ihre Kontrahenten fast keine personellen Sorgen haben. Lediglich Termine der Studenten machten sich bemerkbar, bei 16 Mann im Training sei die körperliche Verfassung gut.

 

VfL Hamm – FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen (So., 15 Uhr). 

 

Letzter gegen Drittletzter: Die Partie des VfL Hamm gegen die FSV Osterspai ist womöglich richtungsweisend. „Für uns ist es ein ganz wichtiges Spiel“, bestätigt VfL-Trainer Philipp Höhner, „wir wollen mutig auftreten und das Spiel bestimmen“. Doch gegen die Osterspaier müsse man immer aufpassen, weil sie sehr geordnet agieren und Adrian Knop „einer der besten Stürmer der Bezirksliga ist“.

Auf Hammer Seite geht Tim Deipenbrock zum Studieren nach Berlin; einige andere Spieler kehren in den VfL-Kader zurück, so etwa Daniel Krieger. Bei der Aufstellung könne es Änderungen geben. Höhner will verstärkt beachten, „wer die Situation und den Abstiegskampf annimmt“. Die kämpferische Leistung soll mehr im Vordergrund stehen. Ansonsten gelt es „nicht alles schlechtzureden und ruhig weiterzuarbeiten“. Der FSV Osterspai gibt der erste Saisonsieg Auftrieb, erzielt auf eigenem Platz gegen die SG Müschenbach.


Auswärts ist die Mannschaft von Trainer Nico Helbach bisher dagegen ohne Zähler geblieben. Das soll sich in Hamm ändern, denn die Osterspaier haben schon gegen einige Vereine gespielt, die mutmaßlich in der unteren Tabellenhälfte rangieren werden. „Wir haben etwas gutzumachen“, betont Helbach deswegen.


„Wir wollen nach vorne spielen und uns nicht verstecken“, erklärt er vor der Fahrt an die Sieg. Basis soll selbstverständlich wieder ein kompaktes Auftreten sein. „Aus der Stammelf müssten fast alle dabei sein“, hofft Helbach, Martin Schwarz und Martin Paasch fehlen ihm allerdings urlaubs- und verletzungsbedingt. Ein bis zwei Fragezeichen hinter Spielernamen kommen aktuell noch hinzu.

 

 

 

 

 

 

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