SV Hundsangen e.V. 1926

02.09.2011, 06:32, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Brisantes Derby

Von: rhein zeitung

Brisantes Lahn-Derby elektrisiert die Fans

Am späten Samstagnachmittag dürfte sich der Weg auf den Hartplatz an der Früchter Straße mehr denn je lohnen. Das traditionelle Herthaturnier steht wieder einmal auf dem Programm. Und das hat in diesem Jahr einen Höhepunkt der ganz besonderen Art zu bieten. Grün-Weiß trifft ab 18 Uhr auf Rot-Weiß, SG Nievern/ Fachbach kontra VfL Bad Ems lautet die Partie, die die Herzen der Fans in beiden Lagern – bei dem einen sind es viel mehr, bei den anderen eher weniger – höher schlagen lässt.

 

Björn Wickert stammt aus dem Hunsrück und erinnert sich ganz besonders an die Duelle der dortigen Branchenführer TSV Emmelshausen und FC Karbach. „Da geht es eben immer hoch her. Außerdem dürfen sich alle auf eine große Kulisse freuen. Während der Übungsleiter der Vereinigten aus Nievern und Fachbach auf 400 bis 500 Zuschauer erwartet, greift sein Kollege Frank Wendland sogar noch höher. „Ich kann mir gut vorstellen, dass es zwischen 600 und 800 werden.“

Wie dem auch sei: Der Platzkassierer wird sich angesichts des zu erwartenden warmen Regens in Sachen Finanzen bereits seit Tagen die Hände reiben.

 

Die Anspannung bei den Kickern aus den Lahndörflern und den Kurstädtern wird allen gegensätzlichen Beteuerungen zum Trotz höher als sonst sein. Man kennt und versteht sich außerhalb des Platzes. Umso größer ist hingegen der Wunsch, den Nachbarn in sportlicher Hinsicht schlecht aussehen zu lassen. Die Verlierer können sich anhaltender Frotzeleien sicher sein. Es sollen auch untereinander diverse Wetten laufen, wer denn nun den Platz als Sieger verlässt.

 

„Alle geben im Training Vollgas, weil sie unbedingt spielen wollen“, hat Wickert bei den Übungseinheiten ein erhöhtes Maß an Engagement festgestellt. „Das würde ich mir immer wünschen“, schiebt der 29-Jährige gleich lachend nach und kündigt eine oder mehrere Überraschungen bei der Aufstellung an. Wie kürzlich im Ehrlich, als er Christoph Schupp in Miehlen als Manndecker aufbot. So könnte etwa VfL-Spielmacher Matthias Staudt ein ihn auf Schritt und Tritt verfolgender Sonderbewacher aufgeboten werden, um die Schaltzentrale der Bad Emser lahm zu legen. „Wir haben bei unserem größeren Kader mehr Variationsmöglichkeiten als der VfL. Die müssen sich mit den Neuzugängen erst mal einspielen.“

Eingespielt sind die Platzherren, die zuletzt zweimal ohne Gegentor blieben und sich mit sechs Zählern eine gute Ausgangsposition vor dem „Spiel des Jahres“ verschafften. Gelingt ein weiterer Dreier gegen den einst so übermächtigen Nachbarn, kann sich Wickerts Team sogar vorerst in der oberen Tabellenhälfte einnisten.

 

Er ist zwar nur Gast, aber für den Ur-Nieverner Frank Wendland ist der Auftritt seines VfL trotzdem irgendwie ein Heimspiel. Er lernte einst das Fußballspielen bei der Hertha und wohnt nur zwei Steinwürfe vom Platz entfernt. Vom Geläuf hat er eine klare Meinung. „Ich habe meine Jungs darauf hingewiesen, dass jeder Auswärtige, der ihn sieht, keinen Bock mehr auf Fußball hat. Und genau das ist der Punkt. Wir müssen Lust haben und eine positive Grundeinstellung mitbringen. Wir wollen die drei Punkte unbedingt mitnehmen.“

 

 

SG Bruchertseifen/Eichelhardt - SG Miehlen/Nastätten (Sa., 17.30 Uhr).

Dass die Mühlbachtaler vor einer schwierigen Runde stehen, ist im Vorfeld schon befürchtet worden. Doch nun ist das Punktekonto nach vier Auftritten immer noch jungfräulich, was den Druck vor dem Gastspiel in der Altenkirchener Kante erhöht. „Wir hätten bisher durchaus auch fünf oder sechs Zähler holen können. Doch wir machen derzeit die entscheidenden Fehler, die bestraft werden. Wir sind auch ein wenig glücklos und glauben dann nicht genug an unsere Stärken“, hat Miehlens Trainer Rüdiger Graden ausgemacht. Er fordert deshalb von seinen überwiegend jungen Balltretern die Mentalität eines Staubsauger- oder Versicherungsvertreters. „Die putzen jeden Tag hundert Klinken und werden meistens an der Tür abgewiesen. Doch irgendwann kommt dann ihre Chance. Und die nutzen sie dann“, gibt er seinen Jungs mit auf den Weg.

Allerdings sind die Vorzeichen vor der weiten Fahrt gen Norden nicht sonderlich prickelnd, denn mit Fabian Künzel und Steffen Schmidt droht die Innenverteidigung auszufallen. Allerdings hat sich Daniel Körfer bereit erklärt in der Not auszuhelfen.

 

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