SV Hundsangen e.V. 1926

19.09.2011, 10:40, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

der Fall Basibüyük

Von: Stefan Nink

Verbandsgericht sperrt Kreisschiri-Obmann Aslan Basibüyük für acht Monate

 

Geschlagene sechs Stunden dauerte unter Vorsitz von Achim Kroth die Verhandlung des Verbandsgerichtes in Sachen Aslan Basibüyük, dem unter anderem Geheimnisverrat und Nichtmelden einer versuchten Manipulation eines Relegationsspiels vorgeworfen wurde. Das Urteil: Wegen pflichtwidrigen Verhaltens darf der in Dachsenhausen wohnende Schiedsrichter-Obmann des Fußballkreises Rhein-Lahn acht Monate kein Amt im Fußballverband Rheinland (FVR) bekleiden, Spiele darf er indessen leiten. FVR-Verbandsrechtswart Norbert Weise hatte eine einjährige Sperre beantragt. Das Urteil ist innerhalb der Sportgerichtsbarkeit des FVR rechtskräftig.

 

 

Die achtmonatige Sperre gegen Aslan Basibüyük, Oberliga-Schiedsrichter und Kreisschiedsrichter-Obmann im Fußballkreis Rhein-Lahn, ist ein heiß diskutiertes Thema.

 

Zwei Leserbriefe dazu:

"Leitspruch mit Füßen getreten"

Mit Erstaunen habe ich zur Kenntnis genommen, dass Kreisschiedsrichter-Obmann Aslan Basibüyük bis Mai 2012 gesperrt wurde. Das "Verbrechen" von Herrn Basibüyük: Er teilte den Schiedsrichtern mit, dass er auf einer Sitzung des Kreisvorstands zum Rücktritt überredet werden sollte. Es ist unfassbar, dass eine Gruppe unfähiger Funktionäre den Leitspruch des DFB zur Integration so mit Füßen tritt und hier offensichtlich ein Ausländer, der zu mächtig wird, aus dem Weg geräumt werden soll. Ausbaden müssen dies die Schiedsrichter, für die Herr Basibüyük immer da war und die - bis auf zwei oder drei Ausnahmen - geschlossen hinter Herrn Basibüyük stehen.

Ebenso schlimm ist es, dass Vereine aus dem Diezer Raum, die sich nie selbst um Schiedsrichter bemüht haben, diese von der anderen Rheinseite holten oder das Schiedsrichtersoll nicht erfüllt haben (was aber kein Problem war, weil man ja die richtigen Funktionäre hatte), im Hintergrund am meisten gegen Herrn Basibüyük gestänkert haben.

Etwa der Vorstand der TuS Hahnstätten, der, anstatt gegen Herrn Basibüyük zu schießen, lieber den Dreck vor der eigenen Tür entfernen und seinen versprochenen Verpflichtungen nachkommen soll. Bleibt bei all dem abzuwarten, wie die Schiedsrichter auf dieses Urteil reagieren, da ja im Kreis Limburg-Weilburg jede Menge Schiedsrichter gesucht werden.

Thomas Horz, Hahnstätten

 

"Aus dem Amt gemobbt?"

Aslan Basibüyük, bis vor wenigen Tagen noch rühriger, wenn auch unbequemer Schiedsrichterobmann im Rhein-Lahn-Kreis, muss pausieren. Es mutet wie ein schlechter Scherz an, wenn krampfhaft von anderen "Ehrenamtlichen" nach Unregelmäßigkeiten und Fehlern bei einem Mitstreiter gesucht werden - nur weil er sich erlaubt, eine andere Meinung zu haben. Bedenklich wird es, wenn Unregelmäßigkeiten konstruiert, und Fehler publiziert und über die Presse möglichst wirksam dargestellt werden. Unhaltbar wird es, wenn die oberen Ehrenamtlichen gegen den Kleineren in ihrer Gilde das Verbandsrecht bemühen, über sechs Stunden sich mit einer einem Kindergeburtstag ähnlichen Situation abmühen und dabei ein total überzogenes Urteil rauskommt.

Bei Ehrenamtlichen mit einer juristischen Vorbildung sollte man erwarten können, dass neben einem ausgeprägten Gefühl für Recht und Unrecht auch Sinn für Wichtigkeit entsprechenden Wert einnimmt.

Nun noch meine Meinung zur Situation im Kreis: Wenn jemand glaubt, es gäbe Gründe, die eine Zusammenarbeit unmöglich machten, bleibt es jedem überlassen, entsprechende Konsequenzen zu ziehen - anstelle einer massiven Aufforderung zum Rücktritt.

Willi Eisenbarth, Weyer, langjähriger Schiedsrichter-Obmann im Fußballkreis Rhein-Lahn

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