SV Hundsangen e.V. 1926

31.10.2016, 06:07, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Ergebnisse Bezirksliga 12.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

Hundsangen verstärkt Wissener Heimkomplex

 

VfB trennt sich nach zweimaliger Führung mit 2:2 von der Elf um Martin Schlimm

 

 

Fünf Heimspiele hat der VfB Wissen in dieser Saison bislang absolviert, es bleibt auch nach der Partie gegen die SG Hundsangen/Obererbach bei einer für die eigenen Ansprüche nicht zufriedenstellenden Ausbeute. „Der Knoten will daheim einfach nicht platzen“, merkte Trainer Dennis Reder nach dem 2:2 (2:1) gegen die Unterwesterwälder an.

Er hätte platzen können vor den Augen von 155 Zuschauern, die nach 17 Minuten bei Sebastian Zimmermanns Pfostenschuss zum ersten Mal etwas Packendes zu sehen bekamen, aber der VfB konnte die 1:0-Führung durch Hüseyin Samurkas (33.) nicht länger als eine Minute halten. Nach einer Flanke von Philipp Bedranowsky legte sich Samurkas das Leder 20 Meter vor dem Tor zurecht und setzte es in die Maschen. Der Jubel war noch abgeebbt, da musste Schlussmann Marvin Scherreiks den Ball aus seinem Netz holen. SG-Spielertrainer Martin Schlimm schlug den Ball über die Wissener Deckung, Chihiro Nogi setzte sich im Laufduell gegen Mario Weitershagen durch und traf per Volleyschuss aus zehn Metern. Auf der anderen Seite des Spielfelds brachte sich Weitershagen als Vorbereiter ein. Er setzte Max Ebach in Szene, und der Rotschopf schoss ins linke Toreck (39.).

Auch der zweite Rückstand brachte Hundsangen nicht aus dem Tritt. Allerdings hatte Reder kritisch anzumerken: „Das 2:2 fiel in einer Phase, in der wir nicht genug investiert haben.“ Erneut spielte der Japaner Nogi seine Schnelligkeit aus, strebte alleine auf Scherreiks zu und überwand den VfB-Schlussmann zum zweiten Mal an diesem Nachmittag (52.). In der letzten halben Stunde waren die Siegstädter dem dritten Treffer deutlich näher, vergaben aber reihenweise gute Möglichkeiten. Alleine Torjäger Alexander Rosin hätte zwei, drei Treffer markieren können, wenn nicht sogar müssen. Kurzzeitig dachten die Wissener in Minute 89, ihnen wäre tatsächlich die dritte Führung geglückt, doch Schiedsrichter Jens Bachmanns aus Hilgert entschied nach Sebastian Lands Kopfball und Weitershagens Abschluss auf Freistoß für die Gäste, deren Coach Martin Schlimm das Remis insgesamt als leistungsgerecht bewertete: „Wissen war vor allem bei Standardsituationen gefährlich, spielerisch habe ich Vorteile auf unserer Seite gesehen.“

 

 

 

TuS Montabaur setzt sich in Westerburg souverän durch

 

Zwei Tore von Sven Baldus ebnen den Weg für die Elf von Trainer Benedikt Lauer

 

 

Durch einen souveränen 3:0 (1:0)-Auswärtserfolg bei der SG Westerburg/Gemünden untermauerte der TuS Montabaur seine diesjährigen Ambitionen in der Fußball-Bezirksliga Ost. Von Anfang an war den Gästen das Selbstvertrauen der letzten Wochen anzumerken, sie ließen trotz des ungewohnten Hartplatzes den Ball gut laufen und beeindruckten mit einer reifen Spielanlage. Westerburg hielt zu Beginn noch gut mit und verstand es, durch hohe Laufarbeit die Räume eng zu halten. In der temporeichen Anfangsphase fehlten auf beiden Seiten noch die Kreativmomente, weshalb Torchancen zunächst Mangelware blieben.

Der erste Torschuss des Spiels hatte es dann aber in sich, als der Abwehrchef der Gäste, Sven Baldus, mit einem feinen Freistoßtreffer aus 20 Metern die Montabaurer Führung besorgte (26.). Nur wenige Minuten später hätte sein Zwillingsbruder Alexander Baldus nach starker Einzelleistung fast das zweite Tor des Tages gemacht, seinen Schuss aus aussichtsreicher Position konnte der gute SG-Rückhalt Carsten Wolf jedoch entschärfen. Wer mit einer Reaktion der stark personalgeschwächten Hausherren gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Den Offensivbemühungen fehlte jede Form von Kreativität, sodass der Gästetorwart Mark Lollert in der gesamten Partie nur einen harmlosen Schuss Tim Niedermowes parieren musste.

Montabaur spielte mit der Führung im Rücken nun zielstrebiger, nach einer sehenswerten Kombination über Mario Denker und Takayuki Omi fehlte Alexander Baldus aus kurzer Distanz jedoch die nötige Präzision. Auch eine technisch anspruchsvolle Direktabnahme Pascal Tillmanns strich knapp am Tor vorbei.

In der zweiten Halbzeit intensivierten die Westerburger zunächst noch einmal ihre Bemühungen, jedoch war spätestens die gut organisierte Abwehr der Gäste Endstation. Dass Montabaur dieses Jahr über einen breit besetzten Kader verfügt, wurde dann in der Schlussphase deutlich. Der eingewechselte Maximilian Acquah vollendete aus abseitsverdächtiger Position eine schöne Kombination mit Alexander Baldus zum verdienten 0:2 (82.). Die einzige echte Gelegenheit der Hausherren hatte Matthias Wengenroth, dessen Distanzschuss das Tor nur knapp verfehlte. Den Schlusspunkt setzte dann wiederum Sven Baldus mit seinem zweiten Treffer des Tages (87.).

Der Gästetrainer Benedikt Lauer attestierte seiner Mannschaft einen starken Auftritt: „Ich bin sehr zufrieden, wir treten zurzeit sehr stabil auf und haben ständig unterschiedliche Torschützen, was die Qualität des Kaders verdeutlicht. Nach zwei schwierigen Jahren müssen wir es nun genießen oben mitzuspielen“. Der Co-Trainer der Hausherren, Steffen Dörner, meinte: „Im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten haben wir gut dagegen gehalten, jedoch war Montabaur die fußballerisch stärkere Mannschaft, ihr Sieg ist verdient.“

 

 

 

SG Müschenbach kassiert Ausgleich in Nachspielzeit

 

Heun-Elf nutzt in Hamm Chancen nicht

 

 

Eine über weite Strecken schwache Partie bot sich rund 80 Zuschauern beim 2:2 des VfL Hamm in der Bezirksliga gegen die SG Müschenbach/Hachenburg. Aber die Schlussphase hatte es in sich.

Die Gastgeber fanden überhaupt nicht ins Spiel und zogen sich bei Ballbesitz des Gegners immer wieder weit in die eigene Hälfte zurück. Müschenbach versuchte die oftmals unsicher wirkende VfL-Defensive zunächst mit langen Diagonalbällen auf die schnellen Außen zu überwinden, ohne sich nennenswerte Chancen zu erspielen. So bedurfte es nach 16 Minuten eines genialen Moments des starken Jannik Zeuner, der mit einem feinen Pass in die Schnittstelle der Innenverteidigung Gerrit Oettgen in Szene setzte, der wiederum im zweiten Versuch zur verdienten Führung für die Gäste einschob.

Nur vier Minuten später folgte der zweite Müschenbacher Streich: Ein geblockter Schuss von Max Mies fiel genau vor die Füße von Jan Nauroth, der sich nicht zweimal bitten ließ und auf 2:0 erhöhte. Die Gäste schalteten in der Folge einen Gang zurück und ließen dem Gegner mehr Platz im Mittelfeld. Der VfL wurde nun aktiver, blieb vor dem Tor aber bis zur Pause ungefährlich. In der zweiten Halbzeit vergab Jan Nauroth gleich zweimal die Riesenchance zur vorzeitigen Entscheidung. Zunächst setzte der SG-Angreifer den Ball nach einem zu kurz geratenen Rückpass auf den Torwart rechts neben das leerstehende Gehäuse (53.). Eine Viertelstunde später vergab Nauroth nach Oettgens Pass freistehend vor dem Tor. Besonders bitter für die Gäste: Nur eine Minute zuvor hatte VfL-Angreifer Michael Weyer mit einem sehenswerten Schuss auf 1:2 verkürzt.

Von der 70. Minute an wurde das Spiel zerfahren. Die Gastgeber drängten auf den Ausgleich und konnten ein deutliches Chancenplus verzeichnen. Und so kam es, wie es kommen musste: In der 93. Minute stand der eingewechselte Simon Langemann nach einer Ecke für den VfL am kurzen Pfosten völlig blank und besorgte mit einem wuchtigen Kopfball den alles in allem verdienten Ausgleich. In diesem Punkt waren sich die Trainer einig. „Wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt, muss man sich nicht wundern, wenn man bestraft wird“, meinte SG-Coach Volker Heun, während sich Hamms Philipp Höhner aufgrund einer verbesserten zweiten Halbzeit über einen „verdienten Punktgewinn“ freute.

 

 

Elberts Einsatz wird nicht belohnt

 

Primus Emmerichenhain siegt vor 230 Zuschauern 2:1

 

In der Vorsaison musste die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen als klassenhöherer Verein im Rheinlandpokal bei der damaligen SG Niederroßbach/Emmerichenhain noch mit 1:5 die Segel streichen. Inzwischen haben die Fußballer aus dem Hohen Westerwald den Namen geändert und sind als SG Emmerichenhain/Niederroßbach auch selbst in der Bezirksliga angekommen, am Ergebnis hat sich aber unter dem Strich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Auch diesmal unterlagen die Elberter gegen die Elf von Trainer Nihad Mujakic, beim 1:2 (0:1) zeigten sie aber eine starke Leistung und boten dem Favoriten bis zur letzten Sekunde die Stirn.

Michael Diel, der Trainer der Gastgeber, hatte sich einen Plan überlegt, der 45 Minuten lang auch sehr gut aufging. Da Mario Pavelic wie angekündigt fehlte, blieben zwei Emmerichenhainer, denen eine besondere Bewachung zuteil wurde. Marius Höber kümmerte sich in alter Manndeckermanier um Torjäger David Quandel, Alexander Gombert engte die Kreise von Spielgestalter Keigo Matsuda ein. Da auch Einstellung und Kampfkraft stimmten, gelang es den Elbertern, das Geschehen eine halbe Stunde lang sehr ausgeglichen zu gestalten. Auch die erste Chance ging auf das Konto der Platzherren, der Kopfball von Jonas Klotz stellte Gästekeeper Timon Topitsch allerdings vor keine allzu großen Schwierigkeiten (15.).

Als sich Matsuda etwas aus der Umklammerung befreien konnte, wurde auch das Spiel des Tabellenführers munterer. Und so folgte auf die erste Chance – Michael Sehner köpft, Torwart Kevin Jung hält (29.) – prompt der erste Treffer. Mit einem Flachschuss aus halbrechter Position von der Strafraumgrenze brachte Sherif Rexhaj den starken Aufsteiger in Führung (34.). Quandel versäumte es, das 2:0 nachzulegen (39.), bevor auf der Gegenseite Christian Stera nach Gomberts präzisem Pass die Chance zum Ausgleich vergab (40.).

Nach der Pause kam Emmerichenhain schneller auf Touren und nach einem Foul von Kevin Jung an Sherif Rexhaj auch flott zum zweiten Treffer, weil David Quandel den heiß diskutierten Foulelfmeter sicher ins linke Eck schoss (50.). In dem hart und emotional geführten Match vor 230 Zuschauern wollten sich die Gastgeber nicht mit der Niederlage abfinden und versuchten nach Kräften, die Partie offenzuhalten. Dabei wurden sie ausgerechnet von Torgarant Quandel unterstützt, der gleich mehrere Hochkaräter ungenutzt ließ.

„David hat unnötig für Spannung gesorgt“, sagte Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic und dachte dabei an Möglichkeiten wie den Alleingang auf Kevin Jung, der mit einem Lupfer über den Keeper, aber neben das Tor endete (75.). Für die Gastgeber ließen Klotz, Gombert und Lars Bode gute Gelegenheiten aus, ehe Klotz nach einem Abpraller zur Stelle war und aus 16 Metern verkürzte (78.).

Die letzten Zweifel am Sieg seiner Mannschaft hätte erneut Quandel beseitigen müssen, diesmal brachte Jung die Finger an den Ball und lenkte diesen an den Pfosten (86.). So blieb die Partie offen bis in die Nachspielzeit, in der Tobias Brand zwar für Elbert traf, der Schiedsrichter aber auf Abseits entschied (90.+3). Michael Diel fand es „schade, dass wir in der ersten Halbzeit wieder durch ein einfaches Tor in Rückstand geraten sind“, insgesamt war der Elberter Trainer aber trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Für die Zukunft ist es wichtig, dass wir dem Spitzenreiter Paroli geboten haben.“ Gäste-Trainer Nihad Mujakic sprach vom „erwartet schweren Spiel“, das sein Team aber hochverdient gewonnen habe.

 

 

 

Weitefeld dreht erst nach der Pause richtig auf

SG lässt Bad Ems bei 4:0 keine Chance

 

 

Als Vernatius Emeka im Eins-gegen-Eins mit Luca Thom Sieger blieb, sich den Ball im Anschluss an seine Glanztat vor die Füße warf und losdribbelte, sorgte das durchaus für Belustigung unter den 130 Zuschauern rund um den Kunstrasen in Langenbach. Den Spielern des VfL Bad Ems war zu diesem Zeitpunkt hingegen das Lachen bereits vergangen. Mit 0:4 lagen sie im Auswärtsspiel der Bezirksliga Ost bei der SG Weitefeld-Langenbach/ Friedewald/Neunkhausen zurück, als Torwart Emeka seinen kleinen Ausflug unternahm. Immerhin: Es kam kein weiterer Gegentreffer mehr hinzu. Die Lacher wären wohl ausgeblieben, wenn statt Emeka der wenige Minuten zuvor ausgewechselte Konstantin Smirnov den Sechzehner mit Ball am Fuß verlassen hätte – und damit der eigentliche Schlussmann des VfL. Smirnov hatte zuvor wegen Oberschenkelproblemen weichen müssen (73.). Doch die Besetzung dieser Position machte an diesem Tag nicht den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage.

Vielmehr verdeutlichte das, was sich zwischen den beiden Strafräumen abspielte, weshalb die Weitefelder ihr Heimspiel klar gewannen. Vor allem im zweiten Abschnitt waren die Einheimischen fußballerisch eindeutig überlegen und kombinierten sich ein ums andere Mal bis vors gegnerische Tor. Da konnte es sich Julian Aguilar auch leisten, einen Foulelfmeter an die Latte zu zimmern (54.). Zu grämen brauchte sich Weitefelds Kapitän deswegen aber nicht, war er es doch, der mit seiner präzisen Flanke auf den Kopf von Steffen Kempf dessen Führungstreffer vorbereitet hatte (16.).

Erst nach dem Seitenwechsel drehte die SG richtig auf und ließ deutlich werden, welche Mannschaft um den Anschluss an die Tabellenspitze spielt – und welche gegen den Abstieg kämpft. Gleich mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit erhöhte Maximilian Strauch auf 2:0 (46.), ehe Jan Niklas Mockenhaupt mit einem Doppelpack (58., 64.) den Sack zumachte. Und der VfL Bad Ems? Der hatte durch Darius Werner, dessen Direktabnahme übers Tor strich, seine dickste Gelegenheit im gesamten Spiel (78.). Generell waren die Bad Emser spätestens nach dem ersten Gegentreffer zumeist damit beschäftigt, die Weitefelder Pass-Stafetten irgendwie zu unterbinden – vor allem in Halbzeit zwei jedoch selten mit Erfolg.

 

 

SG Birlenbach mit desolater Vorstellung

 

1:6-Schlappe gegen die starke SG Ellingen/Bonefeld/Willroth kassiert

Jeffrey Steinke gelingt der Ehrentreffer

 

Bei der 1:6 (0:6)-Klatsche gegen die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth besaß der Aufsteiger SG Birlenbach/Balduinstein im Spiel der Bezirksliga Ost nicht den Hauch einer Chance.

Der amtierende Vizemeister war mit der Empfehlung von vier ungeschlagenen Partien angereist und ließ seinen Aufwärtstrend deutlich erkennen. Gegen einen erschreckend schwachen Gastgeber konnten die Gäste fast nach Belieben schalten und walten und hatten schon nach einer knappen Viertelstunde alle Trümpfe in der Hand. Zwei blitzschnelle Tore des Ellinger Kapitäns Christian Weißenfels (1./, 3.) hatten dem Klassenneuling schon früh den Zahn gezogen.

Zwar besaß Mathias Arnolds (5.) auf Zuspiel Omed Chulies die Möglichkeit zum Anschluss. Danach war allerdings Schicht im Schacht, was die Offensive der Einheimischen anbelangte. Die Gäste liefen den verunsicherten Gegner früh an und zwangen ihn permanent zu einfachen Abspielfehlern. So köpfte Marvin Schnug auf Freistoß Patrick Hümmerichs (13.) erneut ohne Birlenbacher Zugriff zum 0:3 ein.

Ungenaue Pässe, Querschläger im eigenen Strafraum und ein mutloser Auftritt seitens der Platzelf bescherte den Gästen einen leichten Sieg. Joscha Lindenau nickte die Flanke von Christian Weißenfels (20.) zum 0:4 ein.

Das Selbstvertrauen der Hausherren war mittlerweile am Nullpunkt angelangt. Die Mannschaft fand kein Mittel, den überragenden Gästespielführer an die Kette zu legen. Beim 0:5 von Florian Raasch (32.) kombinierten sich die Gäste ziemlich ungehindert über drei Stationen erfolgreich durch. Als Jens Berg Raaschs Flanke nur eine Minute später ins eigene Tor abfälschte, bahnte sich ein Debakel an.

Irgendwie war der Wurm drin beim Klassenneuling, dem einfach nichts gelingen wollte.

So war angesichts des klaren Spielstandes nach Wiederbeginn die Luft raus. Dennoch ließen sich die Birlenbacher nicht hängen und blieben diszipliniert. Omed Chulie prüfte per direktem Freistoß den Ellinger Schlussmann Pete Neuendorff (61.). Schließlich gelang Jeffrey Steinke mit einem strammen Schuss der Ehrentreffer (75.).

„Das war eine souveräne Vorstellung in den ersten 45 Minuten. Bei den Einladungen des Gegners haben wir eiskalt zugeschlagen“, bilanzierte Thomas Kahler den positiven Ellinger Lauf. „Keine Bereitschaft, individuelle Fehler und viele Geschenke verteilt. Nach der Pause waren wir enger dran“, klang Birlenbachs Spielertrainer Wladimir Stumpf enttäuscht.

 

 

Knops Treffer beschert Osterspai Punkt gegen Favorit

 

Kampfstarke FSV raubt Linzer Spitzenteam den Spaß am Spiel 

Positiver Trend auf dem Rasenplatz in Kamp-Bornhofen bestätigt  

 

Es war schon so etwas wie ein Klassiker, mit dem sich die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen am Sonntag einen Bezirksliga-Punkt gegen den VfB Linz sicherte. Ein langer Freistoß Felix Lemlers leitete das Tor zum 1:1-Endstand ein, Kapitän Antony Henrykowski verlängerte mit dem Kopf – und Adrian Knop verwandelte nach hervorragender Ballannahme (35.).

Natürlich war nicht allein diese Szene verantwortlich für den Teilerfolg gegen ein Spitzenteam. Vielmehr verstanden es die Osterspaier, ihren Gegenspielern zuzusetzen und diesen den Spaß am Spiel zu rauben. „Wir haben so aggressiv gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten“, erklärte FSV-Trainer Nico Helbach. „Osterspai hat sich den Punkt redlich verdient“, erkannte VfB-Coach Paul Becker an.

„Für uns ist das eigentlich zu wenig“, gestand der Linzer Übungsleiter außerdem. Zu bemängeln hatte er, dass der Ausgleich so prompt fiel, nachdem seine Elf gerade das 0:1 markiert hatte. Dustin Friese hatte nachgesetzt und von der Strafraumgrenze getroffen. Drei hochkarätige Chancen durch Benedikt Joch (15.), Leonor Tolaj (22.) und Michael Fiebiger (32.) hatten die Gäste zuvor ausgelassen.

Die FSV setzte erst nach der Pause verstärkt offensive Akzente – die hatten es allerdings in sich. Erst bediente Bej Ali Simbargov mit einem langen Pass Adrian Knop, der zwei Gegenspieler aussteigen ließ, ehe VfB-Torwart Sebastian Seitz gerade noch mit den Fingerspitzen abwehren konnte (51.). Erneut Knop (60.) und Florian Lemler (63.) standen ebenso kurz davor, die Partie zu drehen.

Nico Helbach fand daher das „Chancenverhältnis nicht so eindeutig“ trotz permanenter Linzer Feldüberlegenheit. „Schade, dass er das zweite Tor nicht nachgelegt hat“, sagt der Trainer zu Knops guter Leistung. Eines räumte Helbach jedoch ebenso ein: „Hinten raus wurde es eng“, was ganz bildlich zu verstehen ist aufgrund von Spielerballungen vor dem FSV-Gehäuse. Mehrfach blockten die Osterspaier mit vereinten Kräften.

Dustin Friese scheiterte deswegen gleich zweifach aus der Drehung (82.). Klare Abschlüsse blieben aber selten, ein Konzept zum Toreschießen war nicht zu erkennen. „Uns ist nichts eingefallen“, fasste Becker zusammen, der zudem Spielfluss vermisste. Auf der Gegenseite ging ein Freistoß Florian Lemlers knapp vorbei (87.).

Im letzten Heimspiel in Kamp-Bornhofen erlebten die Gastgeber also nicht die Krönung durch einen Dreier. Doch drei Siege und zwei Unentschieden in Serie zu Hause ergeben einen positiven Trend. „Der Platz ist unser Vorteil“, meinte Helbach. Den spielstarken Linzern kam der unebene Untergrund nicht entgegen. „Wir hatten Probleme mit dem Platz – und mit uns selbst“, bilanzierte Becker.

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[ Letzte Änderung: 11. Dezember 2018 ]