SV Hundsangen e.V. 1926

11.09.2016, 19:58, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Ergebnisse Bezirksliga 5.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

Müschenbachs Volker Heun hadert mit der Schwäche im Abschluss

Hundsangen wieder auf Kurs

 


Nach der Niederlage gegen Weitefeld in der Vorwoche hat sich die SG Hund-sangen/Obererbach in der Fußball-Bezirksliga Ost beim Auswärtsspiel in Müschenbach wieder einen Dreier gesichert. Die Mannschaft von Spielertrainer Martin Schlimm gewann mit 3:1 (1:0) und vergrößerte damit die Sorgen der Gastgeber, die mit ihren drei Zählern im Tabellenkeller nicht vom Fleck kommen.



Den rund 100 Zuschauern bot sich eine ereignisarme erste Halbzeit, in der ein verwandelter Foulelfmeter durch Hundsangens Chihiro Nogi einen der wenigen Höhepunkte darstellte (33.). Beide Mannschaften taten sich im Offensivspiel schwer, sodass die Torhüter wenig zu tun hatten. Ein Schuss von Marcel Hürter, der knapp rechts am Tor vorbeistrich, war neben dem 0:1 die einzige gefährliche Situation im ersten Durchgang (41.).

 

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel aber deutlich besser, und die Hausherren kamen in der 50. Minute auch zur großen Ausgleichschance. Doch Gäste-Keeper Lukas Litzinger konnte den Schuss von Jan Nauroth im Eins-gegen-Eins parieren. "Das war wahrscheinlich die Schlüsselszene. Wenn wir da treffen, läuft das Spiel ganz anders", meinte Müschenbachs Trainer Volker Heun nach dem Spiel.

Auf der Gegenseite machte es Hundsangen besser. Der eingewechselte Sebastian Schneider stand nach einer scharfen Hereingabe von Hürter goldrichtig und musste nur noch den Fuß hinhalten (62.). Das 0:2 war aber noch nicht die Entscheidung. Müschenbach steckte nicht auf und bekam durch Schiedsrichter Chris Schneider ebenfalls einen Elfmeter zugesprochen. Kapitän Maximilian Mies nutzte die Möglichkeit, um auf 1:2 zuverkürzen (77.).

 

Glück im Unglück hatte Hundsangens Spielertrainer Martin Schlimm, der nach dem Foul als letzter Mann auch vom Platz hätte gestellt werden können, wie er nach dem Spiel selbst zugab. Die Gastgeber warfen alles nach vorne, doch ein Konter, den Taiki Ishiyama zum 1:3 vollendete, besiegelte die Heimniederlage für die SG Müschenbach (89.). Während Volker Heun mit der Abschlussschwäche in der Offensive und den zu einfachen Gegentoren haderte, war Spielertrainer Martin Schlimm auf der anderen Seite glücklich über die drei Punkte: "Ich denke, dass wir das Spiel einigermaßen kontrolliert haben und dass der Sieg am Ende in Ordnung geht, auch wenn das Spiel nach dem Anschlusstreffer ganz schnell kippen kann. Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen." Während die Müschenbacher den Blick nach unten richten müssen und sich nach dem fünften Spieltag im Tabellenkeller wiederfinden, kann Hundsangen erst mal wieder durchatmen und mit zehn Punkten nach fünf Spielen sehr zufrieden sein.

 

 

Müschenbach/Hachenburg: :

Böhning - Zeuner, Walkenbach, Kunz, Bleich - Mies, Hüsch (68. Oettgen) - Dykewicz (60. Zeiler), Sönmez, Rübsamen - Nauroth.

 

Hundsangen/Obererbach:

Litzinger - Jung, Schlimm, Leonardi, Brühl - D. Hannapel, N. Steinebach (45. Schneider) - Hürter (89. J. Hannappel), F. Steinebach, Faulhaber (52. Ishiyama) - Nogi.

 

Schiedsrichter: Chris Schneider (Koblenz).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Chihiro Nogi (33., Foulelfmeter), 0:2 Sebastian Schneider (62.), 1:2 Maximilian Mies (77., Foulelfmeter), 1:3 Taiki Ishiyama (88.).

 

 

SG Emmerichenhain entscheidet Kreisduell auf Augenhöhe für sich

3:2 gegen Montabaur


Wenn der Tabellenvierte beim Fünften antritt, kann man von einem Spiel auf Augenhöhe ausgehen. Das erwarteten auch die rund 150 Zuschauer auf dem Hartplatz in Niederroßbach, wo sich in der Fußball-Bezirksliga Ost der TuS Montabaur (bisher 10 Punkte) beim Aufsteiger SG Hoher Westerwald Emmerichenhain/Niederroßbach (bisher 9 Punkte) vorstellte. Das Publikum sah in der Tat ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich die Heimelf knapp mit 3:2 (3:1) durchsetzte und sich dadurch an den Gästen vorbei auf den dritten Platz vorschob.

 


Dies sah auch Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic nach 90 emotionalen Minuten gegen seinen Ex-Verein so: "Es war ein Spiel zweier in etwa gleichstarker Mannschaften. Montabaur war der erwartet schwere Gegner. Wir mussten vor der Pause das 4:1 machen. Nach dem Elfmeter waren wir dann verunsichert und haben uns hinten reindrücken lassen".

Führung mit der ersten Chance

In den ersten zehn Minuten tat sich nicht viel vor beiden Toren. Die erste gefährliche Situation nutzten die Gäste dann aber direkt zur Führung. Nach Vorlage von Mario Denker hob Alexander Baldus den Ball geschickt über SG-Torwart Timon Topitsch hinweg. Doch die Freude der Kreisstädter währte nicht einmal eine Minute. Bereits im Gegenzug nutzte Emmerichenhains Torjäger David Quandel den Ballverlust seines Gegenspielers und vollstreckte in gewohnt sicherer Art und Weise zum Ausgleich. Das Spiel nahm jetzt Fahrt auf. Montabaur blieb gefährlich und brachte in der 19. Minute den Ball erneut im SG-Tor unter. Schiedsrichter Wozlawek versagte dem Treffer aber wegen einer Abseitsstellung seine Anerkennung.

Danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel und zeigten ihr bekannt gutes Angriffsspiel. Durch schnelles Umschalten im Mittelfeld wurden die Stürmer gut in Szene gesetzt. Einen genauen Pass nahm Dennis Besirovic gekonnt auf und vollendete ins lange Eck (31.). Eine Minute später kam im Anschluss an einen Eckball der Ball im Strafraum zu Mario Pavelic, der sich die Chance nicht entgehen ließ und erneut im langen Eck einnetzte. Der gleiche Spieler tankte sich nur drei Minuten später wieder durch die TuS-Abwehr und scheiterte erst an Torhüter Marc Lollert. Es hätte die Vorentscheidung sein können.

Topitsch verhindert den Ausgleich

So aber erkannte der Schiedsrichter kurz nach der Pause nach einem Eckball und einem folgenden Klammergriff auf Foulelfmeter, den Montabaurs Pascal Tillmanns sicher verwandelte (48.). Die Partie war wieder offen, und Montabaur drängte nun auf den Ausgleich. Dabei gefielen die Gäste aus der Kreisstadt durch gekonntes Aufbauspiel. In der 53. Minute verhinderte SG-Schlussmann Timon Topitsch mit einer Glanzparade das 3:3. Ein weiterer Freistoß blieb in der Mauer des Aufsteigers hängen, und Montabaurs Dennis Orentsis vergab nach einem gelungenen Sololauf eine weitere gute Einschussmöglichkeit.

So zeigte sich Montabaurs Trainer Benedikt Lauer nach dem Spiel auch enttäuscht: "Wir hätten nach unserer guten Leistung in der zweiten Halbzeit einen Punkt verdient gehabt. Es hat nicht sollen sein. Doch auf die Leistung in Halbzeit zwei lässt sich für die Zukunft aufbauen."

 

Emmerichenhain/Niederroßbach:

Topitsch - Kolb, Sarholz, Sehner, Zelenka - Bese (79. Graf), Rexhaj (64. Schwarze), Haas, Pavelic - Quandel, Besirovic (90.+1 Schier).


Montabaur:

Lollert - Silva Santos, Denker (65. K. Obrebski), Tillmanns, Omi - Orentsis, Henich, da Silva, Schwickert - Scumaci, Baldus.


Schiedsrichter: Markus Wozlawek (Bad Breisig).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Alexander Baldus (11.), 1:1 David Quandel (12.), 2:1 Dennis Besirovic (31.), 3:1 Mario Pavelic (32.), 3.2 Pascal Tillmanns (48., Foulelfmeter).

 


 

Weyer und Binneweiß bestrafen Westerburg - Hamm eiskalt, Gäste vergeben in Serie



"Da bist du als Trainer einfach machtlos", kommentierte Oliver Meuer, der Trainer der SG Westerburg/Gemünden, die fahrlässige Chancenauswertung seiner Mannschaft im Auswärtsspiel der Bezirksliga Ost beim VfL Hamm und ergänzte: "Das war für uns ein gebrauchter Tag." Zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten erspielten sich die Westerburger in den 90 Minuten - und verloren letztlich mit 0:4 (0:1).


Trotz der deutlichen Niederlage fiel das weitere Fazit des Gäste-Trainers fast schon positiv aus, "denn ich kann meiner Mannschaft nicht viele Dinge vorwerfen. Wir haben uns etliche Torchancen erarbeitet, aber das Tor war einfach wie vernagelt." Während die SG-Akteure beim Torabschluss an sich selbst und am starken VfL-Schlussmann Mert Zeycan verzweifelten, präsentierte sich Hamm zielstrebig im Spiel nach vorne und kaltschnäuzig vor dem gegnerischen Tor.

"Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und haben so auch früh die Führung erzielt", blickte Hamms Trainer Jens Hanas auf die ereignisreiche Anfangsphase der Partie zurück. Drei gute Möglichkeiten boten sich den Hausherren in den ersten zehn Spielminuten - eine davon nutzte Michael Weyer zur frühen Führung (7.). Nach einer Kopfballhereingabe seines Mitspielers Nick Madronte vollendete der Linksaußen freistehend aus kurzer Distanz. Den Titel "Mann des Spiels" verdiente sich Weyer spätestens durch seinen zweiten Treffer. Per Volleyschuss aus 20 Metern in den rechten Winkel sorgte er im zweiten Durchgang für die Vorentscheidung (60.). Wenige Minuten später trug sich auch sein Mitspieler Pascal Binneweiß nach einem Konterangriff in die Torschützenliste ein (63.), ehe Weyer mit seinem dritten Tor nach flacher Hereingabe von Kapitän Michael Trautmann für den Endstand sorgte (72.).

Dass das Endergebnis nicht vollends den Spielverlauf wiedergab, erklärte nach dem Schlusspfiff auch Hamms Übungsleiter Hanas: "Die drei Punkte geben uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. 4:0 - das hört sich erst mal deutlich an, aber so deutlich war es im Spiel sicher nicht." Denn nach dem Führungstreffer der Heimelf übernahm Westerburg die Kontrolle und erspielte sich Chance um Chance. "Wir haben über die gesamte Spielzeit versucht, Fußball zu spielen, aber es sollte heute wohl einfach nicht sein", haderte der geschlagene Meuer. Allein im ersten Durchgang tauchten Justin Keeler (18.), Tamas Major (28.) und Marvin Binge (33.) völlig freistehend vor dem Torhüter der Gastgeber auf. Im gesamten Spielverlauf erarbeiteten sich die unterlegenen Gäste gleich neun Möglichkeiten der Marke "hundertprozentige Chance" - demgegenüber stand nach Schlusspfiff jedoch ein Ertrag von null eigenen Treffern. "Und bei den vier Gegentreffern haben wir uns auch nicht gut angestellt", erklärte Westerburgs Trainer Oliver Meuer, für den letztlich die Erkenntnis blieb: "Wir haben die Chancen nicht genutzt - und Hamm hat uns dafür einfach bitter bestraft."


Hamm:

Zeycan - Madronte, Molzberger, S. Trautmann, Krieger, Nachtigal (78. Plath) - Binneweiß, Neufeld, M. Trautmann (79. Keller), Weyer - Langemann.


Westerburg:

Leukel - Plag (30. Holzhäuser), Jung, Hartmann, Heinen - Wengenroth, Meuer - Major (54. Goliasch), Schmidt, Keeler (62. Groß) - Binge.


Schiedsrichter: Jean Luc Behrens (Neunkhausen).

Zuschauer: 90.

Tore: 1:0, 2:0 Michael Weyer (7., 60.), 3:0 Pascal Binneweiß (63.), 4:0 Michael Weyer (72.).

 

 

 

Traumtor sichert FSV Osterspai den ersten Dreier

Henrykowski schießt FSV zum 1:0 gegen Birlenbach


Irgendwo zwischen Traumtor und Sonntagsschuss firmiert der Treffer, mit dem Antony Henrykowski das Rhein-Lahn-Derby der Bezirksliga Ost zwischen der FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen und der SG Birlenbach/Balduinstein entschied. Der Kapitän der Gastgeber zog aus halbrechter Position aus über 25 Metern Torentfernung ab und beförderte den Ball zum 1:0 (0:0) so an den Innenpfosten des langen Ecks, dass er von dort hinter die Linie sprang und das Netz ausbeulte.


Schön anzusehen war das Tor allemal, und nicht jeder versteht es auf dem unebenen Rasen in Kamp-Bornhofen, die Kugel so optimal zu treffen. "Das war ganz wichtig heute", erklärte hinterher Osterspais Trainer Nico Helbach und dachte dabei mehr an die ersten drei Punkte der Saison für seine Mannschaft als an Henrykowskis Schusstechnik im Speziellen. Der kämpferische Einsatz hatte gestimmt bei den Einheimischen, doch spielerisch müssen sie zulegen, das war auch dem Coach klar.

So fiel das Tor des Tages nach gut einer Stunde nicht zwangsläufig. Vielmehr standen die Birlenbacher mehrfach kurz vor der Führung. "In der ersten Halbzeit hatten wir Glück und haben uns selbst nicht viel herausgespielt", gestand Helbach. Birlenbachs Bernd Moos, der mit Mittelfeldmann Wladimir Stumpf ein Trainer-Gespann bildet, sah es drastischer: "Wir hatten zwei sehr, sehr gute Chancen und eine tausendprozentige". Und: "Wir waren die bessere von zwei wenig guten Mannschaften".


Gegen bemühte Osterspaier hatte Mathias Arnolds die erste hervorragende Gelegenheit nach Steilpass von Moritz Detrois, scheiterte aber am jungen und guten FSV-Keeper Daniel Voß (17.). Eine Balleroberung Patrick Thiesens verhalf Marcel Hannappel, der jedoch knapp verzog, zum zweiten aussichtsreichen Abschluss (26.). "Tausendprozentig" wurde es in der 39. Minute, als Arnolds quer legte, Sturmpartner Hannappel dann allerdings am langen Pfosten das leere FSV-Gehäuse verfehlte.

Die Platzherren, die kurzfristig Josip Topic ersetzen mussten, besaßen bis dahin bestenfalls Halbchancen. Nach der Pause schickten sie ihren Kapitän Henrykowski in die Spitze und zogen Adrian Knop ein wenig zurück. Zudem brachte der eingewechselte Christoph Heymann neuen Schwung auf dem rechten Flügel. So verlief die Partie fortan ausgeglichener mit geblockten Schüssen und gerade noch abgegrätschten Pässen auf freistehende und zum Einschuss bereite Akteure.

Bernd Moos erkannte nach wie vor ein Chancen-Plus bei seiner Elf, was aber nichts gegen Henrykowskis herrlichen Treffer nutzte. Hannappel hätte umgehend ausgleichen können nach Vorarbeit von Arnolds - Voß parierte erneut. Anschließend sorgten die Gäste seltener als zuvor für gefährliche Aktionen, während Heymann den Pfosten traf (76.) und bei einem Konter alles hätte klarmachen können.

In der Schlussviertelstunde entsendeten die Birlenbacher Detrois von der Abwehrzentrale in die Spitze - dort blieb er jedoch nicht lange, denn sein Nachtreten gegen Jan Niklas Huss brachte ihm die Rote Karte ein, Arnolds folgte mit der Ampelkarte. Moos fand letztlich den Schiedsrichter aus verschiedenen Gründen "ganz schlecht". Helbach hingegen bewertete den ersten Saisonsieg seiner Schützlinge aufgrund der Steigerung im zweiten Durchgang nicht ganz unverdient.

 

Schiedsrichter: Christian Fritzen (Neuwied) - Zuschauer: 110.

Tor: 1:0 Antony Henrykowski (61.).


Vorkommnisse: Rote Karte gegen Birlenbachs Moritz Detrois wegen Nachtretens (82.). Gelb-Rote Karte gegen den Birlenbacher Mathias Arnolds wegen Foulspiels und Meckerns (89.).

 

 

VfB Linz feiert 11:0-Kantersieg


Die Trainerstimme von Paul Becker (VfB Linz) nach dem Fußball-Bezirksligaspiel am Freitagabend zwischen seiner Mannschaft und dem Tabellenletzten Spvgg EGC Wirges II, zeugte von einem besonderen Spiel. "Ich möchte eigentlich gar nichts sagen", begann Becker sein Statement. Um dann doch einige weitere Worte zu finden: "Als Sportler tut es mir leid, dass ein solcher Traditionsverein wie Wirges in einer solch misslichen Lage ist. Natürlich freut mich unser Sieg, aber es ist natürlich auch ein fader Beigeschmack dabei."

 


Das Besondere war das 11:0 (4:0)-Ergebnis der Linzer gegen bemitleidenswerte Gäste aus dem Westerwaldkreis. Deren selbst mitspielender Trainer Ali Mut ließ nach dem Spiel aus der Kabine heraus mitteilen, dass er noch unter der Dusche stehe, aber ohnehin kein Interesse habe, zu diesem Spiel noch etwas zu sagen. Wer wollte es dem Coach auch verdenken, waren er und seine im ersten Durchgang nur neun Mitspieler doch schon vor dem Anpfiff klar auf die Verliererrolle gepolt.

Trotz der frühen 1:0-Führung für den VfB durch Simon Rösler verkauften sich die Gäste dann bis zur Pause allerdings beachtlich. Auch nach dem 2:0 von Valerian Skorobogatko, der zentralen Linzer Sturmspitze, in der 24. Minute, kämpften die Wirgeser, deren Spieler sich fast ausnahmslos aus den Jahrgängen 1997 und dem ältesten A-Jugend-Jahrgang zusammensetzten, aufopferungsvoll. Selbst die nächsten beiden Treffer von Skorobogatko noch kurz vor der Pause zum 3:0 und 4:0 (42., 44.) trübten die ordentliche Einstellung von Wirges II nicht.

Nach dem Wechsel kam der elfte Mann dann doch noch hinzu - in Person von Serkan Öztürk. Wer unter den 80 Zuschauern am Kunstrasenplatz auf dem Linzer Kaiserberg jetzt jedoch dachte, dass die Torflut abebben würde, sah sich getäuscht. Schnell schraubte Skorobogatko sein Trefferkonto auf fünf in die Höhe - 5:0 (50.), 6:0 (52.), und der eingewechselte Michael Fiebiger erzielte das schönste Tor zum 7:0 (58.). Yannik Becker hatte den Stürmer, der im Sommer vom A-Ligisten SG DJK Neustadt-Fernthal nach Linz gekommen war, mit einem Lupfer schön freigespielt, Fiebiger den Ball gekonnt flach ins kurze Eck platziert.

Skorobogatko zum 8:0 und 9:0, erneut Fiebiger zum 10:0 und Leonor Tolaj mit dem Schlusspunkt zum 11:0-Kantersieg schlugen noch zu, als die Gäste spät doch völlig einbrachen. Am Ende war das Spiel für den VfB Linz nicht mehr als eine gute Torschuss-Trainingseinheit.


Paul Becker lobte das äußerst faire Verhalten des grenzenlos unterlegenen Gegners. Und ein Sonderlob hatte sich auch noch der Gästetorhüter Luca Beck verdient, der sein Team trotz des desaströsen Resultats noch vor einer höheren Pleite bewahrte. Dass Wirges II die gesamte Bezirksligasaison überstehen wird, ist bereits nach fünf Spielen (einmal trat das Team aus Personalmangel bereits nicht an), nahezu unmöglich. Am nächsten Wochenende spielt die Reserve zeitgleich mit der EGC-Ersten.

 

 

 

VfL Bad Ems siegt erneut und verstärkt die Ellinger Sorgen


Niederlage für den Topfavoriten SG Ellingen/Bonefeld/Willroth am fünften Spieltag der Saison in der Fußball-Bezirksliga Ost. Der VfL Bad Ems fuhr seinen zweiten Sieg in Folge ein und bezwang die Mannschaft von Trainer Thomas Kahler mit 1:0 (0:0).


Der wollte seiner Mannschaft aber keine Vorwürfe machen: "Jeder Spieler hat den Willen gezeigt, von hier etwas mitzunehmen und 90 Minuten lang alles probiert. Wir investieren viel, belohnen uns aber nicht. Heute hat für uns der Abstiegskampf begonnen, wir müssen aufpassen, dass wir nicht in einen richtigen Strudel geraten."


Rund 80 Zuschauer sahen auf dem kleinen Bad Emser Kunstrasenplatz eine temporeiche und ausgeglichene Begegnung. Die ersten Gelegenheiten boten sich den Gästen, doch beim Schuss von Ellingens Spielführer Kevin Kleinmann aus elf Metern neben das Tor (6.) und Florian Raaschs Freistoß (9.), der über den Torwinkel hinweg zischte, verfehlte der Ball jeweils knapp das Ziel. Auf der Gegenseite hielt Ellingens Torhüter Philipp Krokowski nur zwei Minuten später Gökhan Acars zwar strammen, aber zu unplatzierten Distanzschuss sicher.

 

Danach beruhigte sich die Begegnung für rund eine Viertelstunde. Dann strich der Ball nach Cosmin-Lorin Laurentius Versuch aus 25 Metern ebenso über das Ellinger Gehäuse (29.) wie vier Minuten darauf bei Raaschs Freistoß aus 20 Metern über die Bad Emser Torlatte. Großes Pech hatten die Gastgeber in der 42. Minute beim schönsten Angriffszug der ersten Hälfte. Nach Laurentius Flanke von links setzte Andreas Stoffels den Ball an den Innenpfosten, Acars Nachschuss parierte Krokowski. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff traf Ellingens Madlum Sari den Ball aus kurzer Distanz aus der Drehung nicht richtig, sodass VfL-Schlussmann Marvin Rixen parieren konnte. Der verhinderte auch nach der Pause einen Rückstand seiner Mannschaft, als nach Dennis Krämers Eckball Claudio Schmitz am höchsten sprang (49.). Auch Rixens Kollege Krokowski blieb beschäftigt, er musste Etienne Kecskemetis abgerutschten Flankenball aus dem Torwinkel fausten (54.). Den zweiten Aluminium-Treffer der Partie verzeichnete Ellingens Torjäger Raasch, als sein Schuss aus kurzer Distanz den Innenpfosten traf (58.).

Ludwig lobt Mannschaftsleistung

Nach exakt einer Stunde fand das Spielgerät dann endlich den Weg ins Netz. Stoffels setzte sich im Ellinger Strafraum in halblinker Position energisch durch und gab Krokowski mit seinem Rechtsschuss ins lange Eck das Nachsehen. Fast wäre dem bärenstarken Bad Emser Angreifer in der 78. Minute das 2:0 gelungen. Doch nachdem Andreas Stoffels zwei Ellinger Abwehrspieler abgeschüttelt hatte, scheiterte er am geschickt den Winkel verkürzenden Krokowski.

Sechs Minuten zuvor hatte Krämer nur knapp den Ausgleich verpasst, als sein Schuss aus halblinker Position knapp am VfL-Gehäuse vorbeizischte.

Der Bad Emser Spielertrainer Kay Ludwig, der seiner Innenverteidigung viel Stabilität verliehen hatte, freute sich über den zweiten Sieg binnen einer Woche nach dem 3:2 in Birlenbach: "Ich hatte im Vorfeld mit einem Punkt für uns gerechnet, nun sind es wieder drei geworden. Wir haben uns mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung diesen knappen Sieg verdient. Es war von den Chancen und Spielanteilen her eine ausgeglichene Begegnung. Die Ellinger sind natürlich bei weitem nicht so schwach, wie sie in der Tabelle jetzt dastehen."

 

 

Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf).

Zuschauer: 80.

Tor: 1:0 Andreas Stoffels (60.).

Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Joscha Lindenau (Ellingen, 87.), Meckern und Foulspiel.

 

 

 

 

Stera schießt Elbert zum Kirmessieg


 

Der Hektik in der heißen Schlussphase samt Roter Karte gegen Jonas Klotz folgte der Jubel der Spieler in Blau-Weiß: Im fünften Anlauf hat die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen den Bann gebrochen und den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bezirksliga Ost gelandet. Gegen Aufsteiger SV Fortuna Nauort gab es vor 220 Zuschauern auf dem Welschneudorfer Rasen einen hart erkämpften 1:0 (1:0)-Erfolg - der perfekte Auftakt für das Kirmeswochenende in Niederelbert.


Für die Gastgeber begann der Abend mit einer Schrecksekunde. Fünf Minuten vor dem Anpfiff verdrehte sich Kevin Jung das Knie, stellte sich aber - auch mangels Ersatz - trotzdem zwischen die Pfosten. Seine Vorderleute ließen sich von alldem nicht verunsichern und begannen gegen den Neuling couragiert. Auch die erste Chance des Abends ging auf das Konto der Elberter: Franz Müller zog von halbrechts Richtung Tor, sein Diagonalschuss ging aber links vorbei (6.). Erst danach kamen die Nauorter etwas besser in die Partie und zu ihrer ersten Möglichkeit - Waldemar Pinekers Freistoß aus 20 Metern blieb jedoch in der Mauer hängen (17.). "Die erste Halbzeit haben wir ein bisschen verschlafen", bedauerte Gäste-Coach Olaf Klee, der mit ansehen musste, wie aus einer Standardsituation auf der anderen Seite die Führung entstand: Kevin Ferdinand zog einen Eckball lang in den Strafraum und fand in Alexander Stera, der am Fünfereck lauerte, einen dankbaren Abnehmer. Der aufgerückte Innenverteidiger nahm den Ball direkt und drosch ihn unhaltbar für Jürgen Ebert zum 1:0 in die Maschen (25.). Die Mannschaft von Michael Diel blieb bis zur Pause die tonangebend, kombinierte recht sicher, spielte aber "zu schnell in die Spitze", wie der Trainer monierte. Wie Nauorts Eugen Wagner, dessen Kopfball in der 35. Minute über das Tor flog, verpasste 60 Sekunden später auch Elberts Christian Stera per Drehschuss das Gehäuse.


Nach dem Wechsel waren es die Gäste, die das erste Ausrufezeichen setzten, als Wagners Schuss knapp drüber ging (53.). Mehr Spielanteile und auch die besseren Möglichkeiten hatten weiter die Blau-Weißen, deren Einsatz dem Trainer der Fortunen imponierte. "Diesen bedingungslosen Kampf hätte ich mir von meiner Mannschaft gewünscht", sagte Klee.

Torschütze Alexander Stera nach einem langen Ball (58.) und Alexander Gombert (63.) verfehlten knapp, während Manuel Simon bei gleich zwei scharfen Hereingaben hintereinander in SV-Keeper Ebert seinen Meister fand (60.). Simons nächste gefährliche Flanke verpasste Jonas Klotz (67.).

Während Elbert vergebens auf den zweiten Treffer drängte, stemmte sich Nauort in der inzwischen hektischen, hart umkämpften Partie gegen die drohende Niederlage. In unübersichtlichen Strafraumaktionen musste Tobias Brand gleich zweimal in höchster Not für die Gastgeber klären (78.). Auf der Gegenseite hatte Marcel Müller Pech, dass sich sein Heber auf die Latte statt ins Tor senkte (79.). "Der Sieg war immens wichtig, die Rote Karte gegen Jonas, der immer alles gibt, tut weh", bilanzierte Michael Diel.

 

 

Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz).

Zuschauer: 220.

Tor: 1:0 Alexander Stera (25.).

Besonderheit: Rote Karte für Elberts Jonas Klotz (90., grobes Foulspiel).

 

 

 

 

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[ Letzte Änderung: 23. Juni 2018 ]