SV Hundsangen e.V. 1926

08.09.2012, 09:28, Alter: 5 Jahre
Kategorie: Fussball

Freitagabendspiele Bezirksliga

Von: rhein Zeitung

SG Westerburg/Gemünden liegt in der Fußball-Bezirksliga Ost wieder auf Kurs: Gegen den TuS Montabaur benötigte die Elf von Trainer Oliver Meuer am Freitagabend zwar eine gewisse Anlaufzeit, letztlich setzte sie sich aber verdient mit 2:0 (1:0) durch.

 

Wer erwartet hatte, dass die Montabaurer da anknüpfen werden, wo sie bei ihrer 7:2-Torgala gegen die SG Miehlen/Nastätten aufgehört hatten, sah sich getäuscht. Die Mannschaft von Trainer Wolfram Kohns drückte der Partie zwar von Beginn an merklich ihren Stempel auf, letztlich war es aber zu wenig zwingend, was die Gäste aus der Kreisstadt boten. Ballbesitz und optische Überlegenheit alleine, das wussten sie beim Gang in die Pause, waren zu wenig. Denn nachdem Verteidiger Lukas Atzinger Westerburgs Stürmer Björn Weber an der Strafraumkante gefoult hatte, setzte Matthias Wengenroth den Ball gekonnt über die Mauer hinweg ins von André Faller gehütete Tor (34.) - 1:0 für die Gastgeber. So nahe wie in dieser Szene kam der TuS-Schlussmann dem Spielgerät im gesamten ersten Durchgang nicht.

Auf der Gegenseite hatte Kollege Carsten Wolf zwar etwas mehr Beschäftigung, allerdings meinten es Montabaurs Offensivakteure gut mit dem SG-Torwart. Kurz vor der Pause musste er eingreifen, nachdem Niklas Wörsdörfer aus spitzem Winkel abgezogen hatte (44.). Bei Wörsdörfers Versuch in der 17. Minute war er aber ebenso wenig gefordert wie beim Schuss von Sturmpartner Dominic Reusch (20.). Einen Freistoßtreffer des ehemaligen Eisbachtalers gab Schiedsrichter Dirk Huster nicht, sondern entschied auf Abseits (14.).

Nach dem Wechsel präsentierte sich Montabaur entschlossener, schien fest gewillt zu sein, früh den Ausgleich zu erzielen. Und die TuS-Kicker hatten beste Gelegenheiten dazu. Das große Manko: Sie gingen viel zu lässig mit ihren Möglichkeiten um. Wörsdörfer traf nach einer Reusch-Flanke nur das Außennetz (48.), Tim Schenkelberg nach einer Ecke den Ball nicht richtig (49.) - und dann war auf SG-Schlussmann Wolf Verlass, als Westerburgs Hintermannschaft TuS-Stürmer Reusch viel zu viel Platz gab (51.).

Wie man aus wenigen Chancen das Optimum macht, zeigten die Gastgeber: Patrik Zinser spielte David Meuer frei, der in die Mitte passte, wo es sich Björn Weber völlig freistehend nicht nehmen ließ, dem Spiel mit dem 2:0 eine neue Wendung zu geben. Denn fortan war Montabaur abgemeldet, es spielten nur noch die Westerburger und Gemündener.

Christian Hartmann (75.) und Torjäger Weber (80., 82.) verpassten es allerdings, mit Treffer Nummer drei die allerletzten Zweifel am Heimsieg zu beseitigen. "Aufgrund der Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit hätten wir sogar noch höher gewinnen können", sagte Westerburgs Trainer Oliver Meuer. "Deshalb sind wir der verdiente Sieger." Diese Meinung teilte sein Kollege Wolfram Kohns nicht ganz. Montabaurs Trainer sprach von der "Westerburger Robustheit", die "das Spiel entschieden" hat.

 

 

 

Aufatmen beim Anhang des VfL Bad Ems: Am Freitagabend gelang den Kurstädtern mit dem am Ende deutlichen 4:1 (3:1)-Erfolg gegen den Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg im vierten Anlauf der erste Bezirksliga-Dreier der Saison, während der Neuling weiter auf das erste Erfolgserlebnis warten muss.

 

Vor rund 100 Zuschauern im Stadion Silberau überraschten die Westerwälder mit einem von Beginn an forschen Auftritt. Nachdem sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld neutralisiert hatten, sorgte Micha Krohmann mit einem sich in den Winkel senkenden Distanzschuss aus rund 25 Metern für die Führung der Platzherren - ein Treffer aus wahrlich heiterem Himmel (18.).

Müschenbach war jedoch nicht geschockt und suchte weiter im Vorwärtsgang seine Chance. VfL-Keeper Bastian Staudt entschärfte kurz darauf einen strammen Flachschuss John-Peter Altgelds (20.). Mehr Glück im Abschluss hatte David Hübel, der Markus Zenz im SG-Gehäuse mit einem Volleyschuss aus elf Metern zum zweiten Mal das Nachsehen gab (28.). Was einmal geht, funktioniert auch nochmals dachte sich Hübel und überwand Zenz aus halblinker Position zum 3:0 (43.). Doch nach Ihsan Sönmez' Anschluss per Vollspann-Schuss von der Strafraumgrenze (45.) gestaltete sich der Kabinengang für die SG-Elf um Spielertrainer Marco Schnell ein wenig erträglicher.

Beflügelt vom ersten Tor drängten die unermüdlichen Aufsteiger nach Wiederbeginn auf den Anschluss. Allerdings mussten sie zunächst bei einem Krohmann-Schuss, der nur knapp über den Kasten strich, den Atem anhalten (47.). VfL-Schlussmann Bastian Staudt zeigte dann gegen Andreas Bleich, den Mann mit der Nummer sieben, eine tolle Parade (66.) und hatte kurz darauf das Glück des Tüchtigen, als ein Freistoß des früheren Guckheimers Steffen Ecker ans Lattenkreuz krachte (70.). Eine Resultatsverbesserung für die nie aufsteckenden Kombinierten wäre hoch verdient gewesen. Doch im Fußball zählen eben einzig und allein die Tore. Und die gelangen dem VfL. Nachdem Nicholas Liefke noch freistehend am für den verletzt ausgeschiedenen Zenz zwischen die Pfosten gerückten Lukas Brenner gescheitert war, profitierte der Emser Goalgetter drei Minuten vor dem Abpfiff von einem schlimmen Patzer von gleich zwei Müschenbacher Verteidigern, die über den Ball schlugen und Liefke endgültig den Sack zumachte.

"Wir haben zwar verdient gewonnen, aber gegen einen harmlosen Gegner kein überzeugendes Spiel hingelegt", meinte VfL-Coach Frank Wendland. Sein Kollege Marco Schnell war hingegen restlos bedient. "Was nützen gefühlt 70 Prozent Ballbesitz, wenn man sich auskontern lässt. Unser Abwehrverhalten war heute nicht bezirksligareif."

 

 

Vor dem gestrigen Spiel wollte keiner der beiden Kontrahenten die Favoritenrolle annehmen. Nach dem 1:1 (0:1) zwischen der SG Weitefeld-Langenbach/ Friedewald und der SG Herdorf herrschte dennoch unterschiedliche Stimmung. Volker Heun, Trainer der Gastgeber, freute sich über das Remis: "Die Führung für Herdorf fiel aus dem Nichts. Allerdings waren die Gäste dem 2:0 dann näher als wir dem 1:1." Entsprechend ärgerte sich Gäste-Spielertrainer Dirk Spornhauer: "Wir müssen das 2:0 machen. Es ist bitter, dass wir nur mit einem Punkt nach Hause fahren."

 

Zu Beginn neutralisierten sich beide Mannschaften. Die erste Chance hatte Florian Gerhardus, seinen Freistoß hielt Weitefelds Torhüter Sören Trippler sicher (16.). Aufregung herrschte in der 22. Minute: Herdorfs Stürmer Kenny Scherreiks kam nach einem Rempler von Thomas Ross im Weitefelder Strafraum zu Fall - Schiedsrichter Marco Huber ließ weiter spielen.

Kurz darauf hatte Weitefeld seine beste Phase: Nach Pass von Fabian Lohmar zog Kevin Lopata aus halblinker Position ab, traf aber nur den Pfosten. Den Abpraller verzog Tim Müller knapp (28.). Später hatte Herdorfs Schlussmann Marvin Scherreiks mit einem Freistoß von Joshua Weller aus 19 Metern Probleme, doch im Nachfassen verhinderte er das mögliche Führungstor der Gastgeber (33.).

Auf der Gegenseite zeichnete sich Trippler erst bei einem Freistoß von Florian Gerhardus aus (35.). Dann fiel doch noch ein Treffer: Daniel Singhateh bediente Kenny Scherreiks. Der Stürmer schirmte im Strafraum den Ball gegen Julian Aguilar gut ab, drehte sich und schoss platziert zum 1:0 für die Herdorfer ein (43.). Nach Ballverlust von Fabian Grahn vergab Kevin Denter noch das mögliche 2:0 (45.).

Nach der Pause wurde die Partie ruppiger und nahm mehr Derbycharakter an. Die Gastgeber fanden kaum ein Mittel gegen die gut organisierten Gäste. Lopata und Weller waren bei den Herdorfern gut abgedeckt, zudem agierten die Weitefelder zu ungenau. Herdorf hingegen war gefährlich bei Kontern, und vor allem die Flügel Sascha Cichowlas und Gerhardus sorgten für Wirbel.

Nachdem Denter allein vor Trippler (51.) gescheitert war, ergab sich die beste Chance für die Gastgeber aus einem Fehler der Herdorfer: Nach zu kurzer Kopfballablage Tristan Zoks Kopfballablage rettete Marvin Scherreiks (58.). Somit fiel der Ausgleich überraschend: Nach einem Freistoß flankte Fabian Lohmar auf Julian Aguilar, der aus fünf Metern zum 1:1 einköpfte (76.).

In der Schlussphase parierte Trippler einen Freistoß von Gerhardus stark (82.); auf der Gegenseite scheiterte Lopata per Flugkopfball (84.). In der Schlussminute stieß Herdorfs Torwart Marvin Scherreiks dann Weller von hinten um, doch der Schiedsrichter hatte die Situation nicht gesehen und pfiff unmittelbar darauf ein zum Ende hin hitziges Derby ab.

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