SV Hundsangen e.V. 1926

25.08.2012, 09:48, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Freitagabendspiele BL Ost

Von: rhein zeitung

 

 

 

Nach dem ersten Kreisderby der Saison gehen die Wege der SG Miehlen/Nastätten und der SG Nievern/Fachbach in der Fußball-Bezirksliga Ost weit auseinander. Während die Kombinierten von der Lahn nach zwei Spieltagen die optimale Punktausbeute auf ihrem Konto haben, steht die Elf aus dem Mühlbachtal ohne Zähler da: Mit 1:2 (1:0) verlor die Mannschaft von Spielertrainer Rüdiger Graden am Freitagabend auf eigenem Platz.


Dabei waren die Einheimischen noch mit einer Führung in die Pause gegangen. Die kam allerdings eher zufällig und mit großer Hilfe der Nieverner zustande, weil Torwart Florian Lindner und Christoph Schupp sich nicht einig waren, so das Phaithun Murahan zum 1:0 einschieben konnte (23.). "Da muss ein Kommando kommen", bemängelte Gästetrainer Murat Saricicek das unentschlossene Abwehrverhalten.

Ansonsten sahen die Zuschauer im ersten Durchgang im Ehrlich viele Zweikämpfe im Mittelfeld und kaum einen schönen Spielzug. Entsprechend waren Torgelegenheiten selten, die besten vergaben auf Seiten des Auswärtsteams Bastian Schupp (6.), Felix Waldorf (20.) und Florian Panny (38.). "Da waren zwei Hundertprozentige dabei", meinte Saricicek, der sich aber vor allem über eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte freuen durfte.

"Da haben wir gezeigt, dass wir an uns glauben", sagte der Coach. Auch das Klischee, dass Nievern nur auf dem eigenen Hartplatz auftrumpfen kann, sieht er ein Stück weit widerlegt. Beim Ausgleich bewies Libero Timo Hoffmeyer Übersicht. Nachdem sein Freistoß abgeblockt worden war, versuchte er es zunächst mit einem hohen Anspiel und dann mit einem flachen - Waldorf war zur Stelle (53.).

Dass Hoffmeyer aus zentraler Position drei Versuche erhielt, ohne dass ihn ein Miehlener entscheidend anging, kostete Graden einige Nerven: "Da haben wir geschlafen." Generell monierte er "hergeschenkte Tore", fehlendes Timing und zu viel Hast in den Aktionen seiner durchweg jungen Nebenleute. Für die Abwehrmitte hatte er übrigens überraschend den studierenden Daniel Körfer aktiviert, um etwas mehr Erfahrung aufzubieten.

Graden selbst verzog bei der besten Gelegenheit der Platzherren nach der Pause (60.). Später besaß der eingewechselte Jannik Fischer noch eine Schusschance (84.). Druck aufbauen konnten die Miehlener und Nastättener aber nicht. Vielmehr dominierten die Nieverner und Fachbacher, bei denen Matthias Hoffmann aus spitzem Winkel scheiterte (63.) und Hoffmeyer die Latte traf (68.). Die Partie dreht endgültig Florian Panny, der bei seinem Siegtor von guter Vorarbeit Fabian Schupps profitierte (74.).

"Das war ein tolles Tor, gestern Abend haben wir das noch im Training geübt", erzählte Saricicek. Konditionelle Vorteile seiner Mannschaft macht er ebenfalls für den Erfolg geltend. Miehlen droht dagegen wie m Vorjahr früh in den Abstiegskampf zu geraten. In einer Begegnung "auf ganz unterirdischem Niveau" vermisste Graden Passgeber, die Verantwortung übernehmen, und vor allem Cleverness.

Miehlen/N.: Bastian Hofmann - Wölfinger, Künzel, Körfer, S. Müller - Göbel - A. Müller, Murahan (73. Walter), Soyudogan (59. Schneider) - Leibig (83. Fischer), Graden.

Nievern/F.: Lindner - Hoffmeyer - Vogels, Baulig - Deusner (82. Jax), M. Schupp - Hoffmann (79. Schun-ter), Panny, B. Schupp (60. F. Schupp), C. Schupp - Waldorf.

Schiedsrichter: Luca Schlosser (Stahlhofen) - Zuschauer: 170.

Tore: 1:0 Phaitun Murahan (23.), 1:1 Felix Waldorf (53.), 1:2 Florian Panny (74.).

 

 

Der VfL Bad Ems wartet weiter auf den ersten Sieg der neuen Saison. Nach einem Punktgewinn zum Auftakt in der Bezirksliga Ost in Hundsangen gingen die Kurstädter diesmal gegen den nächsten Westerwälder Verein gänzlich ohne etwas Zählbares vom Feld.


Zuvor hatte ihnen eine effektiv agierende SG aus Guckheim den Zahn gezogen. Beide Treffer beim 2:1 (2:0)-Erfolg der Gäste erzielte Mario Wasna, auf der Gegenseite hatte Nicholas Liefke lediglich verkürzen können.

Etwas mehr als eine Viertelstunde war auf der Silberau gespielt, da war Mario Wasna bereits drei Mal aufgefallen. Zwei Mal hatte sich Guckheims Stürmer lautstark über ungenaue Pässe seiner Mitspieler beschwert. Als er dann endlich mal das Leder bekam, segelte es prompt zur Führung ins VfL-Tor. Lukas Bode hatte einen Freistoß von der Mittellinie an die Strafraumkante geschlagen, der Ball war demnach eine ganze Zeit in der Luft. Dennoch passte die Zuordnung nicht in der Hintermannschaft der Gastgeber - Wasna nutzte dies und köpfte das Leder in Ruhe zum 1:0 in die Maschen (16.).

Auch die Verletzung von Kapitän Paco Lenzen, der nach 24 Minuten mit einer Knieblessur ausgewechselt werden musste, machte die Guckheimer Abwehr nicht schwammig. Neuzugang Alexander Gombert rückte für Lenzen vom Mittelfeld auf die Innenverteidigerposition in der Viererkette, der eingewechselte Tim Niedermowe stürmte fortan, Lukas Kuch ließ sich dafür in das Mittelfeld zurückfallen. Die Gäste machten in der Folge nicht unnötig viel für das Spiel, aber sie blieben effektiv. Nach starkem Zuspiel von Marcel Mittler erzielte erneut Wasna im Nachsetzen das 2:0 (42).

Die Gastgeber blieben im Spiel nach vorne hingegen zu harmlos. Ein Kopfball von Nicholas Liefke, ein Schuss von Torsten Kreuter, ein von Guckheims Keeper Lars Henning parierter Flachschuss erneut von Liefke - Bad Ems war stets bemüht, mehr aber auch nicht.

Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht viel. Ein abgefälschter Schuss von Nicholas Liefke (73.) brachte wenigstens noch den Anschlusstreffer. Doch zu mehr sollte es auch in einer etwas hektischen Schlussphase nicht reichen. Auf der Gegenseite verpasste Wasna mit einem Pfostenschuss (64.) die vorzeitige Entscheidung. Aber auch der VfL hatte Pech mit dem Aluminium, als Liefke schon nach zwei Minuten in Hälfte zwei einen Ball an die Latte setzte.

"Wir hatten zwei Unkonzentriertheiten und haben prompt zwei Tore kassiert", ärgerte sich VfL-Interimstrainer Kay Ludwig. "Nach vorne haben wir unsere Chancen nicht genutzt, sonst wäre vielleicht noch was drin gewesen."

Für Guckheims noch gesperrten Spielertrainer Stefan Schäfer war das Zuschauen "eine Katastrophe. Vor allem in einem solchen Spiel, in dem wir vorzeitig das 3:0 machen müssen. Dadurch bringen wir uns unnötig in Probleme."

 

 

Im zweiten Saisonspiel der Fußball-Bezirksliga Ost hat es den Neuling SV Rheinbreitbach erwischt - und zwar deftig. Fünf Tage nach dem 2:1 beim Mitaufsteiger Müschenbach setzte es im ersten Heimspiel gegen die SG Herdorf eine 1:5 (0:2)-Schlappe. Die Rheinbreitbachs Trainer Michael Blankenheim indes gelassen hinnahm: "Heute hat meine junge Truppe Lehrgeld gezahlt", meinte der Coach, "gegen eine solche Mannschaft fehlen uns noch die Mittel." Zumal er auf vier urlaubende Stammspieler verzichten musste.


Die Herdorfer kamen auf dem Rheinbreitbacher Kunstrasen besser aus den Startlöchern und gingen schon in der 5. Minute in Führung, als Florian Gerhardus einen Pass von Stefan Häßler zum 0:1 verwertete. Der gastgebende Aufsteiger kam nur schwer ins Spiel; stattdessen legten die spritziger wirkenden Gäste nach. Gerade mal eine Viertelstunde war vorbei, da versenkte SGH-Spielertrainer Dirk Sponhauer einen Freistoß zum 0:2 im Netz.

Viel mehr Chancen hatten die Herdorfer nicht bis zur Pause, brachten den Zwei-Tore-Vorsprung aber doch locker in die Kabine. Auch weil Tolgan Özdemir für Rheinbreitbach nur die Latte traf (32.) und Tim Eimermacher den Ball aus 16 Metern knapp am Tor vorbei setzte.

Dennoch wirkte das Team von Trainer Michael Blankenheim in der Schlussphase der ersten Halbzeit präsenter, hatte mehr Spielanteile und ließ die rund 150 Zuschauer auf einen besseren zweiten Durchgang hoffen.

Doch es wurde schlimmer aus Sicht der Heimmannschaft, denn nun setzte sich die Routine und die reifere Spielanlage der Herdorfer Gäste endgültig durch. Kevin Denter traf zum 0:3, Steffen Busch ließ das 0:4 folgen und wurde wenig später im Strafraum von Tim Eimermacher unfair zu Fall gebracht. Die Elfmeterchance ließ sich Herdorfs wenig beschäftigter Torwart Marvin Scherreiks nicht nehmen und machte den Fünferpack voll.

Versöhnlicher Abschluss aus Sicht des SV Rheinbreitbach: Sekunden vor dem Schlusspfiff nutzte Niclas Gettler eine Unachtsamkeit in der Gästeabwehr für den Ehrentreffer, Immerhin. Trainer Blankenheim machte seinen Schützlingen keine Vorwürfe. "Wir müssen uns mit anderen Mannschaften messen", ordnete er den siegreichen Gegner unter die Ligafavoriten ein, "aber wir lernen dazu."

Zufrieden war naturgemäß sein Herdorfer Kollege, Spielertrainer Dirk Sponhauer: "Nachdem wir vergangene Woche zwei Punkte verschenkt haben, waren wir heute von Beginn an hoch motiviert und konzentriert. Nur in der Phase vor der Pause waren wir ein bisschen nachlässig, aber das haben wir im zweiten Durchgang dann ja gutgemacht."

 

 

 

 

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