SV Hundsangen e.V. 1926

30.01.2017, 06:53, Alter: 352 Tage
Kategorie: Fussball

Hachenburger Pils Cup 2017

Von: rhein zeitung

 

 

Eisbachtaler holen sich zum ersten Mal den Pott

3:2-Finalsieg gegen Weitefeld – SV Stockum stark

 

Dass der Versuch einer Live-Übertragung vom Finale via Facebook kläglich scheiterte, konnten die Eisbachtaler Sportfreunde hinterher verschmerzen. Sie selbst scheiterten nämlich nicht, bezwangen im Endspiel um den „Hachenburger Pils-Cup“ die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen mit 3:2 und sicherten sich damit zum ersten Mal überhaupt den Sieg bei diesem prestigeträchtigen Hallenfußballturnier in der Hachenburger Rundsporthalle.

Dabei sah der Rheinlandligist nach Toren von Deniz Bulut, Robin Stahlhofen und Martin Schmalz lange wie der sichere Sieger aus, musste in der Schlussphase aber noch einmal gehörig bangen. Nicolai Mudersbach und Maximilian Strauch hatten bis 40 Sekunden vor dem Ende für die Weitefelder verkürzt und damit die Hoffnungen des Bezirksligisten auf den zweiten Triumph nach 1993 genährt.

 

 

Aufholjagd bleibt ungekrönt

Als dann nur noch zehn Sekunden auf der Uhr standen, wäre Dominik Neitzert um ein Haar noch der Ausgleich gelungen. Doch die Latte setzte der Weitefelder Aufholjagd ein Ende. „In zwei Minuten ein 0:3 aufzuholen, ist schwierig“, meinte SG-Trainer Jörg Mockenhaupt hinterher – wohl wissend, dass genau das seinen Jungs beinahe gelungen wäre. Daran, dass Eisbachtal ein würdiger Sieger sei, ließ er jedoch keinen Zweifel: „Sie waren einfach zielstrebiger und haben deshalb auch verdient gewonnen.“

Der gleichen Meinung war auch Eisbachtals Trainer Marco Reifenscheidt, der die 0:5-Klatsche im Zwischenrunden-Duell gegen Titelverteidiger Hadamar als „kleinen Wachmacher“ bezeichnete. Seine Mannschaft habe sich von Spiel zu Spiel gesteigert und sei in einem engen Turnier geduldig geblieben. „Ich kann mich an Turniere erinnern, bei denen Eisbachtaler Mannschaften konstanter gespielt haben, aber trotzdem nicht weit gekommen sind“, so Reifenscheidt – wie auch bereits unzählige Male beim Pils-Cup.

Den Finaleinzug gesichert hatte allen voran Johann Heinz. Der Eisbachtaler Torwart avancierte sowohl im Viertelfinale gegen das Team Oddset als auch im Halbfinale gegen die SG 06 Betzdorf jeweils im Neunmeterschießen mit je zwei gehaltenen Schüssen zum entscheidenden Mann. Stichwort Neunmeterschießen: Bis auf das Endspiel und die Viertelfinalpartie zwischen der SG Emmerichenhain und der SG Betzdorf (4:5) mussten alle K.o.-Spiele vom Punkt entschieden werden. Kein Ende finden wollten dabei die SG Weitefeld und der SV Stockum-Püschen im Halbfinale. Erst nachdem Weitefelds Sören Trippler den 16. (!) Versuch pariert hatte, stand seine Mannschaft als Finalist fest.

 

 

Stockum-Püschen sorgt für Furore

Zu grämen brauchte sich der unterlegene A-Ligist deshalb aber nicht. Das Team um Spielertrainer Nico Tzimas, der als mitspielender Torwart überzeugte und sich bei der Siegerehrung zurecht die Trophäe für den besten Spieler des Turniers abholen durfte, sorgte mit seinem Halbfinaleinzug für eine der wenigen Überraschungen in einem Turnier, in dem sich die Favoriten an sich keine Blöße gaben – einer allerdings schon.

 

32:3 Tore in nur sechs Spielen: Nach Vor- und Zwischenrunde hatte vieles darauf hingedeutet, dass der SV Rot-Weiß Hadamar seinen Titel souverän verteidigen würde. Diese Rechnung hatte der hessische Oberligist jedoch nicht mit dem SV Stockum-Püschen gemacht. Tzimas und Co. hielten sich in den zwölf Viertelfinalminuten gegen die scheinbare Übermacht nämlich nicht nur schadlos, sondern verbuchten auch die besseren Torchancen. Die Hadamarer hingegen enttäuschten auf ganzer Linie. Der Favorit schaffte es weder den schussgewaltigen Lukas Haubrich als spielenden Torwart in Szene zu setzen noch eine zweiminütige Überzahl kurz vor Schluss in Zählbares umzumünzen. Bei der anschließenden Neunmeterlotterie war das Glück dann auf der Seite des Underdogs, der sich am Ende dieses Hallenfußballwochenendes in Hachenburg sogar über Platz drei freuen durfte.

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[ Letzte Änderung: 17. Januar 2018 ]