SV Hundsangen e.V. 1926

09.08.2017, 06:12, Alter: 76 Tage
Kategorie: Fussball

Heimspiel in der Fremde

Von: rhein zeitung

                                   

Nicht nur die TuS Koblenz hat ein Heimspiel in der Fremde

Fußball Im DFB-Pokal müssen auch acht andere Vereine ausweichen

Von Heimspielen können nicht alle Gastgeber-Vereine in der ersten Runde des DFB-Pokals sprechen. Nicht nur die TuS Koblenz muss für ihre Partie „vor eigenem Publikum“ in ein anderes Stadion umziehen, auch andere Vereine spielen in der Fremde – die meisten jedoch aus freien Stücken, im Gegensatz zur TuS.

Bekanntlich wird die Sanierung der Leichtathletikbahn im Stadion Oberwerth nicht rechtzeitig abgeschlossen, deshalb weicht die TuS für die Partie am Freitag (19 Uhr) gegen Zweitligist Dynamo Dresden ins 430 Kilometer entfernte Zwickau aus. Weiter musste eine deutsche Mannschaft wohl noch nie zu einem Heimspiel anreisen. Zuvor hatte es für den Regionalligisten nur Absagen bei Alternativstandorten in der Nähe gegeben. Immerhin übernimmt die Stadt Koblenz Mehrkosten in Höhe von 50 000 Euro .

Hier die anderen „fremdelnden“ Klubs:

Würzburger Kickers (gegen Werder Bremen, Samstag, 20.45 Uhr): „Das ist natürlich nicht schön für alle Beteiligten“, sagte ein Kickers-Sprecher zu der nach Offenbach verlegten Partie. Wegen einer Klage von sechs Anwohnerparteien darf in Würzburg kein Spiel nach 19.30 Uhr angepfiffen werden. Eine Vorverlegung der Partie kam für den DFB zu kurzfristig. Das fast eineinhalb Autostunden entfernte Offenbach war die bestmögliche Lösung.

1. FC Rielasingen-Arlen (gegen Borussia Dortmund, Samstag, 15.30 Uhr): Der Verbandsligist weicht in das Schwarzwald-Stadion des SC Freiburg aus. Der eigene Sportplatz in der Nähe der Schweizer Grenze bietet nur etwa 1500 Zuschauern Platz. Für den BVB war Freiburg mit einer Kapazität von 22 000 Zuschauern die einzige echte Option. Dafür nimmt der Dorfklub eine Anreise von rund 100 Kilometern in Kauf.

Sportfreunde Dorfmerklingen (gegen RB Leipzig, Sonntag, 15.30 Uhr): Der Verbandsligist verlässt den heimischen Dorfplatz am Sportgelände Felsenstraße und bestreitet das Duell gegen RB in der Ostalb-Arena des VfR Aalen in rund 20 Kilometern Entfernung. In das Stadion des Drittligisten passen 14 500 Zuschauer.

TuS Erndtebrück (gegen Eintracht Frankfurt, Samstag, 15.30 Uhr): Der West-Regionalligist TuS Erndtebrück zieht nach Siegen um. Das gut 30 Kilometer entfernte Leimbachstadion fasst 18 500 Zuschauer. Schon die erste Pokalrunde der Saison 2015/16 wurde nicht in der heimischen Pulverwaldkampfbahn, sondern in Siegen ausgetragen. Der sportliche Erfolg hielt sich beim 0:5 gegen Darmstadt 98 aber in Grenzen.

SV Morlautern (gegen Greuther Fürth, Sonntag, 15.30 Uhr): Der Fünftligist aus einem Ortsteil von Kaiserslautern trägt seine Heimspiele normalerweise auf einem Kunstrasenplatz aus. Das ist im DFB-Pokal nicht zulässig. Morlautern träumte daher von einem Umzug ins Fritz-Walter-Stadion, doch daraus wurde nichts. Nun steigt die Partie gegen den Zweitligisten Greuther Fürth in Pirmasens.

Leher TS (gegen 1. FC Köln, Samstag, 15.30 Uhr): Die Leher Turnerschaft von 1898 zieht ins Nordseestadion, wo sonst der OSC Bremerhaven spielt. Die idyllische LTS-Sportanlage im Stadtpark Speckenbüttel ist zu klein. Deshalb wählte der Verein das größte Stadion der Stadt als Austragungsort. 8500 Zuschauer passen hinein.

SV Eichede (gegen 1. FC Kaiserslautern, Samstag, 15.30 Uhr): Der Oberligist aus Schleswig-Holstein hätte die Partie „am liebsten bei uns im Dorf ausgerichtet“, wie Vereinschef Olaf Gehrken sagte. Dort hätten 3000 Fans Platz gefunden, in Lübeck sind es 13 000.

FC Nöttingen (gegen VfL Bochum, Sonntag, 15.30 Uhr): Der Oberligist tritt in Karlsruhe an. „Diese Entscheidung stand schon vor der Auslosung fest“, sagte Geschäftsführer Dirk Steidl. Der FC spielte schon zweimal in Karlsruhe, wo 30 000 Zuschauern reinpassen.

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[ Letzte Änderung: 24. Oktober 2017 ]