SV Hundsangen e.V. 1926

26.04.2012, 18:10, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Allgemein

Interview mit Ralf Hannappel

Von: SG Aktuell

Wie realistisch ist der Aufstieg in die Rheinlandliga nach den enttäuschenden Auswärtsniederlagen?

 

Klar ist, dass sich nach den Niederlagen Ernüchterung breit macht. Da stellt sich manchmal schon die Frage, wenn man so gute Möglichkeiten hat, so ein Ziel zu erreichen, wie wir das dieses Jahr haben, ob jeder alles dafür tut. Aber die Situation ist nicht so, dass dieses Ziel jetzt völlig unrealistisch ist. Dafür müssen wir in den letzten fünf Spielen etwas mehr tun, als wir es am Sonntag in Berod gezeigt haben.  Es wird immer wieder Spiele geben, in denen nicht jeder seine Bestleistung zeigt. Aber dann kommt es auf die Mannschaftsleistung an. Bei uns passiert es immer wieder, dass sich die Spieler der zweiten Reihe von den Schwächen der Führungsspieler anstecken lassen, anstatt dann selbst mal in die Bresche zu springen. Hier muss ich noch etwas an der Psychologie Jeder Spieler arbeiten, damit der Kopf nicht so schnell „nach unten“ geht.

 

Immerhin sieht es personell wieder etwas besser aus, oder?


Dass die Rückkehr von Daniel Fonzo und Fabian Steinebach wichtig war, hat man direkt im ersten Spiel gegen Herdorf gesehen. Gerade Daniel Fonzo hat gezeigt, dass es im Fußball mehr gibt wie Schnelligkeit und jugendliche Euphorie. Cleverness, Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit gehören allemal auch dazu. Außerdem demonstriert Daniel eine positive Körpersprache. Über die Qualitäten und die Wichtigkeit von Fabian in unserer Mannschaft brauche ich nichts zu sagen. Schön, dass er wieder fit ist.

 

Wie belastend sind für dich die immer wiederkehrenden Nebenkriegsschauplätze außerhalb der ersten Mannschaft?


Belastend sind für mich Spiele wie in Bruchertseifen oder Berod. An den Rest habe ich mich bereits gewöhnt

Nein, im Ernst: Ich muss zusehen, dass ich mich um die Sachen kümmere, auf die ich Einfluss habe. Und das ist Training zu gestalten und die Spieler motiviert in die Spiele zu schicken. Ersteres war in letzter Zeit aufgrund der personellen Lage schon eine Herausforderung. Zumal man Übungen finden und gleichzeitig einen Schongang fahren muss, damit sich nicht noch mehr Spieler verletzen. Da war unser Ausflug nach Wetzlar eine schöne Alternative.

 

Warum sollten junge Fußballer den Ehrgeiz haben, in der ersten Mannschaft von Hundsangen spielen zu wollen?


Unsere A-Jugendspieler sollten grundsätzlich das Ziel haben, in der ersten Mannschaft spielen zu wollen. Diesen überschaubaren Ehrgeiz sollte jeder haben. Man kann nicht immer davon ausgehen, dass jeder dieses Ziel in zwei Wochen erreicht. Mit dem Talent und dem nötigen Einsatz ist das aber ein erreichbares Ziel. Außerdem kommen sie in eine Truppe, die begeistern kann und richtig gute Fußballer sind. Genau das macht unsere erste Mannschaft auch für auswertige Spieler interessant.

 

So interessant, dass für die nächste Saison schon Neuzugänge zu vermelden wären?


Das gestaltet sich wie immer schwierig. Aber ich bin sicher, dass wir zum gegebenen Zeitpunkt Neuzugänge präsentieren können.

 

Hast du Wunschpositionen, die du neu besetzen willst? Immerhin hast du die Präsenz von Daniel Fonzo als wichtig genannt. Dieser „erfahrene“ Spieler verlässt unseren Verein ja zum Sommer.


Das wäre der Optimalfall, nämlich für eine Problemposition einen Wunschkandidaten zu bekommen.

Wir versuchen Spieler für unsere Mannschaft zu begeistern. Aus dem Fundus formen wir dann eine Mannschaft. Dies hat in den letzten Jahren – was allerdings auch mit etwas Arbeit und Geduld verbunden war – ja ganz gut funktioniert. Grundsätzlich wäre es sicherlich von Vorteil, wenn sich der Kader um 4 – 5 Spieler erweitern würde. Wie sich am Ende dieser Saison gezeigt hat, sind Verletzungen, berufliche Verpflichtungen und Krankheiten mit 16 + 2 nicht ganz aufzufangen.

 

Viel Glück für die letzten Spiele, sodass wir uns nächstes Jahr über die Rheinlandliga hier in der SG Aktuell austauschen können.


Vielen Dank. Zu dem Glück habe ich letzte Woche im Kicker einen schönen Satz gelesen (sinngemäß): „Das Glück liegt am Ende der Treppe und nicht am Ende des Fahrstuhls.“

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