SV Hundsangen e.V. 1926

05.12.2011, 20:43, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Allgemein

Kierdorf vorerst Trainer in Hadamar

Von: mittelhessen

Weidenfeller und Hadamar trennen sich

Co-Trainer Thorsten Kierdorf leitet Montagtraining

 

Nach den Äußerungen des Trainers vor und nach der 1:3-Niederlage in der Fußball-Hessenliga gegen Eintracht Wetzlar ist diese Entwicklung keine Überraschung mehr: Die SpVgg. Hadamar und ihr Trainer Heiko Weidenfeller haben sich getrennt. "In beiderseitigem Einvernehmen", wie es in einer vom Vorsitzenden Jochem Brötz unterzeichneten Presseerklärung heißt.

 

Nach der Pleite am Samstag gegen das Schlusslicht hatte Weidenfeller gesagt: "Die Lust, hier als Trainer weiter zu arbeiten, ist nicht gerade größer geworden." Offensichtlich beruhte diese fehlende Lust auf Gegenseitigkeit. In seiner Stellungnahme schreibt Vereinschef Brötz: "Heiko Weidenfeller ist ab sofort nicht mehr Trainer der Spielvereinigung Hadamar. Nach der sportlichen Talfahrt und den ausbleibenden Ergebnissen der vergangenen Wochen haben sich beide Parteien im gegenseitigen Einvernehmen getrennt."


Laut Jochem Brötz trug der Bruder von Bundesliga-Torhüter Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund) "wesentlich zu dem sportlichen Höhenflug der Fußballer der Spielvereinigung bei." Weidenfeller war 2002 als Spieler von den Sportfreunden Eisbachtal in die Fürstenstadt gewechselt. Nachdem der Nentershäuser, der mittlerweile in Eschhofen lebt, für eine Saison zur SG Langenhahn/Rothenbach gewechselt war,  begann mit seiner Übernahme des Spielertraineramts im Februar 2009 der Hadamarer Höhenflug. Nach dem Aufstieg in die Verbandsliga Mitte und einem nur zweijährigen Aufenthalt in dieser Spielklasse folgte in der vergangenen Saison als Meister der Sprung in die Hessenliga. Diese Erfolge verbindet der Vorsitzende eng mit dem Namen des nunmehr Ex-Trainers.

 

Jochem Brötz sagt: "Heiko Weidenfeller war zweifelsohne einer der tragenden Stützen des sportlichen Höhenfluges der Spielvereinigung in den vergangenen zehn Jahren. Als Spieler und Trainer vom Erfolg beseelt und unermüdlich an der Verbesserung seiner Spieler arbeitend, hat er sehr viel in seinen Job investiert, was ihm Vorstand und Spieler hoch anrechnen. Vorstand und die Verantwortlichen der Fußballabteilung danken Heiko Weidenfeller für die geleistete Arbeit und wünschen ihm auf seinem weiteren sportlichen wie auch privaten Lebensweg alles Gute."


Laut Pressesprecher Hans Reichwein wird Co-Trainer Thorsten Kierdorf die Übungseinheit am Montagabend leiten und die Mannschaft auch im letzten Spiel des Jahres, am Samstag zu Hause gegen den OSV Vellmar, betreuen. Zur Nachfolge meinte Reichwein: "Der Verein wird im Laufe der nächsten Wochen  nach einer Lösung suchen, die auch über das Saisonende im Sommer 2012 hinaus Bestand haben sollte. Bis zum Start der Wintervorbereitung verbleibt ja nun einige Zeit."

Das Team erfuhr am Sonntagabend von der Trennung. Auf Nachfrage dieser Zeitung zeigte sich Kapitän Julien Horner (25) wenig überrascht über die Entwicklung: "In der Presse stand ja in den vergangenen Wochen einiges darüber zu lesen, dass im Verein einige Unruhe herrscht. Deshalb war es klar, dass es irgendwann einen Schlag geben musste."
Weidenfeller, der derzeit in Koblenz an seinem Trainerschein bastelt, war bislang noch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Vor der Partie in Wetzlar hatte der 35-Jährige noch gesagt: "Wir sind in den vergangenen fünf Jahren drei Mal aufgestiegen. Aber leider ist mein Umfeld nicht in gleichem Maße mitgewachsen. Der Vorstand und ich werden uns in Kürze zusammensetzen, vielleicht ist schon am Samstag klar, wie es weitergeht." Er sollte mit dieser Einschätzung Recht behalten.

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