SV Hundsangen e.V. 1926

18.10.2017, 06:47, Alter: 97 Tage
Kategorie: Fussball

Koblenz gewinnt souverän

Von: rhein zeitung

                                      

 

TuS knipst bei der SG Weitefeld früh das Licht aus

Fußball-Rheinlandpokal Koblenz zieht souverän ins Viertelfinale ein – 40 Minuten Unterbrechung

 

Wann immer in einem Pokalspiel Klein auf Groß trifft, ist der Plan des Außenseiters der gleiche: Möglichst lange die Null halten, den Favoriten mürbe machen, auf die eine, die vielleicht entscheidende Chance lauern. Das hatten sich auch die Bezirksliga-Fußballer der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen am Dienstagabend für ihr Rheinlandpokal-Achtelfinale gegen den Regionalligisten TuS Koblenz vorgenommen. Das Problem der Westerwälder: In der zweiten Minute gab's den ersten Dämpfer, in der zehnten den zweiten – und nach gut zwölf Minuten war der Traum von der Sensation gegen den drei Klassen höher angesiedelten Titelverteidiger nahezu geplatzt. Am Ende ließen sich die Koblenzer auch von einem 40-minütigen Ausfall des Flutlichts auf dem Neunkhausener Rasenplatz nicht aus dem Konzept bringen und setzten sich vor 1000 Zuschauern lockerleicht mit 6:1 (4:0) durch.

 

Vom Anpfiff weg machte die in guter Besetzung angetretene TuS Ernst und gönnte dem Tabellenachten der Bezirksliga Ost eine Viertelstunde lang kaum die Luft zum Atmen. Nicolai Weisang spürte als einer der ersten, was es heißt, von einem Profi aus der Regionalliga düpiert zu werden. Kevin Lahn ließ den Weitefelder stehen, zog zur Grundlinie und bediente Dejan Bozic dann so, dass für diesen der Führungstreffer Formsache war (2.). Und auch bei den nächsten Treffern blieb das Muster gleich: Noch zweimal suchte Koblenz über die rechte Angriffsseite den Weg nach vorne – einmal über Marco Koch, einmal über Ricardo Antonaci – und schon stand es 0:3. Lahn, beim ersten Tor selbst noch Vorbereiter, erhöhte jeweils mühelos (10., 13.). „Das war dreimal das gleiche Schema“, sagte SG-Trainer Jörg Mockenhaupt. „Das ärgert mich schon, denn danach war das Spiel gelaufen.“ Erst in der Folge entließen die Schängel Weitefeld ein wenig aus der Umklammerung, was sie aber nicht daran hinderte, durch Bozic auf 0:4 zu erhöhen (33.). Von den Gastgebern gab's bis zur Pause zwei Aktionen zu sehen: eine eher missglückte Freistoßvariante von Dominik Neitzert und Fabian Lohmar (18.) und einen ordentlichen Schuss von Mario Weisang, dem besten Weitefelder (37.).

Die zweite Hälfte begann für den Bezirksligisten noch schlimmer als die erste: Den ersten Ballkontakt nach Wiederbeginn hatte Keeper Sören Trippler – als er den Ball nach 20 Sekunden aus den Maschen holte. Lahn hatte mal wieder aufgelegt, Bozic mal wieder getroffen (46.). Beim 0:6 machte es Lahn lieber selbst, kraftvoll mit dem Vollspann nach einer Ecke (50.). Danach durfte sich der Koblenzer Sechs-Tore-Sturm in den Feierabend verabschieden, ans Duschen konnte das ausgewechselte Duo so schnell aber nicht denken. Der Grund: Der Strom verabschiedete sich rund um den Sportplatz – und damit auch das Flutlicht. Viele Zuschauer hatten eh schon genug gesehen und zogen es vor, sich in ihr Auto zu setzen und nach Hause zu fahren. Verpasst haben sie einen nun eher gemütlichen Auftritt der siegesgewissen Koblenzer und ein paar schöne Szenen der fortan befreit aufspielenden Weitefelder, denen nach zwei vergebenen Möglichkeiten von Sascha Cichowlas tatsächlich noch ein Treffer gelang: Kurz vor dem Abpfiff haute Mario Weisang den Ball aus dem Getümmel ins Tor. Das änderte zwar nichts am sicheren Einzug der TuS ins Rheinlandpokal-Viertelfinale, entließ den Bezirksligisten aber wenigstens mit einem etwas besseren Gefühl in die Nacht.

„Ich könnte jetzt sagen, dass mich das Gegentor stört“, sagte der Koblenzer Trainer Petrik Sander. „Aber in Anbetracht unserer momentanen Situation haben die Jungs das hier ordentlich gemacht. Vor allem für Bozic und auch Lahn freue ich mich und hoffe, dass das einen Schub für die Liga gibt.“

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