SV Hundsangen e.V. 1926

08.02.2012, 17:46, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Krämer hört auf in Herdorf

Von: rhein zeitung

Andreas Krämer zieht einen Schlussstrich. "36 Jahre lang bin ich dem Fußball hinterhergelaufen, jetzt ist es an der Zeit, mehr Freiräume für die Familie zu haben", sagt der 40-Jährige, der bis zum Ende der laufenden Saison gemeinsam mit Dirk Spornhauer den Bezirksligisten SG Herdorf trainieren wird.

 

"Neue Ziele habe ich nicht im Kopf, ich mache erst mal eine Pause und lasse mich überraschen, was ich mit dem Mehr an Freizeit alles anfangen kann."

 

Bei der Jahreshauptversammlung der Sportfreunde Herdorf, in der es unter anderem um die angespannte finanzielle Situation des Vereins gegangen war, hatte Krämer seinen Abschied angekündigt, ohne dabei auf seine Zukunft einzugehen (die RZ berichtete). Mit ein paar Tagen Abstand wird der Gymnasiallehrer konkreter: "Mit der Situation in Herdorf hat meine Entscheidung nichts zu tun. Es sind rein private, familiäre Gründe, die mich zu diesem Schritt bewegen." In den kommenden Wochen und Monaten gehe es ihm darum, die Runde ordentlich zu Ende zu spielen und dann zu helfen, die Weichen für die neue Saison zu stellen. "Ich bin gerne bereit, dem Verein zu helfen", sagt Krämer. Als Trainer oder Spieler wird er dies aber nicht mehr tun.

Die Frage, ob er sich ein Leben ganz ohne Fußball vorstellen kann, beantwortet der ehemalige Regionalligaspieler (unter anderem Sportfreunde Siegen, SC Pfullendorf) mit einem klaren Nein. "Ich werde meinem Sport verbunden bleiben, ganz sicher. Aber wie, das weiß ich noch nicht."

 

Seinen Sohn trainiert der 40-Jährige in der D-Jugend der JSG Kirchen/Alsdorf, Spitzenreiter der Bezirksliga Ost. Allerdings lässt es der zweifache Familienvater auch hier offen, ob er seine langjährige Tätigkeit fortsetzen wird. "Ich bin mir noch nicht sicher", sagt Krämer, der sich geehrt fühlt, dass sein Name mit der Jugendabteilung seines Ex-Vereins SG 06 Betzdorf in Verbindung gebracht wird. Über eine Engagement sei aber noch nicht einmal gesprochen worden. "Trotzdem ist es natürlich schön, dass mein Name in diesem Zusammenhang erwähnt wird", sagt der erfahrene Fußballer, der jetzt "in erster Linie runterfahren" möchte.

 

"Ende des vergangenen Jahres habe ich gemerkt, dass der Akku leer ist", blickt Krämer zurück. "Ich habe durch die Verpflichtungen in Herdorf, bei der Jugend in Alsdorf und in der Schule keinen freien Tag mehr. Das kann so nicht weitergehen." Irgendwann, sagt Krämer, hätte dieser Schritt kommen müssen. "Ich finde, jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür." Es ist ein Schlussstrich, den der 40-Jährige zieht, sicher. Dass er dem Fußball komplett den Rücken kehren wird, ist aber unwahrscheinlich.

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