SV Hundsangen e.V. 1926

28.05.2012, 20:21, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

letzter Spieltag in der Bezirksliga

Von: rhein zeitung

FSG Stahlhofen muss trotz 4:2-Sieg in Hundsangen absteigen

Rein rechnerisch war noch alles drin, da aber die Konkurrenz im Tabellenkeller mit der SG Miehlen und der SG Bruchertseifen sowie der SG Nievern ebenfalls dreifach punktete, muss die FSG Stahlhofen/Holler trotz des 4:2 (2:0)-Auswärtssieges bei der SG Hundsangen/Obererbach nach der Schlussrunde der Bezirksliga Ost in den sauren Abstiegsapfel beißen

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Vor dem Spiel wurden zunächst bei der SG Hundsangen mit Daniel Fonzo, Simon Fein und Simon Werner drei verdienstvolle Akteure, danach ging es ausnahmslos für die Gäste um Alles oder Nichts.

Im Hinspiel hatte Hundsangens Trainer Ralf Hannappel mit seinen Hundsangern noch die Herbstmeisterschaft gefeiert, diesmal sollte es jedoch anders kommen.

Stahlhofen begann entsprechend der Tabellensituation engagiert, und Hundsangen kam etwas schleppend nach einer Viertelstunde in die Partie.

 

Ismayil Barut deutete seine Gefährlichkeit an (20.), Hundsangens Nachwuchskeeper Marvin Künzler hatte aber die kurze Ecke zugemacht. Auf Seiten der Einheimischen trat Simon Fein (22.) erstmals mit einem Aufsetzer in Erscheinung, aber Andrej Leinweber bereinigte die schwierige Situation.

Weiteren Möglichkeiten durch Frank Sprengers Kopfball (28.) und dem Sololauf Dimitri Bartschs standen auf der Gegenseite Chancen Ismayil Baruts (31., 35.) entgegen. Somit verlief die erste halbe Stunde bei absolut fairem Verlauf absolut auf Augenhöhe, ehe Hundsangen durch die verstärkte Belagerung des Gästetores auf die Führung drängte.

Nach dem besten Angriff des Spiels kam Janik Hannappel auf Flanke Fabian Steinebachs nicht richtig hinter den Ball (38.), danach war FSG-Schlussmann Andrej Leinweber bei den Versuchen Leutrimm Husajs (40.) und Andreas Lochs Kopfball (44.) auf der Hut.

Die Tore fielen dann auf der Gegenseite. Ismayil Barut war zweimal über die rechte Angriffsseite durchgebrochen und traf mit einem Doppelpack noch vor der Pause die Einheimischen mitten ins Herz.

Mit dem beruhigenden Polster im Rücken verstärkte Manfred Otto mit Beginn der zweiten Spielhälfte die Defensive, Ismayil Barut bildete fortan die einzige Spitze. Hundsangen strahlte nun vornehmlich durch Standards Gefahr aus.

Benjamin Lüpke brachte die Heimelf per Foulelfmeter heran (53.). Danach demonstrierten die Einheimischen Lufthoheit. Nach Kopfbällen von Andreas Loch (Latte, 60.), Janik Hannappel (65.) und Daniel Fonzo (67.) stand den Gästen von den Gelbachhöhen das Glück zur Seite.

Stefan Sprenger holte auf Ecke Benjamin Lüpkes per Kopfball mit dem 2:3 (75.) kurzfristig die Spannung zurück. Danach spielten aber nur noch die Gäste, nachdem Torschützenkönig Ismayil Barut zwischenzeitlich die Doppelführung mit seinem 26. Saisontor zurückerobert hatte (74.).

Überhaupt gelang es der Defensive der Gastgeber über 90 Minuten nicht, den Goalgetter des Gegners in den Griff zu bekommen. Hundsangens Innenverteidigung hatte in der letzten Viertelstunde der Partie gänzlich den Betrieb eingestellt, und Stahlhofen erfreute sich ungeahnter Freiheiten.

So ließ Mentor Krasnigi bereits in der 84. Minute die Vorentscheidung liegen, bevor Ismayil Barut seine starke Leistung mit dem Assist zu Alexander Gomberts 2:4 bestätigte. Da der dreifache Torschütze in der 88. Minute noch an die Latte köpfte, war Hundsangen angesichts der desolaten Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit mit dem Resultat am Ende noch gut bedient.

"Wenn man es dem Gegner so einfach macht, darf man sich nicht wundern. Ich bin froh, dass die Runde jetzt vorbei ist", konnte sich Ralf Hannappel mit der eher durchschnittlichen Rückrunde seiner Elf nicht wirklich anfreunden.

"In der zweiten Halbzeit haben wir viele Chancen herausgearbeitet und gezeigt, zu was wir in der Lage sind. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir den Kader trotz des Abstiegs weitestmöglich zusammenhalten", wartet auf Stahlhofens Manfred Otto in den nächsten Tagen einiger Redebedarf.

Hundsangen/O.: Künzler - Sprenger, Reiner, Loch, Husaj, Steinebach, Krämer, Bartsch (65. Fonzo), Fein (65. Werner), Lüpke, J. Hannappel (79. Melbaum).

Stahlhofen/H.: Leinweber - Ismajli, Stera, Gombert (90. Sanner), Müller (46. Bardhaj), Otto, M. Krasniqi, I. Barut, Ortseifen (76. Ergüzel), R. Barut, Malici.

Schiedsrichter: Bernd Augustin (Mainz) - Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Ismayil Barut (45.), 0:2 Ismayil Barut (45.+1), 1:2 Benjamin Lüpke (53., Foulelfmeter), 1:3 Ismayil Barut (74.), 2:3 Stefan Sprenger (75.), 2:4 Alexander Gombert (86.).

 

 

Schmidt schießt SG Miehlen beim 3:0 gegen die SG Neitersen ins Entscheidungsspiel

 

Der beste Spieler beim 3:0 (2:0) der SG Miehlen/Nastätten über die SG Neitersen/Altenkirchen bekam schon vor dem Anpfiff Blumen. Steffen Schmidt wird die Ehrlich-Elf verlassen und zum TuS Singhofen zurückkehren. Seiner offiziellen Verabschiedung im letzten Heimspiel der Bezirksligasaison wird nun noch ein Einsatz in der Entscheidungspartie gegen die SG Bruchertseifen/Eichelhardt folgen. Gespielt wird am kommenden Samstag, 2. Juni, 18.30 Uhr, in Montabaur. Den Kontrahenten bleibt also eine volle Trainingswoche zur Vorbereitung auf das ultimative Finale gegen den Abstieg.

 

Schmidt setzte die ersten Akzente in der so wichtigen Begegnung. Er prüfte zunächst Neitersens Ersatztormann Constantin Redel (7.), dann setzte er freistehend den Ball auf die Latte (11.). Kurze Zeit später klappte es besser, dem 23-Jährigen glückte die Führung mit einem Flachschuss (16.), und schließlich erhöhte er als einziger Stürmer der Einheimischen mit ebenso platziertem Abschluss zum 2:0.

"Er hat eine überragende Schusstechnik", lobte Miehlens Spielertrainer Rüdiger Graden den scheidenden Schmidt: "Wenn er den Ball auf den Schlappen kriegt, dann ist er drin." Die Fähigkeit, die Kugel exakt zu treffen, fehlte hingegen bei den Gästen, denn erst erwischte Stefan Bischoff den Ball nicht voll (38.), danach verfehlte Frank Bischoff das Spielgerät ganz. Beide standen nur wenige Meter vor dem Tor.

Die Westerwälder waren mit einem Meister-Transparent angereist. Auf ihren T-Shirts kündigten sich die Aufsteiger schon mal in ihrer neuen Klasse an: "Es staubt wieder in der Rheinlandliga" war in Anspielung auf den heimischen Hartplatz zu lesen. Trotz der gelösten Stimmung beteuerte der Trainer Torsten Gerhardt, dass "wir das Spiel nicht hergeschenkt haben". Gleichwohl sprach er von "Sommerfußball".

"Es ist halt schwer, wenn alle Messen gelesen sind", erklärte Gerhardt weiter. Bereits seit einer Woche hat seine Mannschaft den Titel und die Rückkehr ins Verbands-Oberhaus sicher. "Bei so einem Wetter ist es erst recht schwierig, die letzten Prozente herauszuholen, zumal wenn der Gegner ein Tor gemacht hat", folgerte der Coach. Diesmal habe außerdem das Glück gefehlt, dass sein Team im Laufe der Saison oft hatte.

So besaßen die Neitersener durchaus ihre Chancen. Vor allem von Florian Tilhard ging Gefahr aus, aber immer wieder scheiterte er am starken Miehlener Torwart Bastian Hofmann, wie etwa schon nach fünf Minuten mit einem Kopfball. Zwei Freistöße parierte der Keeper kurz nach Wiederanpfiff. Dann half die Latte mit, als Tilhard erneut zu einem Kopfball angesetzt hatte (69.).

Miehlen stand vor der Pause kurz vor dem 3:0, doch bei Daniel Körfers Versuch verhinderte ein Abwehrbein in letzter Sekunde den Torerfolg. Freie Bahn hatte jedoch der aufgerückte Außenverteidiger Christian Engels, der nach exzellenter Vorarbeit David Hübels zum Endstand einschob (57.). Die beiden Protagonisten aus dieser Szene hatten vor dem Anpfiff ebenfalls Abschiedsblumen erhalten, weil Engels Spielertrainer beim FC Bassenheim wird und Hübel vermutlich aus beruflichen Gründen wechselt.

So wie beim 3:0 hätten die Gastgeber häufiger eine Überzahl ausspielen müssen, meinte Rüdiger Graden. "Wir hätten den Sack früher zumachen können", bemängelte er und würdigte zugleich die hohe Laufbereitschaft seiner Leute. Wieder einmal hatten die Miehlener und Nastättener leidenschaftlich und geschlossen gekämpft. Diszipliniert waren sie obendrein und sahen keine Gelbe Karte.

Sechs Siege in Serie hat die Mühlbachtal-SG mittlerweile errungen, trotzdem ist der Klassenverbleib nicht sicher. "Wir haben uns das Entscheidungsspiel verdient, genauso wie Bruchertseifen", fand der erleichterte Graden nach dem Abpfiff.

Miehlen/Nastätten: Hofmann - S. Müller, Körfer, Künzel, Engels - A. Müller, Graden (90. S. Richter) - Murahan (90. Naujoks), Leibig, Hübel (74. Soyudogan) - Schmidt.

Neitersen/Altenkirchen: Redel - Cousin, S. Bischoff (46. Heuten), G. Gerhardt, Rein - F. Bischoff, F. Sander - Marth (81. Heer), T. Sander, Weßler (58. Imhäuser) - Tilhard.

Schiedsrichter: Ingo Jokisch (Koblenz) - Zuschauer: 290.

Tore: 1:0, 2:0 beide Steffen Schmidt (16., 31.), 3:0 Christian Engels (57.).

 

 

 

Nicholas Liefke sichert Bad Ems das Remis gegen den TuS Montabaur


Mit einem Unentschieden verabschieden sich der VfL Bad Ems und der TuS Montabaur aus der Saison in der Bezirksliga Ost. Die Gastgeber konnten dabei einen späten Rückstand noch zum 3:3 (0:0) ausgleichen.

"Ich denke, dieses letzte Saisonspiel hat noch einmal unsere stärkste Charaktereigenschaft gezeigt", sagte VfL-Trainer Frank Wendland. "Wir haben immer an uns geglaubt und auch nach Rückschlägen nie aufgegeben."

 

Einen solchen Rückschlag musste Bad Ems in der 90. Minute verkraften, als die Gäste aus Montabaur durch Ernesto Victor mit 3:2 in Führung gingen. Nach einer torlosen ersten Hälfte und verteilten Spielanteilen schnupperten die Westerwälder zwei Minuten lang an einem Auswärtssieg zum Ausklang der Saison. Doch dann schlug Nicholas Liefke noch einmal zu und besorgte in der Nachspielzeit den Ausgleich (90.+2). "Nicholas Liefke ist nicht nur der Torschützenkönig der Liga, er ist für mich auch der beste Spieler der Liga", verteilte Wendland kräftig Lob an seinen Torschützen vom Dienst.

Das muntere Toreschießen in Hälfte zwei hatte Etienne Kecskemeti nach einer guten Stunde eröffnet (57.). "Ein schön heraus gespielter Treffer", sagte der VfL-Trainer. "Die restlichen Tore fielen dann eher aufgrund von Konzentrationsschwächen." Und nach Foulelfmetern: Tim Schenkelberg glich so zum 1:1 aus, Nicholas Liefke im späteren Spielverlauf zum 2:2 (85.). Dazwischen brachte Ernesto Victor den TuS zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung (69.). Beim zweiten Mal zum 3:2 hofften die Gäste auf den Dreier - bis erneut Liefke zuschlug.

"Wir haben als Aufsteiger eine überragende Saison gespielt", freute sich Wendland, dessen Team die Saison auf Platz sechs beendet. "Wir haben konstant auswärts und daheim gepunktet."

Sechs Punkte hinter dem Team von der Silberau beendet der TuS Montabaur auf Rang acht die Saison. "Wir können natürlich nicht zufrieden sein", sagt TuS-Präsident Jörg Nicolaus. "Wir haben einen personellen Umbruch hinter uns. Dabei ist es uns nicht gelungen, unser fußballerisches Potenzial konstant abzurufen. Aber die Mannschaft bleibt zusammen und wird punktuell verstärkt. Wir hoffen, dass wir dann eine bessere Leistung zeigen können. Wir müssen mannschaftlich geschlossener werden, um Erfolg zu haben."

Bad Ems: B. Staudt - Emeka, Wagner, K. Jockel, Imgrund, M. Jockel (77. Renger), M. Staudt (82. di Maio), N. Liefke, Gilberg (38. Secker), Remschel, Kecskemeti.

Montabaur: Faller - Akgün, Leisenheimer, Böhm, Victor, Dinler, Wincek (87. Malici), Schenkelberg, Bichert, Stoppel, Kettler.

Schiedsrichter: Marco Huber (Eppenrod).

Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Etienne Kecskemeti (57.), 1:1 Tim Schenkelberg (60., Foulelfmeter), 1:2 Ernesto Victor (69.), 2:2 Nicholas Liefke (85., Foulelfmeter), 2:3 Ernesto Victor (90.), 3:3 Nicholas Liefke (90.+2).

 

 

6:0 gegen Westerburg: SG Nievern/Fachbach schafft den Klassenverbleib


Die SG Nievern/Fachbach hat mit einem überzeugenden 6:0-Heimsieg gegen die SG Westerburg/Gemünden den Klassenverbleib in der Bezirksliga Ost perfekt gemacht. "Ein riesen Kompliment an die die Mannschaft, die unter Druck stand, die Aufgabe aber klasse gemeistert hat", freute sich SG-Trainer Murat Saricicek. "Wir können stolz auf das sein, was wir erreicht haben."

 

Über weite Strecken der Partie hatte das Bezirksligaduell etwas vom Freundschaftskick zwischen Brasilien und Dänemark am gleichen Nachmittag in Hamburg. Nievern agierte brasilianisch-spielfreudig, Westerburg dagegen dänisch-bieder. Einziger Unterschied: in beiden Spielen führte "Brasilien" zur Pause bereits mit 3:0, doch während die Mannen vom Zuckerhut danach einen Gang zurückschalteten (Endstand 3:1), blieb Nievern bis zum Spielende auf dem Gaspedal und erspielte sich so weitere sehenswerte Tore.

Während Westerburg bereits am vorletzten Spieltag den Klassenverbleib unter Dach und Fach gebracht hatte, brauchte Nievern dringend noch einen Heimsieg, um ganz sicher drin zu bleiben. "Eine besondere Anspannung habe ich im Vorfeld aber nicht gespürt", sagt Saricicek. "Im Gegenteil. Die Jungs haben sich darauf gefreut, dass sie es selbst in der Hand hatten. Schon im Training hat man die Vorfreude auf die Partie gesehen."

Als dann auch noch die Tore für drückend überlegenen Gastgeber fielen, ging bei Westerburg spürbar die Lust für eine Aufholjagd verloren. Matthias Kraus (18.), Florian Panny (37.) und Matthias Hoffmann (39.) sorgten schon zur Halbzeit für klare Verhältnisse. Besonders der Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten ließ bei den Westerwäldern auf dem staubigen Hart-platz an der Früchter Straße und bei sommerlichen Temperaturen die Lust am Fußball vergehen.

"Heute war komplett die Anspannung raus", sagte Westerburgs Trainer Oliver Meuer. "Wir haben heute jene Spieler anfangen lassen, die die ganze Saison über nicht so oft zum Einsatz gekommen sind. Aber ich habe der Mannschaft schon früh angemerkt, dass der ganz große Druck bereits letzte Woche abgefallen war. Nievern hat aber auch gekämpft bis zum Schluss und dieses Spiel absolut verdient gewonnen."

Bis zum Schluss gekämpft - vor allem aber bis zum Schluss auch richtig gut gespielt und kombiniert auf einem Platz, auf dem der Ball nicht rollte, sondern vornehmlich hoppelte. Letzte Zweifel am Heimsieg beseitigte Fabian Schupp nach 58 Minuten. Westerburg hatte bei einem Einwurf tief in der eigenen Hälfte schnell den Ball verloren, Florian Panny anschließend sehenswert für Schupp vorbereitet.

Ebenfalls sehenswert war der fünfte Treffer - vorbereitet vom aufgerückten Libero Timo Hoffmeyer, der den Ball perfekt für Florian Panny auflegte. Der zentrale Mittelfeldspieler der Gastgeber musste das Leder aus kurzer Distanz nur noch per Kopf an Westerburgs Keeper Steffen Treichel über die Linie drücken.

Auf der Gegenseite musste Nieverns Torhüter Dennis Preuschoff nach 70 Minuten zum ersten Mal in Hälfte zwei einen Ball festhalten: Westerburgs Marius Menges hatte den Ball in Richtung Tor gebracht, der Schuss aber war keine wirkliche Gefahr für Nievern. Die beste Torchance der Gäste in Hälfte zwei hatte der eingewechselte Björn Weber, der aus halbrechter Position einen Schuss auf die Torlatte setzte (79.).

Schlusspunkt unter einen einseitige Partie war das Kopfballtor des ebenfalls eingewechselten Mar-vin Walldorf, der nach 88 Minuten zum 6:0 traf. Wenig später war Schluss, die Grünen konnten gemeinsam mit den zahlreichen Zuschauern den Klassenverbleib sichern am Ende einer phasenweise turbulenten Saison. Elf Spieltage hatte man insgesamt auf einem Abstiegsplatz gestanden, zuletzt am 23. von 30 Spieltagen.

"Das war der ideale Abschluss einer am Ende tollen Saison", freute sich Saricicek, der die Mannschaft nach der Winterpause übernommen hatte. "Die Jungs haben eine super Rückrunde gespielt. Der Klassenverbleib ist verdient, weil wir sehr gut gearbeitet haben. Wenn man sieht, was die anderen Mannschaften in der Liga teilweise für Mittel und Möglichkeiten haben, dann können wir wirklich stolz sein im fünften Jahr zur Bezirksliga zu gehören."

Dazu gehört in der kommenden Saison auch Westerburg. "Wir sind einfach nur froh, dass wir den Klassenverbleib schon in der Vorwoche geschafft haben", sagte Oliver Meuer. "Ich wollte unbedingt verhindern, dass wir nach Nievern fahren und hier noch punkten müssen. Wir haben als Aufsteiger 41 Punkte geholt und eine wirklich gute Saison gespielt."

Nievern/F.: Preuschoff - Hoffmeyer - Baulig, Vogels (77. Walldorf) - Jax (68. Braun), M. Schupp - F. Schupp, Hoffmann, Panny, Kraus (71. Krämer)- C. Schupp.

Westerburg/G.: Treichel - Heinen, Neubert, Hartmann - Kreckel, Menges, D. Meuer, Fries - Wengenroth, Gläser, Knabe (66. Weber).

Schiedsrichter: Alexander Elbert (Lahnstein).

Zuschauer: 270.

Tore: 1:0 Matthias Kraus (18.), 2:0 Florian Panny (37.), 3:0 Matthias Hoffmann (39.), 4:0 Fabian Schupp (58.), 5:0 Florian Panny (63.), 6:0 Marvin Walldorf (88.).

 

 

Berod holt letzten Punkt zum Klassenverbleib

 

Nach der Partie zwischen dem SC Berod-Wahlrod und der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald in der Fußball-Bezirksliga Ost, die mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden endete, gab es auf beiden Seiten nur fröhliche Gesichter. Auf Seiten der Gastgeber machte sich nach zuletzt vier Niederlagen in Folge, die den SC noch mal in Abstiegsnöte brachten, Erleichterung und Freude über den Klassenverbleib breit. Spielertrainer Thomas Schäfer sagte: "Die 39 Punkte, die wir auf dem Konto haben, haben wir verdientermaßen geholt. Ich denke, wir haben heute gezeigt, dass wir in die Bezirksliga gehören." Im Weitefelder Lager waren alle erleichtert, dass die Saison beendet ist, und freuten sich über den zweiten Tabellenplatz, den der SG im Vorfeld sicherlich nur wenige zugetraut hätten.

 

Im ersten Abschnitt waren die Gäste optisch überlegen und hatten mehr Ballbesitz, kamen bis auf einen Schuss von Thomas Ross ans Außennetz (24.) aber kaum gefährlich vor das gegnerische Tor. Der SC stand in der Defensive gut und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne. Nach einer Ecke köpfte Mario Pavelic knapp neben das Tor (18.), und einen Freistoß von Pavelic klärte SG-Torhüter Sören Trippler zur Ecke (29.). Das 1:0 fiel in der 34. Minute: Nach einem Konter über Thomas Schäfer und Martin Müller legte der klug zurück in die Mitte, wo Justin Keeler freie Schussbahn hatte und halbhoch in die rechte Ecke traf. Kurz darauf scheiterte Müller mit seinem Schuss an Trippler (38.).

Die einzige Unsicherheit von Dennis Hähr hätte der spielfreudige Kevin Lopata fast zum Ausgleich genutzt. Hähr verschätzte sich bei einem Kopfball, Lopata hatte freie Bahn, lupfte den Ball aber an die Latte (44.).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren die bis dahin beste Chance zu erhöhen: Schäfer setzte sich über links durch und sah Müller am langen Pfosten, der schoss aus kurzer Distanz aber über das Tor (56.). Danach häuften sich die Chancen der Gäste. Einen Schuss von Lopata klärte Markus Otto im SC-Tor zur Ecke (57.), fünf Minuten später traf Michael Kleinhenz nur den Pfosten.

Der Ausgleich lag in der Luft und ließ nicht lange auf sich warten. Lopata ließ auf der rechten Seite zwei SC-Akteure stehen und markierte das 1:1 (64.). Der Torschütze hatte noch eine weitere Chance, sein Schuss streifte aber knapp am linken Pfosten vorbei (70.). In der Schlussphase setzten bei hochsommerlichen Temperaturen beide Mannschaften nicht mehr alles daran, den Siegtreffer zu erzielen, so dass es bei der Punkteteilung blieb.

SG-Coach Volker Heun resümierte: "Mit dem Remis können beide Seiten gut leben. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft, allerdings ließ der Platz spielerisch nicht allzu viel zu." Sein Beroder Gegenüber erklärte: "Bis zum 1:1 haben wir Weitefeld ganz gut von unserem Tor weg gehalten. Unser Tor widmen wir dem verstorbenen Waldemar Schleich, den viele von uns gekannt haben, und Deniz Sakalakoglu, der den Verein verlässt."

 

 

Herdorf mit Remis auf Platz vier


Durch ein 3:3 (0:1) im letzten Heimspiel der Saison sicherte sich die SG Herdorf im direkten Duell mit Verfolger Guckheim den vierten Tabellenplatz in der Fußball-Bezirksliga Ost. Dank des Unentschiedens von Mitkonkurrent Bad Ems (3:3 gegen Montabaur) dürfen sich die Gäste über Rang fünf freuen.

Vor dem Spiel wurden bei der SG Herdorf in Arthur Berwanger, Michael Adanic und Spielertrainer Andreas Krämer langjährige Aktive verabschiedet. "Ich bedanke mich für eine tolle Zeit hier im Verein und wünsche Dirk Spornhauer nun alles Gute. Ein großer Dank geht auch an meine Familie", zeigte sich Krämer nach dem Spiel wehmütig.

Die Begegnung war in der ersten Hälfte zwar voll Torchancen auf beiden Seiten, doch weder die Gastgeber (Torwart Patrick Henschel hält Foulelfmeter von Kenny Scherreiks, 18.), noch die Gäste (Keeper Marvin Scherreiks pariert mehrfach gegen Stefan Schäfer, 21., 36.) konnten den Ball im Tor unterbringen. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff ging Guckheim durch Mario Wasna in Führung - zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient (0:1, 43.).

Nach starker Vorarbeit von Kenny Scherreiks netzte Herdorfs Steffen Busch zum 1:1 ein (53.), die Gastgeber hatten nun ein Übergewicht an Chancen. Das nächste Tor machten allerdings die Gäste, Schäfer nutzte einen Freistoß zum 1:2 (62.).

Es entwickelten sich nun viele Chancen auf beiden Seiten, so folgte nur Minuten später wieder der Ausgleich durch Kenny Scherreiks zum 2:2 (66.). Doch die Guckheimer zeigten sich nicht geschockt und gingen durch einen verwandelten Foulelfmeter von Michael Sehner wieder in Führung (2:3, 68.). Gleichzeitig sah Herdorfs Spornhauer die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (68.). In der Folge verpasste Guckheim es, den Sack zuzumachen und wurde in letzter Sekunde bestraft: Nach einer Ecke köpfte Herdorfs Tristan Zok zum 3:3 ein (90.).

"Zum Abschluss haben wir noch mal ein tolles Spiel abgeliefert, sind dreimal zurückgekommen und haben auch in Unterzahl stark gekämpft. Nun wird bei uns ein Umbau folgen, aber ich bin davon überzeugt, dass die Top-Arbeit hier in Herdorf fortgeführt werden kann", verabschiedete sich Krämer nach der Partie.

 

 

Bruchertseifen erkämpft sich ein Entscheidungsspiel

Obwohl die SG Bruchertseifen/Eichelhardt beim letzten Heimspiel der Saison in der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die SG DJK Neustadt-Fernthal einen 2:1 (1:1)-Sieg einfahren konnte, ist der Klassenverbleib noch nicht gesichert. Da auch die SG Miehlen gegen Rheinlandliga-Aufsteiger SG Neitersen/Altenkirchen gewann, kommt es nun zum Entscheidungsspiel zwischen Bruchertseifen und Miehlen um den Verbleib in der Bezirksliga Ost.

 

Dabei taten die ersatzgeschwächten Spieler der SG Bruchertseifen/Eichelhardt alles von ihrer Seite Nötige, um sich die Chance auf einen Klassenverbleib oder ein Relegationsspiel zu erhalten. Nach nervösem Beginn beider Teams war es der Neustädter Hendrick Ewens, der den glänzend aufgelegten Heimtorhüter Ralf Schupp zu einer ersten Großtat zwang (7.), in der dieser den direkt verwandelten Freistoß mit den Fingerspitzen gerade noch über das Gehäuse lenken konnte. Die Hausherren hatten ihre erste große Möglichkeit durch Heiko Schnabel, als dieser Gäste-Keeper Simon Bonitz mit einem Kopfball prüfte (12.).

Nach 15 Minuten verschaffte sich dann die Elf um Spielertrainer Thorsten Ratzi leichte Vorteile, die Jeton Murici prompt in den Führungstreffer ummünzte: Einen von links in den Fünfmeterraum geschlagenen Ball schob er aus zwei Metern ins Tor (18.). Nach der Führung gewann Bruchertseifen klar die Oberhand über das Spielgeschehen, setzte Neustadt unter Druck und erspielte sich einige Möglichkeiten, ohne aber zum Torerfolg zu kommen. Im Gegenteil: Die mit der halben zweiten Mannschaft angereisten, Neustädter fanden wieder ins Spiel, und SG-Keeper Schupp musste sich bei einem 20-Meter-Freistoß von Oliver Stopperich (39.) mächtig strecken, um den Ball aus dem Winkel zu holen. Es kam, was kommen musste: Die vielen ausgelassenen Chancen stärkten den Gegner, und eine Minute vor dem Pausenpfiff nutzte Simon Kick einen Fehler von Christoph Lichtenfeld zum 1:1 (45.).

Nachdem die 2:0-Pausenführung von Miehlen gegen Neitersen bekannt wurde, waren die Platzherren gefordert, denn nun brauchte Bruchertseifen unbedingt einen Sieg, um überhaupt das Entscheidungsspiel zu erreichen. Entsprechend motiviert ging die Ratzi-Elf die zweite Hälfte an. Bei einer Reihe von guten Möglichkeiten von Tim Martin Steinhauer (46.), René Meyer (52.) und Björn Engler (53.) verpasste die SG die Führung jeweils nur knapp. Schließlich war es Spielertrainer Thorsten Ratzi selbst (61.), der nach einer Ecke von Heiko Schnabel von der linken Seite, mit einem Kopfball für die umjubelte Führung der Bruchertseifener sorgte. Erneut Meyer (75.) und Benny Walkenbach (77.) scheiterten jeweils nach Standardsituationen per Kopf knapp. In der 80. Minute rettete dann Jeton Murici nach einer Ecke, für seinen schon geschlagenen Torhüter Ralf Schupp auf der Linie. Am Ende schaukelten die SG-Spieler die Partie über die Zeit.

 

Spielertrainer Ratzi erklärte: "Wir haben uns vorgenommen, die Klasse mit unseren spielerischen Möglichkeiten zu halten. Wir haben hier 2:1 gewonnen und unseren Teil getan. Jetzt geben wir in einer Woche noch einmal alles, um das Entscheidungsspiel zu gewinnen. Dann sieht es auch mit unserer Personaldecke wieder etwas besser aus." Gäste-Coach Joachim Weißenfels war mit seiner Elf zufrieden. "Dafür, dass wir mit der halben zweiten Mannschaft gespielt haben, war das recht ordentlich. Wir haben uns keinesfalls aufgegeben, sondern dagegengehalten so gut wir konnten."

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[ Letzte Änderung: 12. Dezember 2018 ]