SV Hundsangen e.V. 1926

08.10.2016, 07:21, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Mainz 05 kennt keine Gnade

Von: mittelhessen

 

Bundesligist setzt sich vor 1150 Zuschauern mit 7:0 beim SV Hadamar durch

 


Die Länderspielpause hat es möglich gemacht: Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 gab am Freitagabend seine Visitenkarte beim SV Rot-Weiß Hadamar ab und präsentierte sich beim 7:0 (5:0) vor 1150 Zuschauern gnadenlos effektiv im Abschluss.

 

Bundesliga gegen Hessenliga – da könnte der Trainer des „Kleinen“ schnell einmal auf die Mauertaktik kommen. Diese lag Florian Dempewolf jedoch fern. Der Hadamarer Coach wählte eine mutige 4-2-3-1-Ausrichtung und versuchte, die Profis vom Bruchweg damit zu überraschen. Zu Beginn gelang das auch ganz gut, aber als der Kolumbianer Jhon Cordoba in der sechsten Minute den Ball zum ersten Mal an SVH-Schlussmann Leon Hasselbach vorbeibrachte, machte sich bereits Enttäuschung beim Fünftligisten spürbar.


„Da ist bei uns der Faden gerissen, eine Welt auseinandergebrochen. Wir haben zu leicht die Gegentore kassiert“, monierte Dempewolf später. „Die haben einfach jeden reingemacht“, zog auch Hadamars Rechtsverteidiger Alexander Schraut den Hut vor der Effektivität von Cordoba, Karim Onisiwo und Co. Diese beiden Spieler wechselten sich in den ersten 18 Minuten mit dem Vollenden ab. Cordoba legte in der 16. Minute seinen zweiten Treffer nach, Onisiwo traf in der 9. und 18. Minute zum 0:3 und 0:4. Und als Niko Bungert sogar noch auf 0:5 erhöhte (23.), erwarteten viele schon ein zweistelliges Ergebnis. Dempewolfs Umstellung auf eine Fünferkette nach rund einer halben Stunde verlieh seinem Team mehr Stabilität.

„Da haben wir deutlich besser verteidigt“, beobachtete er von der Trainerbank aus. „Natürlich war das für uns ein Erlebnis, aber auch die Bundesligisten kochen nur mit Wasser“, spielte Alexander Schraut auf einige Chancen seines Teams an.


Als die Rückennummer höher und die Namen auf den Mainzer Trikots seltener wurden, hielt Hadamar ganz gut mit


Jura Gros und vor allem Lukas Haubrich hätten den einen oder anderen Ball im Tor der 05er unterbringen können. „Ich habe in der ersten Halbzeit vier Chancen für uns und sechs für Mainz gezählt. Anstatt 0:5 hätte es zur Pause auch 4:6 stehen können“, merkte Trainer Dempewolf passend an.


Die ohne die bei ihren Nationalmannschaften weilenden Auswahlspieler sowie die Angeschlagenen und Verletzten angetretenen Mainzer brachten immerhin zwölf Spieler auf den Rasen an der Faulbacher Straße, die in diesem Jahr schon zu Bundesliga-Einsätzen kamen.


Trainer Martin Schmidt entschuldigte sich am Mikrofon nach dem Abpfiff fast schon bei den Gastgebern, die großen einen Aufwand betrieben hatten, um den Bundesligisten begrüßen zu können: „Wir hatten heute das Ziel zu gewinnen. Das müsst ihr verstehen“, schmunzelte der Schweizer, der in der zweiten Halbzeit vermehrt Spieler aus der U23-Mannschaft einwechselte. Als die Rückennummer höher und die Namen auf den Trikots seltener wurden, hielt Hadamar ganz gut mit.


Erst in der Endphase erhöhten Mounir Bouziane (81.) und Gerrit Hollmann (90.) per Strafstoß nach einem Foulspiel von Schlussmann Marco Seyfert zum 0:7-Endstand, ehe sich beide Teams noch zum gemeinsamen Nudelessen trafen. Allzu lange hatten die Mainzer jedoch nicht Zeit. Für Samstag, 11 Uhr, steht nämlich schon die nächste Trainingseinheit auf dem Plan.

 


Hadamar: Hasselbach, Schraut, Sembene, Rademacher, Horz, Kretschmer, Herdering, Heene, Haubrich, Özdemir, Gros (Seyfert, Kuczok, Neugebauer, Böcher, Rücker, Kitano, Zey, Heep).


Mainz: Curci, Rodriguez, Cordoba, Brosinski, Onisiwo, Bussmann, Bungert, de Blasis, Holtmann, Hack, Serdar (Watkowiak, Bell, Gbamin, Bouziane, Häusl, Breitenbach, Moos, Trümner).


Schiedsrichter: Alexander Hauser (TuS Hausen)

 

– Zuschauer: 1150 –

 

 

Tore: 0:1 Jhon Cordoba (6.), 0:2 Karim Onisiwo (9.), 0:3 Jhon Cordoba (16.), 0:4 Karim Onisiwo (18.), 0:5 Niko Bungert (23.), 0:6 Mounir Bouziane (81.), 0:7 Gerrit Hollmann (90., Foulelfmeter).

 

 

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