SV Hundsangen e.V. 1926

04.06.2012, 06:55, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Miehlen gewinnt 3 : 0

Von: rhein zeitung

SG Miehlen/Nastätten bleibt nach 3:0-Sieg gegen die SG Bruchertseifen/Eichelhardt in der Bezirksliga


Nach dem Abpfiff übten sich die Fußballer der SG Miehlen/Nastätten in einer besonderen Art des Pressings. Immer wieder setzten sie einander nach, um sich mit Sekt zu bespritzen. Kaum zu kanalisieren schien die Freude über den Verbleib in der Bezirksliga Ost nach dem 3:0 (0:0) im Entscheidungsspiel über die SG Bruchertseifen/Eichelhardt auf neutralem Platz in Montabaur.

"Das ist ein Weltwunder nach der Vorrunde", rief Spielertrainer Rüdiger Graden, als die Mannschaft sich zu einem Kreis formiert hatte, um zu feiern. Zur Erinnerung: Ganze zwölf Punkte hatte die Taunus-SG bis Weihnachten gesammelt. Doch 26 Zähler kamen im neuen Jahr hinzu. Der Erfolg in Montabaur vor annähernd 500 Zuschauern war der siebte Sieg in Serie.

Graden: Angst zerfrisst Seelen

Bis der zustande kam, waren allerdings Geduld und Nerven gefragt. Beide Teams begannen nervös. "Fußballerisch und zweikampftechnisch ist das Spiel einiges schuldig geblieben", meinte Graden und fügte in Anlehnung an Rainer Werner Fassbinder an: "Angst zerfrisst Seelen." Trotzdem war seine Elf feldüberlegen und verbuchte die Mehrzahl der im ersten Durchgang recht spärlichen Chancen.

Lars Leibig wurde auf Pass André Müllers im letzten Moment geblockt. Christian Engels prüfte mit einem Fernschuss Torwart-Routinier Ralf Schupp (32.), der auch einen Kopfball Leibigs abwehrte (37.). Für Bruchertseifen ging eine Großchance durch René Meyer in die Notizen ein, der den Ball im Anschluss an einen schlecht abgewehrten Freistoß knapp über die Latte köpfte (34.).

Ein Eckenverhältnis von 4:0 wies zur Pause die Überlegenheit der Miehlener aus. Die Westerwald-SG kam allerdings besser aus den Kabinen. Dennoch fiel gerade in dieser Phase die Führung für die Aufholjäger aus dem Mühlbachtal: David Hübels schöne Flanke köpfte Abwehrmann Christoph Lichtenfeld ins eigene Netz. "Das Eigentor hat die Wende gebracht", analysierte Graden.

Leibig und Engels besaßen weitere Torgelegenheiten. Dann jedoch verschoben sich die Zahlenverhältnisse auf dem Feld, denn Miehlens Außenverteidiger Stefan Müller musste nach einem Foul an Robert Kotlinski vom Platz - "Glatt Rot" hatten Graden Schützlinge die ganze Saison über nicht gesehen, der Trainer fand die Entscheidung auch "überhart". Zugleich seien seine Leute durch die Szene wacher geworden.

"So ein Spiel wird durch die Nerven gewonnen", fand Graden. Die Miehlener und Nastättener kamen nun zu Konterchancen, während die Bruchertseifener und Eichelhardter trotz Überzahl nicht zwingend zum Abschluss gelangten. "Marcus Meyer war bei uns nicht zu ersetzen. Alle haben sich bemüht, aber der letzte Tick hat gefehlt", gestand ihr Spielertrainer Torsten Ratzi.

 

Unglücklicher Lichtenfeld zerrt

 

Schön herauskombiniert war das 2:0 von Steffen Schmidt, für den Hübel und Leibig die Vorarbeit geleistet hatten. (85.) Der Torschütze ließ seinen zweiten Treffer per Elfmeter folgen, nachdem der unglückliche Lichtenfeld an Leibig bei einem hohen Ball gezerrt hatte (88). Pünktlich ertönte danach der Schlusspfiff.

Ratzi empfand die Lage als "traurig, enttäuschend, bitter" und präsentierte sich zugleich als fairer Verlierer. Ein "Knackpunkt" für den Bruchertseifener Trainer waren in dieser Saison die drei aberkannten Punkte vom Sieg in Herdorf: "Sonst wären wir heute nicht hier." Problematisch sei zudem gewesen, dass meist nur 12 oder 13 Spieler zur Verfügung standen, "aber das entschuldigt nicht alles." Zuletzt kursierten etliche Gerüchte über die SG Bruchertseifen/Eichelhardt. Fest steht, dass Fehd Mestiri für die Entscheidungspartie suspendiert wurden, die Gründe mochte Ratzi nicht öffentlich darlegen.

Auf der Gegenseite sollte Graden erläutern, was seit der Winterpause den enormen Aufschwung seiner Mannschaft eingeleitet hatte. "Der Abgang von Mecki (Anmerkung der Redaktion: Co-Spielertrainer Michele Saal) hat einige wach gerüttelt, andere mussten für ihn in die Bresche springen", sagte er. Keiner habe sich mehr einfach auf "die Alten" verlassen können, sondern habe selbst Verantwortung tragen müssen. Die Trainingsbeteiligung stieg demnach von sieben bis acht auf 18 bis 20 Akteure pro Einheit, was zum Happy End in Montabaur führte.

 

Miehlen/Nastätten: Hofmann - S. Müller, Künzel, Körfer, Engels - A. Müller, Graden - Murahan, Leibig, Hübel (88. Walter) - Schmidt.

Bruchertseifen/Eichelhardt: Schupp - Lichtenfeld, Frohn, Ratzi, Kotlinski - Steinhauer - Murici, R. Meyer, Walkenbach (68. L. Million) - Muriqi, Schnabl (77. Höhner).

 

Schiedsrichter: Heiko Kreutz (Cochem) - Zuschauer: 500.

Tore: 1:0 Eigentor Christoph Lich-tenfeld (63.), 2:0, 3:0 beide Steffen Schmidt (85., 88., Foulelfmeter).

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Miehlens Stefan Müller wegen Foulspiels (76.).

 

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