SV Hundsangen e.V. 1926

24.10.2011, 07:10, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Allgemein

Neues vom Schiri Zoff

Von: rhein zeitung

Günther Weck zieht die Konsequenz und kündigt seinen Rücktritt als Kreisvorsitzender zum Jahresende an


Der Satz des Abends war schon nach drei Minuten gefallen. "Ich werde nur noch bis 31. Dezember im Amt bleiben, ab 1. Januar bin ich nicht mehr euer Kreisvorsitzender", kündigte Günther Weck, der langjährige Chef des Fußballkreises Rhein-Lahn, am Freitagabend vor 60 Vereinsvertretern in Nassau an. Damit zog der 59-Jährige einen persönlichen Schlussstrich unter die Affäre um den inzwischen zu einer achtmonatigen Sperre verurteilten Kreisschiedsrichterobmann Aslan Basibüyük. Der Appell des Nassauers: "Lasst uns nicht zurückschauen, sondern nach vorne blicken."

 

Fußballkreis und Fußballverband Rheinland (FVR) hatten gemeinsam in die Stadthalle geladen. "Info-Veranstaltung" war das ungewöhnliche Treffen mit der einzigartig prominenten Besetzung überschrieben. Der FVR-Vorsitzende Walter Desch hatte nicht nur den Geschäftsführer Armin Bertsch mit an die Lahn gebracht, auch Rechtswart Norbert Weise nahm am Podium Platz. Zudem waren mit dem Spielausschussvorsitzenden Hans Christmann und Erich Schneider, dem Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses, weitere Präsidiumsmitglieder des FVR im Saal. Ein großes Aufgebot, um mit Vereinsvertretern über - wie mehrfach betont wurde - die Zukunft eines einzelnen Kreises zu sprechen. Doch es gab Gründe: Der Streit schwelt seit Monaten, nach Wecks Rücktritt werden nur noch zwei gewählte Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands im Amt sein (Klaus Hirschberger und Helmut Lorch).

 

Wer allerdings Antworten erwartet hat auf die Frage, was wirklich vorgefallen ist, wurde enttäuscht. "Es wurden Fehler gemacht, alle machen Fehler", sagte Präsident Desch und wurde nur in einem Fall konkret: Der Kreis hat eine Vorstandssitzung abgerechnet, die erst Wochen später stattgefunden hat. Ob sich die Gremien des Verbandes mit dieser "verjährten Sache" beschäftigen werden, ließ Desch offen.

Völlig unklar blieb trotz mehrfacher Nachfrage indes, wie die Differenzen mit Basibüyük so eskalieren konnten, dass auch der Schlichtungsversuch des FVR-Präsidenten fehlschlug. So ging es, wie es sich Weck gewünscht hatte, in der Hauptsache um die Zukunft des Fußballkreises Rhein-Lahn.

 

Ein Ergebnis: Der Kreistag soll im kommenden Jahr sehr früh stattfinden. Dass so eine mögliche Kandidatur des umstrittenen Aslan Basibüyük verhindert wird, dürfte ein durchaus gewollter Nebeneffekt sein.

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