SV Hundsangen e.V. 1926

25.03.2012, 22:16, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Niederlage in Neitersen

Von: rhein zeitung

Die SG Neitersen/Altenkirchen hat sich nach zuletzt zwei Niederlagen in der Meisterschaft wieder gefangen. Durch den 1:0 (0:0)-Sieg gegen Tabellenführer SG Hundsangen gelang die von Trainer Torsten Gerhardt geforderte Wiedergutmachung. Der Trainer gab zu: "Der Sieg heute war wichtig nach dem Rückschlag letzte Woche. Sicherlich hatten wir in der ersten Hälfte etwas Glück."

 

Die Partie wurde in der Schlussphase sehr hektisch, und auch nach dem Schlusspfiff waren die Gemüter auf beiden Seiten noch längst nicht beruhigt. Kaum war die Begegnung abgepfiffen kam es zur Rudelbildung von Spielern und Zuschauern, die mit einer Roten Karte gegen SG-Spieler Simon Fein endete. Was war passiert? Hans-Peter Muscheid, als Schiedsrichterbeobachter vor Ort, erklärte: "Ich habe gesehen, dass der Spieler einen Zuschauer geschlagen hat. Der Schiedsrichter hat mitbekommen, dass etwas passiert ist, konnte aber nicht genau erkennen was. Ich habe ihm das mitgeteilt, und er hat dem Spieler daraufhin die Rote Karte gezeigt."

 

Gästetrainer Ralf Hannappel war deshalb gleich doppelt bedient. "Jetzt müssen wir neben der Niederlage auch noch die Rote Karte in Kauf nehmen. Das ist alles zusammen ein bisschen heftig. Ich verstehe aber auch nicht, wieso die Zuschauer meine Spieler so provozieren", sagte er.

Fußball gespielt worden war zuvor aber auch noch. Zu Beginn allerdings fast ausnahmslos von den Gästen. Gleich zu Beginn rettete Torhüter Jan Humberg sowohl gegen Andreas Loch (9.) als auch gegen Janik Hannappel (12.) glänzend. Kurz darauf ging der Schuss von Fein links am Tor vorbei (18.). Beim Freistoß von Benjamin Lüpke war Neitersens Rückhalt wieder zur Stelle (33.). Zwei Minuten später forderten die Gäste nach einem Zweikampf zwischen Stefan Bischoff und Fein im Strafraum vergeblich Elfmeter.

Das Beste aus Sicht der Gastgeber zur Pause war, dass es noch 0:0 stand, denn eigene Offensivaktionen waren nicht zu verzeichnen. Neitersen kam wie verwandelt aus der Kabine, und die erste gute Aktion hätte fast schon die Führung bedeutet. Nach Flanke von Carsten Rein traf Maxim Hermann per Kopfball den Pfosten (48.). Drei Minuten später scheiterte Hermann an Gästekeeper Marvin Künzler, den Nachschuss von Nico Hees rettete Eugen Reiner auf der Linie und anschließend schoss Markus Sander über das leere Tor. Die Hausherren gaben jetzt den Ton an, konnten sich aber erneut bei Humberg bedanken, der einen Kopfball von Tim Steinebach aus kurzer Distanz entschärfte (69.). Zwei Minuten später fiel der entscheidende Treffer: Nach Zuspiel von Rein spitzelte Markus Sander den Ball ins Tor. Kurz darauf scheiterte Mario Marth aus der Distanz an Künzler (75.).

Torsten Gerhardt war nach dem Spiel erleichtert. "Jan hat uns im Spiel gehalten. In der Pause haben wir gemerkt, dass noch alles offen ist, und mit der ersten guten Aktion war auch das Selbstvertrauen wieder da. Aufgrund des Verlaufs der zweiten Hälfte ist der Sieg nicht unverdient." Hannappel dagegen haderte: "Wir müssen zu Beginn das Tor machen und hätten einen Elfmeter bekommen müssen. Trotzdem dürfen wir in der zweiten Hälfte nicht so lethargisch spielen und Neitersen zu dem Tor einladen."

 

 

Beim Spiel der Bezirksliga Ost zwischen der SG Guckheim/Kölbingen und der FSG Stahlhofen/Holler sahen 180 Zuschauer am Guckheimer Hartplatz ein 1:1 (1:0)-Unentschieden. "Wir haben heute acht bis zehn wirklich hochkarätige Chancen ausgelassen und einfach das Tor nicht gemacht", zeigte sich Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer sichtlich unzufrieden.

Gleich zu Beginn der Partie verwertete Stahlhofens Ismayil Barut eine gute Gelegenheit nicht (3.). Danach rissen die Hausherren das Spiel an sich: Tobias Kuch scheiterte nach Vorlage von Björn Zacher nur knapp (4.). Nur wenig später gingen die Guckheimer durch einen kuriosen Treffer in Führung. Eike Becher traf aus 40 Metern zum 1:0 und wurde dabei Nutznießer eines Stellungsfehlers des Stahlhofener Keepers Andrej Leinweber, der nicht damit rechnete, dass der als Flanke gedachte Ball vom Wind über ihn hinweg ins Tor getragen wurde (10.).

Gleich mehrere Gelegenheiten, die Führung auszubauen, wurden in der Folge leichtfertig vergeben. Mario Wasna scheiterte gleich zweimal alleine vor dem Tor (23., 34.), und Michael Sehner setzte einen Kopfball aus kürzester Distanz neben das Gehäuse (43.).

In der zweiten Hälfte der Partie ergab sich zunächst ein unverändertes Bild: Erneut scheiterte Wasna nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Stefan Schäfer am Schlussmann (52.). Nur eine Minute später setzte sich Guckheims Nils Fröhlich gegen vier Gegenspieler durch, brachte das Spielgerät dann aber nicht im Tor unter.

Dass die Platzherren zahlreiche sehr gute Gelegenheiten ausließen, wurde daraufhin von den Gästen bestraft: 18 Meter vor dem Tor wurde der FSG Stahlhofen ein Freistoß zugesprochen. Ismayil Barut, der in der Schlussminute der Partie wegen einer Gelb-Roten Karte den Platz verlassen musste, ließ sich nicht lange bitten und verwandelte mit einem strammen Schuss in die untere rechte Ecke zum 1:1 (58.). Nach dem Ausgleichstreffer waren die Gäste besser im Spiel und hatten ihrerseits die Möglichkeit, das Spiel zu drehen. Ismayil Barut scheiterte nach einem Konter am Guckheimer Schlussmann Lars Henning und übersah im Überzahlspiel gleich drei besser positionierte Mitspieler (75.).

Nichtsdestotrotz zeigte sich Stahlhofens Trainer Manfred Otto nach Spielende nicht unzufrieden und sagte: "Mit dem Ergebnis kann ich leben. In der zweiten Hälfte sind wir besser ins Spiel gekommen. Trotz der vergebenen Großchance bin ich unter dem Strich zufrieden."

 

 

Ein Doppelpack innerhalb von nur sieben Minuten durch Verteidiger Mario Vogels bescherte der SG Nievern/Fachbach auf heimischem Platz drei wichtige Punkte im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga Ost. Die Mannschaft von Trainer Murat Saricicek feierte am Ende einen verdienten 2:1-Heimerfolg gegen die SG Puderbach und drehte dabei einen zwischenzeitlichen Rückstand. "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft", sagte Nieverns Trainer. "Wir haben nach dem Rückstand die richtige Reaktion gezeigt und eine tolle Moral bewiesen."

Schon in der ersten Halbzeit war unübersehbar: Einen fußballerischen Leckerbissen durften die 120 Zuschauer nicht erwarten an der Früchter Straße. Beide Teams agierten oftmals mit langen Bällen in die Spitzen, kamen so aber auch zu Torchancen auf beiden Seiten. Die erste für die Gäste hatte Andreas Heringer in der 15. Minute, sein Schuss aus halblinker Position strich aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

Die beste Chance für Puderbach hatte jedoch Daniel Seuser, dessen Kopfball nach Vorlage von Kapitän Alexander Hartstang knapp über das Tor der Einheimischen ging (36.). Hartstang hatte die Kapitänsbinde überstreifen müssen, da André Neitzert mit Knieproblemen nur auf der Bank Platz nahm.

Die stärkste Offensivaktion in Hälfte eins aber gehörte Nievern: Stefan Deusner hatte Matthias Hoffmann mit einem schönen Diagonalpass auf die Reise geschickt - Hoffmann scheiterte aus halblinker Position aber zunächst am herausstürmenden Puderbacher Torhüter Maik Seuser und im Nachsetzen an einem Verteidigerbein der Gäste. Da auch ein Schuss von Deusner in Minute 28 knapp am Tor vorbeistrich, blieb es zur Pause beim gerechten Unentschieden.

Die zweite Halbzeit begann hingegen mit einem Paukenschlag, denn der erste Schuss auf eines der beiden Tore landete prompt im Netz. Puderbachs Christian Schreiber hatte sich aus rund 16 Metern ein Herz genommen und das Leder unhaltbar ins rechte untere Eck versenkt (51.). Die Antwort gab Nievern mit Köpfchen: Gleich zwei Mal setzte sich der kopfballstarke Mario Vogels nach Standardsituationen durch. Zunächst besorgte er nach einem Freistoß den Ausgleich (55.), dann drückte er eine Ecke Timo Hoffmeyers über die Linie (62.). Auf ein Aufbäumen Puderbachs wartete man in der Folge vergebens. Das Stückwerk der Gäste führte lediglich noch zu einer Kopfballchance von Daniel Seuser.

Auf der Gegenseite hätten Stefan Deusner (69.) und René Lehmler, der aus zwei Metern freistehend über das Tor köpfte (82.), Nieverns drittes Tor erzielen können. Aber am Ende reichten auch die zwei Vogels-Treffer zum Heimsieg. "Wir haben bei den Gegentoren geschlafen und am Ende auch verdient verloren", sagte Puderbachs Trainer Michael Roos. "Nievern war heute fleißiger, der Sieg geht in Ordnung." Sein Gegenüber Saricicek freute sich darüber, "dass nach dem Rückstand die Köpfe nicht runter gegangen sind. Das Team lebt, das ist wichtig."

 

 

Die SG Bruchertseifen/Eichelhardt musste einen herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Durch einen Treffer fünf Minuten vor Schluss gelang den Gästen vom VfL Bad Ems in einem von viel Mittelfeldgeplänkel geprägtem Spiel der 1:0 (0:0)-Sieg.

Bezeichnend für diese Partie, die über lange Strecken nur wenige und zumeist ungefährliche Strafraumszenen bot, war die Situation aus der 65. Minute: Im Anschluss an einen Eckball kam VfL-Spieler Nicholas Liefke an den Ball, traf jedoch nur die Latte, den Abpraller setzte Marco Jockel an den Pfosten, den wiederum darauf folgenden Abpraller schoss Marc Wagner erneut an die Latte.

Dabei schafften es die Gastgeber von der SG Bruchertseifen/Eichelhardt in der ersten Hälfte durchaus, sich einige, teils klare Tormöglichkeiten zu erspielen: Doch Marcus Meyer (3.) scheiterte ebenso wie Daniel Frohn nach Flanke von Jeton Murici (15.); Murici selbst schoss über den Kasten (29.). In der 35. Minute scheiterte der etwas zu hektische agierende Marcus Meyer frei vor dem Tor gleich doppelt am glänzend parierendem Torwart Bastian Staudt.

Vor der Pause boten sich der Heimelf noch Chancen durch einen abgefälschten Freistoß von Heiko Schnabl (42.) und durch einen Schuss von Murici (45.). Die Gäste hingegen kamen erst nach fast einer halben Stunde erstmals gefährlich vor das Tor: Nach einem hoch gespielten Pass stand Marco Jockel plötzlich frei vor dem Tor von Ralf Schupp, doch der anschließende Lupfer des Angreifers flog über das Tor (27.). Jockel verpasste danach ebenso ein mögliches Tor (30., 31., 34.) wie Nicholas Liefke.

Nach der Halbzeitpause hatte Marcus Meyer eine weitere Großchance: Völlig frei traf er den Ball aber nicht richtig. Im Lauf der zweiten Hälfte erspielte sich die SG um Spielertrainer Torsten Ratzi nur noch wenige zwingende Chancen; die Gäste wurden mutiger und übernahmen die Kontrolle über die Partie. Auf eine Ecke in der 84. Minute folgte ein Kopfball von Kay Jockel, der erfahrene Torsten Ratzi war allerdings auf der Linie zur Stelle und rettete noch das Unentschieden, denn sein Torwart war schon geschlagen.

Nur eine Minute später war die Abwehr der Gastgeber dann aber machtlos: Bei einem Rückpass waren sich Robert Kotlinski und Keeper Schupp nicht einig, Nicholas Liefke nutzte das Missverständnis und erzielte per Weitschuss das entscheidende Tor (85.).

Bruchertseifens Spielertrainer Torsten Ratzi kommentierte die ärgerliche Pleite so: "Der Ausgang dieser heutigen Partie ist für uns natürlich sehr bitter, denn im Grunde haben wir heute ein typisches 0:0-Spiel gesehen - ein reines Kampfspiel. Meiner Mannschaft kann ich absolut keinen Vorwurf machen, spielerisch ist derzeit einfach nicht mehr drin als das, was wir hier und heute gezeigt haben."

 

 

Die SG Miehlen hat der SG Herdorf die Heimpremiere in der Fußball-Bezirksliga Ost im Jahr 2012 vermasselt. Auf dem Kunstrasenplatz der Ludwig-Wolker-Anlage mussten die Gastgeber nach 90 Minuten eine unglückliche 0:1 (0:1)-Niederlage einstecken.

Den Gastgebern war von Beginn an eine leichte Verunsicherung nach der Auftaktniederlage vor einer Woche in Montabaur anzumerken. Miehlen stand gut, machte die Räume eng und ließ kaum Chancen zu. Bei Herdorf war zu wenig Bewegung im Spiel, nur selten wurde schnell gespielt. Bereits in der vierten Minute setzte sich Daniel Körfer auf links durch und passte in die Mitte, aber SG-Torwart Marvin Scherrreiks klärte mit einer Hand vor dem einschussbereiten Lars Leibig.

Die erste Chance für die Gastgeber gab es erst in der 19. Minute. Steffen Busch setzte sich auf rechts an der Torauslinie durch und passte zurück auf Spielertrainer Andreas Krämer, doch dessen Schuss aus acht Metern ging übers Tor. Beim Führungstreffer in der 29. Minute profitierten die Gäste dann von einem Patzer von Herdorfs zweitem Spielertrainer Dirk Spornhauer: Unter Bedrängnis wollte er den Ball zu Marvin Scherreiks zurückspielen, doch dabei traf er den Ball nicht richtig und spielte ihn David Hübel genau in den Lauf. Dieser lief frei auf den SG-Schlussmann zu und schob überlegt ein. Danach erspielten sich beide Teams bis zur Pause keine nennenswerten Chancen mehr.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Hausherren das Spiel, Miehlen stand überwiegend hinten drin und lauerte auf Konter. Die erste gute Chance bot sich Spielertrainer Krämer in der 56. Minute, doch sein Linksschuss ging knapp links vorbei. In der 70. Minute musste der Ausgleich dann eigentlich fallen, aber Steffen Busch traf aus zwei Metern den Ball nicht richtig, sodass Gästetorwart Bastian Hofmann den Ball noch festhalten konnte. Auch ein Schuss des eingewechselten Bünyamin Yigit (80.) und ein Kopfball von Spornhauer (87.) brachten keinen Erfolg.

Gästetrainer Rüdiger Graben meinte nach dem Spiel: "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Die erste Halbzeit war gut, und wir hatten auch Chancen. Nach der zweiten Halbzeit ist es ein glücklicher Sieg, aber auf der kämpferischen Leistung können wir aufbauen." Herdorfs Andreas Krämer zog sich nach dem Spiel erst mal in die Kabine zurück, stellte sich nach ein paar Minuten aber und erklärte: "Wir wollten heute den Sieg, aber in der ersten Halbzeit waren der Wille und die Laufbereitschaft nicht da. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel dann bestimmt und hatten auch Chancen, wo wir einfach ein Tor machen müssen. Die Chancenverwertung ist momentan unser großes Manko."

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