SV Hundsangen e.V. 1926

22.07.2012, 19:49, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Nievern setzt nur auf eigene Jugend

Von: rhein zeitung

Seit dem Abstieg des TuS Dahlheim vor zwei Jahren sind die Fußballer der SG Nievern/Fachbach in der Bezirksliga Ost die Dauerbrenner des Kreises Rhein-Lahn. In ihr fünftes Jahr auf überkreislicher Ebene gehen die Kombinierten von der Früchter Straße - und an ihrer Philosophie hat sich immer noch nichts geändert. Will heißen: Die einzige Ressource, aus der sich ein Trainer bedienen darf, sind die Spieler des eigenen Vereins. Das können Akteure sein, die sich in der Reserve empfohlen haben, oder - und darauf ist das Hauptaugenmerk gerichtet - Talente, die in der solide auf Bezirksligaebene vertretenen eigenen Jugend ausgebildet wurden. Verlässt ein Leistungsträger den Verein wie vor einem Jahr Stürmer Jonas Simek, dann wird das bedauert, hat aber keine Aktionen auf dem "Spielermarkt" zur Folge.

 

"Das ist so, und es ist auch richtig", sagt Murat Saricicek, der Mitte der vergangenen Saison als Trainer der zweiten Mannschaft aufgestiegen ist und das Amt des bis dahin glück- und erfolglosen Björn Wickert übernommen hat. "Das bedeutet aber auch, dass wir uns in einer Klasse bewegen, in der andere Mannschaften ganz andere Möglichkeiten haben." Was sportlich schon mal für Probleme sorgen kann, das ist wirtschaftlich sehr vernünftig. Während die Konkurrenz in Siegtal vor Monaten schon die Segel streichen musste oder andere Teams wie Herdorf oder Bruchertseifen finanziell arg ins Schlingern gerieten, wurden die Nieverner und Fachbacher mit dem Klassenverbleib und dem respektablen zehnten Platz belohnt.

 

Ein Zuckerschlecken war der Weg dorthin freilich nicht. Bis zum letzten Spieltag musste gezittert werden - ein Zustand, den Saricicek in der neuen Runde nicht noch einmal erleben möchte. Mit nahezu unverändertem Kader - lediglich der langjährige Stammkeeper Florian Lindner kehrt für den abgewanderten Dennis Preuschoff zurück zwischen die Pfosten - will der SG-Trainer diesmal eine bessere Runde spielen, ein Platz unter den besten acht Mannschaften ist das Ziel. Erreichen möchte Saricicek dies mit einer taktischen Marschroute, die den Gegnern inzwischen zwar wohlbekannt, dafür aber auch bestens eingespielt ist.

Timo Hoffmeyer bleibt der Dirigent der Mannschaft, und das nicht als Zehner oder Sechser, sondern als Libero offensivster Prägung.

 

Das heißt: Der gefürchtete Freistoßschütze rückt nicht nur bei Standards auf, sondern steuert die Offensivbemühungen auch aus dem Spiel heraus. Voraussetzung dafür sind zwei defensive Mittelfeldakteure, die mitdenken und ohne Absprache absichern, wenn der Chef mit nach vorne geht. Mit Maximilian Schupp und Stefan Deusner ist bei Nievern auch diese Doppelsechs gut besetzt. "Das ist unser System, an dem ich festhalte", sagt Saricicek, der keinen Grund sieht, Hoffmeyer von klassischen Abwehraufgaben zu entbinden. "Die Liberoposition ist das, was Timo spielen will", sagt der Trainer. "Das ist genau sein Ding, und ich sehe es genauso." Potenzial, seine Mannschaft zu verbessern, erkennt der SG-Coach weiter vorne. "Im Sturm hatten wir ein paar Probleme", sagt er rückblickend. "Aber ich denke, mit Spielern wie Florian Panny, der in der Schlussphase der Saison sehr gut getroffen hat, oder Salvatore Mayer haben wir auch Stürmer, die wirklich torgefährlich sind." Und darauf wird die SG Nievern/Fachbach auch angewiesen sein, will sie der Dauerbrenner in der Bezirksliga Ost bleiben.

 

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