SV Hundsangen e.V. 1926

16.09.2011, 17:06, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Nievern will Hundsangen entzaubern

Von: rhein zeitung

SG Nievern/Fachbach - SG Hundsangen/Obererbach (So., 14.30 Uhr).

 

Was war das für ein toller Saisonstart der Hundsangener. Doch nach dem 0:1 zu Hause gegen den neuen Spitzenreiter Neitersen und dem Pokal-Aus in Gückingen nach Elfmeterschießen am Mittwoch ist der himmelblaue Hundsangener Fußball-Himmel wieder mit einigen grauen Wolken bedeckt. "Diese Woche haben wir uns sicher ganz anders vorgestellt", so Trainer Ralf Hannappel. Ihn wurmt vor allem, dass sein Team in beiden Spielen nicht auf übermächtige Gegner gestoßen sei, sondern letztlich an eigenen Unlänglichkeiten gescheitert ist. "Die Vielzahl der Chancen, die wir vergeben haben, war schon unglaublich." Auch personell hat der Trainer die Woche der Niederlagen teuer bezahlt. Sebastian Bersch, Janik Hannappel und Daniel Fonzo werden verletzungsbedingt zunächst nicht zur Verfügung stehen. "Aber die Mannschaft hat Charakter und wird sicherlich eine Reaktion zeigen", hofft Hannappel. Bammel hat er ein wenig vor dem schlechten Spieluntergrund in Nievern, aber diesbezüglich habe die Mannschaft unter der Woche auf dem Gückinger Hartplatz ja schon einmal üben dürfen.

 

Nach dem 3:0-Erfolg in Miehlen lief es nicht mehr rund bei der Mannschaft von Trainer Björn Wickert. Dem 0:1 im Lahn-Schlager gegen den großen Nachbarn VfL Bad folgte vergangenes Wochenende ein 0:4 in Puderbach. Das hatte sich Nieverns Coach ganz anders vorgestellt. "Wir müssen wieder in die Zweikämpfe kommen und eine höhere Laufbereitschaft zeigen", fordert Wickert vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten aus Hundsangen und Obererbach. "Da hatten wir in den letzten beiden Spielen Defizite." Obschon der Gegner zu den Top-Favoriten im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg zählt, gibt sich der SG-Trainer zuversichtlich: "Wir haben im Training gut gearbeitet, die Jungs sind heiß. Es wird wieder einmal Zeit für drei Punkte."

Bei dem Unterfangen, das Spitzenteam zu ärgern, werden zwei Spieler nicht mitwirken, die sonst zum festen Stamm der Mannschaft zählen: Mittelfeld-Motor Stefan Deusner laboriert an einer Knieverletzung, Torwart Dennis Preuschoff ist gesperrt. Er hatte in Puderbach die Notbremse gezogen und dafür die Rote Karte gesehen. "Für ihn wird Florian Lindner spielen", kündigt Wickert das Comeback des langjährigen Schlussmanns an, der eigentlich eine Pause einlegen wollte. "Es ist klasse, dass er sich bereit erklärt und auch schon wieder mit der Mannschaft trainiert hat."

Mit gemischten Gefühlen dürfte am Sonntag die SG Hundsangen die Fahrt in den Rhein-Lahn-Kreis antreten. Am Mittwoch verabschiedete sich die Mannschaft von Ralf Hannappel beim A-Ligisten TuS Gückingen aus dem Rheinlandpokal - und musste bei dieser Niederlage auf der ungeliebten roten Asche antreten. Wie am Sonntag in Nievern auch. "Hundsangen hat seine Stärke auf Rasen", sagt Wickert. "Meine Jungs wollen gegen solche Gegner zeigen, dass man auch auf einem Hartplatz guten Fußball spielen kann. Gut, aber eben anders."

 

SG Guckheim - Siegtaler Sportfreunde (Sa., 16 Uhr).

Da wird sich manch einer mit Sicherheit ungläubig die Augen gerieben haben, als zu lesen war, dass die Siegtaler Sportfreunde (5./12) am vergangenen Spieltag auf eigenem Platz mit 1:7 unter die Räder gekommen sind. Doch für Trainer Heiko Bedranowsky ist das angesichts der weiter anwachsenden Verletztenliste fast schon Nebensache. Denn mit Christian Krämer und René Volberg wird den Oppertsauern voraussichtlich die komplette Innenverteidigung im Spitzenspiel bei der SG Guckheim (3./13) fehlen - und das ausgerechnet gegen den Guckheimer Paradesturm, der mit Spielertrainer Stefan Schäfer, Mario Wasna und Konstantin Krjutschkov in dieser Liga nur schwer zu verteidigen ist. Bedranowsky: "Es frustriert einen schon gewaltig, wenn im Training immer nur acht bis neun Spieler mitmachen können. Mal abwarten, was die paar Mann, die auflaufen können, heute zu leisten imstande sind." Mit einem Punkt wäre der Coach jedenfalls "zu 200 Prozent" zufrieden.

 

SG Bruchertseifen/Eichelhardt - SG Puderbach (So., 14.30 Uhr).

Nur Äußerst schleppend kommt die SG Bruchertseifen (11./4) in die Saison, und auch unter der Woche verpasste es die Elf von Trainer Marc Odink, sich mal so richtig freizumachen, als es im Rheinlandpokal beim B-Ligisten VfL Oberlahr lediglich zu einem mageren 4:2-Erfolg reichte. Doch Odink misst diesem Ergebnis keine Bedeutung bei: "Wir haben gewonnen und sind eine Runde weiter. Pokal ist Pokal - und Meisterschaft ist Meisterschaft." So ist es, denn am Sonntag reist mit der SG Puderbach (7./8) der bislang stärkste Aufsteiger zum Meisterschaftsspiel in den Oberwesterwald. Zuletzt gewann Puderbach 4:0 gegen Nievern, davor gab's einen Punkt gegen Ligaprimus Neitersen und nur eine knappe 1:2-Pleite gegen die hoch gehandelte SG Hundsangen. "Puderbach ist vom derzeitigen Stand her der Favorit", meint Odink, relativiert jedoch: "Es ist unser Heimspiel und das wollen wir erfolgreich für uns gestalten."

 

SG Herdorf - VfL Bad Ems (So., 14.30 Uhr).

Zwei weite Auswärtsfahrten hatten die Fußballer der SG Herdorf (4./13) in den zurückliegenden Tagen ins Rhein-Lahn-Gebiet zu bewältigen, zweimal kehrten sie auch erfolgreich zurück. Zum Ausgleich reist jetzt der VfL Bad Ems (10./7) aus dem Rhein-Lahn-Kreis zu den Hellertalern, die mittlerweile wieder auf die Dienste ihres Spielertrainers Andreas Krämer, der zuletzt beruflich verhindert war, setzen können. Weiterhin fehlen werden hingegen Florian Gerhardus und Peer Pracht sowie Bünyamin Yigit. "Wie dem auch sei, wir wollen an die guten Leistungen aus den letzten Spielen anknüpfen und uns weiter oben festsetzen", sagt Krämer entschlossen, ohne aber den Wiederaufsteiger zu unterschätzen. Krämer: "Bad Ems hat als Aufsteiger schon ordentlich gepunktet, ohnehin schätze ich sie insgesamt stärker ein als noch vor zwei Jahren in der Bezirksliga. Der Respekt ist auf jeden Fall da."

 

SC Berod-Wahlrod - SG Miehlen (So., 14.30 Uhr).

Da landet der SC Berod-Wahlrod (13. Platz/4 Punkte) mit einem 3:2-Sieg beim TuS Montabaur endlich einen Befreiungsschlag, muss sich aber nur drei Tage später in der zweiten Runde des Rheinlandpokals mit 2:4 beim A-Ligisten SG Müschenbach wieder einmal geschlagen geben. "Das Auftreten, vor allem in der zweiten Halbzeit, war schon sehr enttäuschend", so SC-Spielertrainer Thomas Schäfer, der sich selbst davon keinesfalls ausnehmen will. Umso mehr fordert er nun die richtige Einstellung von seinen Spielern ein: "Wenn die nicht gegeben ist, dann verlierst du gegen jede bessere B-Klasse-Mannschaft. So gibt es für uns in dieser Liga nichts zu ernten." Nun fangen die SC-Kicker also wieder von vorne an. Ob da der Tabellenletzte SG Miehlen (16./3) zur rechten Zeit kommt, bleibt abzuwarten. "Die sind bestimmt nicht so schlecht, wie es die Tabelle aussagt. In Bruchertseifen gewinnt man nicht mal einfach so im Vorbeigehen", geht Schäfer von einem Duell auf Augenhöhe aus.

 

SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald - TuS Montabaur (So., 14.30 Uhr).

Vor einer Woche wusste Volker Heun, Trainer der SG Weitefeld (6./9), noch nicht so recht, wie es um das Selbstvertrauen seiner Schützlinge bestellt ist. Kurz darauf wies seine Mannschaft dann die Siegtaler Sportfreude mit 7:1 in die Schranken, um wenig später erneut ein 7:1 im Rheinlandpokal beim B-Ligisten SG Melsbach folgen zu lassen. Es liegt wohl auf der Hand, dass das Team mittlerweile vor Selbstbewusstsein strotzen muss. "Der ein oder andere muss jetzt vielleicht sogar ein wenig eingebremst werden. Meine größte Sorge ist, dass wir jetzt denken, es läuft alles von selbst", warnt Heun vor zu großer Euphorie.

Mit dem TuS Montabaur (8./7) kommt nun ein Gegner auf den Kunstrasen in Langenbach, vor dem Heun großen Respekt hat: "Wenn sie eingespielt sind, gehören sie für mich zu den Titelaspiranten. Das wird bestimmt nicht leicht, zumal sie nach zuletzt zwei Niederlagen alles daran setzen werden, mal wieder zu gewinnen."

 

DJK Neustadt-Fernthal - FSG Stahlhofen/Holler.

Auch vor dem siebten Spieltag warten die Stahlhofener noch auf ihren ersten Sieg. Geht es nach deren Trainer Timo Kelterbach, dann ist er nun fällig: "Jetzt kommen binnen acht Tagen drei Spiele, bei denen auch die Mannschaft sagt, es müssen die Punkte her." Denn die Partie am Sonntag in Fernthal und dann die beiden Heimspiele gegen Berod-Wahlrod und Westerburg sind der Papierform nach allesamt lösbare Aufgaben. "Bei allem Respekt vor den Gegnern, diese Spiele sind zu gewinnen. Gelingt uns das, haben wir wieder den Anschluss, andernfalls laufen wir hinterher." Da kommt es Kelterbach natürlich entgegen, dass er wohl nahezu den kompletten Kader zur Verfügung hat. "Die Marschrichtung schon für das Spiel am Sonntag ist klar: nach vorne spielen: Ich bin kein Typ, der sich versteckt. dafür sind wir vorne auch einfach zu gut besetzt."

 

 

 

 

Vereinsportal ]  [ Impressum ]  [ Datenschutzerklärung ]  [ Kontakt ]   © 2018 SV Hundsangen
[ Letzte Änderung: 26. September 2018 ]