SV Hundsangen e.V. 1926

17.10.2017, 09:02, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Rheinland Pokal

Von: rhein zeitung

                                             

 

 

SG Weitefeld fordert den Titelverteidiger heraus

 

Eisbachtal und Emmerichenhain stehen vor hohen Hürden

 

Ein Spiel des Jahres am Dienstag und zwei Gipfeltreffen der Rheinlandliga- und Bezirksliga-Spitzenteams am Mittwoch – das hat das Achtelfinale im Fußball-Rheinlandpokal aus heimischer Sicht zu bieten.

 

 

 

SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen - TuS Koblenz

 

Spätestens seit Samstagvormittag laufen bei der SG Weitefeld die Vorbereitungen auf das Spiel des Jahres auf Hochtouren. Das 1:1 in Bad Ems war in den Köpfen der Spieler kaum verarbeitet, da standen sie auch schon am Sportplatz in Neunkhausen parat, um die Anlage auf Vordermann zu bringen. „Bei dem ganzen Drumherum merkt man schon, dass etwas Besonderes bevorsteht“, sagt Jörg Mockenhaupt im Hinblick auf das Duell mit dem drei Klassen höher angesiedelten Titelverteidiger. Die Vorfreude sei groß, betont der SG-Coach. „Wann hat man als Bezirksligaspieler schon mal die Möglichkeit, sich mit Halbprofis und Profis zu messen?“

 

 

Was für die einen womöglich das größte Spiel ihrer Fußballerlaufbahn ist, ist für die anderen eine lästige Pflichtaufgabe. Und genau darin liegt stets die Chance für den Außenseiter, um den Großen im Pokal ein Bein zu stellen. „Das ist auch die einzige Chance, die wir haben“, weiß Mockenhaupt, der selbst genügend Oberligaspiele auf dem Buckel hat, um zu wissen, wie solche Spiele laufen können. „Vielleicht wachsen die Jungs über sich hinaus und wir können den Gegner zumindest ärgern.“ Bis auf den noch für ein Spiel gesperrten Maik Oliver Seibel und den angeschlagenen Sascha Cichowlas ist die Mannschaft bereit, um für eine Überraschung zu sorgen. Derweil hoffen sie bei der TuS auf einen souveränen Sieg, um sich das nötige Selbstvertrauen für den Regionalliga-Abstiegskampf zu holen. Zu 100 Prozent heimisch fühlen dürften sich die Weitefelder trotz ihrer Gastgeberrolle nicht. Für gewöhnlich tragen sie ihre Heimspiele in Friedewald oder Langenbach aus, doch für die 800 bis 1000 Zuschauer, die erwartet werden, ist die Sportanlage in Neunkhausen eben besser geeignet. Die Zuschauer finden ringsherum Platz und durch den anliegenden Hartplatz bieten sich zusätzliche Parkmöglichkeiten.

 

 

 

SG Mülheim-Kärlich - Spfr Eisbachtal (Mi., 19.30 Uhr).

 

„Ich denke, dass wir erstmals in dieser Saison nicht als Favorit auf den Platz gehen, das ist ein 50:50-Spiel“, meint Eisbachtals Trainer Marco Reifenscheidt. „Da wird letztlich derjenige erfolgreich sein, der mehr Willen und Biss zeigt.“

 

 

Die Gastgeber sieht er als starkes Gesamtpaket mit erfahrenen Spielern wie den Ex-Wirgesern Paul Lauer, Nenad Lazarevic und Christian Kaes, der danach auch für die Sportfreunde die Stiefel schnürte. Hinzu kommt im Angriff Jeremy Heyer, der mit zwölf Treffern die Torjägerliste der Rheinlandliga anführt, am vergangenen Freitag in Betzdorf beim 0:1 aber genauso leer ausging wie seine Mannschaftskameraden.

 

„Beim verdienten 2:1-Sieg im Meisterschaftsspiel haben wir es schon mal geschafft, die Mülheimer Qualitäten weitgehend lahm zu legen“, sagt Reifenscheidt. „Aber es wird auch aufgrund der personellen Situation schwer werden, das in Mülheim-Kärlich zu wiederholen. Wir dürfen uns keine Schwächen erlauben und müssen uns steigern gegenüber der zweiten Halbzeit von Linz, als wir das Spiel nach einer 2:0-Führung ein wenig auf die leichte Schulter genommen haben.“

 

Reifenscheidt ist total sauer, dass der Verband einer von beiden Vereinen gewünschten zeitlichen Verlegung des Spiels nicht zugestimmt hat. Er kann nicht mehr auf Manuel Schräder zurückgreifen und befürchtet, dass das Pokal-Gastspiel beim Rheinlandliga-Dritten für die verletzten Julian Hannappel und Robin Stahlhofen noch zu früh kommt.

 

 

 

VfB Wissen - SG Emmerichenhain/Niederroßbach

 

Das Führungsduo der Bezirksliga Ost hat am Sonntag seine Auswärtsaufgaben souverän gelöst. „Wir haben bei unserem 3:1-Sieg in Montabaur stark gespielt und sind nun gewillt und fit, um auch in Wissen zu bestehen“, sagt Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic. „Wir haben Wissen ja vor drei Wochen im Meisterschaftsspiel mit 2:1 geschlagen. Ich hätte natürlich auch im Pokalspiel lieber zu Hause gespielt, aber unser Ziel ist ganz klar das Erreichen des Viertelfinals.“ Mujakic verweist darauf, dass sich beide Mannschaften schon recht gut kennen und ist davon überzeugt, dass der gegenseitige Respekt groß ist. „Wir werden uns nicht hinten reinstellen“, verspricht er. „Wissen verfügt über gute Standards, unter anderem über weite Einwürfe. Sie werden mitspielen, und das liegt uns. Die Zuschauer werden ein gutes Spiel zu sehen bekommen.“

 

Dass für ein gutes Spiel alles angerichtet ist, davon ist auch Walter Reitz überzeugt. Und nicht nur das, für den Trainer des VfB Wissen ist die SG Emmerichenhain der Topfavorit auf die Meisterschaft in der Bezirksliga – und das nicht erst seitdem sie diese anführt. „Emmerichenhain kann es sich auch mal leisten, schlecht zu spielen. Einfach aus dem Grund, weil sie über einen für die Bezirksliga überragenden Torjäger verfügen“, spielt Reitz auf David Quandel an. „Im Punktspiel haben wir es nicht verstanden, ihn auszuschalten, obwohl wir uns vor dem Spiel lange mit ihm beschäftigt hatten“, verrät Reitz, der befürchtet, dass es nun erneut so laufen könnte. Allerdings sieht Wissens Trainer einen Vorteil darin, dass diesmal auf Rasen statt auch Asche gespielt wird.

 

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