SV Hundsangen e.V. 1926

23.11.2011, 11:54, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Rheinland Pokal

Von: rhein zeitung

Westerburg scheitert an Neitersen


Meuer-Elf Bezirksliga-Konkurrent unterliegt mit 0:2 (0:2)

 

Die SG Neitersen/Altenkirchen verbleibt im lukrativen Fleischtopf des Bitburger-Rheinlandpokals. Gestern Abend kam das Gerhardt-Team zu einem 2:0 (2:0) bei der SG Westerburg/Gemünden. Auf dem Hartplatz des Westerburger Stadions stellten die Gäste schon sehr früh die Weichen auf Weiterkommen. Bereits nach neun Minuten hatte Sturmspitze Mario Marth Neitersen in Führung gebracht, die Abwehrspieler Carsten Rein in der 21. Minute ausbaute.

Eine weitere Großchance, ein Freistoß aus nur sechs Metern Torentfernung, nachdem Westerburgs Torwart Carsten Wolf einen Rückpass mit der Hand aufgenommen hatte, landete indes im Dunkel des Oberwesterwälder Nachthimmels.

Die Führung von Neitersen war auf jeden Fall verdient, zumal die Gäste deutlich mehr Ballbesitz hatten, den Ball prima laufen ließen und schön über die Außenbahnen kombinierten. Westerburg hingegen nutzte zudem die wenigen Chancen nicht, wie beim Drehschuss von Spielertrainer Oliver Meuer (24.).

Nach der Pause verlief die Partie ausgeglichener, in der beide Trainer gegenüber den jüngsten Ligaauftritte einige Veränderungen vorgenommen hatten, ohne nennenswerten Einfluss auf den Spielstand. Für Westerburg hatten David Gläser (57.) und Ferhat Alici (77.) weitere Möglichkeiten, die aber entweder in Neitersens Abwehr hängen blieben, oder am glänzend aufgelegten Torwart Jan Humberg scheiterten.

„Wir haben heute verdient verloren. Neitersen war gedanklich einfach schneller. Aber wir haben auch auf fünf Positionen gegenüber dem Sieg über Bruchertseifen im Hinblick auf das Spiel am Freitag in Herdorf gewechselt“, analysierte Westerburgs Spielertrainer Oliver Meuer, der weiter betonte, dass der Klassenverbleib in der Bezirksliga für sein Team absolute Priorität habe. Sein Gegenüber Torsten Gerhardt war vor allem von der ersten Halbzeit angetan: „Da war ich sehr zufrieden.“



Zwei Klassen höher angesiedelte Gäste empfangen heute Abend Bezirksligist SG Nievern/Fachbach und A-Ligist TuS Gückingen in der vierten Runde des Fußball-Rheinlandpokals auf für den bei den Favoriten ungeliebten Hartplätzen. Während sich an der Früchter Straße Oberligist Spvgg EGC Wirges die Ehre gibt, kommt Rheinlandligist VfB Linz an den Königstein. Die weitaus größte Kulisse erwartet die SG Mülheim-Kärlich, die sich mit dem ebenfalls zwei Klassen höher spielenden Nachbarn TuS Koblenz misst.



SG Nievern/Fachbach - Spvgg EGC Wirges (Mi., 19 Uhr).

Die Voraussetzungen vor dem Match könnten gegensätzlicher nicht sein: Auf der einen Seite stehen die in der Bezirksliga in die Abstiegszone angerutschten Kombinierten, die dem Oberliga-Siebten irgendwie Paroli bieten wollen. Ganz chancenlos sieht SG-Übungsleiter Björn Wickert seine Grün-Weißen jedoch nicht. „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, kramt der Coach die Mutter aller um diesen Wettbewerb rankenden Floskeln hervor und konkretisiert: „Bei uns muss hinten so lange wie möglich die Null stehen, dann ist was möglich. Wenn's aber dumm läuft, müssen wir aufpassen, dass wir nicht unter die Räder kommen.“ Wickert setzt aber auch auf die abschreckende Wirkung des unebenen Geläufs. „Wenn die Wirgeser den Platz sehen und ihn näher begutachten, wird ihnen hoffentlich schnell die Lust vergehen.“

Obwohl die Meisterschaft natürlich Priorität genießt und die kommende Aufgabe gegen Oppertsau vor der Brust ist, dürfte nicht nur Nieverns Youngster Marvin Waldorf beim Duell mit seinem Cousin Daniel Bode besonders motiviert sein. „Da können alle was lernen und hoffentlich Ansporn für die kommenden Wochen rausziehen“, so Wickert, der um den Einsatz des an muskulären Problemen laborierenden Florian Panny bangt. „Da gehen wir kein Risiko ein.“




 

 

Janik Hannappel (rechts) verlor sein Pokalspiel mit Hundsangen in Gückingen

 

 

 

TuS Gückingen - VfB Linz (Mi., 20 Uhr).

TuS-Trainer Alexander Maurer, der nach abgelaufener Sperre wegen einer Innenbanddehnung ebenso fehlen wird wie Routinier Andreas Trinker (Wadenverhärtung) und Kevin Esser (berufliche Gründe), sieht seine Elf in der Rolle des krassen Außenseiters, obwohl der in der A-Liga um den Titel mitspielende TuS mit den Coups gegen die ambitionierten Bezirksligisten SG Hundsangen/Obererbach (7:6 nach Elfmeterschießen) und SG Herdorf (2:1 nach Verlängerung) in den vorangegangenen Runden für Aufsehen gesorgt hatte. „Linz ist aber mit seiner gestandenen Mannschaft stärker“, hat der junge Übungsleiter großen Respekt vor dem Gast vom Kaiserberg. „Wir werden auf unserem schönen roten Rasen aus einer stabilen Abwehr versuchen auf Konter zu spielen.“ Maurer nutzt die Partie, um auch fünf A-Jugendliche hochzuziehen und sie Pokalluft schnuppern zu lassen. „Wir müssen ja nicht mit aller Gewalt noch eine Runde weiter kommen. Irgendwann ist sowieso für uns Feierabend im Pokal.“



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