SV Hundsangen e.V. 1926

24.09.2012, 07:21, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Sonntagspiele der BL

Von: rhein zeitung

Die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen hat zu alter Defensiv- und Kampfstärke zurückgefunden. Das wurde am Sonntagnachmittag mit einem Punkt auf eigenem Platz gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter Spvgg EGC Wirges II belohnt, der am Rhein nicht über ein 0:0 hinauskam. Anders als beim 0:7 gegen Guckheim vor Wochenfrist präsentierten sich die Gastgeber von Beginn an einsatzfreudig.


Zwar leisteten sich die FSV-Akteure zunächst ein paar Unsicherheiten am Ball, doch die stellten sich rasch auch beim Gegner ein. Es entwickelte sich eine zähe Begegnung mit ganz wenigen Torchancen. Auf Osterspaier Seite sorgte bis zur Pause lediglich Antony Henrykowski mit zwei Kopfbällen für etwas Gefahr. Für Wirges II kam Dennis Friedhofen zu zwei kleineren Gelegenheiten.

Friedhofen war auch der einzige Spieler, dem Gäste-Trainer Stefan Waßmann eine anständige Leistung bescheinigte: "Er hat sich für die Mannschaft zerrissen." Ansonsten hatten ihm höchstens noch die Innenverteidiger gefallen, insgesamt sah er bereits in der ersten Halbzeit "zu viele Ausfälle" in seiner Elf. "Die Eigenschaften, die uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet haben, haben heute absolut gefehlt", so der Coach.

Nichts war es also mit Laufbereitschaft, Kampfgeist und Balleroberungen. Die Einheimischen taten das ihre, um den Westerwäldern die Spielfreude zu verleiden, und standen gut. "Wir haben nicht viele Torchancen zugelassen und das Optimale rausgeholt", meinte ihr Trainer Marc Mies. Vor allem lobte er seine Männer dafür, dass sie die taktische Ordnung über 90 Minuten hielten und kämpferisch einiges investierten. "Wir haben dem Tabellenführer Paroli geboten, die Jungs sehen, dass es geht", zog Mies als positives Fazit.

Am Ende war der Aufsteiger in der äußerst überschaubaren Torchancen-Wertung kaum spürbar unterlegen. Florian Spengler und Henrykowski schossen nach dem Wiederbeginn am Gästetor vorbei. Von den Zuschauern war Geduld gefragt, übrigens auch schon vor dem Anpfiff: Weil bei der B-Klassen-Partie der FSV-Reserve gegen Eppenrod (2:3) zunächst der Schiedsrichter fehlte, verschob sich der Zeitplan um über 35 Minuten.

Waßmann reagierte früh mit Auswechslungen und Umstellungen. Die führten immerhin zur einzigen sehenswerten Kombination des Tages, an der zwei frische Leute beteiligt waren: Jonas Hannappel spielte Jonas Wagner frei, der scheiterte jedoch an FSV-Tormann Kai Weiler. Viel war das nicht. "Wir waren zu schwach, um hier zu gewinnen", gestand Trainer Waßmann.

"Das Spiel war nicht schön und nicht gut", stellte der Trainer des Tabellenersten sehr treffend fest. Marc Mies konnte damit besser leben. "Wir hatten nicht den Auftrag, die Wirgeser in Grund und Boden zu spielen", resümierte er nach dem beherzten Auftritt seines Teams. Man werde sehen, was der erkämpfte Punkt am Ende noch wert sei.

 

 

Gewonnen ohne zu glänzen - so lautete das berechtigte Fazit von Weitefelds Trainer Volker Heun nach dem ungefährdeten 4:0 (2:0)-Sieg gegen die SG Nievern, mit dem die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald ihre Siegesserie weiter ausbaute und auf Tabellenplatz zwei kletterte.


Vorentschieden war die Partie bereits nach rund fünf Minuten, zu diesem Zeitpunkt führte Weitefeld mit zwei Toren. Einen Kopfball von Joshua Weller nach Flanke von Kevin Lopata klärte Nieverns Torwart Florian Lindner noch zur Ecke. Den darauf folgenden Eckball von Fabian Lohmar köpfte dann aber Tim Müller ein (4.). Eine Minute später stand Mario Vogels gegen Joshua Weller falsch, und der traf ebenfalls per Kopf zum frühen 2:0 (5.). "Das waren zwei Geschenke, die unsere Taktik, möglichst lange kompakt zu stehen und die Null zu halten, über den Haufen geworfen haben. Danach war die Partie fast schon entschieden", ärgerte sich Nieverns Trainer Murat Saricicek.

In diesem Gefühl leisteten sich die Weitefelder eine Kunstpause, die bis zum Seitenwechsel anhielt und in der Offensive nur von zwei Distanzschüssen (27. Dominik Neitzert an den Pfosten; 35. Weller) unterbrochen wurde. Heun brachte die fehlende Aggressivität seines Teams hörbar zur Weißglut, auch nach dem Schlusspfiff ärgerte er sich noch: "Wir haben das Fußballspielen nach den schnellen Toren komplett eingestellt. Sicher hat der Rheinland-Pokal unter der Woche viel Kraft gekostet, aber wir können uns nicht immer darauf verlassen, dass der Gegner wie heute seine Chancen nicht nutzt."

Nach der Pause klärte Torwart Lindner für Nievern eine Flanke vor Kevin Lopata, Weitefelds Stürmer setzte nach und kam im Zweikampf mit Lindner zu Fall. Neitzert verwandelte den Elfmeter, den man geben konnte, aber nicht musste, sicher zum 3:0 (55.). Lopata war es auch, der den neuerlichen Weitefelder Doppelschlag nach Kombination über Sascha Blazek und Thomas Ross per Kopf zum 4:0 perfekt machte (58.).

Danach plätscherte das Spiel auf ein Tor zäh dem Ende entgegen, Nievern fiel allerdings nicht auseinander, was Trainer Saricicek als einziges Plus des Tages verbuchte, und hätte in den Schlussminuten durch Fabian Schupp, der Innenverteidiger Julian Aguilar frei vor dem leeren Tor an den Kopf schoss (87.) und Florian Panny, der die darauf folgende Ecke an die Querlatte köpfte (88.), fast noch den Ehrentreffer erzielt. "Das ist keine Miesmacherei von mir, sondern reiner Realismus: Eine Leistung wie heute wird auf Dauer nicht ausreichen", warnte Volker Heun.

 

 

Am siebten Spieltag der Bezirksliga Ost traf die SG Guckheim/Kölbingen auf den Aufsteiger SG Müschenbach/Hachenburg und löste diese Aufgabe mit einem 4:1 (3:0) souverän. Mit 16 Toren in den letzten drei Pflichtspielen profitieren die Guckheimer von ihrer starken Offensive.


Bereits in der Anfangsviertelstunde nahmen die Mannen um Spielertrainer Stefan Schäfer das Heft des Handelns in die Hand und überzeugten durch schnelles, offensives Spiel. Die Müschenbacher liefen oft hinterher und ließen laut ihrem Trainer, dem Ex-Guckheimer Marco Schnell, "den letzten Willen" oft vermissen.

In der 23. Minute spazierte Tobias Kuch nach einem kurzen Pass seines Trainers durch das gesamte Mittelfeld, um dann mit einer präzisen Flanke seinen Bruder Lukas zu bedienen. Dieser vollendete aus zehn Metern gekonnt zum 1:0.

Auch im Anschluss kombinierten die Guckheimer sicher und hatten in der 28. Minute Glück, als Matthias Hoffmann, dem Vertreter der verletzten Markus Zenz, ein krasser Torwart-Schnitzer unterlief. Einen Freistoß von Schäfer hatte er sicher festgehalten, allerdings dann den Ball unglücklich vor die Füße von Nils Fröhlich fallen lassen. "Ich möchte Matthias hier keinen Vorwurf machen, er hat zwei Jahre nicht trainiert, und ich bin froh, dass er uns überhaupt zur Verfügung steht", kommentierte Schnell die Situation.

Doch auch beim dritten Tor der Guckheimer wirkte der Schlussmann der SG Müschenbach nicht sicher. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Hoffmann nicht an den Ball, und Tobias Kuch nickte zum 3:0 ein (39.).

Nachdem ein Freistoß von Mario Wasna sein Ziel knapp verfehlt hatte (48.), machte es Björn Zacher fünf Minuten später besser. Als die Müschenbacher den Ball nicht entschlossen genug klären konnten, traf Zacher aus dem Getümmel heraus zum 4:0 (53.).

Ab der 64. Minute durfte dann auch Lars Henning, Torwart der heimischen SG, ins Spiel eingreifen. Einen Schuss von John-Peter Altgeld lenkte er sicher über seinen Kasten. Beim einzigen Treffer der SG Müschenbach war jedoch auch er machtlos. Nach einer Flanke von Andreas Bleich II nutzte Fisnik Blakaj einen Stellungsfehler des Guckheimer Innenverteidigers Lukas Bode und erzielte den "Ehrentreffer" (69.).

Im weiteren Verlauf zeigte sich Schnells Mannschaft besser sortiert, ohne jedoch im Spiel nach vorne gefährlich zu werden. Schüsse von Maximilian Mies (85.) und Ihsan Sönmez (88.) brachten die Guckheimer ebenso wenig in Verlegenheit wie ein Freistoß ihres Ex-Mitspielers Steffen Ecker (89.)

Entsprechend zufrieden äußerte sich Spielertrainer Stefan Schäfer nach Abpfiff: "Wir haben 60 Minuten ein sehr gutes Spiel gezeigt. Ich bin mit der Woche sehr zufrieden und hoffe, dass wir uns nun oben in der Tabelle festbeißen und auch nächste Woche in Herdorf etwas Zählbares mitnehmen." Sein Kollege Marco Schnell kritisierte das zu späte Aufwachen seiner Mannschaft. "In der 60. Minute, als das Spiel entschieden war, fingen wir erst an Fußball zu spielen."

 

 

Als der dritte Heimsieg in Folge für die SG Westerburg/Gemünden in der Bezirksliga Ost unter Dach und Fach war, zeigte sich dann auch SG-Spielertrainer Oliver Meuer durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wir haben sehr gut angefangen und auch folgerichtig die beiden Treffer erzielt", sagte Meuer, der sein Team nach dem ungefährdeten Sieg gegen den noch punktlosen Tabellenletzten SG Miehlen trotzdem auch ein wenig tadelte: "Im Laufe der Partie haben wir uns von den aggressiven Miehlenern zumindest zeitweise ein wenig den Schneid abkaufen lassen und vor allem am Schluss unsere Konterchancen nicht gut genug zu Ende gespielt. Da hätten wir mit einem möglichen 3:0 den Sack komplett zumachen können und müssen." Es reichte aber auch so.


Die Westerburger waren vor 50 Zuschauern auf dem Rasenplatz in Gemünden von der ersten Sekunde an die spielbestimmende Mannschaft. Doch die beste Chance zur Führung hatten in der Anfangsphase die Gäste: Nach einer Ecke kam der Miehlener Abwehrspieler Fabian Künzel zum Schuss, doch der 23-Jährige traf nur die Latte des Westerburger Gehäuses. Es sollte in den gesamten 90 Minuten die einzige richtig gute Torgelegenheit für die Gäste bleiben. Im Gegenzug machten es die Gastgeber dann deutlich besser: Nach Abstimmungsproblemen in der Miehlener Defensive schnappte sich Nico Reßmann den Ball, lief alleine auf Torwart Bastian Hofmann zu und schoss ihn dann in aller Ruhe zum 1:0 in die Maschen (20.) - die verdiente Führung. Auch in der Folgezeit hatten die Westerburger die Partie problemlos im Griff, von Miehlen kam in der Offensive gar nichts. Ganz anders die heimstarken Gastgeber, die durch einen platzierten Flachschuss von Kai Beutgen noch vor der Pause auf 2:0 erhöhten (36.). Im zweiten Durchgang passierte dann nicht mehr viel. Miehlen kam zwar etwas besser ins Spiel, konnte im Angriff aber keine nennenswerte Akzente setzen. Es bliebt letztendlich bei zwei Halbchancen durch Lars Leibig (69.) und dem eingewechselten Vakkas Soyudogan (88.).

Kein Wunder also, dass der Miehlener Spielertrainer Rüdiger Graden nach dieser dürftigen Partie hart mit seinem Team ins Gericht ging. "Wenn ein 40-Jähriger wie ich mehr Meter macht als manch einer meiner deutlich jüngeren Spieler, dann sagt das sehr viel aus", meinte Graden sichtlich erregt. "Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr schlecht gespielt, der Sieg für Westerburg geht vollkommen in Ordnung."

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