SV Hundsangen e.V. 1926

13.07.2012, 17:33, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Allgemein

SV Hadamar der Sündenbock???

Von: rhein zeitung

Wirges und Eisbachtal:

Westerwälder Aushängeschilder stehen vor schwieriger Saison


Einst gab es die Kooperation zwischen der Spvgg EGC Wirges und den Eisbachtaler Sportfreunden, derzeit haben die Aushängeschilder des Fußballsports im Westerwaldkreis auch wieder einiges gemeinsam: Beide stehen vor einer schwierigen Saison mit einer großen sportlichen Herausforderung, beide setzen auf eine junge Mannschaft, beide sind derzeit gar nicht gut auf den SV Rot-Weiß Hadamar zu sprechen.

 

Bei der Spvgg EGC Wirges sind die Zeiten, als man sich ein teures Team mit Regionalliga-Ambitionen leistete, schon lange vorbei. Trainer Hansi Pörtner, Vorgänger und Nachfolger von Stefan Ruthenbeck, lag mit dem Fußballlehrer gedanklich stets auf einer Linie. Sie beschränk(t)en sich auf das Machbare und bau(t)en vor allem Nachwuchskräfte aus dem eigenen Verein und der näheren Umgebung in die Mannschaft ein.

Dabei wurde bei der Spvgg EGC Wirges ganz bewusst in Kauf genommen, dass es in der Oberliga nicht mehr zu Spitzenplätzen oder gar Titelambitionen reichen kann, vielmehr wurde der Kampf um den Klassenverbleib bislang stets erfolgreich bestritten. "Es wird für uns in der neuen Saison nicht einfacher, denn die Mannschaft wird im Altersdurchschnitt noch einmal um zwei Jahre jünger", sagt Hansi Pörtner. "Zudem ist die Vorbereitungsphase diesmal extrem problematisch, weil derzeit viele Spieler verreist sind oder den Urlaub sogar noch vor sich haben."

 

Erneut sollen vor allem junge Akteure aus tieferen Klassen den Abgang von sechs Spielern kompensieren, darunter die Leistungsträger Lukas Haubrich und Yuri Pineker. Der Verein wollte Haubrich bei dessen Sprung zum höherklassigen Regionalligisten TuS Koblenz keine Steine in den Weg legen, auf Pineker (zur SG Mülheim-Kärlich) verzichtet Pörtner freiwillig.

Noch viel größer fällt der Umbruch bei den Eisbachtaler Sportfreunden aus. Vom Kader, der noch vor wenigen Wochen gegen den SV Mehring ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Oberliga bestritt, sind nur eine Handvoll Spieler geblieben. Zwölf sind gegangen, dreizehn gekommen, allein vier davon aus der eigenen Jugend.

 

"Wir stehen natürlich vor einer schwierigen Saison", weiß der Sportliche Leiter Uwe Quirmbach, "aber wir haben mit Norbert Reitz, Patrick Reifenscheidt und Markus Litzinger ein Trainerteam, das mit den jungen Leuten sehr gut umgehen kann und schon Erfolge mit der Jugend feierte. Allerdings wäre es ihnen gegenüber geradezu unfair, zu hohe Erwartungen zu hegen. Ein Aufstiegsziel wäre Blödsinn, vielmehr geht es darum, eine neue Mannschaft aufzubauen, die eine vernünftige Rolle spielt und möglichst nichts mit dem Abstiegskampf in der Rheinlandliga zu tun bekommt."

 

Doch nicht nur leichte Sorgenfalten im Hinblick auf die anstehende Saison haben die sportlichen Rivalen aus Wirges und Nentershausen gemeinsam, sie sind derzeit auch ganz schlecht auf den hessischen Oberligisten aus Hadamar zu sprechen, der sich seit 1. Juli SV Rot-Weiß nennt. Von der Spvgg EGC wechselten Nikola Beslac und Labinot Prenku nach mündlicher Zusage, in Wirges zu bleiben, dann doch über die Landesgrenze. Bei den Eisbachtalern hatte Jura Gros von TuS Koblenz einen Passantrag unterschrieben, nachdem ihm der Verein eine Arbeitsstelle besorgt hatte, doch drei Tage später unterzeichnete Gros in Hadamar einen Amateurvertrag.

 

Hansi Pörtner und Uwe Quirmbach sind nicht nur auf die Spieler sauer, sondern auch auf die Hadamarer Vereinsverantwortlichen. "Die halten sich ganz einfach nicht an die unter den Vereinen üblichen Spielregeln", kritisiert Pörtner, und auch Quirmbach "hätte erwartet, dass sich die Hadamarer zumindest mal bei uns melden. Das ist kein Fairplay unter Ehrenamtlern."

 

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