SV Hundsangen e.V. 1926

19.05.2016, 13:55, Alter: 3 Jahre
Kategorie: Fussball

Umbruch beim TUS Dietkirchen

Von: Marion Morello

 

 

 

„Wörsi“, der Baumeister

 

Dem Fußball-Verbandsligisten TuS Dietkirchen steht ein krasser Umbruch bevor. Die halbe Mannschaft verlässt samt Trainer-Team den Verein. Der neue Coach, Thorsten Wörsdörfer, steht vor einer echten Herausforderung.

 

 

Dass Florian Dempewolf in der nächsten Saison das Fußball-Hessenliga-Team des SV Rot-Weiß Hadamar trainieren wird, stand schon früh im Jahr fest. Er hat in Dietkirchen sicherlich seine „Schuldigkeit“ getan, hat in seinen fünf Jahren auf der Kommandobrücke den Aufstieg in die Verbandsliga realisiert und nicht weniger als viermal den Kreispokal auf den Reckenforst geholt. Zuletzt im Finale gegen seinen künftigen Club. Dass mit ihm allerdings ein Gros der Mannschaft den TuS verlassen wird, damit hatte in Dietkirchen wohl niemand gerechnet.

 

Zur Erinnerung: Gunnar Egenolf übernimmt im Sommer die Regie bei der SG Heringen/Mensfelden, Co.-Trainer Christopher Schwarz will beruflich weiterkommen, Michael Schmitz, Jörn Heep, Steffen Rücker und Benjamin Lüpke folgen Florian Dempewolf nach Hadamar. Ob sie dort allesamt in der Hessenliga Fuß fassen können oder eher ins Gruppenliga-Team rücken werden, wird sich zeigen.

 

„Wir stehen in Dietkirchen vor einem Neuaufbau, der so wohl nicht gedacht war“, blickt Thorsten Wörsdörfer, ab Sommer neuer TuS-Coach, zwar etwas überrascht, aber durchaus optimistisch auf seine Aufgabe. Erfahrung bringt der Westerwälder zur Genüge mit auf den Reckenforst. Er selbst war Profi – beim FC Schalke 04, den Stuttgarter Kickers, SV Darmstadt 98 und beim FC Bayern München – und fungiert seit vielen Jahren als Trainer (Eisbachtaler Sportfreunde, RSV Würges, SG Langenhahn). Die Herausforderung in Dietkirchen nimmt er an. „Dass es einen Trainerwechsel gibt, ist nichts Besonderes, dass dann aber die halbe Mannschaft mitgeht, ist eine andere Sache“, macht sich der 48-Jährige seine Gedanken.

 

Erstklassiger Nachwuchs

Aber Thorsten Wörsdörfer ist keiner, der ins Grübeln gerät oder den Kopf in den Sand steckt, sondern einer, der anpackt und sich mit der Situation befasst. Welch ein Glück, dass in Dietkirchen erstklassige Jugend- und Nachwuchsarbeit betrieben wird. Das zahlt sich seit Jahren aus und wird nun erst recht zum Tragen kommen, denn, so Thorsten Wörsdörfer, „viele Spieler werden eine neue Chance bekommen“. Und er weiß sehr wohl: „Wenn der Verein dieses große Potenzial an gut ausgebildeten Nachwuchsspielern nicht hätte, wäre die Verbandsliga nicht zu realisieren.“ Eine Tatsache, derer sich auch der jetzige Trainer Florian Dempewolf stets bewusst war und ist.


Der Vorbereitungsplan für die aller Voraussicht nach bereits Ende Juli beginnende Runde jedenfalls steht, „bis auf ein paar Feinheiten, an denen wir noch feilen“, so „Wörsi“. Er will in seiner neuen Mannschaft die nötige Begeisterung wecken und an der Fitness arbeiten. Eventuell wird auch noch der eine oder andere Spieler zum Kader stoßen; hier sei jedoch das letzte Wort noch nicht gesprochen.

 

Eines aber weiß Thorsten Wörsdörfer ganz sicher: „Das derzeitige Schaulaufen des TuS Dietkirchen gucke ich mir nicht mehr an.“

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