SV Hundsangen e.V. 1926

20.10.2011, 18:40, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Allgemein

viele Verlierer

Von: Marco Rosbach

Der seit Wochen andauernde Schiri-Zoff im Fußballkreis Rhein-Lahn um den inzwischen gesperrten Unparteiischen Aslan Basibüyük geht in die entscheidende Phase. Ehe das neutrale Schiedsgericht, das Basibüyük angerufen hat, das letzte Wort spricht, bitten Fußballkreis und Fußballverband Rheinland die Vereine am Freitagabend, 19 Uhr, nach Nassau, um über ihre Sicht der Dinge zu informieren. An der Spitze der Redner: FVR-Präsident Walter Desch.+

 

Der Kommentar von RZ-Sportredakteur Marco Rosbach zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung:


Von Kanonen, einem Spatz und vielen Verlierern

 

 

Die Kanonen sind in Position gebracht - und der Spatz lauert in freudiger Erwartung, um dem Beschuss listig auszuweichen. Die Männer hinter den schweren Geschossen, das sind die Granden des Fußballverbandes Rheinland als Vormund des Fußballkreises Rhein-Lahn mit dessen in die Kritik geratenen Vorsitzenden Günther Weck an der Spitze. Der Spatz, das ist der gesperrte Kreisschiedsrichterobmann Aslan Basibüyük (mit Hintermännern), der auf seinem Flug nach oben einen lästigen Zwischenstopp einlegen muss. Nächste Etappe: Heute Abend informieren Verband und Kreis gemeinsam ihre Vereine - und es steht viel auf dem Spiel bei dieser beispiellosen Veranstaltung in der Stadthalle Nassau (Beginn 19 Uhr). Das jedenfalls ist der Einladung zu entnehmen, die Weck als Unterzeichner seinen Vereinen geschickt hat.

 

FVR-Präsident Walter Desch höchstselbst wird übers Land reisen, um zu informieren. Da ist es durchaus verständlich, dass jeder Verein, wie in dem Schreiben eindringlich gefordert, kompetent vertreten sein soll. Denn es geht nicht nur um (die richtigen?) Infos zum Urteil gegen Basibüyük und das von diesem angestrebte, weil vermeintlich Gerechtigkeit bringende Schiedsgerichtsverfahren, sondern, wie angekündigt wird, auch um die "Hoheit der Vereine" sowie deren "Verantwortlichkeit". Was das alles heißt? Das wird sich mancher Ehrenamtler, der die Einladung liest, auch fragen - um dann zu entscheiden, ob er nach Nassau fährt oder nicht.

 

Ein Szenario, das theoretisch möglich ist: Die höchsten Herren des Verbandes legen ihre Sicht der Dinge dar, um dann zu erleben, wie das neutrale Schiedsgericht anderer Meinung ist. Wahrscheinlicher: Das Schiedsgericht gibt dem Verband recht, der Kreis terminiert seinen Kreistag 2012 mitsamt Neuwahlen früher als üblich in jene Zeit, in der nicht nur die Saison noch läuft, sondern auch (und darum geht es) Basibüyüks Sperre noch wirksam ist - und entledigt sich so des unbequemen Schiedsrichters dauerhaft. Dann wäre die Zeit des Drohens vorüber, die Kanonen könnten wieder eingefahren werden, auch ohne großen Knall. Der Spatz wäre nicht der einzige Verlierer.

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