SV Hundsangen e.V. 1926

11.08.2017, 09:28, Alter: 11 Tage
Kategorie: Fussball

Vorschau Bezirksliga 1.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                    

 

Spvgg EGC Wirges – TuS Montabaur 


Eine neue Liga, ein neu formierter Kader und dann zum Start gleich ein namhaftes Derby: Die EGC Wirges geht morgen gleich in die Vollen. Die „Lust aufs erste Spiel“ sei zu spüren, betont der ebenfalls neue Trainer Nikolai Foroutan, der dreimal in der Woche trainieren lässt, um die Spannung hochzuhalten, vor dem Vergleich mit Montabaur. Vor dem Gegner äußert er Respekt, bescheinigt dem TuS über „individuell gute Spieler“ zu verfügen. Doch wichtig sei, was die eigenen Leute im Heimspiel auf den Platz bringen. Zwei Urlauber und ein paar Blessuren sind auf Wirgeser Seite zu verkraften, doch insgesamt sei die Trainingsbeteiligung hoch und der Konkurrenzkampf spürbar. Wichtig sei jedoch auch, mit „einem Tick Gelassenheit“ ins Match zu gehen.
Auf ein „schönes Derby“ freut sich ebenso Montabaurs neuer Trainer Sven Baldus. Mit „Aggressivität und Laufbereitschaft“ soll seine Elf die Wirgeser nicht ins Spiel kommen lassen. Diese Aufgabe werde nicht einfach: „Wir werden auf eine junge Mannschaft treffen, die sehr viel Qualität hat.“ Doch mit den Trainingseindrücken und der Zusammenarbeit im eigenen Betreuerteam ist Baldus gleichfalls zufrieden. Einige Fragezeichen stehen noch hinter Montabaurs Aufstellung, denn Jung Hun Kim plagt sich mit Oberschenkelproblemen herum, und Fabio Scumaci weilt noch im Urlaub. Ansonsten stehe nahezu der vollständige Kader zur Verfügung, und auf die Vorbereitung lasse sich aufbauen. Die Stimmung sei ebenfalls optimistisch im Lager der Kreisstädter, schildert der neue Trainer aus dem Alltag.




SG Westerburg/Gemünden – SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod 


Christian Endriß befindet sich im Urlaub, Tim Barke und Johannes Derscheid kämpfen mit Verletzungen, doch Westerburgs neuer Trainer Dobri Kaltchev ist mit der personellen Lage bei seiner Mannschaft trotzdem zufrieden. Selbstbewusstsein sei vorhanden, er hofft auf zahlreiche Zuschauer am Sonntag. Doch die Aufgabe gegen den Liga-Neuling SG Ahrbach sei nicht zu unterschätzen. „Ahrbach hat für einen Aufsteiger ein sehr hohes Potenzial“, meint Kaltchev. Der Gegner mitsamt Trainer ist ihm gut bekannt, er schätzt die Offensive des Kontrahenten als sehr gut ein. Doch die Westerburger fühlen sich „gut gerüstet“ für den Auftakt und Dobri Kaltchev beteuert: „Ein schwieriges Spiel, aber wir freuen uns drauf.“
Bei der SG Ahrbach herrscht nicht nur Vorfreude auf die Begegnung am Sonntag in Gemünden, sondern zugleich auf die gesamte Bezirksliga Ost. „Das ist keine Frage“, sagt Trainer Peter Olbrich, der mit seiner Elf in der Vorbereitung bereits die Westerburger mit 1:0 in Horressen bezwang und jetzt punkten will. „Wir hoffen, dass wir da etwas mitnehmen“, setzt er zumindest auf einen Teilerfolg zum Saisonstart. Letztlich könne die Vorbereitungsphase keinen Aufschluss darüber geben „wie die Liga läuft“. Taktisch hat Olbrich dennoch klare Vorstellungen. „Kontrollierte Offensive hat uns Erfolg gebracht. Es gibt keinen Anlass, das zu ändern“, erklärt der Trainer, was die Basis für den Klassenverbleib werden soll. Über einige Verletzte und Urlauber will er nicht jammern: „Ich rede lieber über die, die da sind.“




TuS Burgschwalbach – SG Emmerichenhain/Niederroßbach 


Das sprichwörtliche Neuland erwartet die Vereine der Bezirksliga Ost am Burgschwalbacher Stellweg. „Jeder ist ein bisschen angespannt“, berichtet TuS-Trainer Torsten Baier über die Gefühlslage. Schließlich kennen die Burgschwalbacher die Liga nicht, wenige der „jungen Kerlchen“ haben schon überkreislich gespielt. Da gelte es locker zu bleiben, den Schwung des Aufstiegs mitzunehmen und keine Nervosität zu entwickeln. Zu verlieren habe man nichts, denn in Form des Vorsaison-Dritten SG Emmerichenhain reist „ein harter Brocken“ an. „Es wird für uns keine einfachen Gegner geben“, ahnt Baier – „aber wir wollten es ja so haben“. Verzichten muss er noch auf Julian Kohl, sonst stehen 18 Mann zur Verfügung.
Nihad Mujakic, der Trainer der SG Emmerichenhain, hat die Burgschwalbacher noch nie spielen gesehen. Ihm imponiert jedoch deren Tordifferenz von 126:32 aus der Kreisliga A. „Das ist sicherlich ein Aufsteiger, der voller Emotionen und Euphorie steckt“, folgert er daraus. Er setzt allerdings darauf, „dass wir unser Spiel durchdrücken“, wenngleich der Gegner wieder eher defensiv auftreten könnte wie so viele. Personell dürften die Westerwälder sehr zufrieden sein, wenn nicht ein Knorpelschaden André Sarholz zu einer halbjährigen Pause zwänge. „Das ist schon ein Verlust für uns, sonst sind wir so weit komplett“, erklärt Mujakic. Allen seinen Aktiven bescheinigt er großen Teamgeist und „eine tolle charakterliche Einstellung“, die auch auf dem Neuland am Burgschwalbacher Stellweg zum Erfolg führen sollen.



SG Müschenbach/Hachenburg – SG Weitefeld-Langenbach



„Wir sind in der Außenseiterrolle“, äußert sich Müschenbachs Trainer Volker Heun bescheiden vor dem heutigen Vergleich mit der SG Weitefeld. Der Vorsaison-Zweite ist für ihn „der Topfavorit in der Klasse“. Einiges habe sich geändert, seit er selbst in Weitefeld Coach war. Baut der Kontrahent auf einen größeren Trainerstab, so fällt bei den Müschenbachern der verjüngte Kader auf: Der älteste Akteur ist erst 27 Jahre alt. Jetzt müsse man sehen, wie den sehr willigen Talenten „die raue Bezirksliga-Luft bekommt“. Für eine Standortbestimmung müssten fünf bis sechs Spiele absolviert werden. Gravierende Personalsorgen hat Heun nicht, im Urlaub befindet sich keiner seiner Spieler.
Auch Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt hat genügend Aktive „an Bord“. 18 Leute bereiteten sich zuletzt auf den Saisonbeginn vor, dazu kommen Jan Niklas Mockenhaupt und Mario Schönberger, die wegen Blessuren vorerst nur Lauftraining bestreiten können. Zu den Rekonvaleszenten zählt ebenso der Trainer selbst: Jörg Mockenhaupt hat eine Bandscheiben-Operation hinter sich. Das habe die Vorbereitung etwas gestört. Der neue Co-Trainer Ivo Müller wurde daher „ins kalte Wasser geworfen, aber das hat er gut gemacht“. Mockenhaupt misst nun dem ersten Pflichtspiel eine sehr hohe Bedeutung zu. Hoffnung verleiht dabei der erfolgreich verlaufene letzte Test, der 6:1-Sieg gegen Cosmos Koblenz aus der Bezirksliga Mitte.



SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen – FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen 


„Wie ein kleines Kind auf Weihnachten“ freut sich Elberts Trainer Michael Diel mit seinen Spielern auf den heutigen Saisonauftakt. Dabei ist ihm klar: „Die Klasse ist in der Tat stärker geworden, es wird ein schwieriges Jahr.“ Umso wichtiger wären Punkte zum Start gegen Osterspai. Bis zu zehn Mannschaften sieht Diel auf ähnlichem Niveau wie seine eigene, die Gäste gehören dazu. Deshalb sei es wichtig, gleich Gas zu geben mit Konzentration und großer Leidenschaft. Über Verletzte und Urlauber will der Trainer nicht klagen, die Trainingsbeteiligung sei sehr ordentlich, und der forcierte Konkurrenzkampf „tut allen Beteiligten gut“.
Mit dem Erfolgserlebnis, das letzte Testspiel in Immendorf mit 3:0 gewonnen zu haben, fährt die FSV Osterspai in den Westerwald. Allerdings muss Trainer Nico Helbach auf den verletzten Florian Lemler verzichten, der in der zurückliegenden Rückrunde häufig der beste Mann in seiner Elf war. Fraglich ist zudem, ob Bej Ali Simbargov aufgrund seines Studiums zur Verfügung stehen wird. Ansonsten gibt es keine großen Personalsorgen beim Rhein-Lahn-Vertreter. Helbach möchte deswegen in Oberelbert „direkt etwas Zählbares mitnehmen“ und schränkt ein: „Mit einem Punkt wären wir nicht unzufrieden.“ Wichtig sei es, zunächst die erste Halbzeit ohne Gegentreffer zu überstehen. In der vergangenen Saison gewannen beide Teams ihre Heimspiele jeweils sehr deutlich.



SG Ellingen/Bonefeld/Willroth – VfB Wissen 


„Wir haben eine sehr intensive Vorbereitung hinter uns“, berichtet Wissens neuer Trainer Walter Reitz und lobt seine Spieler: „Die Einstellung ist großartig.“ Zugleich ist dem erfahrenen Übungsleiter bewusst, dass erst der Ligaspielbetrieb belastbare Erkenntnisse verschafft. Da kommt die SG Ellingen zur Standortbestimmung recht. Die Kombinierten zählt Reitz zu den fünf bis sechs Mannschaften, die um den Titel mitspielen können. Als offensiv- und spielstark stuft er den Gegner ein, entsprechend will er sich Gedanken um die Taktik machen. Bei der Aufstellung sind keine Kompromisse nötig, denn beim VfB gibt es weder Verletzte noch Urlauber, sodass der gesamte Kader einsatzfähig ist.
Nach einer durchwachsenen Vorsaison wollen die Ellinger nun wieder durchstarten. „Wir freuen uns auf den VfB Wissen. Es ist gut, direkt zu Beginn gefordert zu werden. Wir nehmen diese Herausforderung an“, sagt Trainer Thomas Kahler. Diese Aussage spiegelt Ellinger Selbstvertrauen wider. Schließlich gilt der VfB bei vielen Trainern in der Liga als erster Titelfavorit – auch bei Kahler: „Wissen hat sich sehr gut verstärkt und eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern.“ Was seine eigene Mannschaft betrifft, ereilte Kahler kürzlich eine Hiobsbotschaft: Christian Weißenfels, einer der Leistungsträger, fällt mit einem Meniskusschaden mehrere Wochen aus. „Durch unsere Neuverpflichtungen können wir das auffangen. Alternativen sind da, aber Christian ist natürlich nicht so leicht zu ersetzen“, sagt Kahler.




SG Wallmenroth/Scheuerfeld – VfL Hamm 


„Die Jungs haben Lust“, schildert Wallmenroths Trainer Stefan Häßler die Stimmung vor dem ersten Bezirksliga-Spiel der Vereinsgeschichte. Ausgerechnet Manuel Plath, der vom Gegner, dem VfL Hamm zur SG kam, muss dabei wegen Beschwerden an der Patellasehne zuschauen. Dazu sind Peter Bayer und Michael Leis angeschlagen. Doch gejammert werde nicht, der Kader sei groß genug. Nun darf es endlich losgehen mit dem Punktspielbetrieb gegen eine Mannschaft, die dem Liga-Neuling nicht unbekannt ist. Vor allem die guten Standards und die „Qualität nach vorne“ hebt Häßler beim Blick auf den VfL hervor.
Diese Stärken will Hamms Trainer Philipp Höhner mit seiner Mannschaft weiter kultivieren. Am vergangenen Wochenende hatte der VfL nochmals ein Trainingslager bezogen. Der Coach ist zufrieden und hofft, dass die Feinabstimmung davon profitiert hat. Höhner rechnet mit drei starken Aufsteigern in der Bezirksliga – Wallmenroth eingeschlossen. „Die werden hochemotional sein“, vermutet er. Tim Deipenbrock und Max Lukas werden Höhner am Sonntag fehlen, ebenso wie der langzeitverletzte Philipp Meier.

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[ Letzte Änderung: 22. August 2017 ]