SV Hundsangen e.V. 1926

09.03.2017, 20:35, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Vorschau Bezirksliga 20. Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

 

SG Hundsangen/Obererbach – SG Müschenbach/Hachenburg


Gut gestanden, aber viele Chancen ausgelassen – untypisch verlief das Spiel der SG Hundsangen in Weitefeld. Am Ende hatte man 1:3 verloren, „doch wir wissen nicht, warum“, erklärt Spielertrainer Martin Schlimm. „Wir haben trotz der Niederlage ein positives Gefühl mitgenommen“, beteuert er. Das soll gegen Müschenbach in Punkte umgesetzt werden. Auftrieb gibt zudem, dass die personelle Lage sich bessert. Neben Martin Schlimm selbst sollen David Leonardi und Tommy Brühl wieder zur Verfügung stehen. Die hartnäckige Heimschwäche solle kein Thema sein. Der Spielertrainer hat analysiert, dass auf eigenem Platz zu wenig Tore markiert werden. Fallen Treffer, werde man auch daheim gewinnen.


Das 0:4 auf eigenem Feld gegen Montabaur hat Müschenbachs Trainer Volker Heun zu denken gegeben. „Das war eine ganz, ganz schwache Vorstellung; die schwächste in meiner Zeit als Trainer in Müschenbach“, fasst er zusammen und vermisst „elementare Dinge“. Zweikampfstärke, Laufbereitschaft und Körperspannung stehen auf der Müschenbacher Mängelliste demnach ganz oben.

Am Sonntag habe er sich gefragt, was in fünfeinhalb Wochen Vorbereitung überhaupt geschehen sei. Körperlich sei die Mannschaft in einem guten Zustand und müsse jetzt in Hundsangen eine Reaktion zeigen. Den Gegner kennt Heun sehr gut und ordnet ihn spielerisch als einen der stärksten in der Bezirksliga ein. „Das wird kein leichtes Unterfangen“, schwant dem erfahrenen Übungsleiter.

 


SV Fortuna Nauort - SG Elbert/ Welschneudorf/Stahlhofen

 

Olaf Klee ist nicht mehr Trainer des SV Fortuna Nauort. Am Dienstag haben sich die Wege vorzeitig getrennt, nachdem der Übungsleiter bereits in der Winterpause seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte. Man habe sich beiderseits einvernehmlich geeinigt, betonen sowohl Trainer Klee als auch der Abteilungsleiter Dirk Schmitz, der bereits einen Nachfolger präsentiert. Jürgen Ebert ist seit September für den SV Fortuna Nauort als Torwart aktiv und wird nun Spielertrainer – „notgedrungen“, sagt der 49-Jährige wegen der Probleme auf dieser Position. Das Hinrundenspiel gegen die SG Elbert hat der Vallendarer schon mitgemacht und schätzt den Gegner als sehr spielstark ein.

„Wir sind Olaf Klee zu großem Dank verpflichtet“, erklärt Abteilungsleiter Dirk Schmitz, denn zwei Aufstiege prägen nach zweieinhalb Jahren dessen Bilanz. Zudem sei das Verhältnis menschlich sehr angenehm gewesen. Die erwartet schwierige sportliche Lage sei nicht der Grund für den Abschied, aber zuletzt gab es „das Gefühl, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht“.


Stark trumpft nach wie vor die SG Elbert auf. „Es hat richtig gut getan, direkt nach der Winterpause wieder zu punkten“, blickt Trainer Michael Diel auf das 2:0 über Westerburg zurück. Wie gewohnt sei der Spielverlauf eng gewesen. Jetzt folgen Spiele gegen Mannschaften, die in der Tabelle ebenfalls hinter Elbert rangieren, deshalb soll in den kommenden Wochen die Basis für den Klassenverbleib gefestigt werden. Die Ausgangslage ist gut, doch „unser kleiner Kader wird nicht üppiger“. Schon am Wochenende werde das Aufgebot nicht so breit besetzt sein wie zuletzt. Diel hebt aber hervor, dass erste und zweite Mannschaft bei der SG hervorragend kooperieren und beide ihr Ziel, die jeweilige Klasse zu halten, nicht aus den Augen verlieren. „Die Jungs hauen sich voll rein“, lobt er, deshalb werde über Ausfälle nicht gejammert.

 


SG Westerburg/Gemünden – VfL Hamm

 

Das neue Jahr hat für die SG Westerburg mit altbekannten Problemen begonnen. Wer passabel spielt, aber keine Treffer erzielt, ergattert keine Punkte – so wie beim 0:2 bei der SG Elbert. „Die Durchschlagskraft vorne hat uns definitiv gefehlt“, gesteht Co-Trainer Steffen Dörner. Niemand trifft seltener als die SG Westerburg. Besonders schwach ist die Bilanz zu Hause – ohne Sieg bei nur drei eigenen Toren. „Da müssen wir endlich ins Rollen kommen“, verlangt Dörner. Personell sieht es immerhin wieder besser aus. David Gläser fällt zwar noch aus, aber in Tom Holzhäuser könnte ein weiterer Akteur zurückkehren. Bei einem wieder genesenen Leistungsträger wie Marvin Binge zeige sich, dass nach der Pause noch die Spielpraxis fehle.


„Es beginnen die Wochen der Wahrheit“, sagt Hamms Trainer Philipp Höhner, der mit seiner Mannschaft ebenfalls eine Niederlage zu verkraften hat, die dazu mit 0:4 ausgerechnet im Derby gegen Wissen hoch ausgefallen ist. Dieses Misserfolgserlebnis habe die Spieler noch einige Tage beschäftigt, doch ein schlechtes Spiel soll die positive Entwicklung Ende des alten Jahres nicht überdecken. Das Selbstvertrauen ist derzeit allerdings wohl beiderseits nicht sehr ausgeprägt. So fährt der VfL Hamm ohne Auswärtssieg nach Westerburg, angeschlagene und kranke Spieler gibt es hüben wie drüben. „Die Einstellung ist das Entscheidende im Abstiegskampf“, erinnert Philipp Höhner. Seine Mannschaft soll anknüpfen an die guten Leistungen, die sie vor der Winterpause häufig geboten hat.

 


VfB Wissen - SG Weitefeld-Langenbach

 

Dem erfolgreich gestalteten großen Derby gegen Hamm folgt für den VfB Wissen ein zweites Lokalduell. Diesmal eröffnet sich zugleich die Chance, dem Kontrahenten SG Weitefeld bis auf einen Punkt in der Tabelle nahe zu rücken. Beide Mannschaften und die Trainer kennen sich gut, berichtet VfB-Coach Dennis Reder. „Das ist für uns ein wichtiges Spiel“, erläutert er, denn bei einer Niederlage ginge der Kontakt zu den Top-Vier der Liga verloren – und der VfB hat ein hartes Programm zu bewältigen in nächster Zeit.

Die Weitefelder schätzt er als eine „junge, hungrige und disziplinierte Mannschaft“. Zugleich bangt Reder um den torgefährlichen Torben Wäschenbach, der sich einen Bänderanriss in der Schulter zugezogen hat. Würde er aussetzen müssen, käme vermutlich Till Niedergesäß zu einem Einsatz in der Startelf. Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt muss auf Innenverteidiger Steffen Kempf verzichten, der sich ebenso an der Schulter verletzt hat. Ansonsten gebe es ein paar angeschlagene Spieler im Kader, die bis zum Wochenende jedoch wahrscheinlich wieder fit seien. Offen bleibt zunächst, ob dann auf Rasen oder Asche gespielt wird. „Auf jeden Fall hat Wissen einen guten Kader“, sagt Mockenhaupt, „nur eine Durststrecke hat den VfB gehemmt.“

Mit dem eigenen Einstieg ins neue Spieljahr ist Mockenhaupt trotz des 3:1 über Hundsangen nur bedingt zufrieden, allein die erste halbe Stunde überzeugte. „Danach haben wir aber 60 Minuten lang nicht so gespielt, wie ich es mir vorgestellt habe“, ärgert er sich, zunehmend habe die Leistung nachgelassen. „Wir können uns noch steigern und müssen es auch.“

 


TuS Montabaur - SG Emmerichenhain/Niederroßbach

 

Mehr Spitzenspiel-Charakter geht nicht: Der Zweite TuS Montabaur empfängt Spitzenreiter SG Emmerichenhain, wobei sich erst kurzfristig entscheidet, ob die um eine Stunde nach hinten verlegte Partie auf dem Stadionrasen oder dem Hartplatz angepfiffen wird. Die beste Abwehr trifft auf den besten Angriff der Liga, und die Gastgeber haben allen Grund, selbstbewusst zu sein nach ihrem 4:0-Erfolg in Müschenbach.

TuS-Trainer Benedikt Lauer hat fast seinen kompletten Kader zur Verfügung, lediglich Samuel Hofmann fällt wegen eines Kreuzbandrisses langfristig aus. Seine Mitspieler sollen ihre defensiven Stärken einsetzen, ohne die Offensive zu vergessen. „Die SG darf uns nicht beschäftigen“, meint Lauer. „Wir müssen uns konzentrieren, um eine Top-Leistung auf den Platz zu bringen.“ Schon im Hinspiel ging es eng zu, letztlich behielt Emmerichenhain dank eines 3:2 die Punkte für sich.

Eine Woche länger als alle anderen Vereine hat die SG Emmerichenhain in der Winterpause verbracht. Die Bedingungen waren wechselhaft, erzählt Trainer Nihad Mujakic, oft wurde außerhalb trainiert oder es wurden Freundschaftsspiele ausgetragen. „Wir sind gewappnet und fit“, verspricht er. Für die Kondition habe man einiges getan, „und das Fußballspielen haben wir sicherlich nicht verlernt“ im Winter.

Seinen Ex-Klub TuS Montabaur hat Mujakic in Müschenbach beobachtet. An der eigenen Einstellung und Zielsetzung habe sich nichts verändert. Noch im Monat März könne sich theoretisch einiges entscheiden in der Bezirksliga Ost, weil sowohl an der Spitze als auch im Keller etliche Mannschaften gegeneinander antreten. Speziell für den TuS Montabaur stehe am Sonntag womöglich das wichtigste Spiel der Rückrunde an.

 


 

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth - VfL Bad Ems

 

Nach über neun Monaten Bauzeit steht der SG Ellingen/Bonefeld/Willroth das runderneuerte Clubhaus wieder zur Verfügung. „Wir sind wieder zu Hause“, freut sich der Ellinger Trainer Thomas Kahler. Auch sportlich schwebt die SGE auf Wolke sieben. „Der Sieg im Derby in Linz hat die Stimmung natürlich spürbar verändert. Das Training war super diese Woche“, berichtet Kahler, der mit seinem „Tor des Tages“ daran maßgeblichen Anteil hatte. Personell wird es bei der Spielgemeinschaft gegenüber dem Linzer Spiel keine Veränderungen geben. Auch taktisch sieht der SGE-Trainer keine Grundlage, großartig etwas zu ändern. „Wir werden versuchen, in erster Linie wieder defensiv gut zu stehen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Auch gegen Bad Ems werden und wollen wir nicht ins offene Messer laufen“, begründet Kahler seine neue taktische Ausrichtung.

„Das wird ein sehr schwieriges Spiel“, ist dem Bad Emser Trainer Kay Ludwig bei der SG Ellingen bewusst, die jüngst mit einem Sieg in Linz überrascht hat. Der VfL hegt wiederum gute Erinnerungen an das gewonnene Hinspiel. „Warum sollten wir sie nicht ein zweites Mal schlagen?“, fragt Ludwig.

Die Spielweise der Ellinger kenne er ziemlich genau, sie scheine Bad Ems zu liegen. „Ein Punkt wäre schön, drei noch besser“, gibt er vor. Zur positiven Stimmung trägt nach dem Sieg über Birlenbach auch bei, dass sich die personelle Situation im Vergleich zur Hinrunde verbessert hat. Hoffnungen ruhen auf Neuzugang Jan Zimmermann im Mittelfeld, zudem ist Elia Brustolon aus Italien zurück.


 

SG Birlenbach/Balduinstein – FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen

 

Ins zweite Rhein-Lahn-Derby nacheinander geht die SG Birlenbach als Tabellenletzter. „Jeder muss noch ein bisschen mehr den inneren Schweinehund überwinden und ein paar Prozent mehr reinlegen“, fordert Spielertrainer Wladimir Stumpf vor der Begegnung mit der FSV Osterspai. „Wir wollen das Spiel bestimmen“, stellt er klar. Nicht mithelfen kann dabei jedoch Stürmer Matthias Arnolds, der im Spiel in Bad Ems einen Kreuzbandriss erlitten hat. Zudem leidet Dennis Grontzki an einem Muskelfaserriss in der Wade. Zurückkehren dürfte hingegen Moritz Detrois. Etwas Zuversicht gibt Stumpf die Leistung seiner Elf in Bad Ems, denn „wir haben nur vergessen, ein Tor zu schießen“. Ob auf dem Birlenbacher Naturrasen gekickt werden kann, ist fraglich. Die SG überlegt, nach Gückingen auf Kunstrasen auszuweichen.


„Es wäre gut, wenn wir spielen“, hofft Osterspais Trainer Nico Helbach, dass es zu keiner Absage kommt. Nach dem 2:1-Erfolg über den SV Fortuna Nauort bietet sich für sein Team die nächste Chance, gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf Boden gutzumachen. „Das ist wieder ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt Helbach; wenn man in der Bezirksliga bleiben wolle, müsse man Gegner wie Birlenbach hinter sich lassen. Im Hinspiel gab es den einzigen Zu-Null-Sieg für die FSV.

Eines ist indes nicht zu übersehen: „Auswärts müssen wir uns steigern.“ Keinen einzigen Punkt holte Osterspai in der Fremde. Helbach führt das zu einem guten Teil darauf zurück, dass seine Mannschaft in der Hinrunde hauptsächlich zu Kontrahenten aus der oberen Tabellenhälfte reisen musste. Am Sonntag sollte Martin Schwarz nach überstandener Erkrankung wieder zur Verfügung stehen. Linksverteidiger Max Kirchner weilt hingegen aus beruflichen Gründen weiter im Ausland.

 

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[ Letzte Änderung: 18. Juni 2018 ]