SV Hundsangen e.V. 1926

23.03.2017, 19:51, Alter: 299 Tage
Kategorie: Fussball

Vorschau Bezirksliga 22.Spieltag

Von: rhein zeitung

 

 

 

Für das Spitzenquartett können Patzer teuer werden


Am 22. Spieltag der Bezirksliga Ost, der am Mittwoch mit dem 4:0-Heimsieg der FSV Osterspai gegen die SG Elbert eröffnet wurde, steht das Spitzenquartett vor kniffligen Aufgaben: Der Tabellenführer SG Emmerichenhain/Niederroßbach und der VfB Linz müssen auswärts bei spielstarken Mannschaften aus der oberen Tabellenhäfte ran, die locker aufspielen können, der TuS Montabaur erwartet die wiedererstarkte SG Ellingen, und die SG Weitefeld fährt zum abstiegsgefährdeten Neuling nach Nauort. Im Tabellenkeller, wo noch vor nur einer Woche mit sieben Mannschaften Hochbetrieb herrschte, drohen Birlenbach, Nauort und Bad Ems den Anschluss zu verlieren, weil die Konkurrenz kräftig punktete.



SG Hundsangen/Obererbach – VfB Linz


Nach dem 1:2 in Emmerichenhain lauert das nächste Spitzenteam auf die SG Hundsangen. Für Spielertrainer Martin Schlimm ist der VfB Linz „die reifste und spielstärkste Mannschaft der Klasse“ mit einem klaren System. Dennoch bietet der Gegner die Möglichkeit, endlich einen der großen Vier in der Tabelle zu schlagen. Dazu müsse die Chancenverwertung besser werden; was in der Hinrunde lange ein Pluspunkt der Hundsangener war, droht jetzt ein Manko zu werden. „Es muss alles passen, damit es funktioniert“, sagt Schlimm über die Aussichten seiner Mannschaft in den Spielen gegen die Spitzen-Mannschaften der Liga. Immerhin hat er keine Ausfälle zu beklagen. David Leonardi ist wieder fit und Kelvin Lima könnte nach seinem Brasilien-Aufenthalt in die Startelf rücken.

 

 

Kelvin Lima, sein Einsatz ist noch fraglich

 

„Natürlich hoffen wir auf Schützenhilfe der SG Ellingen. Thomas Kahlers Mannschaft ist richtig gut drauf und momentan schwer zu schlagen. Aber wir dürfen nicht nach Montabaur schauen, sondern müssen unsere eigene Aufgabe lösen. In Hundsangen wartet auf uns keine Aufgabe, die gerade im Vorbeigehen erledigt werden kann“, beschreibt Paul Becker die Begegnung des Tabellendritten beim Rangsechsten, vor dem der VfB-Coach großen Respekt. „In Hundsangen wird mit Schönspielerei kein Blumentopf zu gewinnen sein“, erwartet er eine kampfbetonte Partei. Deshalb wird Becker von seiner bevorzugten offensiven Grundausrichtung eventuell etwas abrücken. „Die letzten Jahre in der Bezirksliga haben gezeigt, dass du nur glänzen kannst, wenn die Arbeit erledigt ist. Kampf und gutes Zweikampfverhalten sind die Basis für den Erfolg. Das hat die Partie gegen Montabaur wieder gezeigt. Hätten wir versucht so wie gegen Ellingen nur Fußball zu spielen, hätten wir erneut den Platz als Verlierer verlassen. Ich war stolz auf meine Jungs, das sie das verinnerlicht haben“, sagt Becker. Personell hat sich die Lage noch immer nicht ganz entschärft.

Ob der VfB-Stammtorwart Sebastian Seitz wieder zwischen den Pfosten stehen kann, bleibt bis zum Anpfiff fraglich. Da auch die etatmäßige Nummer zwei, Ranko Becker (krank), weiter fehlt, sind wahrscheinlich wieder die Dienste der Nummer drei, Christopher Schad, gefragt. „Er hat gegen Montabaur super gehalten und eine unheimliche Ruhe ausgestrahlt. Der Torwart wird dieses Spiel nicht negativ für uns entscheiden“, stellt sich Becker 100-prozentig hinter Schady. Sehr interessant liest sich die Heimbilanz der Gastgeber mit drei Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen. Geht es nach dem Wunsch von Becker steht bei den Niederlagen der Westerwälder am Sonntagabend keine drei mehr in der Bilanz.

 


SV Fortuna Nauort – SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald


Wieder mal eine passable Partie abgeliefert, aber im Jahr 2017 noch keinen Punkt ergattert – die Lage ist nicht einfach für das Schlusslicht Fortuna Nauort. Immerhin erkennt der neue Spielertrainer Jürgen Ebert spielerische Fortschritte vor der Begegnung mit der starken SG Weitefeld. „Punkte sind in jedem Spiel zu vergeben“, macht Ebert Mut. Überhaupt sei die Stimmung in der Mannschaft trotz der Misserfolge „nicht total deprimiert“. Die bestmögliche Leistung bringen und sehen, was dabei herauskommt, lautet seine Forderung. Fehlen wird aber nach wie vor Christian Kulachmetow. Ebert will ansonsten verstärkt darauf achten, welche Spieler sich voll einsetzen und an einem Strang ziehen.

Bei der SG Weitefeld ist sehr fraglich, ob Angreifer Jan Niklas Mockenhaupt auflaufen kann, denn er hat sich eine Handprellung zugezogen. Sein Vater und Trainer Jörg Mockenhaupt hat sonst alle Spieler zur Verfügung und will in Nauort natürlich punkten. Offen sei, ob das 3:3 gegen Westerburg die Mannschaft aus dem Takt gebracht habe. Pech sei dabei gewesen bei Elfmeterpfiffen und Lattentreffern. Nach schwacher erster Halbzeit habe man sich nach der Pause sichtlich gesteigert. „In Nauort wird die Aufgabe ähnlich undankbar“, denn Mockenhaupt erwartet, dass seine Elf das Spiel machen muss – „das können wir aber auch“, betont er. Weiterhin fordert er hohes Engagement, denn „es geht nicht nur mit spielerischen Mitteln. Letztlich muss alles zusammenpassen, um ein Bezirksligaspiel zu gewinnen.“

 

 

SG Westerburg/Gemünden – SG Müschenbach/Hachenburg


„Eine richtig gute Mannschaftsleistung“, so Trainer Oliver Meuer, hat der SG Westerburg am Mittwoch einen deutlichen 5:1-Auswärtssieg in Birlenbach eingebracht. Getrübt wurde die Freude durch eine Verletzung, die sich Defensivspezialist Manuel Jung zugezogen hat.

„Der Kader wird immer kleiner“, fasst Meuer zusammen. Dafür hat seine Mannschaft das Tore-Schießen wieder für sich entdeckt und Moral bewiesen nach einem Rückstand zur Pause in Birlenbach. „Wir haben an den richtigen Schrauben gedreht“, ist Meuer überzeugt, dass der Aufwärtstrend seines Teams anhalten kann. „Müschenbach kommt aber auch mit breiter Brust“, ist ihm für den Sonntag bewusst.


Zwei Mannschaften, die sich ähneln und mit vergleichbaren Problemen kämpfen, werden nach der Einschätzung von Müschenbachs Trainer Volker Heun gegeneinander antreten. Aufgrund der Personalsorgen überraschten die Tabellenstände beider nicht. Seine Elf hat jüngst mit dem 5:2 gegen Wissen für Aufsehen gesorgt, dennoch „war spielerisch noch Luft nach oben“, so der erfahrene Übungsleiter. Gefallen hat Heun jedoch die Einstellung seiner Spieler, und „damit kann man in dieser Klasse einiges bewegen.“ Letztlich erwartet er eine Partie auf Augenhöhe und eine „echte Standortbestimmung“. Die Kontrahenten befinden sich also beide augenscheinlich im Aufwind, ohne alle Abstiegsängste und den damit verbundenen Druck hinter sich gelassen zu haben: Punkte brauchen beide noch.

 


VfB Wissen – SG Emmerichenhain/Niederroßbach


„Den Tabellenführer ärgern“, das ist das Ziel, das Wissens Trainer Dennis Reder ausgibt. Das Tabellenbild ist für seinen Verein mittlerweile weniger interessant, der VfB steht jenseits von Gut und Böse ohne Chance, noch einmal zur Spitzengruppe aufzuschließen nach Niederlagen an den jüngsten zwei Spieltagen. „Wir sind jetzt in der Phase, in der sich der Charakter zeigt“, erklärt Reder. Daher will er bei den anstehenden Spielen um die „Goldene Ananas“ genau beobachten, wer mitzieht und sich für eine weitere Zusammenarbeit in der nächsten Saison anbietet. Gegen Emmerichenhain könnte neben Lucas Brenner und Philipp Bedranowsky auch Torben Wäschenbach wieder im Kader stehen. Am Oberschenkel verletzt hat sich Alexander Rosin.

Als eine „harte Nuss“ bezeichnet der Emmerichenhainer Trainer Nihad Mujakic den VfB Wissen. Der Ex-Regionalligist „hat individuelle Klasse, ist aber nicht zu einer Mannschaft geworden“. Somit sei Wissen „eine kleine Wundertüte“, über die er sich gut informiert hat. Generell erwartet Mujakic, dass die kommenden Gegner stets motiviert sind, weil sie gegen den Tabellenführer der Liga auflaufen. „Wir müssen läuferisch und kämpferisch 100 Prozent geben“, verlangt er deswegen von seinen Akteuren. „Das eigene Spiel durchdrücken“ ist eine Maßgabe, die er auch für die Auswärtspartien als Leitlinie formuliert. Der breite Kader soll helfen, zumal Julian Jung wieder das Lauftraining aufgenommen hat. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des angeschlagenen Michael Sehner.

 


TuS Montabaur – SG Ellingen/Bonefeld/Willroth


Hinfallen und wieder aufstehen – das ist das Motto für den TuS Montabaur nach der Niederlage in Linz. Trainer Benedikt Lauer meint generell, dass solche Misserfolge zum Fußball dazugehören, doch sei das 1:2 auf dem Kaiserberg ärgerlich gewesen, weil der Spielverlauf für Montabaur gesprochen habe.

„Ellingen wird ein harter Brocken“, ist er sich vor der nächsten Aufgabe bewusst, denn der Gegner hat sich im Laufe der Saison erheblich verbessert. Obwohl Arthur Henich eine Rotsperre verbüßen muss, ist die personelle Situation beim TuS Montabaur nach wie vor günstig. „Alle müssen im Training kämpfen, wenn sie in der Startelf stehen wollen“, berichtet Lauer. Nun ist eine Reaktion auf dem Platz gefragt.


 

Während der VfL Bad Ems bedingt durch die Abmeldung der Spvgg Wirges II pausiert und die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen ihre Partie gegen die SG Elbert bereits am vergangenen Mittwoch absolviert hat, ist vom Trio der heimischen Fußball-Bezirksligisten am Sonntag ab 14.30 Uhr nur die SG Birlenbach/Balduinstein gefordert: auf eigenem Platz gegen den VfL Hamm.


Zwei Heimspiele innerhalb von nur vier Tagen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte sollten der SG Birlenbach eigentlich die Chance eröffnen, Boden im Abstiegskampf gut zu machen. Doch beim 1:5 gegen Westerburg ging das schief, nun kommt der VfL Hamm. SG-Spielertrainer Wladimir Stumpf spricht von „dummen Fehlern“ im Spiel gegen Westerburg, und irgendwann „gingen die Köpfe nach unten“. Defensiv ordentlich stehen und gezielte Konter setzen, lautet jetzt seine Maßgabe für den Vergleich mit dem Ex-Oberligisten. Es komme nicht auf ein schönes Spiel, sondern auf den Ertrag an. Dass das 1:8 aus dem Hinspiel noch durch die Köpfe spukt, glaubt er nicht.

„Wir fahren dahin, um drei Punkte mitzunehmen“, kündigt Hamms Trainer Philipp Höhner an, es wäre der erste Auswärtssieg für seine Elf. Zwei Begegnungen ohne Niederlage zuletzt mehren die Zuversicht: „Wir können den nächsten Schritt machen“, zumal der VfL bereits am Ende des vergangenen Jahres aufsteigende Form bewiesen hat. Lediglich gegen Wissen leistete man sich einen „Ausrutscher“.

Dass seine Leute die Birlenbacher nach dem hohen Sieg in der Hinrunde unterschätzen, fürchtet Höhner nicht. „Das 2:1 gegen Nauort hat gezeigt, dass wir immer an unsere Grenzen gehen und den Kampf annehmen müssen“, erklärt der Trainer. Werde Qualität auf den Platz gebracht, sollte es klappen mit Punkten gegen den Abstieg. Neue Verletzungssorgen gebe es nicht, Hamms Kader ist stabil.

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[ Letzte Änderung: 17. Januar 2018 ]