SV Hundsangen e.V. 1926

24.08.2017, 20:27, Alter: 1 Jahre
Kategorie: Fussball

Vorschau Bezirksliga 3. Spieltag

Von: rhein zeitung

                                   

 

SG Wallmenroth - SG Hundsangen/Obererbach (So., 15 Uhr, in Wallmenroth).

Nach einem Sieg und einer knappen Niederlage in Niederroßbach ist Stefan Häßler, der Trainer der SG Wallmenroth, „prinzipiell sehr zufrieden“ mit dem Einstand. „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können“, jetzt will der Aufsteiger weiterhin möglichst früh seine Punkte sammeln. Häßler betont, dass Aspekte wie Zweikampfstärke und Wille in der Bezirksliga noch wichtiger sind, „gerade gegen die Mannschaften von oben: Jeder muss da 100 Prozent geben.“ Personell sind die Wallmenrother nicht sorgenfrei, wollen aber auch nicht jammern. Die SG Hundsangen schätzt Häßler als sehr erfahren ein – „gegen einige von denen habe ich selbst noch gespielt, eine gute Mischung“.


Von diesem Kader hat Gäste-Trainer Martin Scherer im Training 17 Leute um sich. Es fehlen der urlaubende Sebastian Schneider und Niklas Noll, der an einem Muskelfaserriss laboriert. Tobias Kegel und Niklas Löw sind nach ihrem Einsatz als Kirmesburschen hingegen wieder spielbereit. Hoffnung gibt Scherer zudem die zweite Halbzeit aus der Partie gegen Aufsteiger TuS Burgschwalbach.
Zuvor sind dem Spielertrainer etliche Mängel aufgefallen, die „Grundtugenden“ hat er zeitweise vermisst, dazu kamen „null Selbstbewusstsein und kein Mut“. Nur wenn man an die zweiten 45 Minuten anknüpfe, besitze man eine Chance beim starken Neuling, dessen ansehnliche Ergebnisse für Scherer nicht von ungefähr kommen: „Sie können Tore schießen, und es ist Euphorie dabei.“


SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen - TuS Montabaur (Fr., 20 Uhr, in Oberelbert)

Derby-Zeit im unteren Westerwald: „Wir freuen uns wirklich auf dieses Spiel“, sagt Elberts Trainer Michael Diel vor der Begegnung mit dem TuS Montabaur. Diese Paarung sei einst sogar ein Ansporn für den Aufstieg in die Bezirksliga gewesen, zu deren Topteams er nun den Gegner rechnet. „Alles, was uns stark macht, müssen wir auf den Platz kriegen“, fordert er vor einem erwartet engen Spiel. „Wir werden nicht gnadenlos vorne draufgehen“, sagt Diel zur Taktik. Einige Verletzte und Urlauber werden ihm heute nicht zur Verfügung stehen, doch „die Jungs, die da sind, werden alles geben“, verspricht der Übungsleiter. Am gestrigen Donnerstag haben beide Mannschaften noch einmal trainiert. Michael Diel wollte erst danach seine Aufstellung in allen Einzelheiten festlegen.
„Alle Mann an Bord“ hat Montabaurs Trainer Sven Baldus. Außerdem schätzt er die Verfassung seines Teams nach den Trainingseindrücken als sehr gut ein. Deshalb soll ausgerechnet im Derby der erste Dreier der Saison her – nach zwei Unentschieden bei ordentlichen Leistungen. „Wir haben uns einfach nicht belohnt, wir müssen noch zielstrebiger werden“, ist dem neuen TuS-Coach aufgefallen. Dass es keinesfalls einfach sein wird, in Oberelbert zu siegen, ist Baldus bewusst. „Wir treffen auf eine sehr gute Mannschaft, die hochmotiviert sein wird“, warnt er. Seine Spieler wüssten, dass die Partie mit einigen Emotionen verknüpft sei. Da gelte es, Präsenz zu zeigen, aggressives Spiel anzunehmen und zu kämpfen gegen den mittlerweile gar nicht mehr so kleinen Nachbarn.


SG Westerburg/Gemünden - Spvgg EGC Wirges (So., 14.30 Uhr, in Gemünden).

„Die Formkurve geht nach oben bei uns“, freut sich Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev. Vier bislang verletzte Spieler durfte er außerdem wieder im Training begrüßen, Konkurrenzkampf ist angesagt. Lediglich Tim Barke werde noch zwei bis drei Wochen lang nicht einsatzfähig sein, teilt der Coach mit.
Solche Voraussetzungen sind nötig, denn die SG erwartet in der EGC Wirges einen Gegner, den Kaltchev zu den Aufstiegsaspiranten zählt. Dennoch betont er: „Wir wollen zu Hause die Initiative ergreifen und nach vorne spielen – wir können auch ein bisschen kicken.“ Die Basis soll die starke Leistung beim 1:1 in Montabaur bilden, denn „da haben wir ein sehr gutes Spiel abgeliefert“.
„Im Moment ist jede Mannschaft heiß“, erklärt der Wirgeser Trainer Nikolai Foroutan. Das spricht er ebenso den Westerburgern zu, die er in der Vorbereitung beobachtet hat und mit denen er „ein Spiel auf Augenhöhe“ erwartet. Er verspricht „keinen Hurra-Fußball“, aber eine engagierte Einstellung mit dem Willen, die Zweikämpfe genauso zu suchen wie die Chancen zum Torabschluss. „Wir werden diese Aufgabe sehr konzentriert angehen“, so Foroutan. Seine Mannschaft soll defensiv „einen Tick besser stehen“, denn bisher sechs Gegentreffer in zwei Spielen erscheinen dem Trainer als recht viel. So soll seine Elf die Räume enger machen bei Standards, zumal er die Westerburger Offensive als gefährlich einstuft. Dennoch haben die Wirgeser Grund, selbstbewusst zu sein nach dem Erfolg in Weitefeld.


SG Müschenbach/Hachenburg - SG Emmerichenhain/Niederroßbach 

„Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, sind wir nicht chancenlos“, kündigt Müschenbachs Trainer Volker Heun vor dem Spiel gegen die SG Emmerichenhain an. Dabei interessiert ihn wenig, dass der Gegner an der Spitze der noch wenig gefestigten Tabelle rangiert: „Es hat keine Relevanz, ob wir jetzt gegen Emmerichenhain oder Burgschwalbach spielen.“ Zudem geht Heun davon aus, dass der Kontrahent nach dem Abgang von Mario Pavelic und der schweren Verletzung Keigo Matsudas „personell nicht stärker geworden ist“. Diszipliniert spielen und Einstellung auf dem Platz zeigen ist daher die Forderung an seine Leute. Die haben am Mittwoch in Unterzahl beim 1:1 gegen Weitefeld einen Punkt gesichert. Das war „für die Moral ganz wichtig“, die Mannschaft habe sich stabiler präsentiert.
Die SG Emmerichenhain hat als einzige Mannschaft der Bezirksliga ihre ersten beiden Bezirksliga-Spiele gewonnen und ist trotzdem nicht sorgenfrei. Neben den Langzeit-Verletzten Andre Sarholz und Keigo Matsuda fällt nun Sora Terada aus, der wegen eines Trauerfalls nach Japan gereist ist, berichtet Trainer Nihad Mujakic. Fabian Göbel und Mario Kulmer sind angeschlagen, Timon Topitsch und Max Stähler in Urlaub. „Der Rest ist da“, meint Mujakic ironisch, der zuletzt zwölf Feldspieler um sich scharen konnte. Dennoch sind weitere drei Punkte das Ziel. Zuversicht gibt Mujakic die Einstellung seiner Leute: „Die Mannschaft zeigt Charakter.“ Dazu verschaffen natürlich die beiden Auftakterfolge Rückhalt, denn „das waren zwei verdiente Siege, wenn auch etwas holprige, weil wir viele Chancen ausgelassen haben“.


SG Weitefeld-Langenbach - VfL Hamm (So., 15 Uhr, in Friedewald)

„Es läuft ein bisschen zäh an“, sagt Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt über den Auftakt der Saison. Die Leistung beim 3:4 gegen Wirges hat ihm da noch besser gefallen als die beim 1:1 bei der SG Müschenbach. „Ein ganz schwaches Spiel“, kommentiert er, und am Sonntag werde es gegen Hamm nicht einfacher. „Daheim müssen wir jetzt in die Spur finden“, fordert Mockenhaupt. Ein Sieg über Hamm ist nötig, um die Tabellenspitze nicht früh (vorläufig) aus den Augen zu verlieren. Er erwartet einen Gegner, der sicherlich nicht anrennen werde gegen seine Elf. Positiv stimmt bei der SG, dass der Kader nach wie vor fast vollständig beisammen ist und Jan Niklaus Mockenhaupt sowie Mario Schönberger im Aufbautraining Fortschritte machen.
„Weitefeld ist einer der Favoriten in der Liga. Es ist eine Top-Leistung nötig, um da etwas mitzunehmen“, erklärt Philipp Höhner, der Spielertrainer des VfL Hamm. Deshalb soll seine Mannschaft erst einmal defensiv gut stehen, sich dann auf ihre offensiven Stärken besinnen und „Nadelstiche setzen“. Auftrieb verleiht außerdem der 3:2-Erfolg über Müschenbach nach der Auftaktpleite.
„Das war eine gute Reaktion auf das erste Spiel“, freut sich Höhner, zumal die personelle Situation momentan eher schwierig ist beim VfL Hamm. Einige Fragezeichen stehen hinter Spielernamen, zurückkehren könnte Hannes Hering. Bei anderen Akteuren hofft der Trainer, dass sie leichtere Blessuren bis zum Sonntag auskurieren. Mit 14 Spielern wurde am Mittwoch das Training bestritten.


SG Ellingen/Bonefeld/Willroth – SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod  

„Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können“, resümiert Ahrbachs Trainer Peter Olbrich nach zwei Unentschieden. Aber die Aufgaben werden nicht leichter für den munteren Aufsteiger, denn nun geht es zur SG Ellingen, der Olbrich und viele andere einen Platz im obersten Tabellenteil zutrauen.
„Da hängen die Trauben hoch“, vermutet Olbrich, doch im Fußball sei alles möglich und ein Punkt für einen Liga-Neuling stets beachtlich. Der SG Ahrbach kommt zugute, dass der Kader aktuell Zuwachs durch heimkehrende Urlauber erhält und zuletzt Verletzte wieder das Training aufnehmen. Die Moral stimmt ebenso, gegen Elbert wurde ein 0:2 aufgeholt, denn „wir suchen unsere Chance bis zur letzten Minute“.


VfL Bad Ems – FSV Osterspai/ Kamp-Bornhofen (Fr., 19.30 Uhr).

Nicht nur wegen des Derby-Charakters hat der VfL Bad Ems am Freitagabend ein besonderes Spiel vor der Brust. Zum Auftakt des traditionellen Bartholomäus-Markts will sich die Elf von Spielertrainer Kay Ludwig natürlich gerne drei Punkte vor den ersten Getränken sichern. Die personellen Voraussetzungen dafür haben sich verbessert.
So steht in Person vom Marvin Rixen wieder ein „gelernter“ Torwart zwischen den Pfosten. Zuletzt musste Marco Jockel auf dieser Position aushelfen. „Das hat er nicht schlecht gemacht“, lobt Ludwig. Verletzt fehlen ihm nach wie vor Marco Lorch, Christian Richter, Julian Bär und Micha Krohmann. Doch bei 23 Leuten im Training gedeiht Optimismus.
Zugleich herrscht Respekt vor Osterspais Kampfeswillen. Der hat beim 3:3 gegen Ellingen wieder gestimmt, bestätigt FSV-Trainer Nico Helbach – anders als beim 0:5 zum Auftakt in Oberelbert. „Wir wollen auf jeden Fall etwas mitnehmen“, sagt er nun vor dem Vergleich auf dem Bad Emser Stadionrasen, letztlich sei der VfL „ein Mitkonkurrent auf den hinteren Plätzen“. So wollen die Osterspaier auf der Leistung aus dem Ellingen-Spiel aufbauen, wo sie starke Standards zeigten.
Nico Helbach und sein Trainerkollege Sebastian Weinand dürfen zudem auf einen wieder verbreiterten Kader hoffen. Leistungsträger Florian Lemler, Max Kirchner und Bej Ali Simbargov kehren voraussichtlich zurück. Christoph Heymann und Tobias Schneider werden heute hingegen fehlen. Jan Niklas Huss fällt noch längere Zeit aus. In der vergangenen Saison gewannen die Osterspaier beide Derbys gegen den VfL, nachdem den Kreisstädtern dies in der vorletzten Spielzeit gelungen war.


TuS Burgschwalbach – VfB Wissen (So., 14.30 Uhr).

Nach dem ersten Punktgewinn in der Bezirksliga hat der Aufsteiger vom Märchenwald Grund, mit Selbstvertrauen die nächste Aufgabe anzugehen. „In der ersten Halbzeit in Hundsangen haben wir sogar einen Dreier verpasst“, findet Trainer Torsten Baier. Spielerisch bewege man sich auf Augenhöhe mit anderen, die „auch nur mit Wasser kochen“.
„Wir müssen noch ein bisschen kaltschnäuziger sein“, fordert Baier, der ansonsten mit der Mannschaft „unser Spiel durchziehen“ will. Das bedeute „volle Attacke“; eine defensive Taktik sei nicht so das Ding der Burgschwalbacher. Personell kann Baier aus dem Vollen schöpfen. Neuzugang Julian Kohl von der JSG Aarbergen erweitert nun den Kader als weitere Option für die Defensive.
Für den VfB Wissen dürfte die Fahrt an die hessische Landesgrenze in absolutes Neuland führen. Zwar besitzt Trainer Walter Reitz Erfahrung mit dem Fußball im Rhein-Lahn-Kreis, weil er einst die SG Miehlen/Nastätten anleitete. Doch seinerzeit gehörte der TuS Burgschwalbach noch der Kreisliga B an, am Stellweg breitete sich Asche aus und nicht wie heute ein neuer Kunstrasen.
Sportlich liegt der VfB auf dem dritten Rang und damit im Soll. Einem Unentschieden bei der ebenfalls hoch gehandelten SG Ellingen folgte ein klarer 3:0-Heimsieg über den VfL Bad Ems. Bislang zwei Gegentreffer bedeuten übrigens derzeit Liga-Bestwert, gemeinsam mit der SG Elbert und der SG Westerburg. Nach intensiver Vorbereitung besteht die Chance, sich oben in der Tabelle festzusetzen.

 

 

 

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[ Letzte Änderung: 13. Dezember 2018 ]