SV Hundsangen e.V. 1926

02.12.2011, 17:59, Alter: 7 Jahre
Kategorie: Fussball

Weidenfeller vor dem Absprung

Von: mittelhessen

"Leider ist das Umfeld nicht mitgewachsen"

 

Weidenfeller vor dem Absprung?

 

Nach zehn vergeblichen Anläufen solls morgen endlich klappen: Eintracht Wetzlar will gegen Neuling SpVgg. Hadamar den ersten Heimsieg in der Fußball-Hessenligasaison 2011/12 feiern. Beim Gast überrascht derweil Heiko Weidenfeller mit seinen Gedanken über seine Zukunft.

 

 

"Jetzt müssen wir den Bann brechen", gibt sich Trainer Herbert Schäty wild entschlossen und fügt an: "Die Mannschaft ist heiß und wird alles dafür geben." Quasi als Nebenprodukt eines
Dreiers um 14 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Klosterwald steigenden Kellerduell könnte der Tabellenletzte sogar die Schlussleuchte an die Rot-Weißen aus Frankfurt abtreten - vorausgesetzt sie verlieren zur gleichen Zeit bei Rot-Weiß Darmstadt.


Die Vorzeichen scheinen bei den Domstädtern am Vortag des zweiten Advents gut: Kevin Simmons fehlte zwar zuletzt wegen einer fiebrigen Erkältung bei den Übungseinheiten, wird aber wohl am Samstag ebenso zur Verfügung stehen wie Isaac Ojigwe, der am Dienstag verletzungsbedingt
das Training abbrechen musste. Schäty kann also voraussichtlich seine beste Formation aufs Feld schicken.

"Das 1:1 in Vellmar sollte uns zusätzlichen Auftrieb geben", glaubt der 62-Jährige. Große Hoffnungen ruhen morgen auf Neuzugang Andreas Anicic, dem letzten Samstag ein verheißungsvolles Debüt gelang und der nun erstmals vor heimischer Kulisse aufläuft. "Mit ihm haben wir einen guten Mann für die Offensive dazubekommen. Dank ihm erarbeiten wir nicht nur
mehr Torchancen, zugleich entlastet er die Defensive", hält Schäty große Stücke auf den 27-Jährigen aus der Insolvenzmasse des Nordost-Oberligisten Borea Dresden.

"In Wetzlar gehts ums nackte Überleben", weiß Hadamars Coach Heiko Weidenfeller, "auch für uns." Der 35-Jährige beklagt erneut einige Ausfälle: Hasan Harmouch steht wegen einer Knie- kehlenreizung ebenso auf der Verletztenliste wie der Koreaner Jun Hun Kim, Ilir Tahiri und Faisal
Aziz. Dagegen kehrt Hüsni Tahiri nach Ablauf seiner dreiwöchigen Rot-Sperre in die Elf des Neulings zurück.

Ein Wechsel bahnt sich im Tor an: Für Florian Hammel, der noch immer durch eine Bänderdehnung und einen Kapselriss gehandicapt ist und zuletzt das entscheidende 0:1 gegen Fernwald auf seine Kappe nehmen musste, wird wohl Christopher Strauch zwischen die Pfosten rücken. "Festlegen will ich mich aber noch nicht, denn Strauch ist nach seiner Lungenentzündung noch nicht vollends wieder auf dem Damm. Das wird eine Bauchentscheidung", kündigt der Bruder des Dortmunder Meister-Torwarts Roman Weidenfeller an, der bei der Spielvereinigung aus der Nähe von
Limburg offenbar vor dem Absprung steht. "Ich bin jetzt zehn Jahre in Hadamar, davon die letzten drei als Trainer. Wir sind in den vergangenen fünf Jahren drei Mal aufgestiegen. Aber leider ist mein Umfeld nicht in gleichem Maße mitgewachsen", sieht sich der Erfolgscoach als
"Einzelkämpfer" auf der "großen Bühne Hessenliga". "Der Vorstand und ich werden uns in Kürze zusammensetzen, vielleicht ist schon am Samstag klar, wies weitergeht", sagt der gebürtige Eisbachtaler, der nächste Woche seine B-Schein-Trainerprüfung absolviert.

Dessen ungeachtet fordert Heiko Weidenfeller einen Erfolg bei der Eintracht: "Ein Punkt wäre eigentlich schon zu wenig, denn Unentschieden bringen in der Tabelle kaum was."

Die Domstädter schätzt der Erfolgscoach aus der Fürstenstadt Hadamar wesentlich stärker ein, als es der Tabellenplatz aussagt. "Dass ein nahezu kompletter Umbau der Mannschaft Zeit braucht, musste jedem klar sein. Aber die Wetzlarer Truppe besitzt mit Ojigwe, Daniel Beck den Königs und jetzt mit Anicic viel Qualität und Erfahrung. Wir haben großen Respekt vor der Eintracht."

Mit einer Niederlage will sich Heiko Weidenfeller auf keinen Fall verabschieden. Brisanz steckt damit in dem Duell morgen reichlich drin.

 

 

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