SV Hundsangen e.V. 1926

01.10.2016, 09:50, Alter: 2 Jahre
Kategorie: Fussball

Westerburg verliert 4 : 0

Von: rhein zeitung

 

 

Quandel überragt bei 4:0 im Derby

Emmerichenhains Torjäger besiegt Westerburg fast im Alleingang

 


Kommt die Angriffsmaschine der SG Emmerichenhain/Niederroßbach einmal auf Touren, ist sie kaum zu bremsen – auch nicht in der Bezirksliga Ost. Das wurde am Freitagabend im Derby bei der SG Westerburg/Gemünden einmal mehr deutlich, mit 4:0 (1:0) setzte sich der Aufsteiger durch. Zum Mann des Abends avancierte Torjäger David Quandel, der neben einem Hattrick in Durchgang zwei auch an fast allen anderen gefährlichen Aktionen der Gäste beteiligt war.


Diese enorme Offensivqualität hob denn auch Westerburgs Trainer Oliver Meuer nach dem Abpfiff hervor: „In der ersten Halbzeit haben wir's noch gut gemacht. Nach dem zweiten Gegentreffer waren wir dann aber absolut chancenlos.“


Dabei leistete sich Torjäger Quandel zu Spielbeginn noch einen ungewohnten Aussetzer. Nachdem Westerburgs Schlussmann Niklas Leukel ihm den Ball in die Füße gespielt hatte, versagten Quandel frei vor der Kiste die Nerven, er setzte den Ball knapp am Pfosten vorbei (4.).

Fortan entwickelte sich eine muntere Partie. Beide Mannschaften hielten sich gar nicht erst mit kontrolliertem Ballgeschiebe auf, sondern überspielten das Mittelfeld mit langen Bällen in die Spitze. Dabei wirkte Emmerichenhain indes gefährlicher, vor allem das Angriffstrio mit dem technisch beschlagenen Keigo Matsuda hinter den beiden Spitzen Quandel und Mario Pavelic stellte die Westerburger einige Male vor Probleme.


Das 0:1 fiel allerdings nach einem Eckball. Eine Hereingabe Pavelics segelte durch die versammelte Horde im Strafraum, sodass Marko Zelenika am langen Pfosten nur noch den Fuß hinhalten musste, um die verdiente Gästeführung zu besorgen (27.).

Derweil waren die Gastgeber vorwiegend darum bemüht, die Räume eng zu halten. Wenn sie dann aber doch mal in die Nähe des gegnerischen Tores kamen, fehlte die Präzision. Die fehlte auch bei der dicksten Chance für die Einheimischen durch Justin Keeler (10.). Der im ersten Abschnitt auffälligste Westerburger zog nach einem sehenswerten Sololauf aus 16 Metern ab, der Schuss ging jedoch knapp daneben.


Im zweiten Durchgang rissen die Gäste das Spiel endgültig an sich, während die Gastgeber bis auf eine Halbchance durch Matthias Wengenroth (52.) und einen verschossenen Foulelfmeter Tim Niedermowes (79.) nichts Nennenswertes mehr zustande brachten. Emmerichenhain dafür umso mehr. Die Elf von Trainer Nihad Mujakic konterte den in Anbetracht des Rückstands mutiger werdenden Gegner eiskalt aus. Jeweils auf Zuspiel seines Stürmerkollegen Pavelic blieb Quandel anders als noch zu Spielbeginn konzentriert und vollendete sicher (59., 76.). So auch bei seinem dritten Streich (77.) zum 0:4-Endstand, der Mujakic zufriedenstellte. „Wir haben von Beginn an Druck gemacht, sind geduldig geblieben und haben später die Räume eiskalt genutzt“, fasste Mujakic hinterher zusammen.

 

 

 

 

Seitz sichert Linz Punkt in Wissen

Gästetrainer Paul Becker kann mit dem Remis im Verfolgerduell gut leben


Punkteteilung im Verfolgerduell der Fußball-Bezirksliga Ost: Obwohl der VfB Wissen am Freitagabend die besseren Chancen hatte, musste er sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben. Der VfB Linz nutzte seine einzige richtig gute Chance zum Ausgleich und fuhr mit einem 1:1 nach Hause. „Das war ein glücklicher Punkt für uns“, gestand Gästetrainer Paul Becker. „Damit kann ich leben.“


Vor 225 Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, dem es vor der Pause vor allem an einem mangelte: an Torchancen. Die Gäste zeigten die bessere Spielanlage, wirkten reifer in ihren Aktionen, ließen aber im Spiel nach vorne schlichtweg die Ideen vermissen, die es braucht, um einer Mannschaft wie WissenProbleme zu bereiten. Die Gastgeber werden zwar unverändert von Personalsorgen geplagt und mussten auch schon in der 10. Minuten reagieren, als Lukas Deger für den angeschlagenen Torben Wäschenbach in die Partie kam, sie wirkten aber insgesamt stabil. Und der einheimische VfB war es auch, der im Dr.-Grosse-Sieg-Stadion für die erste halbwegs erwähnenswerte Offensivaktion sorgte.


Max Ebach, neben Fation Foniq die zweite Sturmspitze in der Elf von Trainer Dennis Reder, kam über die rechte Seite nach vorne und zog den Ball von der Torauslinie in die Mitte, wo Deger allerdings knapp verpasste (25.). Es war eine von mehreren vielversprechenden Aktionen des schnellen wie zweikampfstarken Ebach. Als der Wissener Stürmer sein Team kurz vor der Pause in Führung brachte, war das aber nicht das Ergebnis einer guten Einzelleistung, sondern vielmehr Folge eines schweren Patzers des Linzer Keepers Sebastian Seitz. Dieser verließ nach einem langen Pass überstürzt seinen Strafraum, kam auch mit der Brust an den Ball, konnte aber nicht entscheidend klären. Max Ebach nahm das Geschenk an und beförderte den Ball aus 18 Metern zum 1:0 über die Linie (41.). Die Rettungsversuche eines Verteidigers halfen nichts mehr. Nach der Pause drängte Wissen, gewillt, den zweiten Treffer nachzulegen. Nachdem Fation Foniq den Ball an die Unterlatte gedonnert hatte, vergaben Deger und Hüseyin Samurkas aus kürzester Distanz, beide Male klärten die Linzer auf der Linie (47.). Wenig später vergab Max Ebach nach Samurkas-Pass, als er aus zehn Metern direkt abschloss, das Tor aber verfehlte (50.).

 

„Da hätten wir das 2:0 machen müssen“, sagte Wissens Trainer Dennis Reder, der mit ansehen musste, wie die effektiven Gäste gleich ihre erste und letztlich einzige gute Chance nutzten. Nach einem Freistoß aus 25 Metern verwertete Mario Seitz aus fünf Metern und schob den Ball zum 1:1 ein (69.). „Unsere Leistung war kämpferisch in Ordnung, ein Punkt ist aber zu wenig“, klagte Reder. Bitter auch: In der Nachspielzeit verletzte sich noch Hüseyin Samurkas schwer.


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