SV Hundsangen e.V. 1926

30.10.2017, 07:00, Alter: 289 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 12.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                           

Lukas Faulhaber trifft vom Punkt und klärt in Wirges auf der Linie

Hundsangen verdient sich Remis beim neuen Tabellenführer redlich

 

Die Spvgg EGC Wirges musste sich im Derby gegen die SG Hundsangen/Obererbach zwar mit einem 1:1 (0:0) begnügen, war aber trotzdem der Gewinner des Spieltags. Die Mannschaft von Trainer Nikolai Foroutan übernahm die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga Ost.

Knapp 100 Zuschauer trotzten dem stürmischen Herbstwind und sahen in der ersten Hälfte ein sehr zerfahrenes Spiel. Hundsangen agierte aus einer gestaffelten Abwehr heraus und wollte gegenüber den letzten beiden Spielen in Ahrbach und gegen Montabaur nicht schon wieder frühzeitig in Rückstand geraten. Dieses Vorhaben hätte nach zwei Minuten beinahe ein Ende gefunden. Nach einer tollen Kombination über die rechte Außenbahn kam Marvin Severin nur einen Tick zu spät und verpasste so die Führung. Hundsangen agierte sehr konzentriert und tastete sich langsam an das Wirgeser Tor von Oldie Agim Dushica heran. Dieser zeigte seine Klasse in der 17. Minute, als er eine tolle Abnahme von Luca Heinz parierte.

Die größte Chance zur Führung hatte der Wirgeser Jannik Sturm in der 23. Minute, als er freistehend aus fünf Metern das Tor verfehlte. Das Spiel verflachte in der Folge zunehmend und sollte bis zur Pause ereignisarm bleiben. „Der Gegner hat das heute sehr gut gemacht und hat uns in den Zweikämpfen den Schneid abgekauft. Die erste Halbzeit war unsere bisher schlechteste Saisonleistung“, sagte EGC-Coach Foroutan.

Die Gäste aus Hundsangen kamen mutig aus der Kabine und blieben sehr präsent. Nach fünf gespielten Minuten nahm sich Tommy Brühl ein Herz und zog aus gut 30 Metern ab. Mit dem Wind im Rücken krachte sein Schuss gegen die Latte. Die Gästeführung ließ aber nicht lange auf sich warten. Die Wirgeser Abwehr klärte den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Der quirlige Hundsangener Stürmer Marcel Hürter spritzte dazwischen und konnte nur noch durch ein Foul gebremst werden. Schiedsrichter Jean Luc Behrens zögerte nicht lange und entschied auf Elfmeter. Lukas Faulhaber ließ sich wie in der Vorwoche die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 0:1 (58.).

Die Heimelf zeigte sich vom Gegentreffer wenig geschockt und erzielte nur zwei Minuten später den Ausgleich. Die Schüsse von Serkan Öztürk und Carsten Schwarz konnten noch zweimal auf der Linie geklärt werden, doch im dritten Anlauf schoss der Wirgeser Kapitän Yannik Haas den Ball aus kurzer Distanz ins Hundsangener Tor. Das Spiel wurde offener, beide Teams suchten weiter den Weg nach vorne. Serkan Öztürk tauchte zuerst freistehend vor Keeper Leon Schmitt auf und vergab die mögliche Führung für Wirges, ehe auf Hundsangener Seite Jonas Höhn es ihm nachmachte.

Zum Spieler des Tages avancierte Lukas Faulhaber. Er erzielte nicht nur den Gästetreffer per Foulelfmeter, sondern rettete seiner Mannschaft fünf Minuten vor dem Ende den verdienten Punktgewinn. Nachdem der Wirgeser Jannik Sturm den herauseilenden Torwart Leon Schmitt umkurvt hatte, klärte Faulhaber auf der Linie.

„Ich bin stolz auf mein Team. Wir haben eine tolle Laufbereitschaft an den Tag gelegt und sind mutig aufgetreten. Der Punktgewinn ist absolut verdient“, sagte Hundsangens Spielertrainer Martin Scherer. EGC-Coach Nikolai Foroutan war froh, dass der Ausgleich direkt nach der Gästeführung fiel. „Ansonsten wären wir wohl als Verlierer vom Platz gegangen“, meinte er.

 

Mujakic: Unser Auftritt war eine Frechheit

SG Westerburg belohnt sich für leidenschaftliche Vorstellung mit 5:2-Triumph gegen die SG Emmerichenhain

Im Prestigeduell zweier Nachbarn zeigte sich die SG Westerburg/Gemünden gegen die SG Hoher Westerwald Emmerichenhain/Niederroßbach hoch motiviert und landete einen überraschenden 5:2 (3:1)-Heimsieg. Die Gäste zeigten sich noch immer gesundheitlich angeschlagen und nach der jüngsten 1:5-Klatsche im Topspiel gegen die Spvgg EGC Wirges waren die Verdauungsstörungen auch noch nicht beseitigt, da musste der Rangdritte der Bezirksliga Ost erneut fünf bittere Pillen schlucken. „Das wird nicht einfach heute“, hatte deren Trainer Nihad Mujakic schon vor dem Anpfiff ein mulmiges Gefühl.

Nach Toren beider Kapitäne – Matthias Wengenroth traf für Westerburg (15.) und Oleg Bese für Emmerichenhain (18.) – zum 1:1 neutralisierten sich die Kontrahenten erst einmal. Derby-Eigenschaften waren allerdings ausschließlich bei den Einheimischen zu erkennen. Mit einem mutigen Auftritt wurde der Favorit im Verlaufe der Begegnung in den Schatten gestellt.

Der Rangdritte verhielt sich viel zu brav und leistete kaum ernsthaften Widerstand. So krönte Matthias Wengenroth die schönste Kombination des Spiels über die Stationen David Gläser und Tamas Major mit dem Treffer zum 2:1 (35.). Mit stärkerem Willen deckten die Hausherren durch David Gläsers 3:1 (39.) auch danach die Schwächen des Gegners schonungslos auf.

Im Pech waren die Gäste, als Marko Zelenikas Abschluss von der Linie gekratzt wurde (44.). Mit der Doppelführung im Rücken zeigte die heimische Kombination weiter mehr Präsenz und ließ sich dank konzentrierter Defensivarbeit nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Daran änderte auch der Anschlusstreffer durch David Quandels verwandelten Foulelfmeter (65.) nur wenig. Die Gastgeber hielten den Gegner mit fairen Mitteln in Schach, Emmerichenhain wurde dem Ruf einer Spitzenmannschaft in keiner Weise gerecht. Die wackelige Defensive wurde durch Tore des starken Westerburger Sturmduos Gläser (74.) und Wengenroth (90.+2) noch zweimal eiskalt erwischt.

„Wir haben das beste Saisonspiel abgeliefert. Beide Stürmer haben viel Torgefahr ausgestrahlt. Ein dickes Lob an die komplette Mannschaft“, strahlte Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev. „Kein Charakter, keine Zweikämpfe, keine Laufbereitschaft. Westerburg hat gezeigt, wie man es richtig macht“, bezeichnete sein Kollege Nihad Mujakic den müden Auftritt seiner Elf als „Frechheit“.

 

Eine gute Halbzeit reicht Ahrbach zum souveränen Heimsieg

Keine Probleme bei 3:0 gegen Osterspai

 

Zu einem ungefährdeten 3:0 (3:0)-Heimsieg gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen kam die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod am Sonntagnachmittag. Die Elf von Trainer Peter Olbrich verschaffte sich damit eine gute Ausgangslage für die kommenden Wochen, in denen mit Weitefeld, Montabaur und Wirges interessante Gegner auf den Aufsteiger warten.

Bei schwierigen äußeren Bedingungen brauchten die Ahrbacher zehn Minuten, um in die Partie zu finden. „Wir wollten Tempo ins Spiel bringen“, sagte Olbrich nach dem Schlusspfiff, „um die nach zwei hohen Niederlagen verunsicherte Osterspaier Mannschaft direkt vor neue Aufgaben zu stellen“. Der Gast vom Rhein war darauf bedacht, die Räume eng zu machen, und ließ bis zur 15. Minute außer einem Freistoß des starken Markus Rausch nichts zu.

Die SG Ahrbach zog mit zunehmender Spieldauer ihr Passspiel immer sicherer auf und kam folgerichtig in der 19. Minute zum 1:0 durch Niklas Wörsdörfer, der nach schöner Vorbereitung von Noah Quirmbach einschoss. Ahrbach hielt den Druck über die rechte Seite aufrecht und legte nur vier Minuten später nach einer schönen Kombination über Quirmbach und Wörsdörfer durch einen Flachschuss von Tim Kuhn nach. Als wiederum Wörsdörfer Steffen Wittelsberger freispielte und dieser Tim Kuhn zu seinem zweiten Treffer auflegte, war die Vorentscheidung gefallen (29.).

Trotz der beruhigenden Führung hielten die Gastgeber das Tempo weiter hoch, trafen jedoch durch Markus Rausch nach sehenswerter Kombination nur den Pfosten (39.). Nur zwei Minuten später zirkelte Rausch einen Eckball ebenfalls an den Pfosten (41.).

In der zweiten Halbzeit ging dann nicht mehr viel. Ahrbach schaffte es kaum mehr, das Kurzpassspiel aufzuziehen, und Osterspai fehlten die spielerischen Mittel, um wirklich gefährlich zu werden. Damit blieb es beim 3:0 und einem Heimsieg, den Olbrich „sehr zufrieden“ zur Kenntnis nahm.

 

Kim trifft und glänzt als Vorbereiter

TuS Montabaur gewinnt das Topspiel gegen den VfB Wissen mit 3:1

 

Mit dem Spitzenspiel zwischen dem TuS Montabaur und dem VfB Wissen wurde am späten Sonntagnachmittag der 12. Spieltag der Bezirksliga Ost abgeschlossen. Die Kreisstädter nutzten die Gunst der Stunde und schoben sich durch einen 3:1 (1:0)-Erfolg über den Tabellenführer ins nun punktgleiche Spitzentrio vor.

„Wir wussten, dass dies heute eine ganz schwere Aufgabe werden würde. Die hat meine Mannschaft aber taktisch und läuferisch prima gelöst“, freute sich Montabaurs Trainer Sven Baldus nach dem Spielende. Seinem Team kam entgegen, dass der bärenstarke Jung Hun Kim schon nach drei Minuten seinen ersten Treffer markierte. Von der Strafraumgrenze hatte der quirlige TuS-Stürmer den Ball perfekt in den rechten Torwinkel gezirkelt. Philipp Klappert im VfB-Gehäuse hatte zwar noch die Fingerspitzen am Spielgerät, war aber letztlich machtlos.

Die Wissener, durch diesen frühen Rückstand kalt erwischt, hatten in der Folgezeit einige Mühe, gegen den druckvoll agierenden TuS ihre Spielstärke zu demonstrieren. Dennoch ergaben sich Torgelegenheiten für die Gäste von der Sieg. Zischte ein Flachschuss von Hüseyin Samurkas in der 20. Minute noch ein gutes Stück am Tor vorbei, hatte Lucas Brenner acht Minuten später die Ausgleichschance, vergab aber per Kopf hauchdünn. „Das war heute kein gutes Spiel von uns“, ärgerte sich Wissens Trainer Walter Reitz. „Die erste Hälfte haben wir total verschleppt. Wir waren unkonzentriert, stellenweise lethargisch und haben die richtige Einstellung vermissen lassen. Nach dem Seitenwechsel wollten wir das besser machen, aber der Elan hat nur 20 Minuten angedauert.“

Die Reitz-Elf legte einen ähnlichen Blitzstart wie der Gegner im ersten Spielabschnitt hin. Torben Wäschenbach, wieder mal Dreh- und Angelpunkt im VfB-Spiel, packte in der 48. Minute den Hammer aus und jagte den Ball aus 25 Metern wuchtig in die Tormaschen. Wer nun gedacht hatte, dies sei der Brustlöser für die Gäste, sah sich getäuscht. „Nach dem Wechsel haben wir für kurze Zeit den Spielfaden verloren, dann aber wieder rechtzeitig in die Spur gefunden“, verteilte Sven Baldus ein Kompliment an sein Team. Das steckte den Ausgleichstreffer ohne Probleme weg und war plötzlich wesentlich aggressiver und kampfstärker als der Tabellenführer. So war dann auch die TuS-Führung durch Kim, der bei seinem zweiten Tor herrlich aus der Drehung unter die Latte traf (77.), verdient.

„Nach dem Ausgleich hatten wir zumindest die Hoffnung auf einen Zähler, aber wir sind in der Schlussphase immer wieder in Konter gelaufen und müssen den Sieg von Montabaur fair anerkennen“, zog Walter Reitz das Fazit der Niederlage seiner Mannschaft. Beim Gegner ging dagegen das taktische Konzept bestens auf. Gabriel Jost machte in der Nachspielzeit mit dem 3:1 den Deckel auf den Sieg (90.+1). Die glänzende Vorarbeit hatte Kim gegeben.

 

SG Ellingen dreht das Spiel gegen SG Müschenbach in der Endphase

Zweimalige Führung reicht Gästen nicht zum Punktgewinn

In der Bezirksliga Ost hat die SG Ellingen ihr Heimspiel gegen die SG Müschenbach/Hachenburg mit 3:2 (1:1) gewonnen und sich dadurch etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Auch auf die Gäste ist der Vorsprung gewachsen, die nach dieser Niederlage nur aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht auf einem direkten Abstiegsplatz stehen.

Zwanzig Minuten vor dem Ende sah es so aus, als würde die SG Ellingen als Verlierer vom Platz gehen, obwohl sie die bessere zweier schwacher Mannschaften war und mehr Ambitionen zeigte, das Spiel zu gestalten. Denn zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste gerade zum zweiten Mal in Führung gegangen – Kapitän Tim Kevin Zeiler nutzte die Schlafmützigkeit der gesamten Ellinger Abwehr aus und schob den Ball völlig allein gelassen ins Tor. Zwanzig Minuten später allerdings war der Jubel auf Seiten der Gastgeber, die in einer spannenden Schlussphase das Spiel noch drehten und damit der eher tristen Partie ein unterhaltsames Ende verpassten.

Von Beginn an zeigte sich deutlich, dass beide Mannschaften aufgrund der Tabellensituation so gut wie kein Selbstvertrauen mitbrachten und den Fokus auf die Verteidigung legen wollten. Vor allem die Gäste standen gegen den Ball sehr kompakt, was die Ellinger im Spielaufbau immer wieder dazu zwang, zurück auf ihre Innenverteidiger oder gar Philipp Krokowski im Tor zu spielen. „Wir haben versucht, das Spiel zu gestalten und hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz. Die beiden Tore der Müschenbacher fielen dann komplett aus dem Nichts“, analysierte Ellingens Trainer Thomas Kahler die Leistung seiner Mannschaft, die vor allem mit langen Bällen versuchte, das Mittelfeld zu überbrücken, was aber zunächst nicht gefährlich wurde. Besser machte es Müschenbach bei der ersten wirklichen Chance: Andreas Bleich wurde auf seiner linken Seite von den Ellingern völlig alleine gelassen, seine flach getretene Flanke segelte durch den Strafraum, ehe Dawid Rystwej am langen Pfosten seinen Fuß an den Ball bekam und zur überraschenden Führung einschoss. Danach zogen sich die Gäste wieder zurück und verwalteten den knappen Vorsprung, mussten aber eine Viertelstunde nach dem 0:1 den Ausgleichstreffer hinnehmen. Von links außen kam der Ball an die Kante des Sechzehners, wo Fatlind Rexhahmetaj goldrichtig stand und mit einem strammen Schuss ausglich.

Zehn Minuten nach der erneuten Führung gelang Ellingen wieder der Ausgleich. Kevin Wranik konnte ungestört auf die gegnerische Abwehr zulaufen, steckte auf Florian Raasch durch und dieser brachte den Ball unter Müschenbachs Torwart Jan Böhning hindurch im Tor unter. Aber Kahlers Mannschaft hatte mit dem Unentschieden noch nicht genug, was den Trainer außerordentlich freute: „Wie meine Jungs da eigentlich nach dem 1:2 schon am Boden lagen, sich dann aber noch mal zurück gekämpft haben, davor muss ich wirklich meinen Hut ziehen.“ Eine Minute vor Schluss enteilte Torschütze Raasch seinem Gegenspieler, spielte Böhning aus und traf den Pfosten anstatt das leere Tor. Luan Muriqi war mitgelaufen und staubte zum umjubelten 3:2 ab.

 

Früher Doppelschlag bringt Elbert auf Kurs

SG feiert 5:0-Sieg gegen den VfL Hamm

Auch nach dem Rücktritt von Trainer Philipp Höhner geht der VfL Hamm schweren Zeiten entgegen. Bei der SG Elbert/Welschneudorf lag das Schlusslicht der Bezirksliga Ost bereits nach sechs Minuten mit 0:2 zurück und unterlag am Ende mit 0:5 (0:3). „Heute mussten wir uns einer guten Elberter Mannschaft geschlagen geben“, sagte Michael Trautmann, der nach eigenen Angaben „bis auf weiteres“ als Spielertrainer fungieren wird und „für alles bereit“ ist, wenn der Verein das wolle. „Für uns gilt es jetzt, uns an den Kleinigkeiten, die positiv waren, hochzuziehen und weiter alles für den VfL zu geben“, so Trautmann.

Bei Elbert stand nach langer Zeit mal wieder ein gelernter Torwart zwischen den Pfosten: Patrick Henschel, früher Stammkeeper des Guckheimer Landesligateams und heuer eigentlich nur für die Alten Herren im Einsatz, rückte ins Team, sodass Tobias Brand wieder seinen angestammten Platz in der Verteidigung einnehmen durfte.

Die Partie war keine drei Minuten alt, da setzte es für die leidgeplagten Gäste schon den ersten Nackenschlag: Nach starker Vorarbeit von Sean Murphy über die rechte Seite schoss Christian Stera den Ball aus zehn Metern ins linke Eck. Wenig später eine Kopie des ersten Treffers: Diesmal legte Jonas Klotz auf, ehe erneut Stera vollendete (6.). Für Hamm war die Partie schon gelaufen, da hatte sie noch nicht richtig begonnen. Positiv beim VfL: Die Mannschaft gab sich nicht auf, sondern zeigte gegen spielbestimmende Elberter eine engagierte Leistung. Die erste Chance für die Gäste hatte Daniel Stoll, dessen Schuss aus 30 Metern jedoch am Tor vorbeiflog (23.).

Wie Effektivität aussieht, demonstrierte die SG. Schlussmann Henschel klärte erst im Rauslaufen, um dann mit einem präzisen Diagonalball Sean Murphy in Szene zu setzen. Dessen Linksschuss aus zwölf Metern ging erst an den rechten Innenpfosten und von da ins Tor. Weitere Chancen für Elbert vergaben Luca Wick (36.) und Jonas Klotz (39.), bei Hamm hatte Michael Trautmann Pech, als sein Freistoß an der Mauer und der Nachschuss an Alexander Gombert hängen blieb (36.).

Nach der Pause ließen die Gastgeber etwas länger auf ihren Doppelschlag warten, dafür brauchten sie diesmal nur 120 Sekunden, um für die Vorentscheidung zu sorgen. Per Handelfmeter erhöhte Jonas Klotz auf 4:0 (55.), ehe Matthias Stera eine schöne Kombination über seinen Bruder Christian und Sean Murphy mit dem 5:0 krönte (57.). Bewundernswert: Auch nach diesem mentalen Tiefschlag hörte Hamm nicht auf, sich nach Kräften zu wehren. Bei der bis dahin besten Gelegenheit kam dann aus Sicht des VfL aber auch noch Pech dazu, als der 20-Meter-Kracher von Markus Giesbrecht an der Latte statt in den Maschen landete (69.). Die Elberter hatten inzwischen einen Gang zurückgeschaltet, ohne die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Weitere Treffer blieben trotz einiger Chancen aus, womit SG-Coach Diel in diesem Fall aber leben konnte.

„Die Mannschaft hat das gut gemacht“, sagte Elberts Trainer. „Wir sind dem Gegner mit Respekt begegnet, wollten aber auf keinen Fall die zweite Mannschaft sein, die gegen Hamm verliert. Sehr gut gefallen hat mir, wie meine Mannschaft nach der Pause trotz der 3:0-Führung weiter Druck gemacht hat.“

 

Bad Ems erlebt einen rabenschwarzen Tag

Frühe Gegentore münden in bitterer 0:6-Pleite gegen Aufsteiger SG Wallmenroth – VfL-Coach Ludwig sagt nichts

Die ersten Anzeichen für ein Debakel ließen nicht lange auf sich warten. Bereits nach gut zehn Minuten lag der VfL Bad Ems gestern gegen die SG Wallmenroth/Scheuerfeld mit zwei Treffern in Rückstand und verlor die Bezirksliga-Partie schließlich mit 0:6 (0:4). Dominik Zimmermann, der Kapitän der Gäste, eröffnete den Torreigen, indem er aus der Drehung unter die Latte schoss. Dann hatte es der Aufsteiger leicht. Steven Moosakhani erlief einen weiten Schlag aus der Abwehr und vollendete zum 0:2 ins lange Eck. Allerdings waren die Gastgeber in dieser Phase noch nicht wehrlos: Kurz zuvor hatte Marco Lorch sich durchgesetzt, aus kurzer Entfernung aber nur den Pfosten getroffen.

„Da hatten wir riesiges Glück. Am Anfang stand es auf Messers Schneide“, kommentierte Wallmenroths Trainer Stefan Häßler. Seine Elf ergriff weiter die Initiative, kam zu weiteren Chancen und musste bloß noch einen gefährlichen Kopfball von Andreas Stoffels überstehen (19.). Danach lief bei den sichtlich verunsicherten Einheimischen in der ersten Halbzeit nichts mehr zusammen. Die SG nutzte das zum nächsten Doppelschlag. Zunächst war erneut Dominik Zimmermann zur Stelle, diesmal per Kopf bei einer Ecke von Nils Germann. Zwei der stärksten Akteure hatten da beim 0:3 kooperiert. Germann gab außerdem einen Ball vom linken Flügel herein, den VfL-Torwart Marvin Rixen zunächst abwehrte, den Abpraller verwertete der nachrückende Manuel Plath zum 0:4.

„Wir haben die Tore immer zur rechten Zeit gemacht und vor allem anschließend nicht nachgelassen“, freute sich Häßler. Eine Vorentscheidung war zur Pause gefallen, in der die Bad Emser sich jedoch etwas vorgenommen zu haben schienen. Ein Fernschuss John Ziegerts und der zweite Pfostentreffer des Tages, diesmal von Julian Nicolas Bär per Kopfball erzielt (55.), setzten Signale.

Eine Wende bahnte sich dennoch nicht an. Vielmehr hätte Philipp Freudenberg bald für die Gäste zwei Mal erhöhen können. Mehr Glück hatte der Mittelfeldmann danach in der Vorbereiterrolle. Das 0:5 und das 0:6 legte er jeweils für den eingewechselten Kevin Brocca auf. Die Pass- und Laufwege ähnelten sich dabei schablonenhaft.

„Wir sind rundum zufrieden“, beteuerte Häßler. Man habe verdient gewonnen, „weil wir mehr wollten und die bessere Anlage hatten“. Der Bad Emser Trainer Kay Ludwig ließ ausrichten, dass er sich zur Leistung seiner Elf nicht äußern wolle. Der VfL hat schon am Mittwoch bei der SG Müschenbach die Gelegenheit, Taten sprechen zu lassen.

 

TuS Burgschwalbach - SG Weitefeld-Langenbach

abgesagt wegen Sturmschäden

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[ Letzte Änderung: 14. August 2018 ]