SV Hundsangen e.V. 1926

06.11.2017, 06:39, Alter: 198 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 13.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                   

Westerburg trifft früh und gibt am Ende Gas

Hundsangen unterliegt klar mit 1:4

Die SG Hundsangen/Obererbach verlor in der Bezirksliga Ost das temperamentvolle Derby gegen die SG Westerburg/ Gemünden mit 1:4 (0:1) und verpasste die Chance, sich im unteren Tabellendrittel weiter Luft zu verschaffen. „In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, haben aber unsere Torgelegenheiten nicht genutzt“, erklärte Hundsangens enttäuschter Spielertrainer Martin Scherer. „Spielentscheidend waren die beiden frühen Gegentreffer in beiden Spielhälften.“

Scherers Team wurde schon nach drei Minuten kalt erwischt, als Westerburgs Tom Holzhäuser den Ball mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze ins lange Toreck setzte. Davon ließen sich die Gastgeber nicht schocken, erspielten sich im Anschluss klare Feldvorteile, ließen aber gute Tormöglichkeiten durch Daniel Hannappel (8., 11.) und Marcel Hürter (20.) liegen. Westerburg stand zudem sehr sicher im Abwehrbereich, zeigte ein ganz starkes Umschaltspiel und blieb bei seinen Kontergelegenheiten brandgefährlich. So musste Hundsangens Schlussmann Leon Schmitt bei einem abgefälschten Schuss von David Gläser schon sein ganzes Können aufbieten (25.). Einige zweifelhafte Pfiffe des Unparteiischen auf beiden Seiten ließen vor der Pause Hektik aufkommen. So wurde Julian Gläser, vorher schon verwarnt, in der 45. Minute mit der zweiten Gelben Karte zu hart bestraft und musste vorzeitig in die Kabine. Dies brachte Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev nachvollziehbar – mit der Aussicht auf eine komplette zweite Hälfte in Unterzahl – sehr in Rage. Aber sein Team begann auch mit dem Wiederanpfiff hellwach, und als Westerburgs stark spielender Kapitän Matthias Wengenroth den Ball in der 47. Minute nach einem schönen Spielzug ins Tornetz donnerte, waren die Gemüter bei den Gästen wieder etwas beruhigt. Zudem wurde das Personal auf dem Rasen wieder ausgeglichen, als Hundsangens Fabian Steinebach nach grobem Foulspiel in der 50. Minute die Rote Karte sah. Nun pendelten die Spielanteile eindeutig in Richtung Westerburg, die Kaltchev-Elf wirkte dynamischer und deutlich zweikampfstärker. „In der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft das überragend gemacht. Wir sind wie schon in den letzten Spielen weiter marschiert und haben am Ende auch verdient gewonnen“, freute sich Dobri Kaltchev. David Gläser (71.) und Tim Niedermowe, der eine Minute vorher einen Foulelfmeter an den Torpfosten gesetzt hatte, in der 75. Minute hatten die Partie für die Gäste klar entschieden. „Westerburg war im zweiten Abschnitt effektiver, wir hatten keinen Zugriff mehr aufs Spiel“, erklärte Martin Scherer. Das 1:4 durch Lukas Tuchscherer (89.) war nur noch Ergebniskosmetik.

 

Neitzert kommt und schießt Weitefeld zum Sieg gegen Ahrbach

Joker trifft zum 2:1-Endstand

Knapp, aber insgesamt verdient hat sich Fußball-Bezirksligist SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen gegen die SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod durchgesetzt. Nach munteren 90 Minuten stand es 2:1 (1:1) für die Gastgeber. Der entscheidende Mann war ein Joker: Fünf Minuten nach seiner Einwechslung erzielte Dominik Neitzert den Siegtreffer. „Da hatte ich wohl ein glückliches Händchen“, freute sich Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt. „Ich denke aber, dass der Sieg in Ordnung geht, weil wir mehr vom Spiel hatten und der Ball gut gelaufen ist.“

Beide Mannschaften boten den 150 Zuschauern bis zur Pause ein unterhaltsames Spiel, in dem die Gastgeber immer überlegener wurden. Chancen gab es jedoch auf beiden Seiten. Die erste Gelegenheit hatte Luca Thom, der 20 Meter vor dem Ahrbacher Gehäuse in Schussposition kam, dann aber mit dem linken Fuß verzog (7.). Was im ersten Anlauf nicht klappte, funktionierte dann im zweiten: Steffen Kempf spielte einen langen Ball nach vorne und fand in Thom einen dankbaren Abnehmer. Der Flügelspieler zog von seiner rechten Seite Richtung Zentrale und zirkelte den Ball mit dem rechten Außenrist zentral aufs Tor. Ein Schuss, der nicht unhaltbar schien, aber über Gäste-Keeper Florian Weimer einschlug, brachte die Weitefelder Führung (10.). Doch diese hatte nicht lange Bestand. Unmittelbar nach dem Anstoß bekam Ahrbach einen Freistoß, den Niklas Wörsdörfer von der rechten Seite hoch in die Mitte brachte. Jannis Meuer köpfte den Ball durchaus sehenswert zum 1:1 ins linke obere Eck (11.).

Nach diesem Doppelschlag verpasste Sascha Cichowlas die erneute Weitefelder Führung (15.), auf der Gegenseite behielt Sören Trippler im Eins-gegen-Eins gegen Markus Rausch die Oberhand, nachdem dieser – von Niklas Klar schön freigespielt – allein auf den Keeper zugerannt war (19.). Danach wurde es nur noch vor dem Ahrbacher Tor gefährlich. Nach einem Freistoß von Fabian Lohmar köpfte Christian Klatt an die Latte des eigenen Gehäuses (27.), dann versäumte es Jan Niklas Mockenhaupt, das 2:1 zu markieren. Erst scheiterte er per Kopf an Weimer (30.), dann schoss er einen Freistoß knapp drüber (40.).

In Durchgang zwei verhinderten zunächst die Keeper mit starken Paraden weitere Treffer. Ahrbachs Weimer klärte gegen Mockenhaupt (50.), sein Gegenüber Trippler gegen Rausch (67.). In der 78. Minute war Weitefelds Schlussmann dann bereits geschlagen, als Niklas Klar die Gästeführung auf dem Fuß hatte, aber aus kurzer Distanz über das Tor schoss.

„Dieser Chance muss man natürlich nachtrauern, denn eigentlich hat sich unsere Mannschaft sehr gut verkauft“, sagte Ahrbachs Trainer Peter Olbrich, der in der 80. Minute mit ansehen musste, wie Mockenhaupt den gerade eingewechselten Neitzert bediente und dieser aus halbrechter Position ins lange Eck schoss.

 

Montabaur dreht Spiel und kassiert Ausgleich

TuS punktet bei Osterspai nur einfach

Als der letzte Freistoß der Gäste im Toraus und im November-Dunkel verschwunden war, atmeten die Einheimischen sichtlich auf. Bei ihrem letzten Saisonspiel in Kamp hat sich die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen am Samstagabend gegen den favorisierten TuS Montabaur ein 3:3 (1:0) gesichert – ein Teilerfolg nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie in der Bezirksliga Ost.

„In der Tabelle bringt das wenig, aber der Punkt ist gut für die Moral“, fasste FSV-Trainer Nico Helbach zusammen. Geraume Zeit durfte seine Elf sogar auf eine größere Überraschung in Form von drei Punkten hoffen. Die Gastgeber glänzten nämlich mit Effizienz und schossen sich zwischenzeitlich eine 2:0-Führung heraus. Den Anfang beim Tore-Schießen machte dabei Florian Lemler mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter, den Keito Takahashi an Christoph Heymann verursacht hatte.

Kurz nach dem Wiederanpfiff bewies Adrian Knop, der zu einigen weiteren Abschlüssen gelangte, nach Balleroberung im Mittelfeld seine Torjäger-Qualitäten und erhöhte. Gerade diese beiden ersten Treffer der Osterspaier waren für TuS-Trainer Sven Baldus ein Grund, sich über „individuelle Fehler“ zu ärgern, vorrangig in der Defensive: „Das waren dumme Ballverluste in der Vorwärtsbewegung.“ Montabaur entwickelte nach dem Rückstand viel Druck. Bei ihren besten Gelegenheiten scheiterten die Gäste an Osterspais Torwart Moritz Köhl. Das gilt für die Doppelchance von Pascal Tillmanns und Tobias Schulz nach einer Viertelstunde sowie für Antonio Brugnanos Schuss (36.).

Die Westerwälder hatten offenbar einige Probleme, sich auf die Rahmenbedingungen einzustellen. Baldus wollte Hinweise auf Platz und dürftiges Flutlicht nicht als Ausreden benutzen, gleichwohl „war es schwierig, hier unser Spiel aufzuziehen“. Der Anschlusstreffer resultierte daher aus einem Standard: Bei einem von Tillmanns getretenen Freistoß war Simon Schwickert mit dem Kopf zur Stelle (54.). Den Ausgleich bereitete Max Acquah gekonnt auf dem rechten Flügel vor, Tillmanns vollendete (63.). Schnell und präzise trug die TuS-Offensive ihren nächsten Angriff vor, den Jung Hun Kim mit einem Schuss unter die Latte krönte (67.). Doch es täuschte sich, wer glaubte, die Partie habe ihren endgültigen Wendepunkt erreicht und Montabaur würde einen Auswärtssieg unter Dach und Fach bringen. Osterspai steckte nicht auf, Knop glich nach Florian Lemlers Freistoß aus (78.). TuS-Coach Baldus trauerte nicht nur zwei Zählern nach, sondern hatte ebenso Positives gesehen wie die Reaktion auf das 0:2. „Wir müssen jetzt weitermachen“, forderte er.

 

Wirges behauptet Tabellenführung

Wissen verliert Spitzenspiel gegen Spvgg EGC 1:2

Nach dem enttäuschenden 1:3 in Montabaur ging der VfB Wissen auch in seinem zweiten Bezirksliga-Topspiel in Folge leer aus. Gegen den Tabellenführer Spvgg EGC Wirges unterlagen die Siegstädter mit 1:2 (0:2).

Vor dem Duell hatten sich die Trainer beider Seiten mit Lobeshymnen auf den Kontrahenten beinahe gegenseitig überboten. Gerecht wurde dem letztlich nur die EGC, die VfB-Coach Walter Reitz im ersten Abschnitt in dessen Einschätzung bestätigte, dass sie die „spielerisch stärkste Mannschaft in der Klasse“ sei. Bis auf einen Querpass von Philipp Bedranowsky, den Hüseyin Samurkas in der Mitte knapp verpasste (26.), machten die Wissener in den ersten 45 Minuten keinen Stich.

Umso mehr überzeugten hingegen die Gäste, die vorwiegend über die rechte Wissener Abwehrseite Betrieb machten und so auch früh in Führung gingen. Nach einer feinen Kombination über den besagten Flügel hatte Joachim Akwapay allerdings Glück, dass sein Abschluss von VfB-Keeper Philipp Klappert an ihn zurückprallte und anschließend über den Pfosten den Weg ins Tor fand (9.). Damit nicht genug, wäre den Wirgesern wenige Sekunden nach dem Wiederanstoß um ein Haar der zweite Streich gelungen. Nach Balleroberung im Mittelfeld und toller Vorarbeit von Marvin Severin setzte Jannik Sturm den Ball aus vier Metern aber an die Latte.

Auch in der Folgezeit ging es für die Einheimischen zumeist viel zu schnell, ein ums andere Mal kombinierten sich die Wirgeser mit einfachen Doppelpässen durchs Mittelfeld und brachten sich in aussichtsreiche Situationen. Beim 0:2 tat es aber auch mal ein langer Ball von Pascal Schmidt, den Simon Ebach unterlief und Jannik Sturm freie Fahrt in Richtung Tor gewährte (28.). Vermutlich wäre das Gipfeltreffen bereits zur Pause entschieden gewesen, hätte nicht Klappert sein ganzes Können in weiteren direkten Duellen gegen die frei vor ihm auftauchenden Marvin Severin (15., 44.) und David Röhrig (37.) aufgeboten. So aber blieb's bis zuletzt spannend, weil die EGC im zweiten Abschnitt in den Verwaltungsmodus schaltete, was zunächst auch ohne Folgen blieb. Als in der 82. Minute allerdings Hüseyin Samurkas nach einer zu kurz abgewehrten Ecke zum 1:2 verkürzte, keimte beim VfB die Hoffnung auf, einen über weite Strecken verkorksten Auftritt noch in ein besseres Licht zu rücken. Das wäre den Gastgebern auch fast gelungen. Im Anschluss an einen von Sebastian Land verlängerten Einwurf landete der Ball vor dem Wirgeser Kasten, wo sich Maik Schnell und Fation Foniq aber nicht einig wurden und der Ball letztlich übers Tor flog (90.+3).

„Wir haben heute eine lange Anlaufphase gebraucht“, wusste hinterher auch Walter Reitz, der vor allem das Defensivverhalten seiner Elf in Halbzeit eins als „absolut desolat“ bezeichnete, was die Wirgeser gnadenlos offenlegten – sehr zur Freude von Trainer Nikolai Foroutan: „Ich bin mit der Art und Weise, wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, sehr zufrieden. Wir waren sehr mutig. Das hat sich am Ende bezahlt gemacht.“

 

Baier-Elf kann 71-minütige Überzahl nicht nutzen

Burgschwalbach verliert das Aufsteigerduell in Wallmenroth mit 1:2

2:1 gegen die FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen, 6:0 gegen den VfL Bad Ems und jetzt 2:1 über die TuS Burgschwalbach – gegen die Mannschaften aus dem Rhein-Lahn-Kreis hält sich die SG Wallmenroth/Scheuerfeld in der Fußball-Bezirksliga Ost schadlos. Vor 140 Zuschauern setzten sich die Westerwälder im Duell der Aufsteiger verdient mit 2:1 (1:1) durch und stehen somit bereits bei 26 Punkten. Trainer Stefan Häßler kommentierte dieses bis dato so großartige Abschneiden mit einem Wort: „Phänomenal.“

Auf dem schwierig zu bespielenden, seifigen und nach Abpfiff nur noch matschigen Wallmenrother Rasenplatz standen die Gastgeber 70 Minuten lang in Unterzahl auf dem Platz, und trotzdem waren sie über weite Phasen die spielbestimmende Mannschaft. „Wir haben kämpferisch alles reingehauen und hatten mit einem Mann weniger eine gute Ordnung. Deshalb geht der Sieg in Ordnung“, fasste Häßler zusammen. Sein Team erwischte wie schon vor einer Woche in Bad Ems einen perfekten Auftakt. Dominik Zimmermann legte den Ball mit einem Steilpass genau in die Schnittstelle der Burgschwalbacher Viererkette und Philipp Freudenberg schob die Kugel bereits in der dritten Minute an Luca Wischmann vorbei in die lange Ecke. Die Gäste machten aber schnell deutlich, dass sie die weite Anfahrt nicht umsonst auf sich genommen hatten. Nach einer Flanke Thomas Liguoris von der linken Seite prüfte Julian Ohlemacher SG-Schlussmann Jonas Prudlo zum ersten Mal (4.), zwei Minuten später setzte Tim Heimann etwas zu hoch an. Ohlemacher erwies sich im ersten Abschnitt auf der rechten Burgschwalbacher Offensivseite als Aktivposten und leitete in der 18. Minute eine Aktion ein, die Konsequenzen haben sollte: Burgschwalbachs Elfer umspielte Prudlo, der sich nach einem langen Ball verschätzt hatte und spielte von der Grundlinie aus in die Mitte zu Niclas Breuer, dessen Ausgleich nur durch ein Handspiel von Peter Bayer auf der Wallmenrother Torlinie verhindert wurde. Weil Bayer Rechtsverteidiger und kein Torwart ist, zückte Schiedsrichter Nils Schneider Rot und zeigte auf den Punkt. Fabian Kunz verwandelte zum 1:1. Burgschwalbach nutzte die nummerische Überlegenheit zu mehr Ballbesitz, kam vorne bis auf einen Breuer-Schlenzer, den Prudlo zur Ecke faustete (35.), nur selten zur Geltung.

Die SG hinterließ in den Zweikämpfen den griffigeren Eindruck, womit die Rothemden Probleme hatten. Genauso mit den zielgerichteten Aktionen in Richtung Sturm, welche die TuS-Abwehr immer wieder vor Herausforderungen und Probleme stellte. War das Kräfteverhältnis im ersten Abschnitt noch ausgeglichen, drängten die Kombinierten nach Wiederbeginn auf die erneute Führung. „Wir haben das Spiel nicht mehr in die Breite gezogen und den Ball nicht laufen lassen“, monierte Gästetrainer Torsten Baier. Das 2:1 war nur eine Frage der Zeit und fiel nach einer Stunde. Freudenberg brachte einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum, wo Zimmermann per Kopf vollendete. „Der muss sich in dieser Situation ja fast noch bücken, um an den Ball zu kommen. Wir waren in dieser Situation deutlich in der Überzahl“, ärgerte sich Baier über einen zweiten vermeidbaren Gegentreffer, nachdem „wir schon beim 1:0 das Abseits aufgehoben hatten“. Die Einheimischen blieben tonangebend, erzielten durch Sascha Mertens auch das vermeintliche 3:1, das Schiedsrichter Schneider wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannte. Entsetzen auf der Wallmenrother Bank, aber das sollte sich noch ausgleichen. Auch als Burgschwalbachs Niklas Biebricher in der 85. Minute nach einem Eckstoß ins Tor köpfte, kam Schneiders Pfiff dazwischen. „Er hat etwas gesehen, was 200 Leute auf dem Platz nicht gesehen haben“, haderte Baier. „Und das Blöde daran ist, dass du jetzt wieder mit leeren Händen vom Platz gehst.“

 

Hamm meldet sich im Abstiegskampf zurück

Frühen Rückstand weggesteckt

Der VfL Hamm hat sich mit einem 4:1 (1:1)-Erfolg gegen die SG Ellingen/Bonefeld/Willroth im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bezirksliga Ost zurückgemeldet. Der zweite Saisonsieg war verdient und dürfte den Hämmschern für die nächsten beiden Partien gegen die Konkurrenten VfL Bad Ems und TuS Burgschwalbach Auftrieb geben. „Der Sieg kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn jetzt kommen Gegner auf Augenhöhe. Endlich haben wir uns belohnt, die Mannschaft hat das super gemacht heute“, lobte Spielertrainer Michael Trautmann seine Elf.

Dabei ließ sich der VfL auch von einem frühen Gegentor nicht aus der Bahn werfen. Nach einem Distanzschuss von Fatlind Rexhahmetaj konnte Hamms Torhüter Mert Zeycan, der in der Folge allerdings ein sicherer Rückhalt war, den Ball nur abklatschen lassen. Luan Muriqi reagierte am schnellsten und staubte zum 0:1 ab (13.). Der VfL brauchte danach einige Zeit, um ins Spiel zu finden und hatte Glück, dass Florian Raasch zunächst nach Zuspiel von Rexhahmetaj über das Tor schoss (26.) und zwei Minuten später ein Schuss von Ellingens Torjäger noch abgefälscht wurde und an den Pfosten ging. Ein 0:2-Rückstand hätte dem zuletzt arg gebeutelten VfL wohl schon vorzeitig das Genick gebrochen. Mit dem Pausenpfiff erzielten die Hausherren den Ausgleich. Ein Schuss von Pascal Binneweiß konnte SG-Keeper Philipp Krokowski mit den Fingerspitzen noch zur Ecke abwehren. Den anschließend von Daniel Stoll getretenen Eckball köpfte Simon Langemann am langen Pfosten zum 1:1 in die Maschen. „Wir haben nach dem Rückstand nicht aufgegeben und uns in der Pause nochmal eingeschworen“, sagte Trautmann. Der hatte offenbar die richtigen Worte in der Kabine gefunden. In der 47. Minute schoss Binneweiß aus aussichtsreicher Position über das Tor, und nur eine Minute später ging ein Schuss von Markus Giesbrecht knapp am Ziel vorbei. Der quirlige Langemann setzte sich im Zweikampf gut durch und verfehlte das Gehäuse nur um Zentimeter (60.). Im Gegenzug behielt Zeycan die Oberhand gegen Raasch.

Und wieder nur eine Minute später fiel das 2:1. Nach einer Flanke von Daniel Stoll verschätzte sich Kevin Kleinmann, sodass der hinter ihm stehende Artur Pleis den Ball ungehindert ins Tor köpften konnte (62.). Danach war bei den auswärtsschwachen Gästen die Verunsicherung deutlich zu spüren. Der VfL dagegen machte seine Sache richtig gut und kam durch Giesbrecht (77.) und Trautmann (85.) zu zwei weiteren Treffern. „Das war eine verdiente Niederlage beim abgeschlagenen Tabellenletzten. Die zweite Hälfte war desolat. Nach dem Rückstand gingen die Köpfe runter, und wir sind danach nicht mehr aufgestanden“, sagte der enttäuschte SG-Coach Thomas Kahler.

 

Emmerichenhain ist wieder auf Kurs

Mujakic-Elf meldet sich dank Quandels Doppelpack mit 2:1 gegen SG Elbert zurück

Die SG Emmerichenhain/Niederroßbach hat ihr kurzes Tief überwunden: Nach den herben Niederlagen gegen Wirges und Westerburg meldete sich die Mannschaft von Trainer Nihad Mujakic am Freitagabend mit einem 2:1 (1:0)-Heimsieg gegen die SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen zurück und übernahm damit wieder die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga Ost. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte Mujakic. „Wir haben gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, machen aber das 2:0 vor der Pause nicht und bringen uns am Ende durch das Gegentor selbst in die Bredouille.“

Den ambitionierten Gastgebern war von Beginn an anzumerken, dass sie fest gewillt waren, sich wieder von ihrer starken Seite zu zeigen. Allerdings machten es ihnen die Elberter alles andere als leicht. Die Gäste präsentierten sich als gewohnt kompakte Einheit, die in erster Linie sicher stehen wollte, um dann umzuschalten und die Schnelligkeit ihrer Offensivkräfte auszuspielen. So kamen die Elberter in der 12. Minute auch zur ersten Chance der Partie: Sean Murphy nahm den Ball 25 Meter vor dem Tor an, zog diagonal in die Mitte und schloss mit links ab. Allerdings verzog er knapp. Wie's besser geht, zeigten die Mannen aus dem Hohen Westerwald, die gleich ihre erste Möglichkeit nutzten. Mit einem Lupfer hebelte Dennis Besirovic die Innenverteidigung der Elberter aus – eine Einladung, die sich ein David Quandel nicht nehmen lässt. Der Top-Torjäger der Liga vollendete mit seinem starken linken Fuß ins rechte untere Eck (17.). Es war bereits sein 18. Saisontreffer. „Da waren wir zu unachtsam“, sagt Elberts Trainer Michael Diel. Auch nach der Führung kontrollierte Emmerichenhain das Geschehen weitgehend, musste aber immer auf der Hut sein, da der Gegner stets auf Konter lauerte. Erneut Murphy, dessen Schuss sichere Beute von Filippos Papadopoulos war (30.), und Alexander Gombert nach schöner Vorarbeit von Mario Schaaf (38.) hatten die besten Möglichkeiten zum Ausgleich.

In der Schlussphase der ersten Hälfte glänzte auf der Gegenseite ausgerechnet Tobias Brand, der gelernte Innenverteidiger im Elberter Tor. Zunächst reagierte er bei einem Besirovic-Kracher prächtig (40.), dann streckte er sich erfolgreich nach einem Ball, den Marko Zelenika nach Quandels Ecke höchstgefährlich hoch auf den Kasten gedonnert hatte (45.). Auch in Durchgang zwei stand Brand gleich im Mittelpunkt: Konnte er nach Zelenikas Aufsetzer gerade so klären (46.), war er bei Quandels zweitem Streich machtlos. Der Stürmer war zur Stelle, nachdem Besirovic ihn sehenswert von der Grundlinie aus bedient hatte (55.). Wer dachte, das Spiel sei nun gelaufen, sah sich getäuscht. Denn fortan agierten die Elberter mutiger.

Christian Stera nach Marius Ottos Vorarbeit hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, machte aber zu wenig aus dieser guten Möglichkeit (66.). Die tatsächliche Vorentscheidung verpasste Quandel bei seiner überhasteten Direktabnahme (70.). Die Gäste kamen tatsächlich noch zu ihrem Treffer – und obendrein zu einem sehr schönen –, doch das 2:1 durch Marius Höber fiel erst in der 89. Minute. „Trotz der Niederlage bin ich zufrieden mit der Leistung und dem Engagement“, sagte Diel, und Kollege Mujakic meinte: „Auch wenn Elbert immer gefährlich blieb, ging unser Sieg in Ordnung.“

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[ Letzte Änderung: 23. Mai 2018 ]