SV Hundsangen e.V. 1926

10.09.2012, 09:04, Alter: 6 Jahre
Kategorie: Fussball

Bezirksliga 5.Spieltag

Von: rhein zeitung

Wie ein angeschlagener Boxer taumelte der FSV Osterspai 91 Minuten lang über den Rasenplatz in Hundsangen, stets die Fäuste der eigenen Deckung vor Augen. Doch wie ein Boxer so kann auch mal eine Fußballmannschaft einen Lucky Punch setzen. Osterspai tat dies mit dem einzigen ernst gemeinten Torschuss von Antony Henrykowski und entführte in der Fußball-Bezirksliga Ost drei Punkte aus dem Westerwald.

 

"Niemand wird mir erklären können, warum wir dieses Spiel heute verloren haben", sagte Hundsangens Trainer Ralf Hannappel, der noch Minuten nach dem Schlusspfiff regungslos auf der Trainerbank saß. Die Sonne wird er nicht genossen haben, vielmehr suchte er nach Gründen für eine unnötige Niederlage.

Gnadenlos überlegen im Mittelfeld, mit Ballbesitz vermeintlich jenseits der 80 Prozent und unzähligen Standardsituationen bestimmte Hundsangen das Spielgeschehen. Doch so richtig zwingend war das nicht, was die Westerwälder da ab dem Strafraum zustande brachten. Selbst die zahlreichen Eckbälle brachten keine nennenswerten Torchancen. "Das letzte Tor nach einem Eckball ist doch schon 20 Jahre her", grantelten die Kiebitze. Seit Sonntag ist eine weitere Woche hinzugekommen.

Einmal in Hälfte eins hatte Benjamin Lüpke Osterspais Keeper Kai Weiler schon ausgespielt, den Ball dann aber verstolpert (8.). Ein Kopfball von Lyudmil Ivanov Kirov flog rechts am Tor vorbei (19.). Ansonsten gab's keine nennenswerten Torchancen vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber spürbar den Druck. Gästetrainer Marc Mies war mit einem durchaus mutigen 4-3-3 ins Spiel gegangen, hatte aber auch eine passende Erklärung dafür. "Wenn der Gegner in Ballbesitz ist, dann wird daraus schnell mal ein 4-6-0." Das wurde es, fast eine ganze Halbzeit lang. Nur ein einziges Mal ging es in Richtung Hundsangens Tor. Einen langen Freistoß von Felix Lemler hämmerte Antony Henrykowski vom Strafraumeck ins Tor (63.).

Dem Entsetzen folgte schnell der Wille, das Ergebnis aus Sicht der Westerwälder noch zu drehen. Doch die meisten Versuche flogen noch nicht einmal ansatzweise in Richtung Tor. "Osterspai hätte auch ohne Torhüter spielen können, die Partie wäre trotzdem nur 1:1 ausgegangen", formulierte Hannappel es ein wenig überspitzt. Zumindest zweimal musste Osterspais Keeper Kai Weiler auf dem Posten sein, um einen Kopfball von Janik Hannappel (69.) und einen dahingestolperten Schuss aus sechs Metern von Kirov (71.) zu parieren. Alle anderen Versuche blieben in der Abwehr der Gäste hängen oder kamen erst gar nicht in aussichtsreiche Position.

"Die Jungs haben sich reingehängt und waren gnadenlos effektiv", sagte Mies nach dem ersten Sieg seines Teams in der aktuellen Bezirksligasaison. "Besonders viel ist Hundsangen nicht eingefallen. Trotzdem war der Sieg am Ende natürlich glücklich. Aber die Jungs haben alles dafür getan."

 

 

Nachdem die SG Guckheim/Kölbingen vor Wochenfrist das Derby gegen die SG Hundsangen verloren hatte, setzte es auch am vierten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost eine Niederlage. Gegen die Reserve der Spvgg EGC Wirges mussten die Gastgeber auf ihrem Hartplatz ein 0:1 (0:1) einstecken.


Entsprechend enttäuscht war Spielertrainer Schäfer nach Spielende, nahm die Niederlage aber sportlich: "Bis zum 0:1 waren wir leicht spielbestimmend. Das Gegentor fällt dann mehr oder weniger aus dem Nichts heraus. Wir kommen danach bis zur Halbzeitpause leider nicht mehr wirklich ins Spiel." Tatsächlich verbuchten die Hausherren aus Guckheim die erste Torchance. Mario Wasna setzte das Leder nach einem Eckstoß von Schäfer allerdings am kurzen Pfosten vorbei (11.).

Wenig später schlugen dann aber die Gäste zu: Daniel Günster flankte von links auf den langen Pfosten, wo Marvin Binge aus spitzem Winkel mit einer sehenswerten Direktabnahme per Vollspann unhaltbar zum 0:1 einnetzte (14.).

Entsprechend der Analyse Schäfers hatten die Gäste daraufhin mehr vom Spiel und zeichneten sich durch gutes Stellungsspiel und mehr Ballbesitz aus. Anzukreiden ist dem Team von Trainer Stefan Waßmann lediglich, dass es vor dem Guckheimer Kasten nicht zwingend genug agierte. Luan Muriqi beispielsweise scheiterte aus spitzem Winkel nur knapp (43.).

Ein verändertes Bild ergab sich nach dem Seitenwechsel. Die Gastgeber kamen mit wesentlich mehr Elan aus der Kabine. Spielertrainer Schäfer hatte per Freistoß gleich die erste Gelegenheit (48.), bevor Michael Sehner nach einer Hereingabe von Tobias Kuch unbedrängt aus elf Metern Torentfernung vergab (59.).

Mit viel Willen versuchten die Guckheimer, zurück ins Spiel zu kommen, und warfen gegen Spielende alles nach vorne. Vereinzelte Gelegenheiten wurden aber stets von der hervorragend kämpfenden Wirgeser Defensive abgeblockt.

Vor allem nach dem Platzverweis gegen den Kapitän der Gäste, Sascha Blath, verrichtete die Oberliga-Reserve Schwerstarbeit in der Abwehr. In der auf und neben dem Spielfeld aufgekommenen Hektik nach der Gelb-Roten Karte ließ die Gastmannschaft aber auch einige Kontergelegenheiten in Überzahl ungenutzt.

Stefan Waßmann war nach dem Abpfiff zufrieden mit der Leistung seines Teams: "Mit Ausnahme der ersten zehn Minuten waren wir in Halbzeit eins die bessere Mannschaft. Das Tor hat uns dazu die nötige Sicherheit gegeben. Vor allem in der zweiten Spielhälfte war das eine vor allem kämpferisch gute Leistung, auch wenn wir einige Konter nicht ausgenutzt haben."

"Ein Punkt wäre heute durchaus verdient gewesen", befand Guckheims Spielertrainer Schäfer. "In der zweiten Hälfte haben wir eindeutig mehr investiert und sind nur auf das Wirgeser Tor angerannt. Schade, dass wir uns dafür nicht belohnen konnten."

 

 

Erste Saisonniederlage für die SG Puderbach: Beim 1:2 (1:0) gegen den SC Berod-Wahlrod entschied der größere Siegeswille der Gäste, die mit ihrem ersten Auswärtssieg und nun neun Punkten dick in der Spitzengruppe der Tabelle sind, die spannende Partie in der Fußball-Bezirksliga Ost.


"Wir wollten uns heute in der Tabelle etwas absetzen", erklärte Berods Spielertrainer Thomas Schä-fer nach dem Spielende. Und in der Schlussphase wollten wir den Tick mehr gewinnen. Ich denke, dass dadurch unser Sieg auch verdient ist." Sein Team lag zur Pause etwas unglücklich in Rückstand. Die gastgebende SG war in der 27. Minute in Führung gegangen. Mergim Dobruna hatte nach einem schönen Sololauf über links mustergültig in die Strafraummitte geflankt, wo Florian Raasch den Ball freistehend aus kurzer Distanz über die Torlinie drückte.

Die Schäfer-Elf zeigte sich im Anschluss wenig geschockt, entwickelte mehr Initiative und ließ bis zur Pause drei Großchancen liegen. Zwei Mal vergab der bereits nach 37 Minuten für den Gelb-Rot gefährdeten Ugur Ünal eingewechselte Martin Müller aussichtsreich (42., 45.), kurz zuvor krachte ein fulminanter 16-Meter-Schuss von Alexander Schneider an das Puderbacher Lattenkreuz (38.)

Die Gastgeber fingen sich nach dem Seitenwechsel wieder, waren kurzfristig das spielbestimmende Team, wirkten aber vor dem Tor zu umständlich und wenig durchschlagskräftig. "Da hat dann immer der letzte Pass gefehlt," war Puderbachs Trainer Michael Roos angefressen. "Das war heute eine Leistung, die mich fast sprachlos macht. Wir hatten zu viele Abspielfehler in unserem Spiel, einfache Sachen sind nicht gelungen, und zum Schluss haben wir einfach zu wenig getan." Mehr taten die Beroder in der Schlussphase. Immer wieder angetrieben von ihrem Spielertrainer Schäfer, der fast alle gefährlichen Angriffe einleitete, bestimmten die Gäste in der letzten halben Stunde das Spiel.

Die Entscheidung fiel zwar durch einen etwas umstrittenen Handelfmeter (Schiedsrichter Mürtz hatte nach einem nicht eindeutigen Handspiel von Alexander Hartstang auf den Punkt gezeigt - "Boss" Schäfer selbst vollstreckt, 74.), aber durch das klare Chancenplus verdienten sich die Beroder die drei Auswärtspunkte.

Zwei gefährliche Weitschüsse von Schneider waren knapp am SG-Gehäuse vorbeigestrichen (62.) bzw. von Puderbachs Torhüter Maik Seuser glänzend pariert worden (64.), ehe der eingewechselte Damian Henzel mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Schäfer-Ecke für Berod-Wahlrod zunächst den Ausgleich markiert hatte (65.).

 

 

Mit 2:0 (0:0) hat der Neuling SV Rheinbreitbach am vierten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost seinen zweiten Heimsieg eingefahren. Damit entfernte sich der SVR nicht nur aus dem unteren Tabellendrittel, sondern fügte auch dem bisherigen Spitzenreiter SG Nievern/Fachbach die ersten Punktverluste in dieser Saison zu.


Wer bei den hochsommerlichen Temperaturen ein Fußball-Feuerwerk erwartet hatte, war verständlicherweise enttäuscht. Die Hauptrolle spielte während der 90 Minuten die Getränkeversorgung am Spielfeldrand. Beide Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts, blieben dabei aber zumeist fair, was auch an der souveränen Spielleitung des jungen Schiedsrichters Thomas Wester (Grafschaft) lag.

Das Team von der Lahn störte in der Anfangsphase jeden ballführenden Gegenspieler, setzte eigene Akzente meist über die rechte Angriffsseite, ohne dabei jedoch torgefährlich zu werden. Ihr guter Schlussmann Florian Lindner vereitelte dagegen bereits in der vierten Minute mit einem starken Reflex die SVR-Führung, die Matthias Bärm auf dem Fuß hatte. Wenig später prüfte Timo Hoffmeyer, der auf Seiten des Spitzenreiters einen "astreinen" Liberopart spielte, die Qualität der Rheinbreitbacher Querlatte (8.). Die hielt ebenso wie die immer sicherer werdende Defensive der Einheimischen. Noch zwei Mal zeichnete sich SG-Torwart Lindner gegen Lukas Bornheim( 30., 32.) aus.

Wer nach dem Wiederbeginn auf ein forscheres Auftreten des Tabellenführers wartete, tat dies vergebens. "Es fehlten meinen Spielern der letzte Wille und die Aktionen in die Schnittstelle der SVR-Defensive", analysierte nach Spielschluss der Übungsleiter der SG, Murat Saricicek. Besser machte es der Aufsteiger. Nachdem ihr Torwart Lothar Hilkes mit einer Faust (60.) sein Tor sauber gehalten hatte, bewies SV-Trainer Michael Blankenheim mit der Einwechslung von Julian Welter ein glückliches Händchen. Der ins Sturmzentrum beorderte Welter wurde nicht konsequent gestört, zog nach innen und traf von der Strafraumgrenze aus zur umjubelten SV-Führung.

Bereits zwei Minuten danach bekamen die Nieverner die Kugel nicht aus der Gefahrenzone. Enes Özbek nutzte die sich bietende Möglichkeit kaltschnäuzig und schlenzte den Ball mit dem rechten Außenspann über die Linie. Wiederum Özbek (75.) und der sehr auffällig agierende Bärm (78.) hätten das Resultat erhöhen können. So richtig zittern musste der Aufsteiger um die drei Punkte nicht mehr.

Rheinbreitbachs Coach Blankenheim strahlte nach dem Abpfiff und meinte: "Jetzt sind wir in der Liga angekommen. Meine jungen Spieler wissen, dass sie nur als Mannschaft glänzen können und jeder für den anderen einspringen muss. Das ist uns heute gut gelungen und deshalb haben wir auch verdient gewonnen." "Meine Worte an das Team haben sich bestätigt. Wir bekommen nichts geschenkt. Diese Niederlage kam vielleicht zur rechten Zeit. Sie wirft uns aber nicht aus der Bahn", sagte Nieverns Trainer Saricicek.

 

 

So schwarz wie ihre neuen Trikots ist die Bilanz der SG Miehlen/Nastätten in der Bezirksliga Ost. Nach dem 1:2 (0:2) gegen den FV Engers rangiert die Elf von Spielertrainer Rüdiger Graden punktlos am Tabellenende. Ein Doppelschlag Vitalij Karpovs sicherte den Gästen ihren ersten Saisonsieg, wobei die SG-Defensive durch ihre Unzulänglichkeiten entscheidend mithalf.


Zwei Abwehrspieler verhinderten beim 0:1 nicht, dass Daniel Fiege vom linken Flügel nach innen flankte, Karpov vollendete per Kopfball am Fünfmeterraum. Beim nächsten Treffer öffneten die Miehlener und Nastättener unfreiwillig den Raum, so dass der 33-jährige Torschütze im Zusammenspiel mit Mario Schneeweis erneut zum Zug kam. "Das ist jugendlicher Leichtsinn, da fehlt die Cleverness", ärgerte sich Graden.

Aber auch zuvor verbuchten die Engerser ein klares Chancenplus. Über die Außenbahnen gelangen ihnen mehrfach erfolgversprechende Angriffe, die besten Gelegenheiten vergaben Karpov (12.) und Schneeweis (29.). "Die Torausbeute war heute unser Problem, dadurch ist es später noch einmal hektisch geworden", meinte FV-Spielertrainer Sascha Watzlawik, der seinem Team dennoch ein Kompliment machte.

In den Zweikämpfen und den Kopfballduellen sowie in Sachen taktische Reife war der Rheinlandliga-Absteiger den Mühlbachtalern überlegen. Die Einheimischen näherten sich bloß bei einem Kopfball Lars Leibigs (17.) und einem Schuss Phaithun Murahans (32.) dem Engerser Tor. Der FVE kam hingegen viel öfter zum Abschluss, Schneeweis und Nicolas Merkler scheiterten nach der Pause erneut an SG-Keeper Bastian Hofmann - "er hat uns im Spiel gehalten", fand sein Trainer.

Graden selbst lief zunächst im defensiven Mittelfeld auf, wechselte in der zweiten Halbzeit jedoch zurück in die Offensive. Dort war er am Anschlusstreffer beteiligt, den er nach einem Heber von Kapitän André Müller mit einem Querpass vorbereitete: Leibig verwandelte und prüfte Gästetorwart Andreas Pütz noch zwei Mal. "Auf der letzten halben Stunde können wir aufbauen", sagte Graden trotz der neuerlichen Niederlage etwas versöhnt.

Zudem haben die Miehlener und Nastättener konditionell etwas aufgeholt. "Jetzt fehlt uns noch die Geschwindigkeit", analysierte ihr Coach, der allerdings mit der Einstellung einiger seiner Leute unzufrieden ist. Dass der Sieg des Ex-Oberligisten aus Neuwied letztlich hochverdient war, blieb unbestritten, zumal Fiege und der eingewechselte Matthias Fink den dritten Treffer auf dem Fuß hatten.

"Die drei Punkte hier waren definitiv sehr wichtig für uns", zeigte sich Watzlawik nach dem Abpfiff erleichtert. Dass es im gegnerischen Strafraum oft mit der Souveränität haperte, könnte daran liegen, dass nach einem "blöden Start" in die Saison "die Mannschaft etwas nervös war".

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