SV Hundsangen e.V. 1926

02.03.2018, 06:38, Alter: 108 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 18.Spieltag

Von: rhein zeitung

                                         

Einstand mit Fragezeichen für Thomas Arzbach

 

Wirges zeigt Respekt vor Gradmesser Westerburg – Weitefeld mangelt es an Fußballpraxis – Ahrbach gibt sich zuversichtlich

 

Alles andere als planmäßig geht die Fußball-Bezirksliga ins neue Jahr: Zwei Spiele wurden bereits abgesagt, einige andere stehen auf der Kippe. Bereits neu terminiert wurde das Heimspiel des Tabellenführers SG Emmerichenhain/Niederroßbach gegen die SG Müschenbach/Hachenburg. Am Mittwoch, 21. März, 19.30 Uhr, soll die Partie auf dem Niederroßbacher Hartplatz angepfiffen werden.

 

Obwohl der Ball noch ruht, gibt es positive Entwicklungen beim Team aus dem Hohen Westerwald: Der langzeitverletzte André Sarholz, der an einem Knorpelschaden im Knie laboriert und auch operiert wurde, ist wieder ins Lauftraining eingestiegen. Zudem hat sich die Knieverletzung von David Quandel bei der Operation als weniger gravierend herausgestellt. Der Torjäger vom Dienst hat keinen Riss des Kreuzbandes erlitten, sondern „nur“ einen Anriss des Kreuz- und Innenbandes. Auch er steigt wieder ins Lauftraining ein, somit fällt die Zwangspause des Schlüsselspielers nicht ganz so lange aus wie befürchtet.

 

SG Hundsangen/Obererbach - SG Wallmenroth/Scheuerfeld

(So., 15 Uhr, Hinspiel 1:3).

 

Vermutlich weicht die SG Hundsangen am Sonntag auf einen Kunstrasen oder einen Hartplatz in der Umgebung aus, um die SG Wallmenroth zu empfangen. „Wenn wir eines gelernt haben, dann mit dem Wetter umzugehen“, sagt der neue Trainer Thomas Arzbach beim Rückblick auf eine schwierige Vorbereitung mit wenigen Freundschaftsspielen und allgemeiner Erkältungswelle. Länger verletzt sind in Arzbachs Elf Marco Poppe mit einer Schulterverletzung und Finn Schmidt. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen hat er nach eigener Aussage noch keine umfassenden Eindrücke von seiner Mannschaft sammeln können, was aber kein Alibi sein soll. Die SG Wallmenroth stuft Arzbach für Sonntag als den Favoriten ein wegen der starken Hinrunde des Aufsteigers.

Gästetrainer Stefan Häßler rechnet mit einer Partie auf Kunstrasen und ist „froh, dass es endlich losgeht. Ich wäre als Spieler jetzt richtig heiß“, erläutert der Übungsleiter. Durchwachsen war die Vorbereitung, es wurde gelaufen und in der Halle geübt, was allerdings keine großen Spielzüge zulässt. Körperlich sieht er die Mannschaft aber allgemein gut vorbereitet auf das Restprogramm.

„Wir haben alles getan, was in unserer Macht stand“, fasst Häßler zusammen. Die Erkältungswelle nach Karneval dürfte abgeklungen sein. Nun sind alle mit dabei außer den Langzeitverletzten. Prominentestes Beispiel aus dieser Sparte ist bei der SG Wallmenroth Sascha Mertens, der nach einem Achillessehnenriss operiert wurde. „Ihn können wir nicht 1:1 ersetzen, das müssen wir gemeinsam auffangen“, sagt Häßler.

 

Spvgg EGC Wirges – SG Westerburg/Gemünden

(So., 14.30 Uhr, Hinspiel 1:0).

 

Während andernorts die Partien wegen des Wetters auf der Kippe stehen, ist Trainer Nikolai Foroutan von der Spvgg EGC Wirges guter Dinge, dass auf dem heimischen Kunstrasen gegen die SG Westerburg ganz regulär gespielt werden kann. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch“, erklärt er und verweist auf angekündigte Plusgrade und auf dem Platz absolvierte Trainingseinheiten. „Die Vorfreude ist groß“, erzählt Foroutan und erwartet ein „intensives Spiel“. Es werde darauf ankommen, laufbereit zu sein, die Räume zu verengen, die Zweikämpfe geschickt zu führen und letztlich Tore zu schießen. Die Mannschaft mache körperlich einen guten Eindruck, und trotz zwei bis drei Angeschlagener hofft der Trainer auf einen vollen Kader gegen den „Gradmesser“ Westerburg, vor dem er Respekt äußert.

„Man weiß nicht, wo man steht“, schildert SG-Trainer Dobri Kaltchev das Dilemma aller Übungsleiter am Ende einer langen Winterpause. Die Vorbereitung war durch das Wetter und schlechte Trainingsbedingungen beeinträchtigt. Die Leistungsbereitschaft hat darunter jedoch nicht gelitten: „Ich muss ein Riesenkompliment an meine Leute aussprechen. Alle ziehen voll und ganz mit“, so Kaltchev. Neuzugang Marius Otto, der von der SG Elbert kam, fällt am Wochenende aus, weil er sich in einem Testspiel einen Finger gebrochen hat. Ansonsten dürften dem Coach alle seine Akteure zur Verfügung stehen für eine ausgesprochen schwierige Aufgabe beim Tabellenzweiten, den Kaltchev einen „Top-Aufstiegsaspiranten“ nennt. „Wenn wir etwas mitnehmen, ist es gut“, folgert er – wenn nicht, sei das auch kein Beinbruch.

 

VfB Wissen – TuS Burgschwalbach

(So., 14.30 Uhr, Hinrunde 5:1).

 

„Sehr skeptisch“ ist Walter Reitz, der Trainer des VfB Wissen, was die Chancen auf ein Kräftemessen mit der TuS Burgschwalbach am Sonntag angeht. Derzeit seien alle Sportanlagen in Wissen gesperrt, und auch Reitz selbst hält das Fußballspielen unter den jetzigen Bedingungen nicht für sinnvoll. Entschieden ist aber noch nichts. Als durchwachsen bewertet der Trainer die Vorbereitung: „Sehr gut“ im ersten Teil, danach eine „Katastrophe“ aufgrund des Wetters. Der VfB wich nach Morsbach aus für Training und Freundschaftsspiele. „Zuletzt sind wir an der Sieg gelaufen“, sagt Reitz über die beschränkten Möglichkeiten. Dazu kommt: „Die Grippewelle hat unseren Kader voll im Griff. Wir trainieren mit einer Rumpftruppe.“

Bei Tauwetter rechnet Burgschwalbachs Coach Torsten Baier mit einer „schönen Schlammschlacht“ in Wissen. Insgesamt blickt er zufriedener als sein Wissener Gegenüber auf die Vorbereitung zurück. Fast immer konnte der eigene Platz genutzt werden, die Ergebnisse gegen Kreisoberligisten aus dem Limburger Raum stimmten ebenso optimistisch wie die respektable Leistung gegen die höherklassige Mannschaft aus Dorndorf. „Wir haben uns auf keinen Fall aufgegeben – im Gegenteil“, beteuert Baier. „Wir sind überzeugt, es schaffen zu können.“ Im Verein herrsche dabei kein besonderer Druck. Zur Zuversicht trägt außerdem bei, dass sich die großen Verletzungssorgen aus der Hinrunde gelegt haben, und mit Marco Esposito ein wertvoller Offensivmann an den Stellweg gewechselt ist. „Wir sind gerüstet“, ist Baier überzeugt.

 

VfL Hamm - SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen

(So., 15 Uhr, Hinspiel 3:6).

 

„Nicht ins offene Messer laufen“, sich zugleich aber auch nicht verstecken. Das sind die Vorgaben von Michael Trautmann, dem Spielertrainer des VfL Hamm, für die Begegnung mit der SG Weitefeld. „Wir haben im Hinspiel gesehen, dass etwas möglich ist.“ Selbstvertrauen dürften beide Mannschaften besitzen aufgrund ihrer Erfolgsserien zum Ausklang des alten Jahres.Beim VfL Hamm gibt es nur geringe Sorgen, dass die Platzverhältnisse den Anpfiff verhindern könnten. Längerfristig fehlen werden beim Traditionsverein allerdings die Verletzten Philipp Meier und Daniel Krieger. Bei den Testspielen standen oft nur 13 Leute zur Verfügung, A-Junioren sprangen ein. Doch aktuell „haben wir immer noch 15 Mann, die darauf brennen zu spielen“, berichtet Trautmann.

Bei der SG Weitefeld könnte das Personal in der Offensive knapp werden. Luca Thom ist verletzt, Dominik Neitzert und Joshua Weller haben sich krankgemeldet, wobei Trainer Jörg Mockenhaupt noch auf Genesung bis zum Wochenende hofft. „Unser Kader ist ja gut bestückt“, weist er auf Alternativen hin. Der Coach rechnet mit einem interessanten Spiel, da beide Seiten ihre Serien ausbauen wollen.

In den vergangenen Wochen haben die Weitefelder selten einen Fußballplatz betreten. „Das sind so die Probleme im Hohen Westerwald“, sagt Mockenhaupt über die winterlichen Verhältnisse. Training und Spielformen in Kleingruppen waren angesagt. „Die Fitness wird da sein“, erklärt der Übungsleiter, „den Rest müssen wir uns auf dem Platz holen und über die Einstellung kommen“.

 

SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod - SG Ellingen/Bonefeld/Willroth

(So., 15 Uhr, in Heiligenroth, Hinspiel 1:4).

 

Höchstwahrscheinlich nicht gefährdet ist die Partie der SG Ahrbach gegen die SG Ellingen. „Unser Platz liegt in der Sonne, sogar zum Training war er freigegeben“, erklärt Peter Olbrich, der Trainer der Einheimischen. Bereits in der Vorbereitung habe man versucht, das Beste aus der Situation zu machen: „Es hätte schlechter laufen können“, meint der Coach der Gastgeber. Etwas gutzumachen haben die Ahrbacher wegen der deutlichen Niederlage in der Hinrunde. „Da waren wir zehn Minuten lang nicht wach, die Ellinger haben uns überrascht“, erinnert sich Olbrich, bei dem große Freude herrscht, weil Steffen Wittelsberger nach schwerer Verletzung das Training wieder aufgenommen hat. „Man muss das Positive sehen und nicht klagen“, fasst Peter Olbrich zusammen.

Die Gäste denken gerne an das Spiel der Hinrunde zurück, als sie Ahrbach in Straßenhaus vom Platz fegen konnten. Daran hofft Trainer Thomas Kahler in seiner vorerst letzten Saison in Ellingen wieder anknüpfen zu können. „Wir haben eine gute Vorbereitung gehabt. Wir haben früh im Januar angefangen, um die vielen langzeitverletzten Spieler behutsam aufbauen zu können. Bis auf einige Kleinigkeiten waren die äußeren Bedingungen gut.“

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[ Letzte Änderung: 18. Juni 2018 ]