SV Hundsangen e.V. 1926

09.03.2018, 06:31, Alter: 278 Tage
Kategorie: Fussball

Bezirksligavorschau 19.Spieltag

Von: rhein zeitung

Hundsangen spielt in Malberg am Samstag

                                         

Heun peilt Heimsieg an seiner künftigen Wirkungsstätte an

Müschenbach spielt in Malberg gegen Hundsangen –

 

EGC plant Revanche gegen Elbert –

Weitefeld will nach gutem Start gegen Westerburg nachlegen

 

Magerkost war witterungsbedingt vor Wochenfrist angesagt, jetzt stehen die Zeichen gut, dass in der Bezirksliga Ost wieder flächig der Fußball rollen kann. Dabei sorgt der Spielplan für einige interessante Paarungen.

 

SG Müschenbach/Hachenburg – SG Hundsangen/Obererbach (Sa., 15.30 Uhr, in Malberg; Hinrunde 1:0).

 

An ungewohnter Stätte trägt die SG Müschenbach bereits am Samstag ihr Spiel gegen die SG Hundsangen aus. In Malberg bietet der Kunstrasen gute Bedingungen für eine Partie mit Brisanz. „Es geht direkt gegen einen Mitkonkurrenten, mit einem Sieg könnten die uns distanzieren“, erklärt Müschenbachs Trainer Volker Heun, der in der neuen Saison die Malberger Mannschaft übernehmen wird, nun aber erst einmal mit seinem aktuellen Team den zwölften Tabellenplatz verteidigen will. „Der Leistungsstand ist nicht vernünftig einzuschätzen“, sagt Heun nach einer Vorbereitung unter „schwierigen Bedingungen wie bei anderen auch“. Berufs- und studienbedingt ist der Kader geschrumpft, zudem hat Lukas Kessler eine Kreuzband-Verletzung erlitten. „Wir müssen aus den Fehlern der Hinrunde lernen“, sagt Heun, ansonsten drohe der SG Müschenbach eine „Zitterpartie bis zum letzten Spieltag“.

 

Mit vier Punkten Vorsprung auf den Kontrahenten geht die SG Hundsangen in das Spiel. Deren neuer Trainer Thomas Arzbach möchte, dass dieser Abstand nach dem Schlusspfiff zumindest nicht kleiner geworden ist. Dabei äußert er Respekt vor den Müschenbachern wegen ihrer Erfahrung in der Bezirksliga, schnellen Spielern und wertvollen Offensivkräften wie beispielsweise Gerrit Oettgen.

 

                                                    

                                                    Marcel Hürter ( Hundsangen )

 

Den größeren Druck sieht Arzbach bei den Gastgebern: „Die müssen gewinnen.“ Bei aller Anspannung sieht er es positiv, dass das Sportjahr 2018 für sein Team endlich beginnt und dankt für die Verlegung, die dies garantiert. Langzeitverletzte und Urlauber fehlen den Hundsangenern: „Der Kader ist schon ein bisschen eingeschränkt.“ Daher werden eventuell Akteure der Reserve mit dabei sein.

 

 

SG Elbert/Welschneudorf/Stahlhofen - Spvgg EGC Wirges (So., 14.30 Uhr, in Stahlhofen; 2:1).

 

Bei Elberts Trainer Michael Diel ist Vorfreude auf das Derby gegen die Spvgg EGC Wirges vorhanden, zumal die Erfahrungen aus der Hinrunde sehr erfreulich sind. Nun wünscht er sich, dass auch die Mannschaft nach Verwerfungen innerhalb der SG die nötige Konzentration für das Sportliche aufbaut. „Für die jungen Kerle ist das nicht einfach“, äußert der Trainer Verständnis. Jetzt soll es aber darum gehen, eine ordentliche Rückrunde zu spielen und das Ziel von 40 Punkten zu erreichen.

Unter der Woche hatte Diel wie so oft keinen großen Kader beim Training um sich und musste gar ein Testspiel absagen. Gegen Wirges wollen die Elberter dann allerdings „eine Mannschaft aufstellen, die den Gegner ärgern wird“. Nötig sei es, gut gegen den Ball zu arbeiten und „eklig“ zu sein. Der Wirgeser Trainer Nikolai Foroutan ist gewarnt aufgrund der Niederlage in der Hinrunde und schätzt die Elberter wegen ihrer Kampfstärke und schneller Leute in der Offensive. Dennoch soll seine Mannschaft an ihre eigenen Stärken glauben und eine Mischung aus „Gelassenheit und Motivation an den Tag legen“. Wiedergutmachung ist angesagt nach einer Vorbereitung, die bei der EGC bereits zwei Monate andauert.

Weniger Fehler machen als der Gegner und kaltschnäuzig vor dem Tor sein – das sind die Forderungen für das Derby. Nicht auflaufen können Florian Schlich und Max Meuer, weil sie Verpflichtungen im Rahmen ihres Studiums nachkommen. „Sonst sind alle an Bord“, berichtet Foroutan. Auf dem ungeliebten Kunstrasen in Stahlhofen soll seine Elf ihr eigenes Spiel durchsetzen. „Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt er zum Platz.

 

 

VfL Bad Ems - SG Ahrbach/Heiligenroth/Girod (So., 14.30 Uhr; 2:3).

 

Auf dem kleinen Kunstrasenfeld auf der Insel Silberau empfängt der VfL Bad Ems die SG Ahrbach. Kay Ludwig, der Trainer der Kurstädter, setzt darauf, dass dies ein Vorteil für seine Mannschaft sein könnte. Sie soll den Gegner beim Spielaufbau stören und mit Pressing die Ahrbacher offensiv unter Druck setzen. „Das ist mit Wirges die spielstärkste Mannschaft, der Trainer leistet dort eine Riesenarbeit“, lobt Ludwig den starken Aufsteiger, dessen Besetzung im zentralen defensiven Mittelfeld ihm besonders imponiert. In der Hinrunde unterlagen die Bad Emser in einem Flutlicht-Match mit 2:3, obwohl sie zweimal in Führung gegangen waren. Da gebe es etwas gutzumachen. Dabei fehlt allerdings Marco Lorch, während der Angreifer Elia Brustolon aus Italien an die Lahn zurückgekehrt ist.

Die knappen Maße des Bad Emser Kunstrasens dürften für die Ahrbacher gewöhnungsbedürftig sein, aber die Westerwälder haben allen Grund, mit Selbstbewusstsein zu den Kurstädtern zu fahren. Schließlich haben sie bereits 26 Zähler gesammelt – mehr als doppelt so viele, wie der VfL verbuchen konnte. Erst am Ende des alten Jahres fehlten die Siege ein wenig, auch bedingt durch den Spielplan. In der Fremde tut sich die Elf von Trainer Peter Olbrich ein wenig schwerer als auf eigenen Plätzen, wo sie sogar ungeschlagen ist. Auswärts stehen bisher zwei Siege zu Buche, wobei die Ahrbacher mit den Bad Emsern etwas gemeinsam haben: Beide haben in Auswärtsspielen erst jeweils sieben Treffer erzielt, was aktuell den Negativwert für die Liga Ost darstellt.

 

 

SG Weitefeld-Langenbach - SG Westerburg/Gemünden (So., 15 Uhr, in Langenbach; 3:3).

 

Die SG Weitefeld ist der große Gewinner des vergangenen Wochenendes, an dem nur ein Spiel in der Bezirksliga ausgetragen wurde. Daran soll die Mannschaft nach dem Willen von Trainer Jörg Mockenhaupt anknüpfen. Die Fitness habe gestimmt, „alle hatten Bock“. Bei mutigem Beginn wurde das Toreschießen nicht vergessen. Antreten wird die SG Weitefeld auf dem Platz, auf dem sie in diesem Jahr noch nicht trainiert hat. Mockenhaupt ist trotzdem zuversichtlich in Erinnerung an starke Leistungen im alten Jahr. Grund zu Umstellungen hat er nicht, Luca Thom wird ohnehin noch eine Weile fehlen. Bei Nicolai Weisang, Dominik Neitzert und Jan Niklas Mockenhaupt besteht die Hoffnung, dass sie bis zum Wochenende fit werden. „Wir haben nichts zu verlieren gegen einen der Top-Aufstiegsfavoriten“, betont Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev. Mit der Außenseiterrolle komme seine Mannschaft bestens zurecht. Der Kader ist übrigens derzeit komplett, auch Neuzugang Marius Otto ist nach einem Fingerbruch wieder mit dabei. Ihr „wahres Gesicht“ werde die Elf allerdings erst nach drei bis vier Wochen zeigen können, meint Kaltchev.

Manches erscheint ungewiss nach langer Winterpause und einer Spielabsage, die zuletzt den Rhythmus gestört hat. Immerhin können die Westerburger wieder normal trainieren. Oft gebe es aber gute Spiele, wenn es keiner erwarte, findet Kaltchev. Ein gesundes Selbstvertrauen will er seinen Akteuren ebenso für den Sonntag mitgeben. „Wir wollen uns nicht hinten reinstellen“, beteuert der Trainer.

 

 

VfL Hamm - SG Emmerichenhain/ Niederroßbach (So., 15 Uhr; 0:3).

 

Nach dem 1:5 gegen Weitefeld empfängt der VfL Hamm die SG Emmerichenhain als nächstes Spitzenteam der Bezirksliga. „Von fünf Toren haben wir uns vier selbst geschossen“, analysiert Hamms Spielertrainer Michael Trautmann. „Zwei richtig dumme Elfmeter“ waren dabei, sodass klar ist, dass sich neben der Chancenverwertung die Konzentrationsfähigkeit verbessern muss bei seiner Elf. „Man muss von Anfang an voll dabei sein und nicht erst nach einer halben Stunde, wenn das Boot schon gesunken ist“, verdeutlicht der Coach. Vorwürfe will er seinen jungen Mitspielern nicht machen: „Die Jungs sind noch grün hinter den Ohren.“ Gegen Emmerichenhain „brauchen wir einen richtig guten Tag“, dann sei nichts unmöglich. Nicht mitspielen kann Torwart Mert Zeycan, der sich im Urlaub befindet.

Emmerichenhains Trainer Nihad Mujakic hat den VfL Hamm gegen Weitefeld beobachtet. Von den eigenen Leuten erhofft er, dass sie Probleme künftig so gut kompensieren wie in der Hinrunde. „Ich muss der Mannschaft Respekt zollen, so schwer wie wir hat es sonst keiner gehabt“, sagt er mit Blick auf die Verletzungen. Die Leistungsträger Keigo Matsuda, David Quandel und André Sarholz trainieren nun wieder.

Ansonsten bewertet Mujakic die Vorbereitung als „katastrophal“, denn „wir waren fast nie auf dem eigenen Platz“. Soccer-Halle, Fitness-Studio, Testspiele und fremde Sportplätze standen stattdessen auf dem Programm. „Alles war sehr schleppend und nervenaufreibend“, fasst der Trainer zusammen, doch „jeder hatte diese Probleme“. Der gute Charakter der Mannschaft soll zu drei Punkten in Hamm führen.

 

 

TuS Burgschwalbach – FSV Osterspai/Kamp-Bornhofen (So., 14.30 Uhr, Hinspiel 3:2).

 

Seinen bisher einzigen Saisonsieg hat die TuS Burgschwalbach in der Hinrunde in Kamp-Bornhofen erzielt. Nun steht das Kreisderby am Stellweg erneut an, der Letzte trifft auf den Vorletzten. TuS-Trainer Torsten Baier ist sich angesichts dieser Konstellation bewusst: „Wenn wir die Klasse halten wollen, müssen wir das Spiel gewinnen“, wobei Zuversicht vorhanden ist.

Anders als in der Hinrunde ist der Burgschwalbacher Kader nämlich momentan komplett. „Jeder sollte heiß sein, unter den ersten Elf zu stehen“, fordert Baier. Osterspai erwartet er als „Mannschaft auf Augenhöhe“, der „das Wasser genauso bis zum Hals steht wie uns“. Taktisch will er nichts verändern, gefragt seien Präsenz in den Zweikämpfen und Geduld. Trotz wieder besser besetzter Offensive „dürfen wir nicht blind anrennen“, denn FSV-Torjäger Adrian Knop sei stets gefährlich. Für definitiv richtungsweisend hält Osterspais Trainer Nico Helbach die Begegnung und spricht von einem Sechs-Punkte-Spiel. „Wir wollen etwas mitnehmen, aber das wollen die anderen auch“, ist ihm bewusst, wobei die Gastgeber unter etwas größerem Druck sehen dürften. Für die FSV ist es wichtig, ähnlich stark wie im vergangenen Jahr in das Restprogramm der Bezirksliga zu starten.

„Wir haben uns im Hinspiel schon schwer getan“, erinnert sich Helbach. Damals habe man in der zweien Halbzeit zu wenig nach vorne gespielt, was sich nun ändern soll. Unter dem Strich betrachtet, stelle die Partie wieder eine anspruchsvolle Aufgabe dar. Die personelle Situation ist bei den Gästen nicht so günstig wie beim Aufsteiger. Martin Schwarz fehlt am Sonntag wegen universitärer Verpflichtungen, Nicolas Nouvortne ist ebenso zu ersetzen. Dazu sieht der Trainer „noch ein paar Fragezeichen“ im Kader.

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[ Letzte Änderung: 12. Dezember 2018 ]